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Welches Land für Work & Travel?

Welches Land ist das Richtige für mich?

Welches Work & Travel Land passt zu mir?Für den einen steht die Work & Travel-Destination von vornherein fest. Andere können sich für vieles begeistern, aber nur schwer für eine Sache entscheiden. Mittlerweile gibt es so viele Möglichkeiten für Work & Travel, dass die Entscheidung ganz schön schwerfallen kann. Zur Auswahl stehen mittlerweile mindestens neun Länder in Asien, Lateinamerika, Nordamerika und Ozeanien. In einigen weiteren Ländern gibt es Programme, die Working Holidays sehr ähnlich sind.

Sollte man sich lieber für ein erprobtes Work & Travel-Land wie Australien oder Neuseeland entscheiden oder doch lieber eine ungewöhnliche Destination wählen, um sich von der Masse abzuheben? Willst du eine komplett neue Sprache lernen oder lieber dein Englisch perfektionieren? Wie verbringst du am liebsten deine Freizeit? Bei der Wahl des richtigen Work & Travel-Ziels spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. In diesem Beitrag findest du ein paar Überlegungen, die dir vielleicht bei der Entscheidungsfindung helfen.

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Welche Sprache will ich lernen?

Als erstes solltest du dir natürlich überlegen, welche Sprache dich eigentlich am meisten interessiert. Wenn du diese Frage beantworten kannst, brichst du die Auswahl auf wenige Länder herunter oder es kommt sogar nur noch eines infrage.

Willst du eine exotische Sprache lernen und dich damit auf dem Arbeitsmarkt hervorheben? Einige asiatische Länder gewinnen wirtschaftlich immer mehr an Bedeutung. Eine Sprache aus diesem Raum gut bis sehr gut zu beherrschen, ist für jeden Europäer ein großer Vorteil und kann die späteren Berufsperspektiven erheblich verbessern. Zur Auswahl stehen mindestens vier Länder, in denen du eine gefragte asiatische Sprache lernen kannst: Japan, Südkorea, Hongkong und Taiwan. Auch Singapur bietet ein dem Work & Travel sehr ähnliches Programm. Während Hongkong und Singapur auch sinnvolle Destinationen darstellen, um dein Englisch zu verbessern, musst du in Japan, Südkorea und Taiwan meist die Landessprache lernen.

Wer es vor allem auf Englisch abgesehen hat, für den kommen neben Hongkong und Singapur die drei Work & Travel-Klassiker infrage: Australien, Neuseeland und Kanada. Für die USA gibt es zwar bislang keine einjährigen Working-Holiday-Visa, aber es gibt ein paar Alternativen für junge Menschen, die dem Work & Travel-Programmen ähnlich sind, allerdings nur etwa ein halbes Jahr dauern.

Wie gut sind deine Englischkenntnisse?

Spanisch und Portugiesisch sind zwei der weltweit meistgesprochenen Sprachen. Wenn du dich für diese Sprachen interessierst, kommt ein Work & Travel-Aufenthalt in Chile, Argentinien oder Brasilien infrage, die bislang einzigen südamerikanischen Länder, die ein Working-Holiday-Abkommen mit Deutschland haben. Kanada bietet außerdem die Besonderheit, dass du neben deinen Englischkenntnissen auch deine Französischfähigkeiten aufpolieren kannst. In dem beliebten nordamerikanischen Work & Travel-Land kannst du also gleich zwei Weltsprachen unter Muttersprachlern lernen.



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Wie verbringst du gern deine Freizeit?

Weiterhin solltest du dir überlegen, was du gern in deiner Freizeit machst. Auch davon hängt ab, welches Work & Travel-Land am besten zu dir passt. Zum Beispiel zieht es eingefleischte Naturfreunde, Wanderfreaks und Outdoor-Fans am ehesten nach Neuseeland. Wenn du deine komfortablen Hiking Boots gar nicht ausziehen möchtest und am liebsten tagelang in der Natur unterwegs bist, dann solltest du ein Work & Travel-Jahr im Land der Hobbits auf jeden Fall in Erwägung ziehen.

Aber auch Kanada eignet sich für ausgedehnte Ausflüge in die Natur. Wenn du außerdem total auf Wintersport stehst, ist das nordamerikanische Riesenland wahrscheinlich genau richtig, denn dort gibt es zweifellos die längsten Winter unter allen Work & Travel-Ländern. Auch Neuseeland bietet großartige Skigebiete und zahllose Wintersportoptionen, allerdings sind die Winter etwas milder und die Berge nicht ganz so hoch wie die Rocky Mountains. Australiens kleiner Nachbar ist dafür aber das Land des Extrem- und Abenteuersports: Von Fallschirmspringen über Bungeejumping bis hin zu Canyon Swinging, Downhill Mountainbiking, Wildwasser-Rafting und Flusssurfen kann man dort vieles ausprobieren. Bungeejumping soll sogar im neuseeländischen Queenstown erfunden worden sein. Die kleine Stadt auf der neuseeländischen Südinsel gilt als Mekka für alle Extrem- und Abenteuersportler.

Wer dagegen seine freien Tage am liebsten am Strand verbringt und abends ausgelassen feiert, ist in Australien genau richtig. Angst vor Spinnen, Schlangen, giftigen Quallen, Haien und Krokodilen sollte man allerdings nichts haben. Ansonsten ist auch Brasilien ein hervorragendes Ziel für alle Sonnenanbeter und Feierwütigen. Wo könnte man wohl ausgelassener feiern als beim Karneval in Rio? Chile erinnert dagegen landschaftlich und klimatisch sehr an Neuseeland, weshalb es eingefleischte Naturliebhaber auch am ehesten in dieses Land ziehen wird. Wer ultramoderne Städte und Hightech mag, der wird sich wohl in so mancher asiatischen Metropole am wohlsten fühlen.  

Was ist dein Ziel für Work & Travel?

Außerdem ist wichtig, welches Ziel du eigentlich mit deinem Auslandsaufenthalt verfolgst. Willst du einfach nur Spaß haben oder soll es dich auch beruflich voranbringen? Willst du vor allem das Leben in deinem Gastland kennenlernen, die Innenperspektive sehen und die Einheimischen verstehen? Wenn letzteres der Fall ist, gibt es sicherlich ein bestimmtes Land, das dich mehr als alle andere interessiert und in seinen Bann zieht. Ist das nicht der Fall und dir geht es vor allem darum, etwas für deine berufliche Zukunft zu tun, musst du überlegen, welches Land dir für deinen beruflichen Werdegang am meisten bringt.

Strebst du beispielsweise eine Karriere in der Wirtschaft an, macht ein Blick nach Asien Sinn. Die asiatischen Volkswirtschaften wachsen immer weiter und so ziemlich jedes große Unternehmen möchte irgendwann dorthin expandieren. Wer sich da als Experte eines bestimmten Marktes positionieren kann und sogar die Sprache spricht, der hat die allerbesten Jobaussichten auf tolle Positionen mit überdurchschnittlichen Gehältern. Einige große, internationale Konzerne haben außerdem ihren Sitz in den asiatischen Work & Travel-Ländern, beispielsweise in Hongkong oder Singapur. Wenn du dort Work & Travel machst, kannst du vielleicht schon während der Working Holidays ein Praktikum oder sogar einen bezahlten Job bei einem großen Konzern ergattern und wertvolle Berufserfahrungen sammeln. 

Hat dagegen die englische Sprache absolute Priorität für deine weitere berufliche Laufbahn, solltest du lieber ein Land wählen, wo ausschließlich Englisch gesprochen wird wie Australien, Neuseeland oder die USA. Nach Südamerika zieht es vor allem Abenteurer, die außergewöhnliche Naturerlebnisse suchen und die hohen Kriminalitätsraten nicht scheuen. Aber auch Portugiesisch und Spanisch sind äußerst wichtige und weltweit vielgesprochene Sprachen, sodass sich der Spracherwerb in Südamerika ebenso auszahlt.

Generell macht sich ein längerer Auslandsaufenthalt wie Work & Travel aber immer sehr gut auf dem Lebenslauf, egal wohin es geht. Schließlich beweist du Mut, Weltoffenheit und Flexibilität. Ohne Auslandserfahrungen kommt man heute in vielen Berufen nicht mehr weit, das eigentliche Ziel ist dabei eher sekundär.

Wieviel Geld möchtest du ausgeben?

Die Länderwahl solltest du keinesfalls ausschließlich von deinem Reisebudget abhängig machen. Schließlich ist ein Work & Travel vor allem dazu da, um sich selbst auszuprobieren und sich mit der Arbeit zu finanzieren. Dennoch ist das Geld auch ein Faktor, den du mit in deine Entscheidung einbeziehen kannst. Denn die Kosten, die durch das Work & Travel entstehen, sind von Land zu Land sehr unterschiedlich.

Ein großer Kostenpunkt sind beispielsweise die Flüge, die grundsätzlich nicht gerade günstig sind. Je nachdem, in welches Land du reisen möchtest, musst du mit diesen Kosten rechnen:

Kosten für Flüge im Ländervergleich

Neben diesen einmaligen Kosten, zu denen auch das Visum gehört, sind auch die laufenden Kosten in den typischen Work and Travel Ländern sehr unterschiedlich. Je nachdem, wie hoch dein Lohn sein wird, kannst du eventuell in einem Land mit geringen Lebenshaltungskosten mehr und länger herumreisen. Ein Kostenpunkt bei den Lebenshaltungskosten sind beispielsweise die Ausgaben für Lebensmittel. In den unterschiedlichen Zielländern kannst du mit diesen Lebensmittel-Kosten rechnen:

Kosten für Lebensmittel in der Woche - der Ländervergleich

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Sicherheit vs. das Unbekannte

Wenn du eine etablierte Destination wie Kanada, Neuseeland oder Australien wählst, kannst du sicher sein, dass dich schon eine gewisse Infrastruktur für Work & Traveller vor Ort erwartet. Alles ist schon mal gemacht worden und es gibt etliche Dienstleister, die sich auf Work & Traveller spezialisiert haben. Für (fast) jedes Problem gibt es eine Lösung, auch wenn du mitunter dafür bezahlen musst. Außerdem triffst du zahlreiche Gleichgesinnte. Du wirst also in den seltensten Fällen allein unterwegs sein. Auch die Einheimischen haben sich schon an die rucksacktragenden Fremden gewöhnt und du muss niemanden mehr erklären, was du da eigentlich machst. In allen anderen Ländern ist Work & Travel (noch) sehr viel improvisierter. Du wirst häufiger auf dich allein gestellt sein und musst oft sehr kreativ sein, wenn es um die Jobsuche und andere organisatorische Aufgaben geht. Mitunter musst du dich mit einer völlig neuen Sprache rumschlagen, von der du noch wenige Wochen zuvor nicht ein Wort kanntest. Das kann eine wahnsinnig große Herausforderung sein. Aber an Herausforderungen wächst man auch und so kann es sein, dass du beim Work & Travel in einem eher ungewöhnlichen Land das meiste für dich und dein Leben mitnimmst.

>> Infos zum Reiseziel

Destinationen kombinieren

Wenn du dich absolut nicht entscheiden kannst, weil dich einfach mehrere Länder faszinieren, kannst du natürlich auch verschiedene Work & Travel-Länder miteinander kombinieren. Das ist besonders sinnvoll bei Ländern, die sehr dicht beieinander liegen, wie zum Beispiel Australien und Neuseeland. Wie oft im Leben ist man schließlich am anderen Ende der Welt? Da lohnt es sich, das in vollen Zügen auszukosten. Man kann aber natürlich auch weitentfernte Länder miteinander kombinieren, wie zum Beispiel Japan und Kanada. Dann kannst du aus deinem Work & Travel-Abenteuer gleich eine halbe Weltreise machen. Ein einschränkender Faktor ist allerdings Zeit. Es ist weniger sinnvoll, in einem Land nur ein paar Monate oder ein halbes Jahr Work & Travel zu machen. Dann kratzt du nur an der Oberfläche. Besser ist es, sich für ein Jahr komplett auf ein Land einzulassen, es tief kennen und verstehen zu lernen, deine Sprachkenntnisse zu perfektionieren, echte Freundschaften zu schließen und dann erst weiterzuziehen.

>> Das Around-the-World-Ticket

Fazit 

Wer sich bei der Wahl des Work & Travel-Landes unsicher ist, der sollte sich ein paar Fragen stellen und diese ehrlich beantworten:

  • Was erwartest du von deinem Work & Travel-Land?
  • Was ist dir wichtig?
  • Welche Hobbys und Vorlieben hast und wo kannst du diese am besten ausleben?
  • Welche Sprache willst du wirklich lernen?
  • Ist für dich am besten das ganze Jahr über Sommer oder magst du die Abwechslung, die die vier Jahreszeiten mit sich bringen?

Wenn dich all die Fragen immer noch nicht zu einer Entscheidung führen, solltest du vielleicht über eine Kombination verschiedener Work & Travel-Länder nachdenken. Allerdings brauchst du dann viel Zeit, denn wenn du Work & Travel in einem Land wirklich intensiv erleben willst, solltest du mindestens ein Jahr in diesem Land bleiben.

Hier findest du dein Work & Travel-Programm in deinem Wunsch-Zielland:

>> Work & Travel-Programme suchen

Erfahrungsberichte lesen

Viele Work & Traveller habe ihre Erfahrungen aufgeschrieben. Die Erfahrungsberichte zeigen dir einen Einblick in das Leben und die Kultur des bereisten Landes. So kannst du schon einen kleinen Eindruck erhalten und dich fragen, ob auch dieses Land dein Wunsch-Land sein könnte!

>> Erfahrungsberichte auf Auslandsjob.de

Beliebte Zielländer im Schnellvergleich

Australien, Neuseeland und Kanada sind besonders beliebte Backpacker-Ziele. Hier findest du kurz und knapp diese drei beliebten Backpacker-Länder im Schnellvergleich:

>> Beliebte Backpacker-Ziele im Schnellvergleich

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