5 Abenteuer in Australien

Australien ist an sich schon ein großes Abenteuer, vor allem wenn man weiß, dass hier die giftigsten Schlangen und Spinnen der Welt leben, weiße Haie im Meer ihre Runden drehen und selbst eine unschuldig dreinschauende Schnecke mit einem tödlichen Giftrüssel um die Ecke kommt. Davon mal abgesehen, wird es mit diesen fünf Abenteuern down under garantiert nicht langweilig.

WORK AND TRAVEL

Auge in Auge mit dem weißen Hai – Neptun Islands

Für die Einen ein Lebenstraum, für andere, der absolute Horror – ein weißer Hai zum Greifen nah. Neben Südafrika sind die Neptun Inseln vor der Südküste Australiens weltweit einer der wenigen Orte, um weiße Haie in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. In speziellen Käfigen geht es hinab ins Wasser und spätestens wenn du die Schockstarre überwunden hast, wird es ein unvergessliches Abenteuer. Einige Anbieter locken die Haie statt mit Blut oder Fleisch auf natürliche Weise über Geräusche und Vibrationen an. Dieser Variante ist tierfreundlicher und sorgt für weniger Aggressionen.

Jungle Swing – Daintree Regenwald

Im tropischen Norden, wo das größte Korallenriff der Welt auf den ältesten Urwald dieses Planeten trifft, findest du alles, was das Abenteuerherz begehrt, vom Fallschirmsprung über Wildwasser Rafting bis hin zum Bungee Jumping. Wer den Daintree Regenwald aus einer einzigartigen Perspektive erleben möchte, sollte sich im “Minjin Jungle Swing” in Cairns in die Seile hängen. Angeleint und festgezurrt geht es an Seilrutschen durchs Blätterdach, aber statt bequem im Sitzen fliegst du in aerodynamischer Bauchlage an den Baumriesen vorbei. Von Null auf 120 km/h in 3,5 Sekunden. Das beste daran: Du kannst den Rausch mit bis zu zwei Freunden gleichzeitig erleben. www.ajhackett.com/cairns/activities/minjin-swing/

Springende Krokodile – Kakadu Nationalpark

In 99 Prozent aller Fälle, vergessen die Menschen den Auslöser zu drücken, wenn sie das erste Mal ein Krokodil in die Luft steigen sehen. Im hohen Norden Australiens, der Heimat von Crocodile Dundee, scheinen die Gesetze der Schwerkraft nicht zu gelten. Am Adelaide River kann man ein außergewöhnliches Ritual hautnah miterleben. An Deck eines schaukelnden Bootes geht es zur Fütterung der Raubtiere, während der Skipper erzählt, dass sich rund 1500 Krokodile in einem Flussabschnitt von 160 Kilometern tummeln. Leistenkrokodil „Maraca“ ist hier der Opa unter den jungen Hüpfern. Mit 90 Jahren und 900 Kilogramm Kampfgewicht bebt der Fluss, wenn sich ´Grandpa` aus den Wellen schwingt. Beim dritten oder vierten Sprung klappt es dann auch mit dem Foto.

Canyoning – Blue Mountains

Die Kombination aus schwimmen, abseilen, klettern, Klippen springen und Buschwandern hört sich schon auf dem Papier adrenalinversprechend an. Die Blue Mountains, etwa eineinhalb Stunden von Sydney entfernt, sind mit ihren Schluchten und Canyons der ideale Spielplatz für abenteuerlustige Wasserratten. Vor Ort, in Katoomba, kann man gute Touren mit der entsprechenden Ausrüstung buchen. Die Canyons auf eigene Faust zu durchqueren, wäre lebensgefährlich. Mit Schuhen, Helm und Neoprenanzug durch einen Canyon zu schwimmen, ist beängstigend und faszinierend zugleich. Links und rechts erheben sich meterhohe Felsen und man weiß nie, was hinter der nächsten Biegung kommt. Es ist wie eine Reise zum Mittelpunkt der Erde. www.visitnsw.com/things-to-do/tours/blue-mountains-adventure-company

Eine Nacht auf der Insel der Toten – Tasmanien

Tasmanien – der grüne Smaragd des Roten Kontinents, auch liebevoll Tassie genannt, ist rau und abgeschieden. Gut 3000 Kilometer südlich liegt die Antarktis – viel weiter weg von zu Hause könntest du gar nicht sein. Der perfekte Ort und Endstation für die gefährlichsten Straftäter des Britischen Empire, die seit 1830 ins damals härteste Gefängnis der Welt nach Port Arthur verschifft wurden. Folter, Isolationshaft und über 200 Fluchtversuche – alle landeten am Ende auf dem Friedhof der Sträflingskolonie, der Insel der Toten. Die berühmten Ghost Tours in Port Arthur sind nichts für zarte Gemüter, denn im Gegensatz zu den viel beschworenen Geistern sind die brutalen Fakten harte Realität.

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Work and Travel in Neuseeland abgebrochen… dank Corona!

Unterwegs in Neuseeland

Anfang März ging es mit 2 weiteren Freundinnen los nach Neuseeland. Wir hatten 3,5 entspannte und abenteuerlustige Wochen, sind mit unserem Camper an jeden Ort gefahren und haben es uns gut gehen lassen. Als hier in Deutschland die Panik und Verbote aufgrund des Corona-Virus ausbrachen, haben wir noch darüber gelacht, unser Lotterleben genossen und noch nicht mal annähernd was von mitbekommen. Wir haben nicht mal im Ansatz vermutet, dass es so enden würde, wie es geendet hat.

Die ersten Warnungen bzw. Anrufe von Familie und Freunde mit der eindringlichen Botschaft „kommt zurück“ haben wir belächelt und drauf angestoßen. Wir konnten uns die Welt hier wie sie derzeit ist, nicht vorstellen. Wir fuhren weiterhin frei und unbekümmert Tag ein Tag aus durch Neuseeland.

Plötzlich änderte sich dann jedoch die Zeit. Der erste Hamsterkauf, die ersten Kontrollen der Polizei auf den Straßen und auf den Campingplätzen nach den jeweiligen Einreisedaten. Wir haben gar nicht verstanden, worum es hier grade geht, bis wir überall an Restaurants, öffentlichen Sanitäreinrichtungen oder Supermärkten Schilder und Warnungen zu Covid-19 gelesen haben. Da wurde es uns dann bewusst, dass es ernster werden würde als bislang angenommen.

Jedoch… Selbst das haben wir aber noch leichtfertig hingenommen. Nachdem die Grenzen zu Australien dicht waren, wo ich noch weitere 3 Monate hinreisen wollte, haben mir meine Eltern allerdings Druck gemacht und mich zu einer Entscheidung gedrängt: weiterhin in Neuseeland zu bleiben für unbestimmte Zeit (wo auch immer und evt. auch alleine, wenn ich keine Gleichgesinnte treffe) oder die Reise abzubrechen und zurück nach Deutschland zu kommen. Wo ich bis September bei meinen Eltern wohnen müsste und erstmal keinen Job in Aussicht habe. Das war ein richtig blöder Moment. Ein Tiefschlag, der mich unfassbar traurig gemacht hat. Diese Weitsicht, die Reise abbrechen zu müssen, kam mir bis dahin gar nicht.

Ich habe mich dann schweren Herzens für den Abbruch entschieden. Diese unbestimmte Zeit, der einbrechende Alltag und die Ungewissheit was nun tatsächlich passieren würde, wo ich lande und und und war zu viel. Zu groß die Last, dass ich unendliches Heimweh bekomme, jedoch festsitze auf einer Insel. Die zwar so schön zu bereisen ist, aber dennoch sehr alleine sein kann. Und was bringt es mir, an einem Ort zu sein, mich aber nicht bewegen zu dürfen? Niemand weiß wie sich das Corona-Virus entwickelt und da Neuseeland sehr strikt in den Vorschriften war, war es unmöglich vorherzusehen, wann ein normaler Alltag mit Reisen wieder möglich werden würde. Vielleicht wäre meine Entscheidung hinsichtlich des Reiseabbruchs anders ausgefallen, wenn ich das Land hätte bereisen dürfen. Aber das war erst einmal nicht in Sicht.

Der Start des Lock Downs in Neuseeland

Der lock down begann und Neuseeland blieb still. Nichts bewegte sich mehr und nur systemrelevante Einkaufsmöglichkeiten waren geöffnet. Reiseverbote bestanden und alle hielten sich dran. Die Kontrollen der Polizei verschärften sich. Das einzige was ich in den 12 Tagen des lock downs gesehen habe, war die Farm in der Nähe von Hamilton, auf der wir durch Zufall unterkamen. Dort hatten wir neben einem Bett auch sanitäre Einrichtungen zur Verfügung. Im Austausch halfen wir auf der Farm.

Wir fütterten die Kühe, halfen im Holz, räumten den Reitplatz auf und machten alles winterfest. Glück mit dem Wetter hatten wir auch noch und somit konnten wir in unseren Pausen die Sonne genießen und Farbe tanken. Uns gings also wirklich gut.

Andere Reisende haben wirklich die Zeit über in einem Hotelzimmer sitzen und warten müssen. Für einen Spaziergang durftest du raus, aber nicht zu weit von deinem Haus. Sport durftest du machen, aber nur in Nähe deines Wohnhauses. Im Park sitzen und dort die Sonne genießen war verboten. Wir haben von jeder neuen Katastrophe immer Glück gehabt und das Beste abbekommen. 

Nun sitze ich zu Hause bei meinen Eltern. Wohnungs- und arbeitslos und stricke mir einen neuen Plan zurecht. Irgendwas wird schon kommen, dafür bin ich Optimistin genug. Aber eins ist sicher: Von diesem Abenteuer werde ich noch lange zu erzählen haben, auch wenn es einen kleinen bitteren Beigeschmack durch den Reiseabbruch beinhaltet. 😊

Die 10 besten Länder für Auswanderer

Als Auswanderer aus Deutschland haben wir unheimlich viele Möglichkeiten: Der deutsche Reisepass ist einer der wertvollsten weltweit. Wir können in zahlreiche Länder visumfrei einreisen und uns dort mitunter sogar dauerhaft niederlassen. Daher stellt sich für viele die Frage: Wohin sollte man am besten auswandern? Das ist sicherlich nicht einfach zu beantworten und die Antworten sind außerdem meist sehr subjektiv. Zum Glück liefert der Expat Insider Report des Netzwerks InterNations einige Anhaltspunkte für Unentschlossene. Einmal jährlich befragt das Team rund 14.300 Ausgewanderte und Expats in über 195 Ländern nach ihrem allgemeinen Glücks- und Wohlbefinden im Gastland. Diese zehn Länder schafften es bei der letzten Umfrage im Jahr 2015 an die Spitze!

1. Ecuador

Die Ergebnisse der Studie sind für viele überraschend. Den Spitzenplatz holte beispielsweise das kleine, eher unscheinbare Ecuador im Nordwesten des südamerikanischen Kontinents. Hier sind die Einwanderer und Expats anscheinend besonders glücklich. Das Team fragte unter anderem nach der allgemeinen finanziellen Situation, der Kinder- und Familienfreundlichkeit in der Wahlheimat, der Länge des Arbeitstags sowie auch den Möglichkeiten, lokale Freundschaften zu schließen, eine schöne Wohnung oder eine neue Liebe zu finden. All das scheint in Ecuador bestens zu funktionieren. Dazu kommt die wunderschöne, vielfältige Landschaft, die günstigen Lebenshaltungskosten und die schöne, relativ leicht zu erlernende spanische Sprache. Auf nach Ecuador!

2. Mexiko

Auch Platz zwei befindet sich in Lateinamerika. Den Altantik gen Süden zu überqueren scheint für Auswanderer definitiv eine gute Option zu sein. Trotz der Nachrichten von Drogenkriegen, Armut und Gewalt scheint es Auswanderern in dem sonnigen nordamerikanischen Staat nach eigenen Angaben bestens zu ergehen. Vielleicht ein echter Geheimtipp? Vor allem liegt das wahrscheinlich an den freundlichen Mexikanern, die weltweit zu den nettesten Zeitgenossen zählen. Genau das schätzen die meisten Auswanderer in Mexiko auch an ihrem Gastland: Nirgends kann man so schnell Freundschaften schließen, die dann auch dauerhaft und tiefgründig sind. Ähnliche wie in Ecuador hat daran sicher auch die spanische Sprache ihren Anteil, die relativ leicht und schnell zu erlernen ist, sodass man sich schon nach kürzester Zeit wie ein Einheimischer fühlt.

3. Malta

Gerade mal zwei europäische Staaten haben es in die Auswanderer-Hitliste geschafft und einer davon ist tatsächlich das kleine, unscheinbare Malta. Der südeuropäische Inselstaat begeistert Auswanderer vor allem aufgrund der Karrierechancen, der Work-Life-Balance und natürlich auch seinen zahlreichen Sonnenstunden. Auch das Gesundheitssystem und die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung schneiden überdurchschnittlich gut ab. Dafür nehmen die Exil-Malteser scheinbar auch die etwas schlechteren Verdienstmöglichkeiten in Kauf. Die meisten gaben an, in Malta etwas weniger als in ihren Herkunftsländern zu verdienen. Daran zeigt sich mal wieder: Es gibt wichtigeres im Leben als Geld, beispielsweise gute Freunde – die findet man in Malta der Umfrage zufolge nämlich ziemlich schnell.

4. Singapur

Mit Singapur kommt noch ein weiterer Kontinent für Auswanderer ins Spiel. Der Stadtstaat ist, zumindest den aktuellen Befragungen zufolge, das beste Auswanderungsziel in Asien. Nicht ganz unwichtig ist dabei sicherlich die Landessprache: Englisch ist eine der vier offiziellen Amtssprachen des kleinen Landes und dort sehr verbreitet. Das vereinfacht die Kontaktaufnahme zu den Locals, die Erledigung alltäglicher Aufgaben, die Jobsuche oder gar das Gründen einen eigenen Unternehmens. Besonders schätzen Auswanderer in Singapur außerdem die Sicherheit, politische Stabilität und das hervorragende Gesundheitssystem – sicher keine Selbstverständlichkeit in der Region. Die Lebenshaltungskosten sind zwar für Asien sehr hoch, dafür sind die Verdienstchancen aber auch sehr gut. Für Asien-Fans ist Singapur definitiv eine der besten Optionen!

5. Luxemburg

Das zweite europäische Land in den Top 10 der Auswanderungsländer ist Luxemburg. Ob die Größe (bzw. die Winzigkeit) eines Lands wohl Einfluss auf die Lebensqualität hat? In Luxemburg überzeugen die Auswanderer wahrscheinlich am ehesten die großartigen Verdienst- und Karrieremöglichkeiten sowie die Jobsicherheit. Wem diese Aspekte besonders wichtig sind, der braucht also gar nicht weit in die Ferne zu schweifen, sondern kann einfach zu unseren Nachbarn ziehen. Auch das Einleben dürfte vor allem deutschen Staatsbürgern nicht besonders schwerfallen: Im Freundlichkeits-Ranking schafft es das Großherzogtum gerade mal auf Platz 43 von 64 und ist damit nicht allzu weit von deutschen Standards entfernt. Freundschaften mit den Locals zu schließen ist leider nicht ganz so einfach wie in den anderen Top-Auswanderungsländern. In Luxemburg ist das aber kein großes Problem: 46 Prozent der Einwohner des kleinen Staats sind ohnehin Expatriats!

6. Neuseeland

Auch Ozeanien ist bei Auswanderern beliebt. Das kleine Neuseeland konnte sich bei dem Ranking von InterNations sogar noch einen besseren Platz sichern als der große Nachbar Australien. Diese Platzierung ist sicher wenig überraschend für alle, die dem Traumland am anderen Ende der Welt schon mal einen Besuch abgestattet haben. Hier lebt man nicht nur inmitten einiger der atemberaubendsten Landschaften, die unser Planet zu bieten hat, sondern hat es auch mit einigen der freundlichsten Menschen der Welt zu tun. Da auch die Sprach- und Kulturbarriere äußerst niedrig ist, fühlen sich Auswanderer bei den Kiwis schnell heimisch. Besonders hoch bewertet werden neben der einzigartigen Landschaft auch die Work-Life-Balance und das Familienleben. Abstriche müssen Expatriates dagegen bei den Lebenshaltungskosten machen, die sind in Neuseeland alles andere als günstig.

7. Thailand

Auch Thailand konnte sich einen Platz auf der Bestenliste sichern. Auch wenn in dem beliebten Urlaubsland sicher nicht alles perfekt ist, sind Auswanderer dort ungewöhnlich glücklich. Die meisten erhoffen sich von dem südostasiatischen Land eine bessere Lebensqualität und mitunter auch eine neue Liebe – und sie werden anscheinend nicht enttäuscht. Zusammen mit dem tollen Klima und der traumhaften Umgebung lenkt das anscheinend auch von den fehlenden Job- und Karrieremöglichkeiten sowie der politischen Instabilität ab. Außerdem ist Thailand eines der Länder mit den niedrigsten Lebenshaltungskosten.

8. Panama

Mit gleich drei Staaten ist Lateinamerika in den Top 10 der Auswanderer vertreten. Kein anderer Sprach- und Kulturraum kann so viele Gewinner verzeichnen. Inwiefern Janosch mit seiner schönen Kindergeschichte „Oh, wie schön ist Panama!“ zur Beliebtheit des zentralamerikanischen Staates beigetragen hat, ist ungewiss. Sicher ist dagegen, dass Einwanderer in Panama vor allem mit den romantischen Beziehungen zu den Locals überdurchschnittlich zufrieden sind. Das tröstet wahrscheinlich auch über die lange Arbeitswoche hinweg: Rund 48 Stunden pro Woche arbeitet man dort im Schnitt. Immerhin kann man nach dem Feierabend bei herrlich warmen Temperaturen am Strand entspannen.

9. Kanada

Das traumhafte Land im Norden Amerikas ist eines der wenigen Länder auf der Liste, in dem Auswanderer mit einem sehr langen und strengen Winter zurechtkommen müssen. Selbst die frostigen Temperaturen im Winter können der Beliebtheit des zweitgrößten Landes der Welt also keinen Abbruch tun. Das Land muss seinen Einwanderern zweifellos einiges bieten, wenn es sogar besser abschneidet als das beliebte und traditionelle Einwanderungsland im Süden von Kanada. Die Ausgewanderten loben vor allem die Freundlichkeit der Kanadier, die auch gegenüber Fremden äußerst nett sind. Eher weniger zufrieden sind die Exil-Kanadier dagegen mit ihrem Einkommen im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten. Fast ein Drittel der Befragten ist der Meinung, dass das Einkommen nicht ausreiche. Daher „nur“ Platz 9 für das sympathische Land im hohen Norden.

10. Australien

Auch das lässige Australien mit seinen überdurchschnittlich entspannten Einwohner schafft es in die Top 10 der beliebtesten Expat- bzw. Auswanderer-Länder. Kein Wunder: Scheinbar unendlich viele Gründe sprechen für das beliebte Langzeitreiseziel am anderen Ende der Welt: Eine relativ kurze Arbeitswoche und dazu passend ein ungewöhnlich großes, vielfältiges Freizeitangebot, außerdem ein warmes Klima, zahlreiche Sonnenstunden, eine niedrige Sprach- und Kulturbarriere sowie aufgeschlossene, freundliche Mitmenschen. Die meisten Auswanderer entscheiden sich für Australien, weil sie sich eine höhere Lebensqualität erhoffen – und die finden sie dort scheinbar auch. Das Ganze hat nur einen Haken: Australien ist eines der teuersten Länder der Welt. Die meisten Auswanderer und Expats bewerten das Leben in Down Under als zu teuer und rund ein Viertel gibt an, mit ihrem Einkommen eher schlecht zurechtzukommen.

Fazit

Wer sein Heimatland dauerhaft oder für längere Zeit verlassen möchte, hat als Westeuropäer unheimlich viele Möglichkeiten. Eine solch wichtige und folgenreiche Entscheidung sollte dann wirklich gut durchdacht sein. Bei der Suche nach dem richtigen Auswanderungsziel lohnt sich vor allem ein Blick auf die Menschen, die bereits ausgewandert sind. Wo fühlen sie sich am wohlsten? Wo hat man die besten Chancen, wirklich glücklich zu werden? Die Antworten auf diese Fragen beantwortet der Expat Insider Report jährlich und verrät damit, wo die Bedingungen für Auswanderer am besten sind. Nichtsdestotrotz musst du natürlich immer auch deine persönlichen Umstände berücksichtigen. Wenn du im Ausland auf Jobsuche gehen und dich beruflich weiterentwickeln willst, ist das bei Auswanderern extrem beliebte Ecuador vielleicht trotzdem nicht die beste Wahl.

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Kochen für Backpacker

Kochen für Backpacker

Wer als Backpacker schon unterwegs war kennt dir Problematik. Die Reisekasse ist oft sehr klamm und man versucht an so vielen Stellen zu sparen wie möglich. Das kann beim Transport sein, indem man den Local Bus an Stelle des Luxus Liner benutzt, am Essen indem man da isst wo die Einheimischen essen anstatt sich teure Restaurants zu suchen und natürlich auch an der Unterkunft. Speziell in vielen asiatischen und lateinamerikanischen Ländern kann man durch die Wahl des Essens unglaublich viel Geld einsparen und hat den Vorteil mit lokaler Küche und Einheimischen in Kontakt zu kommen. Hat man keine allzu große Scheu vor exotischer Küche und der ein oder anderen kulinarischen Überraschung, kann man quasi jeden Tag essen gehen, da es wahrscheinlich sogar tatsächlich günstiger ist, als selber einzukaufen und zu kochen.

Wer jedoch Europa, Nordamerika, Australien oder Neuseeland bereist, wird diese Erfahrung nicht so häufig machen. Hier wird täglich Auswärts essen schnell sehr kostspielig. Eine gute Alternative bietet sich, indem man die Küche seines Hostels nutzt und selber sein Essen zubereitet. Je nach Hostel sind die Küchen jedoch sehr unterschiedlich mit Grundzutaten und Gewürzen ausgestattet. Oft geben die Schränke außer Salz, Pfeffer und Öl nicht viel her. Deshalb haben wir euch in diesem Beitrag 6 Gerichte zusammengestellt, die schnell und einfach zubereitet sind und euch von den Zutaten her keine umfangreichen Einkäufe abverlangen.

Spaghetti Bolognese

  • 2 Zwiebeln in Scheiben schneiden, in eine Pfanne/Topf geben, salzen und in Öl glasig schmoren .
  • 6 Tomaten vom Strunk befreien und in Scheiben schneiden und zu den Zwiebeln geben.
  • Durchrühren, dann Deckel drauf und ca. 15 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.
  • 500 g Hackfleisch in eine zweite Pfanne/Topf geben und ohne die Zugabe von Fett braten.
  • Wenn die Zwiebeln und Tomaten zu einer weichen Masse geschmort sind, das Hackfleisch sowie 4- 5 ungeschälte Knoblauchzehen dazu geben.
  • Jetzt 500g Spaghetti in Wasser mit Salz
  • Dann den Inhalt einer Tube Tomatenmark in die Pfanne dazugeben sowie nach Bedarf 0.2 L Wasser.
  • Das Wasser runterköcheln lassen und hin- und wieder umrühren.
  • Mit einer guten Portion Olivenöl auffüllen.
  • Abermals aufkochen lassen und etwas Wasser dazu, damit die Soße nicht zu fest wird.
  • Mit Oregano, Salz und etwas Pfeffer Zum Schluss noch eine Prise Zucker und bei Bedarf noch etwas kleingeschnittener Knoblauch
  • Die Spaghetti abgießen, sobald sie al dente. Spaghetti sowie die Pfanne mit der Soße auf den Tisch und falls gewünscht mit geriebenen Parmesankäse servieren
Ein Teller Spaghetti mit Bolognese Sauce

Spaghetti Carbonara

  • 300g Schinkenwürfel oder Speck in ein bisschen Öl anbraten.
  • 500g Spaghetti mit Salz aufkochen
  • 6 Eigelb vom Eiweiß trennen und mit 150 ml Sahne und 150g Parmesan verquirlen, salzen und pfeffern.
  • Wenn die Spaghetti al dente sind, abtropfen und in den trockenen Kochtopf zurückschütten
  • Ei/Sahne/Parmesan-Mischung schnell mit den Spaghettis und den krossen Schinken- oder Speckwürfeln mischen.
  • Dort wird alles nur so lange vermischt, bis das Eigelb bindet.
  • Nicht zu lange rühren, sonst erhält man ein Rührei.
  • Falls nötig noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Chili con Carne

  • 1 Zwiebel fein würfeln und 1 Knoblauchzehe fein hacken
  • 1 Paprikaschote und 4 Tomaten in Würfel schneiden.
  • 250 g Kidneybohnen (1 Dose) in ein Sieb geben und abspülen.
  • 1 Chilischote aufschneiden und die Kerne entfernen, anschließend in kleine Streifen schneiden.
  • 4 EL Öl in einer großen Pfanne heiß werden lassen und 500 g Hackfleisch scharf anbraten, bis es grau und krümelig ist.
  • Nun die zerkleinerte Zwiebel, Paprikaschote und Knoblauchzehe dazugeben und alles so lange braten, bis das Fleisch etwas angebräunt ist.
  • Anschließend die Kidneybohnen, 140 g Mais mit dem Maissaft aus der Dose, 6 EL Tomatenmark, den gewürfelten Tomaten und etwas Wasser hinzufügen und bei mittlerer Wärmezufuhr zugedeckt etwa 20 Minuten weiter schmoren.
  • Anschließend die Chilischote, 1 TL Basilikum, 1 TL Pfeffer, 1 TL Zucker und 3 TL Paprikapulver hinzufügen und alles unter ständigem Rühren etwa 10 Minuten offen köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  • Das Chili mit Salz abschmecken und heiß servieren. Dazu gibt es Weißbrot oder Ciabatta

Mac and Cheese

  • Macaroni in Milch köcheln lassen bis sie al dente sind.
  • Vorsicht! Kochende Milch schäumt auf. Daher nur köcheln
  • Danach einfach Käse deiner Wahl in den Topf geben und schmelzen lassen
  • Gegebenfalls mit Salz abschmecken
Ein Teller mit Mac and Cheese und einem Sandwich

Tomate Mozzarella Salat

  • 2 Tomaten und 2 Leibe Mozzarella in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden
  • Diese auf einen flachen Teller nebeneinander verteilen, mit Olivenöl und etwas Balsamico begießen
  • Danach mit Oregano, Salz und Pfeffer bestreuen und ca. 10 Minuten ziehen lassen
  • Mit frischen Basilikumblättern Dazu geröstetes Brot, Toastbrot oder Baguette.

Arme Ritter

  • In einer Schüssel 2 Eier, etwas Milch, Zucker und eine Prise Salz verrühren.
  • Weißbrot oder Toast kurz in die Eiermilch tauchen
  • Herausnehmen und feucht in einer heißen Pfanne mit Butter von beiden Seiten goldbraun braten.
  • Mit Zucker und Zimt bestreuen und mit Kompott oder Ahornsirup servieren

Pancakes

  • 3 Eier zu einer schönen hellen Schaummasse verquirlen.
  • 100 ml Milch und 200 ml Naturjoghurt vermischen
  • 150 g Mehl, ein Päckchen Backpulver, die Milch-Joghurt-Mischung, eine Prise Salz und 2 EL Zucker nach und nach zu den Eiern geben und immer schön weiter rühren.
  • etwas Milch zufügen wenn der Teig zu dick ist.
  • Generell sollte der Teig aber recht dickflüssig sein.
  • Die Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, jeweils etwa einen TL Öl hineingeben und nacheinander den ganzen Teig zu Pancakes verbacken.
  • Wichtig! Sehr wenig Öl verwenden und langsam, also auf mittlerer Stufe nicht zu heiß ausbacken.
  • Als Topping kann man Ahornsirup, Zuckerrübensirup, Eis oder Früchte nehmen
Ein Stapel Pancakes mit Blaubeeren als Topping

Deine grüne Packliste

Schon beim Gepäck sollte man darauf achten, dass man nachhaltig denkt

Reiseutensilien nachhaltig beschaffen

Ein guter Rucksack und funktionale Outdoor-Kleidung sind praktisch, aber teuer. Zudem geraten sie u.a. bzgl. der schlechten Produktionsbedingungen oder chemischen Imprägnierungen immer wieder in die Kritik. Wie wäre es daher, wenn du einmal die (örtlichen) Kleinanzeigen in Online-Portalen oder an Schwarzen Brettern durchstöberst? Der Vorteil an Second Hand ist, dass wenn du dir keine Neuware von verantwortungsvollen Verkäufern leisten kannst, du wenigstens keine neue Nachfrage auf dem Markt erstellst und Verschwendung und Überkonsum eindämmst. Zudem schont es dein Portemonnaie. Für diejenigen, die Gebrauchtware eher ausschließen möchten, gibt es einen interessanten Artikel der Bergfreunde mit Empfehlungen und Beschreibungen über nachhaltige Labels.

Kleidung & andere Textilien: Wetterfest, schnell trocknend, funktional

Beim nachhaltigen Reisen auch nachhaltige Textilien und Kleidung kaufen

Wir haben es bereits erwähnt: Funktionale und Outdoor-Kleidung sind auf einer langen Reise wirklich praktisch. Gute Reisekleidung zeichnet sich dadurch aus, dass sie atmungsaktiv, wetterfest  und schnell trocknend ist.  Der Vorteil hierbei ist nicht nur, dass du davon weniger brauchst und mehr Platz für Erinnerungsstücke von vor Ort hast, sondern auch, dass diese Dinge viel leichter sind als konventionelle Kleidung.

Neben der richtigen Kleidung ist bei den Reise-Utensilien außerdem wichtig:

  • grüne Kosmetik und Reinigungsprodukte kaufen
  • bei Elektrogeräten auf Qualität und Langlebigkeit achten (lieber einmal richtig investieren!)
  • Eine wieder auffüllbare Trinkflasche mitnehmen (und immer auf Wasserhygiene achten!)

Nicht zu viel mitnehmen!

Die platzsparende, schnell wieder verwendbare funktionale Kleidung ist der Anfang. Aber generell solltest du dich bei jedem eingepackten Teil fragen, ob es wirklich notwendig ist. Du wirst dir auch vieles vor Ort kaufen und das ist auch gut so. Es ist gut für die lokale Wirtschaft – sofern du die Teile nicht unbedingt bei einem internationalen Konzern erwirbst –  und es ist gut für dich, wenn du zu Hause noch etwas Greifbares von der Reise hast.

Reisetagebuch

In einem Notizbuch Reiseerinnerungen festhalten um sich nachhaltig erinnern zu können

Die erste Reaktion auf den Vorschlag eines Tagesbuchs basiert meist auf Ablehnung. Das Dokumentieren deiner Eindrücke just in dem Moment konserviert jedoch deine ganz persönlichen Reiserfahrungen und hält sie lebendiger als nur Fotos beispielsweise. Das liegt daran, dass du die Situation detaillierter und mit dem Gefühl des Moments festhältst. Und die Art des Dokumentierens obliegt ja deiner ganz persönlichen Vorliebe. Aus deinen Notizen kannst du wiederum Schlüsse ziehen, was du beim nächsten Mal ggf. anders machen oder sogar ganz genauso wieder machen würdest. Du kannst viel schneller sehen, was du schon alles erlebt hast und was die Reise mit dir macht.

Die 15 besten Orte für digitale Nomaden

Zwei junge Leute planen mit Landkarte und Laptop eine Reiseroute

Digitale Nomaden suchen sich ihre liebsten Aufenthaltsorte rund um den Globus nach anderen Kriterien aus, als Auswanderer, Work & Traveller oder Backpacker. Welche Kriterien sind für Menschen, die digital von überall auf der Welt ihr Geld verdienen können, entscheidend? Da die Bewegung der digitalen Nomaden immer mehr Anhänger gewinnt, haben sich rund um den Globus echte Hotspots entwickelt. Manche Orte sind vor allem zu einer bestimmten Jahreszeit stark frequentiert, andere sind rund ums Jahr beliebt, sodass du als digitaler Nomade dort jederzeit eine aktive Community aus Gleichgesinnten findest. Du willst auch als nomadischer Freelancer reisen und arbeiten? Dann solltest du dir deine erste Destination wohl überlegt auswählen. In diesem Beitrag erfährst du, welches die beliebtesten Treffpunkte digitaler Nomaden rund um die Welt sind!

 1. Bali, Indonesien

Ganz vorn mit dabei ist zweifelsohne Indonesien und dort insbesondere Bali. Spätestens seit der Verfilmung von „Eat, Pray, Love“ erlebt der sonnige Inselstaat einen echten Boom. Von Backpackern über Aussteiger, Hippies, Feierwütige, spirituell Suchende, Yogis und natürlich jede Menge digitaler Nomaden findest du dort wirklich alles. Aufgrund des großen Ansturms passt sich die Insel immer mehr den Bedürfnissen digitaler Nomaden an. Verschiedene Coworking Spaces wurden in den letzten Jahren eröffnet. Es gibt etliche fantastische Pool-Villen, die du gemeinsam mit anderen Nomaden über Plattformen wie airbnb.com mieten kannst. Weitere Vorzüge Balis sind das großartige, gesunde Essen, die relativ günstigen Restaurants, die abwechslungsreiche Umgebung und die damit verbundenen Freizeitaktivitäten. Eine der berühmtesten und frühesten digitalen Nomadinnen Deutschlands hat Bali daher zu ihrer Homebase erklärt. In diesem Beitrag von Conny von Planet Backpack erfährst du, was Bali für digitale Nomaden so besonders macht.

Ideal für: Yogis; spirituell Suchende; Veganer und Leute, die gesundes Essen schätzen; Surfer, Sonnenanbeter und Naturliebhaber

Eher nichts für: Menschen mit Yoga-, Veganer- oder Hippie-Allergie; Nomaden, die aufgrund ihres Jobs lieber in der gleichen Zeitzone bleiben; Menschen, die einen ruhigen Ort abseits der Massen suchen

Insider-Tipp: Wer es ruhiger und weniger überfüllt mag, sollte sich die Gili Islands gleich nebenan anschauen. Dort findest du eine deutlich entspanntere Atmosphäre und trotzdem viele Cafés zum Arbeiten sowie vernünftiges Internet über eine lokale SIM-Karte mit Datenpaket.

2. Thailand

Wundervolle Natur in Thailand

Neben Bali zählt Thailand zu den Lieblings-Destinationen digitaler Nomaden in Asien. Kein Wunder: Es ist günstig, bietet Traumstrände, paradiesische Inseln und wunderschöne Natur sowie eine gute Infrastruktur für nomadische Digitalarbeiter und Entrepreneurs. In dem traumhaften Urlaubsland gibt es daher gleich mehrere Digitalnomaden-Hotspots, beispielsweise Chiang Mai im Norden, die Inseln Ko Lanta und Koh Ph Ngan im Süden sowie die Hauptstadt Bangkok. In dem beliebten südostasiatischen Land kannst du dir also einen Ort ganz nach deinen Vorlieben aussuchen. Egal ob Megametropole, Berge oder weiße Traumstrände – du wirst überall viele Gleichgesinnte treffen. An Thailand schätzen digitale Nomaden vor allem die aktive Digitale-Nomaden-Community, die Freundlichkeit der Thailänder, die günstigen Lebenshaltungskosten und das ganzjährig warme Klima.

Ideal für: Sonnenanbeter, die günstig leben wollen und eine große Community an Gleichgesinnten suchen

Eher nichts für: Menschen, die abgelegene Geheimtipps bevorzugen oder in der deutschen Zeitzone bleiben möchten

3. Kolumbien

Auch Freunde des lateinamerikanischen Kulturkreises haben als digitale Nomaden viel Auswahl. Überraschenderweise hat sich vor allem Kolumbien in den letzten Jahren zu einem beliebten Aufenthaltsort digitaler Nomaden in Südamerika  entwickelt. Die DN-Community triffst du in dem warmen Land in Äquatornähe vor allem im europäischen Winter. Die beliebteste Stadt ist zweifelsohne Medellín, die zweitgrößte Stadt des Landes auf ca. 2000 Meter Höhe. Viele schätzen an der Andenmetropole vor allem das perfekte Klima. Aufgrund der konstanten 20 bis 25 Grad rund ums Jahr ist Medellín auch als „Stadt des ewigen Frühlings“ bekannt. Eine angenehme Folge des herrlichen Klimas ist das saftige Grün, mit dem die Stadt und ihre Umgebung gesegnet sind. Langweilig wird es dort auf jeden Fall nicht so schnell! In der Umgebung gibt es zahlreiche, teils auch skurrile Ausflugsziele, wie beispielsweise die dekadente Megavilla des ehemaligen Drogenbosses Pablo Escobar. Zusammen mit den unglaublich freundlichen Locals, dem guten Internet und der großen Expat-Community macht das Kolumbien zu einem idealen Ziel für digitale Nomaden. Neben Medellín gibt es aber auch noch andere tolle Orte für digitale Nomaden, beispielsweise die Hauptstadt Bogotá oder das wunderschöne Cartagena in der Karibik.

Ideal für: Lateinamerika- und Spanisch-Fans; digitale Nomaden, die sich unter Einheimische mischen wollen und die lokale Kultur erleben möchten; Menschen, die gutes Wetter, aber keine extreme Hitze suchen

Eher nichts für: Sicherheitsfanatiker (Medellín galt lange als eine der gefährlichsten Städte der Welt, die Situation hat sich in den vergangenen Jahren aber deutlich entspannt)

4. Südafrika

Lasse dich von der Küste Kapstadts verzaubern

Das ferne Südafrika bietet ein großes Plus für alle digitalen Nomaden, deren Tätigkeit einen intensiven Kontakt zu Kunden in der Heimat erfordert. Die Zeitverschiebung zu Deutschland beträgt trotz der enormen Entfernung maximal eine Stunde. Für viele Nomaden bietet das Traumland am Kap somit die Gelegenheit, endlich auch weiter entfernte, exotische Destinationen zu erkunden und dort beispielsweise zu überwintern. Die Jahreszeiten sind dort genau umgedreht, sodass du vor allem im europäischen Winter viele digitale Nomaden in Kapstadt treffen wirst. Sicher haben auch andere Orte in Südafrika einiges zu bieten, doch die Traummetropole an der Tafelbucht des Atlantischen Ozeans ist verständlicherweise der Hauptanziehungspunkt für digitale Nomaden in Südafrika. Nicht zuletzt gilt sie als eine der schönsten Städte der Welt und bietet im Vergleich zu anderen beliebten Metropolen wie Rio de Janeiro oder San Francisco vergleichsweise günstige Lebenshaltungskosten.

Vorteile: Relativ günstig, kaum Zeitunterschied, perfekter Ort zum Überwintern

Nachteile: Sicherheit, etwas teurer als Südostasien und Südamerika, große Distanz

5. Spanien

Wer nicht so weit in die Ferne schweifen oder zum Einstieg lieber einen Ort in der Nähe testen möchte, der sollte sich das schöne, sonnige Spanien näher anschauen. Dort gibt es nämlich gleich mehrere Digitale-Nomaden-Hotspots. Zu den Favoriten zählen das allseits beliebte Barcelona, das Kitesurf-Mekka Tarifa im Süden sowie Las Palmas auf Gran Canaria. In all diesen Orten findest du eine große Community an Gleichgesinnten, Coworking Spaces, schöne Cafés, eine tolle Umgebung und viele Freizeitmöglichkeiten. Während Tarifa und Barcelona im Winter eher weniger ideal sind, bietet Gran Canaria ganzjährig perfektes Wetter. Auf den kanarischen Inseln herrschen das ganze Jahr über Traumtemperaturen zwischen 20 und 30 Grad; das kann dir keine andere Destination in Europa bieten. Trotz der relativ weiten Entfernung kommst du mit Low-Cost-Airlines supergünstig auf die Insel und auch die Lebenshaltungskosten sind dort niedriger als auf dem spanischen Festland. Wassersport-Fans sollten sich auf jeden Fall die kanarischen Inseln oder auch das kleine Tarifa in Andalusien anschauen, während sich Städteliebhaber zweifelsohne in Barcelona pudelwohl fühlen werden.

Vorteile: Nicht so weit weg, du kannst jederzeit (relativ) günstig nach Hause fliegen; keine Zeitverschiebung (außer auf Gran Canaria – 1h); relativ günstig; leicht zu erlernende Sprache; viele digitale Nomaden; gutes Internet

Nachteile: Weniger exotisch; etwas kalt und feucht im Winter (Tarifa, Barcelona)

6. Portugal

Entspannte Tage in Lissabon genießen

Auch Spaniens Nachbarland ist mittlerweile ein beliebter Treffpunkt digitaler Nomaden. Die Entscheidung für eines der beiden Länder auf der iberischen Halbinsel ist vor allem eine Frage des Geschmacks: Willst du lieber Portugiesisch oder Spanisch lernen? Identifizierst du dich eher mit den ruhigeren Portugiesen oder den temperamentvolleren Spaniern? Bevorzugst du Surfen oder Kiten? Insbesondere Surfer zieht es eher zu den Top-Locations in Portugal, wo es einige der besten Surfspots in Europa gibt. Städteliebhaber fühlen sich dagegen im faszinierenden Lissabon oder auch im etwas ruhigeren Porto im Norden des Landes richtig wohl. Genau wie Spanien ist Portugal gut und günstig von Deutschland aus erreichbar, bietet verlässliches Internet, im Vergleich zu Deutschland niedrige Lebenshaltungskosten, nette Einwohner und eine relativ leicht zu erlernende Sprache. Auch wenn es immer mehr digitale Nomaden in Portugal gibt und insbesondere Lissabon sich langsam aber sicher zu einem Hotspot entwickelt, ist es dort noch nicht ganz so überlaufen.

Vorteile: Relativ günstig, schnell und kostengünstig erreichbar, nicht so überlaufen, gleiche Zeitzone

Nachteile: Außerhalb der großen Städte gibt es wenige digitale Nomaden, Coworking Spaces und teilweise langsames Internet

7. Berlin

Unsere tolle Hauptstadt mag einigen vielleicht etwas unoriginell erscheinen, da sie ja quasi vor der Haustür liegt, sie ist aber zweifelsohne ein echter Digitaler-Nomaden-Hotspot und bei Leuten aus aller Welt extrem beliebt. So manch einer überwintert dort sogar freiwillig. Zugegeben, die meisten digitalen Nomaden triffst du dort garantiert im Sommer und hast dann wahrscheinlich auch am meisten Spaß, aber in Berlin ist rund um das Jahr viel los. Es gibt etliche Coworking Spaces, Start-ups und eine riesige Entrepreneur-Community. Zweifellos ist Berlin ein perfekter Ort für alle, die es mit dem eigenen Business wirklich ernst meinen, sich vernetzen und richtig ranklotzen wollen. Sobald man dann die Früchte der harten Arbeit erntet, kann man immer noch in die weite Welt ziehen. Für viele ist das eine sinnvolle Strategie und in Berlin lebt es sich im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten auch noch recht günstig. Nur von dem aufregendem Nachtleben und dem vielfältigen Kulturangebot darf man sich nicht allzu sehr ablenken lassen.

Vorteile: Geographische Nähe; ideal für den Aufbau eines Business; Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen DNs, Startups und Entrepreneuren; relativ günstig; produktive Arbeitsumgebung

Nachteile: Evtl. zu langweilig, weil in Deutschland; starke Partykultur und viel Ablenkungsgefahr; Wetter

8. Prag

Das wundervolle Prag erkunden

Nach Berlin ist die tschechische Hauptstadt eine weitere Hochburg digitaler Nomaden in Europa, die du dir unbedingt mal näher anschauen solltest. Wenn du noch nie da warst, wirst du kaum glauben können, wie schön es dort ist. Die Stadt an der Moldau ist vollgepackt mit großartiger Architektur, wunderschönen Parks, gemütlichen Cafés und Coworking Spaces, wo es sich bestens arbeiten lässt. Wenn du kein Wort Tschechisch sprichst und auch nicht unbedingt vorhast, deine Energie in das Erlernen dieser Sprache zu stecken, ist das kein größeres Problem: In Prag gibt es eine riesige, aktive Community aus Expats, Digitalen Nomaden und anderen Ausländern. Auch die meisten (jüngeren) Tschechen sprechen gutes Englisch, sodass du damit gut zurechtkommst. Für Prag spricht außerdem die Nähe zur Heimat. Falls du doch mal für einen Kunden vor Ort sein musst, kannst du dich jederzeit in den Bus setzen und kommst günstig an dein Ziel.

Vorteile: Wunderschöne Stadt, gleiche Zeitzone, Nähe zu Familie und Kunden, hervorragende Bedingungen für digitale Nomaden und große Community, relativ günstig

Nachteile: Kalte Winter, schwierige Sprache

9. Budapest

Als weiterer Digitaler-Nomaden-Hotspot in Europa muss unbedingt auch die ungarische Hauptstadt erwähnt werden. Zusammen mit Berlin, Prag und Barcelona zählt sie bei digitalen Nomaden zu den beliebtesten Städten Europas. Mitunter wird die schöne Metropole an der Donau auch als neues Berlin gehypt, da die Kunst- und Kreativszene sich immer mehr gen Osten verlagert. Aber natürlich kann man Budapest nicht mit der deutschen Hauptstadt vergleichen; sie hat ihren ganz eigenen Flair und den solltest du unbedingt selbst erleben. Auf jeden Fall bietet die Stadt die ideale Kulisse für einen längeren Arbeitsaufenthalt: wunderschöne Cafés, viele Coworking Spaces, jede Menge Gleichgesinnte und relativ günstige Lebenshaltungskosten. Schau’s dir an!

Vorteile: Günstig erreichbar, niedrige Lebenshaltungskosten, Coworking Spaces, große Expat- und DN-Community, viel Abwechslung und Freizeitmöglichkeiten

Nachteile: Wetter, schwierige Sprache

10. Mexiko

Faszinierende Städte in Mexiko

In Nordamerika ist Mexiko das beliebteste Ziel digitaler Nomaden und das nicht nur, weil es dort günstiger und meist wärmer ist als in den USA und Kanada. Auch die zauberhaften Tropenstrände, die uralten Pyramiden und Ruinenstädte, einsame Wüsten und weite Wälder sowie nicht zuletzt die mitunter freundlichsten Menschen der Welt haben ihren Anteil daran. Vielleicht bist du von den ständig schlechten Nachrichten aus Mexiko eher abgeschreckt. Dazu gibt es aber absolut keinen Grund, wenn du dich hauptsächlich in touristischen Ballungszentren und Digitalnomaden-Hotspots aufhältst. Als beliebte Treffpunkte der digitalen Nomadenszene gelten beispielsweise Oaxaca City im Südwesten, verschiedene Surfer-Orte an der Pazifikküste und auch die Hauptstadt Mexico City, die von allen Orten die beste Infrastruktur für Digitale Nomaden bietet. Mexiko gilt übrigens lt. Umfrage als eins der besten Länder für eine Auswanderung.

Vorteile: Klima, Menschen, Sprache und Kultur

Nachteile: Große Entfernung und Zeitverschiebung, (teilweise) Sicherheit, eher langsames Internet.

11. Costa Rica

Zentralamerika steht aufgrund des warmen Klimas, der vielen Surfspots und günstigen Lebenshaltungskosten nicht nur bei Ortsunabhängigen hoch im Kurs. Neben Mexiko ist auch Costa Rica ein beliebter Anlaufpunkt für digitale Nomaden in dieser Region. Das schöne Tropenland ist zwar eines der teureren Destinationen in der Gegend, dafür hat es aber das schnellste Internet und die beste Infrastruktur in Zentralamerika. Außerdem bietet das kleine Land mit seinen sympathischen Einwohnern eine gute Infrastruktur für digitale Nomaden, wie zum Beispiel stabiles Internet, schöne Cafés zum Arbeiten und hier und da auch ein Coworking Space. Wer Strände, den Dschungel oder das Wellenreiten liebt, ist dort zweifelsohne bestens aufgehoben. Insbesondere der kleine Surferort Santa Teresa ist ein beliebter Anlaufpunkt für digitale Nomaden und andere Slow Traveller, da er sich ideal zum Surfen (lernen) eignet und schnelles Internet bietet.

Vorteile: Natur, Strände, Surfen, Klima, verlässliches Internet und DN Community

Nachteile: Große Entfernung und Zeitverschiebung, relativ teuer, teils sehr touristisch

12. Buenos Aires

Für alle, die Städte lieben und lieber etwas weiter weg möchten, ist die argentinische Hauptstadt eine großartige Option. Vor allem bei nordamerikanischen Digitalnomaden sowie Tango-Liebhabern aus aller Welt ist die argentinische Metropole sehr beliebt. Langweilig wird dir dort garantiert nicht und sie kann als Ausgangspunkt für viele weitere Ziele in Argentinien und Südamerika dienen. Andererseits bietet Südamerikas europäischste Metropole aber auch die perfekten Arbeitsbedingungen: Viele Coworking Spaces, tolle Cafés zum Arbeiten und eine große Community an Gleichgesinnten. Nicht zu verachten ist aber auch die kleine Schwesterstadt im Nachbarland Uruguay. Montevideo ist in ca. drei Stunden mit dem Boot von Buenos Aires aus erreichbar und perfekt für alle, die es etwas ruhiger mögen und den Strand direkt vor der Haustür haben möchten. Die DN-Community ist dort zwar noch überschaulich, dafür kannst du dich umso mehr unter Einheimische mischen, Spanisch lernen und die Kultur erleben. Außerdem bietet die uruguayische Atlantikküste etliche tolle Strandorte – definitiv das perfekte Land zum Überwintern!

Vorteile: Kontakt zu Locals, leicht zu erlernende Sprache, Sommer im europäischen Winter, gute Infrastruktur für DNs, vor allem in Buenos Aires

Nachteile: Große Entfernung und große Zeitverschiebung, relativ kalt und feucht von Juni bis August

13. Vietnam

Atemberaubende Natur und Kulturstätten in Vietnam

Als weiterer Kandidat für Asien ist das schöne Vietnam ideal für digitale Nomaden. Dort gibt es nicht nur traumhafte Strände und atemberaubende Natur, sondern auch richtig gute Städte für ortsunabhängige Online-Arbeiter. Insbesondere Ho-Chi-Minh-City ist in der Digitale-Nomaden-Szene beliebt. Daher findest du dort auch eine große Community Gleichgesinnter, viele Cafés, Coworking Spaces und jede Menge kreative Energie. Der chaotische Verkehr mag zwar nicht unbedingt etwas für jeden sein, aber wer sich gern auf zwei Rädern fortbewegt und es etwas exotischer mag, wird Ho-Chi-Minh-City und Vietnam lieben.

Vorteile: Klima, Exotik-Faktor, Lifestyle, günstige Lebenshaltungskosten, viele Gleichgesinnte

Nachteile: große Entfernung und Zeitverschiebung, teils langsames Internet

14. Kalifornien

Zugegeben: Dieses Ziel ist nicht unbedingt etwas für Anfänger, da die Lebenshaltungskosten hier mitunter richtig hoch sein können. Doch zum Digitalen Nomadentum gehört eben nicht nur, die Geo-Arbitrage überall maximal auszunutzen. In Kalifornien kannst du dafür den geballten „entrepreneurial spirit“ erleben, vor allem natürlich im Silicon Valley rund um San Francisco, aber auch etwas südlicher in L.A. und San Diego. Außerdem gibt es entlang der Küste einige coole kleinere Surfer-Orte, wie beispielsweise Encinitas, wo du ebenfalls viele Digitale Nomaden sowie auch Coworking- und mittlerweile auch einige Coliving-Projekte findest. Die Amis sind eben auch was das ortsunabhängige Arbeiten angeht immer einen Schritt weiter. Für viele gibt es außerdem nichts Besseres, als sich nach einem langen produktiven Arbeitstag in die Wellen zu stürzen und dafür ist Kalifornien einfach ideal.

Vorteile: Viele digitale Nomaden, Unternehmer-Szene, Wetter, Strände und Surfen, schnelles Internet, gute Infrastruktur, Sprache

Nachteile: Große Distanz und Zeitverschiebung, sehr teuer

Fazit

Mittlerweile gibt es rund um den Globus richtig coole Hotspots für Digitale Nomaden, an denen es sich wunderbar leben und arbeiten lässt. Dabei kannst du dir einen Ort ganz nach deinen Prioritäten aussuchen: Stehst du noch am Anfang deiner Laufbahn als digitaler Nomade sind vor allem Orte mit niedrigen Lebenshaltungskosten und vielen anderen digitalen Nomaden, von denen du lernen kannst, interessant. Später solltest du dich vor allem fragen: Wo kann ich mein Business am besten weiterentwickeln und welcher Ort bietet den Lifestyle und das Klima, das zu mir passt? Da die Antworten auf diese Frage ganz unterschiedlich ausfallen, gibt es mittlerweile zahlreiche Digitalnomaden-Hotspots rund um den Erdball.

15 Gründe, warum sich Auswandern lohnt

Du spielst mit dem Gedanken, Deutschland dauerhaft den Rücken zu kehren oder zumindest für eine längere Zeit ins Ausland zu gehen? Mit dieser Überlegung bist du nicht allein: Etwa 150.000 deutsche Staatsbürger entschließen sich jährlich dazu, ihr Glück im Ausland zu probieren. Natürlich bleiben nicht alle für immer weg, gut zwei Drittel kehren nach einigen Jahren wieder in die Heimat zurück. Was sie von der Auslandszeit mitbringen, ist meist die Aussicht auf einen besseren Job, ein höheres Gehalt und ein insgesamt verbessertes Lebensgefühl. Doch was bewegt Menschen eigentlich dazu, Deutschland dauerhaft oder auf Zeit zu verlassen? Hier sind 15 Gründe, warum sich das Auswandern lohnt!

1. Besseres Klima

Laut einer Umfrage gehört das Wetter zu den Hauptgründen deutscher Auswanderer, ihrem Land den Rücken zu kehren. Es liegt auch irgendwie auf der Hand: Da gibt es so viele Länder auf dieser Welt, die mit so viel mehr Sonnenstunden pro Jahr und insgesamt viel milderen Temperaturen gesegnet sind. Warum sollte man sich dann eigentlich diesen unangenehmen Winter in Deutschland antun, in dem man die Sonne kaum zu sehen bekommt? Bei wem sich kalte Regentage mit wenig Sonnenlicht unweigerlich negativ auf die Stimmung und das allgemeine Wohlbefinden auswirken, für den gibt es sicherlich bessere Orte zum Leben auf dieser Welt. Vor allem Menschen, die unter bestimmten Krankheiten leiden, können durch ein besseres Klima ihre Beschwerden merklich lindern.

2. Bessere Verdienstchancen

Du kannst in manchen Ländern schlicht mehr verdienen. Für einfachere Arbeiten wird beispielsweise im angelsächsischen Raum oft ein faireres Gehalt gezahlt als bei uns. Das ist oft ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für oder gegen das Auswandern. Der Mindestlohn liegt in zahlreichen Ländern über dem, was man hierzulande bekommt. Aber auch Akademiker und gut ausgebildete Fachkräfte können in manchen Ländern deutlich mehr verdienen. Zudem wird auch das Unternehmertum vielerorts viel mehr gefördert als hier, sodass du auch als Selbstständiger in vielen Ländern höhere Gewinne erzielen kannst und außerdem mit weniger bürokratischen Hürden kämpfen musst.

3. Niedrige Steuern

Eng mit dem Verdienst ist auch das Thema Steuern verbunden. Deutsche und Österreicher zahlen weltweit einen der höchsten Steuersätze. Ganz anders sieht es dagegen bei den Eidgenossen in der Schweiz sowie in vielen anderen Ländern aus. Dort musst du deutlich weniger von deinem Gehalt an den Staat abgeben.  Besonders kinderlose Singles werden in Deutschland und Österreich unverhältnismäßig stark zur Kasse gebeten. Wenn du keine Lust hast, bis zu sechs Monate im Jahr nur für den Fiskus zu arbeiten, solltest du dich nach Alternativen umschauen!

4. Niedrige Lebenshaltungskosten

Auch dieser Punkt zählt zu den finanziellen Beweggründen, Deutschland für eine Weile zu verlassen oder ganz auszuwandern. Fakt ist: In einigen Ländern bekommst du so viel mehr für dein Geld. Das ist insbesondere für Menschen interessant, die sich schon ein gewisses finanzielles Polster angespart haben. In einigen Ländern in Südostasien, Mittelamerika oder Südeuropa hält dieses Geld viel länger bzw. du kannst dir mit dem gleichen Geld einen viel besseren Lebensstil erlauben, beispielsweise regelmäßig in Restaurants essen, ein größeres Apartment mieten, Taxi fahren u.v.m. Besonders interessant ist das für Menschen, die über einen digitalen Job oder ein digitales Business ihr Geld weiterhin in Deutschland verdienen.

5. Eine neue Perspektive erleben

Ein Auslandsaufenthalt – sei es nun für immer oder auf Zeit – holt dich aus deinen gewohnten Strukturen und eröffnet eine neue Perspektive auf die Welt. Du schaust über den eigenen Tellerrand, was deinen persönlichen Erfahrungsschatz unheimlich bereichert. Du kannst eingefahrene Denkmuster und alte Glaubenssätze überprüfen. Das wird dein Leben unheimlich bereichern.

6. Eine Fremdsprache perfekt lernen

Hast du schon mal ein Auslandssemester gemacht oder bist mehrere Monate in einem fremden Land gereist? Dann hast du vielleicht auch die Erfahrung gemacht, dass du viel von der lokalen Sprache aufgeschnappt hast, sie aber trotzdem nicht perfekt gelernt hast oder beim Sprechen gar mit Einheimischen verwechselt wirst. Zumal deine neuerworbenen Kenntnisse nach der Rückkehr vermutlich ziemlich schnell wieder eingerostet sind. Auswandern oder auch ein jahrelanger Auslandsaufenthalt bietet dir dagegen die Möglichkeit, eine Sprache wirklich perfekt in all ihren Nuancen zu erlernen und nach einer gewissen Zeit vielleicht sogar ab und zu für einen Einheimischen gehalten zu werden. Das ist nichts weniger als eine zweite Identität, ein zweites Ich oder sogar ein zweites Leben, das dir dadurch geschenkt wird!

7. Berufliche Weiterentwicklung

Mitunter ist eine längere Auslandszeit oder auch Auswandern sinnvoll, wenn du dich beruflich weiterentwickeln möchtest. Natürlich hängt das vor allem von deiner Position oder Branche ab. In manchen Bereichen hast du in anderen Ländern einfach bessere berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Das ist oft in Nordamerika oder einigen asiatischen Staaten der Fall, da bestimmte Entwicklungen dort einfach weiter fortgeschritten sind als bei uns. Vielleicht spürst du als Frau hierzulande ab und zu auch die sogenannte „gläserne Decke“. Dieser Ausdruck beschreibt das Phänomen, dass top-qualifizierte Frauen in einigen Ländern oft im mittleren Management hängenbleiben und es einfach nicht weiter nach oben schaffen. Andere Länder sind da viel fortschrittlicher: In Norwegen gibt es beispielsweise viel mehr Frauen in Führungspositionen als bei uns.

8. Toleranter werden

Wenn du deinen Lebensmittelpunkt für längere Zeit oder dauerhaft ins Ausland verlegst, wirst du zwangsläufig ein viel toleranterer Mensch. Warum? Ab sofort erfährst du am eigenen Leib, was es bedeutet, einer Minderheit anzugehören und nicht Teil der Mehrheitsgesellschaft zu sein. Vor Ort musst du dich an bestimmte Gepflogenheiten, Umgangsformen und Bräuche anpassen, auch wenn sie vielleicht sogar dem widersprechen, was du bislang gelernt und geglaubt hast. Dadurch lernst du, dass deine Art, bestimmte Dinge zu sehen oder zu machen, nicht immer die einzig richtige und alleingültige sein muss. Vor allem, wenn du irgendwann nach Deutschland zurückkehrst, kannst du den Standpunkt der Minderheiten hierzulande viel besser nachvollziehen.

9. Neue Freundschaften schließen

Im Alltag in Deutschland ist nach einer gewissen Zeit alles ein bisschen eingefahren: Du hast deinen festen Freundeskreis, die Kollegen auf der Arbeit und evtl. auch einen festen Partner. Viel Zeit, um auch mal neue Bekanntschaften zu machen, bleibt da meist nicht. Ein Auslandsaufenthalt gibt dir die Möglichkeit, diese eingefahrenen Strukturen zu verlassen und noch mal ganz neue Leute kennenzulernen. Das bereichert dich nicht nur persönlich, sondern eröffnet auch viele neue Perspektiven und Möglichkeiten in beruflicher Hinsicht. Außerdem kannst du so intensiven Kontakt zu Menschen aus ganz anderen Kulturen aufbauen und dadurch sehr viel lernen. Deinen Freundeskreis in Deutschland musst du natürlich trotzdem nicht aufgeben.

10. Bessere Ausbildungsmöglichkeiten

Ein weiterer Grund für viele Menschen, Deutschland zu verlassen, sind bessere Ausbildungsmöglichkeiten. Gerade in Nordamerika und Großbritannien gibt es beispielsweise viel renommiertere, mitunter weltberühmte Universitäten. Wer einen Abschluss aus Harvard oder Oxford hat, hat natürlich ganz andere berufliche Aussichten – egal ob in Deutschland oder in irgendeinem anderen Land auf dieser Welt. Sicherlich kosten die Ausbildungen dafür auch mehr, mitunter kannst du aber auch ein Stipendium ergattern. Außerdem studierst du in einer sehr gefragten Sprache, was dir außerdem viele Vorteile bringt. Auch in Skandinavien und den Niederlanden gibt es übrigens tolle Universitäten, die bei jungen Deutschen sehr beliebt sind und deren Abschlüsse weltweit hoch angesehen sind.

11. Bessere Grundstimmung

Fallen dir auch manchmal die vielen griesgrämigen Gesichter in der U-Bahn auf? Insbesondere an einem Montag- oder Dienstagmorgen? Du denkst dir, das ist normal und so ist das Leben nun mal? Dann liegst du falsch! Denn das ist nicht überall so. Wer schon mal eine längere Zeit im Ausland verbracht hat, weiß, dass die Menschen in vielen Ländern mit einer positiveren Einstellung durchs Leben gehen und die Grundstimmung einfach angenehmer ist. Egal ob Australien, Südafrika oder Brasilien – du wirst erstaunt sein, in wie viele freundlich lächelnde fremde Gesichter du an einem einzigen Tag blicken kannst. Ob es nun an der vielen Sonne liegt oder nicht – diese Lebensfreude ist einfach ansteckend und wird dich schon nach kurzer Zeit packen!

12. Einen Neuanfang wagen

Wenn du auswanderst, kannst du noch mal bei null anfangen. Das ist nichts weniger als ein neues Leben, das dir geschenkt wird. Egal, was du hierzulande vielleicht schon alles in den Sand gesetzt hast, in einem fremden Land kennt nich niemand und die Menschen begegnen dir erstmal ohne Vorurteile. Diese Chance, noch mal von ganz vorn zu beginnen, ist für einige ein großartiges Geschenk. Natürlich solltest du dabei aber niemals vergessen, dass du dich immer selbst mitnimmst und daher auch an deinen eigenen Fehlern arbeiten musst. Wenn du dich allerdings wirklich änderst, können dich die Menschen im Ausland noch mal als völlig neue Person kennen und schätzen lernen.

13. Besseres unternehmerisches Klima

Du willst ein Start-up gründen oder als Selbstständiger durchstarten? Auch dann ist es mitunter eine weise Idee, sich ein Land auszusuchen, in dem es die perfekten Bedingungen dafür gibt. Wenn dich hier nicht allzu viel hält und du außerdem von allen oben genannten Gründen profitieren kannst – why not? In vielen Ländern sind die bürokratischen Hürden für Selbstständige und Unternehmer deutlich niedriger und es herrscht im allgemeinen eine besseres unternehmerisches Klima. Davon kann deine Business-Idee nur profitieren, du findest motivierte Mitstreiter und sammelst außerdem einmalige Erfahrungen im Ausland sowie viel Wissen über einen anderen Markt.

14. Eine große Herausforderung

Prinzipiell ist ein längerer Auslandsaufenthalt oder gar das Auswandern eine riesige Herausforderung, an der du unheimlich wächst. Und was macht unser Leben schon besonders, wenn nicht die Herausforderungen und Hürden, die zu nehmen wir bereit sind? Nur so kannst du dich im Leben weiterentwickeln und Außergewöhnliches schaffen. Deine Entscheidung ist schließlich auch nicht endgültig, du kannst eigentlich immer auch zurückkehren. Wenn du es aber einmal geschafft hast, wirst du unheimlich stolz auf dich sein.

15. Weil du die Möglichkeit hast

Ein letzter guter Grund dafür, es einfach zu tun: Du hast die Möglichkeit dazu und solltest sie deshalb auch nutzen. Ab und zu sollte man sich bewusst machen, dass nicht alle Menschen auf dieser Welt so viel Glück und Optionen haben wie wir im Westen Europas. Der deutsche Reisepass gilt weltweit als einer der wertvollsten Reisepässe, da wir in die meisten Länder dieser Welt ohne Visum einreisen können. Selbst wenn wir doch mal ein Visum brauchen, können wir dieses meist unkompliziert beantragen und die Gebühr ist für viele kaum der Rede wert. Wem das quasi in die Wiege gelegt wurde, sollte dankbar sein und die Optionen auch nutzen!

Fazit

Es gibt viele gute Gründe, der Heimat für längere Zeit den Rücken zu kehren oder gar auszuwandern. Zweifelsohne gibt es auch einige gute Gründe fürs Bleiben, das wollen wir an dieser Stelle gar nicht verschweigen. Wenn du dir deshalb noch unsicher bist, kannst du aber beruhigt sein: Falls es dir doch nicht so gut gefällt oder du Freunde und Familie zu sehr vermisst, kannst du in der Regel auch unproblematisch zurückkehren. Das machen wie eingangs schon erwähnt ohnehin zwei Drittel der deutschen Auswanderer. Nur eines ist sicher: Du wirst nicht mehr die gleiche Person sein, als die du einst losgezogen bist.

Ein guter Backpacking-Rucksack muss…

Backpackerin steht bei Sonnenaufgang auf Berggipfel und schaut aufs Meer.

Dein Rucksack wird während deines Backpacking-Trips ein ständiger Begleiter sein. In ihm verstaust du dein Hab und Gut, Mitbringsel, Schuhe, Kleidung und alles was du sonst noch so brauchst. Dementsprechend schwer wird dein Backpack sein und es ist besonders wichtig, dass du auf einige Kriterien achtest, damit du deine Reise genießen kannst und dich nicht über geplatzte Nähte oder Rückenschmerzen ärgern musst!

 Die 12 wichtigsten Eigenschaften

1. Strapazierfähiges Material

Dein Rucksack sollte aus möglichst belastbarem Material bestehen, um extremen Wetterbedingungen und anderen Belastungen standzuhalten. Du weißt nie, welche Regionen du unter welchen Bedingungen noch bereisen wirst. Da solltest du einen verlässlichen, widerstandsfähigen Rucksack dabei haben.

2. Möglichst regenfestes Material

Im Idealfall ist dein Backpacking-Rucksack sogar wasserdicht, allerdings sind diese Modelle meist recht klein, teuer und müssen ohne zusätzliche Fächer und sonstigen Schnickschnack auskommen. Auf jeden Fall sollte das Material möglichst regenfest sein, sodass auch bei starken Schauern nicht gleich der gesamte Rucksackinhalt durchnässt ist. Wenn du in den Tropen unterwegs bist, wo oft wahre Sturzbäche vom Himmel fallen, kannst du auch zusätzlich einen Regenschutz mitnehmen, den du einfach über den Rucksack stülpst.

3. Stabile, gut verarbeitete Reißverschlüsse & Nähte

Oft ist das ein Qualitätsmerkmal, an dem du erkennst, was von dem Rucksack wirklich zu erwarten ist. Wenn Nähte und Reißverschlüsse wirklich sauber verarbeitet wurden und außerdem stabil sind, kannst du davon ausgehen, dass du auch etwas wirklich Hochwertiges für dein Geld bekommst, an dem du auch während deiner Reise und noch lange danach Freude hast. Ein besonderes Plus sind doppelte Reißverschlüsse: Diese kannst du mit einem kleinen Schloss zusammenschließen, sodass niemand so schnell an den Inhalt deines Backpacker-Rucksacks kommt.

4. Verschiedene Fächer

Ein Rucksack sollte der Übersichtlichkeit halber außerdem aus verschiedenen Fächern bestehen. So kannst du unterschiedliche Sachen auf verschiedene Fächer verteilen und schaffst so Ordnung im Backpacker-Rucksack. Jedoch sollten es auch nicht allzu viele Fächer sein, da man sonst schnell den Überblick verliert. Ideal sind ca. drei größere Fächer plus ein bis zwei Kleinere.

5. Tragegurte für Schulter, Brust & Hüfte

Wenn du mehr als zehn Kilo mitnehmen willst, was bei den meisten Work & Travel-Reisen erforderlich ist, sind mehrere Tragegurte essentiell. Sie verteilen das Gewicht deines Backpacker-Rucksacks, sodass nicht alles von einem Körperteil, meist den Schultern, getragen werden muss. Mit einem Schulter-, Brust- sowie Hüftgurt wird das Gewicht auf dem gesamten Oberkörper verteilt, was den Tragekomfort ungemein erhöht.

6. Polster

Der Rucksack sollte mit Polstern an den Schultergurten, an der sogenannten Hüftflosse sowie am Rücken ausgestattet sein. Auch das erhöht den Tragekomfort enorm.

7. Individuell verstellbares Tragesystem

Um die Lasten bestmöglich auf deinem Rücken zu verteilen, müssen vor allem die Schulterträger eine ideale, deiner Körpergröße entsprechende Länge haben. Ein individuell verstellbares Tragesystem ist daher essentiell. Am besten lässt du dir die richtige Größe direkt vom Verkäufer einstellen.

8. Dunkle Farben

Helle Farben werden schneller schmutzig und man sieht es vor allem sofort. Daher sollte ein Backpacker-Rucksack vorzugsweise in dunklen Tönen gehalten sein.

9. Echter Backpacking-Rucksack

Dein Rucksack sollte auf jeden Fall ein echter Backpacker-Rucksack sein. Auf Spielereien wie eine Mischung aus Rollkoffer und Backpack verzichtest du lieber. Das mag auf den ersten Blick praktisch wirken, der Tragekomfort dieser Modelle lässt allerdings zu wünschen übrig. Wenn du das Gepäckstück dann doch mal über lange Strecken tragen musst, was bei einem Work & Travel-Trip schon mal vorkommt, wirst du es bitter bereuen.

10. Die ideale Größe

Der Rucksack sollte definitiv nicht größer als notwendig, aber auch nicht zu klein für deine individuellen Bedürfnisse sein. Ist er zu groß, packst du ihn nur unnötig voll, denn freier Platz verleitet immer dazu, ihn zu füllen. Wenn du aber auch Winterklamotten oder beispielsweise Trekking-Equipment benötigst, brauchst du eine entsprechende Größe, um alles unterzubringen. Die ideale Größe variiert daher von Traveller zu Traveller und du brauchst einen Rucksack, der genau die richtige Größe für dich hat.

11. Mehrere Befüllungsmöglichkeiten

Den Rucksack sollte man nicht nur von oben öffnen können, sondern am besten auch seitlich sowie vorn öffnen und befüllen können. So musst du nicht ewig kramen, wenn du mal schnell etwas aus dem Rucksack holen möchtest.

12. Auf eine Frontöffnung achten!

Beim Rucksackkauf solltest du auf jeden Fall darauf achten, dass sich dein Modell nicht nur von oben, sondern auch von vorn sowie evtl. von den Seiten öffnen lässt. Wie praktisch das ist, wirst du unterwegs schnell merken. Denn wenn du mal schnell etwas brauchst, musst du nicht ersten den halben Rucksack ausräumen, um es zu finden. Mit einer Frontöffnung kommst du schnell, direkt und unkompliziert an deine Sachen. Natürlich solltest du dir immer merken, wo du was hin gepackt hast.

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„Kanada hat mir gezeigt, wer ich bin“

Vanessas Erlebnisse bei ihrem Work and Travel in Kanada

Im Juli brach Vanessa für ein Jahr Work and Travel nach Kanada auf. Warum aus 12 schlussendlich 16 Monate wurden und welche Erfahrungen sie in dieser Zeit sammeln konnte, erfahrt ihr in unserem Abschlussinterview.

Erfahrungen aus Kanada

w&t/magazin: Bereust du es, deinen Aufenthalt in Kanada verlängert zu haben?

Vanessa: Diese Frage kann ich mit einem ganz klaren Nein beantworten. Dadurch, dass ich meinen Aufenthalt um weitere vier Monate verlängert habe, konnte ich mit meinem Van und einer Freundin, die extra aus Deutschland kam, durch die Rocky Mountains sowie auch die Insel im Westen bereisen. Wir haben unfassbar schöne Landschaften gesehen und unendlich viele Erfahrungen machen dürfen. Auch wenn ich schon einiges auf meiner Reise gesehen und viele Orte besucht habe, würde ich behaupten, dass ich noch nicht einmal ansatzweise alles von Kanada gesehen habe. Jede weitere Minute, die ich in Kanada verbracht habe, hat mein Leben bereichert. Natürlich habe ich nach einer so langen Zeit meine Familie und Freunde in Deutschland vermisst. Daher war es gut, wieder zurück nach Deutschland zu kommen. Auch wenn ich Kanada schon so ins Herz geschlossen habe, dass ich gar nicht mehr weg wollte.

w&t/magazin: Haben sich die Erwartungen, die du an dein Auslandsjahr hattest, wie z.B. atemberaubende Landschaften zu sehen oder tolle Leute kennenzulernen, alle erfüllt?

Vanessa: Natürlich macht man sich vor einer so langen Reise schon Gedanken, was einen so alles erwarten könnte. Zu Beginn meines Abenteuers in Kanada habe ich viele Orte im Sinn gehabt, die ich auf keinen Fall verpassen wollte. Nach einer Weile auf dem Weg ist man jedoch viel entspannter und plant eher wenig. Zudem hat man weniger Erwartungen. Was einem eigentlich nur zu Gute kommt. Denn dann wird man tagtäglich von unerwarteten Situationen überrascht und ist verblüfft darüber, wie einfach alles in Kanada ist. Die Erwartungen, die ich zu Beginn meiner Reise gestellt habe, haben sich mehr als 100% erfüllt. Ich habe atemberaubende Landschaften gesehen, habe mich bis ans Limit gebracht, indem ich 35 km wandern war mit einem 20kg Backpack, auf eine Bergspitze, die 2000 m hoch lag.

Vanessas Wanderung im Garibaldi Provincial Park

Eine Reise zu sich selbst

w&t/magazin: Was denkst du inwiefern dich die Zeit in Kanada verändert hat?

Vanessa: Man hört von Reisenden immer wieder „Es ist eine Reise zu mir selbst gewesen“. Den Satz konnte ich nie richtig verstehen. Jetzt kann ich es.

„Kanada hat mir gezeigt, wer ich bin und hat meinen Charakter gestärkt.“

Dafür danke ich nicht nur dem wunderschönen Land, sondern auch den interessanten Menschen, die ich auf meinem Weg kennengelernt habe und die mich auf eine positive Art beeinflusst haben. Auf einer Reise quer durch das zweitgrößte Land auf Erden, von Ost nach West, die man alleine antritt, muss man durch viele Situationen gehen. Es ergeben sich zuvor nie da gewesene Herausforderungen, die es heißt auf eigene Faust zu überwinden. Nicht immer hat sich alles einfach ergeben. Oftmals musste ich zu mir selbst stehen und darauf hören, was für mich am besten war. Durch diese Erfahrungen wächst man und lernt sich und seine Meinungen besser kennen. Ich bin viel gelassener geworden. Nur noch wenig kann mich, wie es heißt, „auf die Palme bringen“. Auch wenn ich viele anstrengende oder nervende Zeiten habe durchmachen müssen, kann ich diese nur als Lehre sehen, um dadurch ein besseres Selbst zu werden.

w&t/magazin: Welche Erfahrungen, die du in deiner Zeit als Work & Traveller machen durftest, kannst du auf jeden Fall mitnehmen für deine Zukunft?

Vanessa: Ich nehme besonders die Herausforderungen und die harten Zeiten in meine Zukunft mit, die mich stark geprägt haben und zu dem formten wer ich jetzt bin. Aber auch das Erlernen vom Snowboarden nehme ich mit in meine Zukunft und auch die Leidenschaft zu den Bergen. Nicht ohne Grund sitze ich nun in Österreichs bestem Skigebiet. Ich nehme viele Erfahrungen mit, in denen ich auf mein Bauchgefühl hören musste und es sich herausstellte, dass genau diese Entscheidung die richtige war. Es ist schwer zu sagen, ob ich spezielle Momente oder auch Erfahrungen aus meiner Zeit in Kanada mitnehme. Sicher ist jedoch, dass es die beste Entscheidung war nach Kanada zu gehen und ich sogar noch etwas länger geblieben bin.

w&t/magazin: Nun ist dein Jahr in Kanada schon das zweite Mal, dass du als Work and Traveller ins Ausland gehst. Das erste Mal nach Neuseeland mit der Hilfe einer Organisation und jetzt warst du ohne Hilfe einer Organisation in Kanada. Würdest du zukünftigen Work and Travellern empfehlen mit oder ohne Hilfe einer Organisation zu reisen?

Vanessa: Es kommt ganz auf die Person an. Als ich das erste Mal Work and Travel in Neuseeland gemacht habe, hatte ich noch keine Ahnung, an was ich alles denken sollte und was mich erwartet, wenn ich aus dem Flugzeug steige. Auch wenn ich damals mit meinem Bruder gereist bin, habe ich mich dennoch sicherer gefühlt eine Organisation zu beauftragen, die mir helfen konnte und die mir rund um die Uhr einen Ansprechpartner zur Verfügung gestellt hat. Mein Bruder hatte zu der Zeit auch noch nie in einem anderen Land gelebt und gearbeitet. Nach meiner Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf habe ich mich jedoch sicher genug gefühlt, alles alleine zu organisieren. Mir machte es sogar Spaß auf eigene Faust zu recherchieren und alleine ins Abenteuer zu starten.

„Eine Organisation kann den Reisenden leiten und ihm gerade zu Beginn eine enorme Last abnehmen.“

Viele deutsche Work and Traveller starten ihre Reise in einem sehr jungen Alter. Das bedeutet nicht, dass diese unreif wären oder nicht in der Lage seien, ihre Reise selbst zu organisieren. Vielleicht ist es jedoch gut, jemanden zur Sicherheit an der Seite zu haben. Wie gesagt, es kommt ganz auf die Person an und ob sich diese mit einer eigenständigen Planung sicher fühlt. Ich habe beide Varianten ausprobiert und kann für mich sagen, dass ich alle zukünftigen Reisen ohne Organisation planen werde.

w&t/magazin: Was war dein schönstes Erlebnis in deiner Zeit in Kanada?

Vanessa: Zu einer meiner schönsten Erinnerungen zählt eine sehr anstrengende und kraftraubende Wanderung auf die Bergspitze bis hin zum Aussichtspunkt „Panorama Ridge“.

Vanessas Wanderung zum Aussichtspunkt Panorama Ridge in Kanada


35 km lang war die gesamte Wanderung. Mit einem Backpack voll mit Camping Ausrüstung und Essen für zwei Tage machten sich meine beste Freundin Claudia und ein weiterer Freund auf den Weg. Nach einem schier endlosen Zickzack Pfad und einer Steigerung von 1.600 Metern haben wir nach 5,5 Stunden endlich den See „Garibaldi Lake“ erreicht. Nun ist mir bewusst, wie wichtig und essentiell gute Wanderschuhe sind. Mit etlichen Blasen an beiden Füßen sind wir in das eiskalte Wasser im August gesprungen. Nach einer kurzen Pause hat mich Claudia gepusht, auch den restlichen Weg auf die Spitze des Berges zu besteigen. „Ein Glück“, denke ich mir nun. Zu der Zeit der Wanderung fand ich die Idee jedoch gar nicht so toll und wünschte ihr, meine Blasen zu haben. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang und nach einer Wanderung von insgesamt 8 Stunden bergauf kamen wir an der Spitze an. Die Aussicht jedoch war jeden Schmerz wert und machte alles wett. Wir übernachteten auf der Spitze des Berges unter Millionen von Sternen. Jede weitere Erfahrung, die ich auf dem Weg durch Kanada gemacht habe, ist einzigartig und wertvoll gewesen.

„Nun habe ich 1000 Geschichten, die mich an gute Zeiten erinnern.“

Natürlich gab es auch peinliche Situationen, die bewahre ich aber nur für meine allerbesten Freunde auf. ;) Um mich an all die schönen Ereignisse zu erinnern verwende ich gerne Musik, die ich mit der Situation in Verbindung bringe, in der ich sie gehört habe. Bei jedem einzelnen Lied, das von meiner Playlist abgespielt wird, kann ich ein leichtes Grinsen nicht verbergen. Auch gerade jetzt höre ich die Songs, die mich zurück in die Zeit bringen und schwelge in Erinnerungen.

w&t/magazin: Welche Jobs, abgesehen von dem in der Rocky Mountain Chocolate Factory, hast du noch in deiner Zeit in Kanada ausgeübt?

Vanessa: Man dürfte sich wundern, aber ich habe tatsächlich nur dort gearbeitet. Ich muss jedoch sagen, dass dieser Job mir alles gegeben hat, wonach ich gesucht hatte. Ich war keine Sekunde gelangweilt oder genervt von der Arbeit. Mein Boss Scottie hat es geschafft, eine gute Truppe zusammenzustellen. Das Arbeitsklima war mehr als gut über das ganze Jahr, in dem ich dort gearbeitet habe. Wir haben die besten Mitarbeiterfeiern gehabt und perfekte Tage gemeinsam auf den Pisten verbracht. Es war mehr ein Zusammenarbeiten von sehr guten Freunden, als ein angespanntes Arbeitsklima. Auch wenn der Laden durchgehend über die Wintersaison mit Touristen und skibegeisterten Schokoladenliebhabern überfüllt war und man ständig etwas zu tun hatte, hat mir der Job extrem viel Spaß bereitet. Gerade weil man zu einer so hektischen Zeit an einem Strang zieht, waren meine Kollegen zugleich meine besten Freunde in Whistler. Wie ich zu Beginn meiner Reise nur von meinem Ersparten leben konnte, ganze 5 Monate? Ich habe per Zufall gute Menschen kennengelernt, die mich kostenfrei bei sich haben wohnen lassen. Danke Jenny und Shawn für die gute Unterkunft und danke auch allen weiteren Freunden in Toronto, die sich liebevoll um mich gekümmert haben.

w&t/magazin: Wie viel Geld hast du während deines Aufenthaltes ausgegeben?

Vanessa: Ich habe nicht all mein Erspartes in Kanada ausgegeben. Hatte also, als ich wieder nach Deutschland kam, etwas „auf der hohen Kante“. Ich würde jedoch schon mit einer Summe von circa 6.000€ rechnen, inklusive Flügen. Davon habe ich ganz Kanada bereist, war zwei Mal in New York. Habe mir ein eigenes Auto zugelegt und bin damit durch die Rocky Mountains gereist. Ich habe zur Genüge Restaurants besucht und habe jeden möglichen Spaß mitgemacht. Und besaß sogar einen Skipass für eine gesamte Saison. Meine laufenden Kosten, wie Miete und Verpflegung, habe ich durch meinen Lohn zahlen können. Dadurch, dass die Lebenskosten in Kanada sehr hoch sind, konnte ich jedoch kein Geld ansparen.

Alleine reisen oder mit Freunden?

Vanessa machte allein ein Work and Travel in Kanada

w&t/magazin: Wie schon vorher erwähnt, ist das Jahr in Kanada nicht deine erste Work and Travel Erfahrung. Deine ersten Working Holidays hast du zusammen mit deinem Bruder erlebt. In Kanada bist du jetzt alleine gereist. Welche Erfahrung gefiel dir besser? Alleine reisen oder mit einem Familienmitglied oder Freund?

Vanessa: Alleine zu reisen ist nochmal eine ganz andere Herausforderung als mit meinem Bruder zu reisen. Es hat beides Vor- und Nachteile. Für meine Reise nach Kanada ist es definitiv das Richtige gewesen, alleine zu reisen. Ich musste an mir arbeiten und wollte mich selber finden, ein Stück näherkommen. Wenn da jemand ist, der dich dein Leben lang kennt, ist es schwer, andere Seiten an sich selbst kennenzulernen, da das gewohnte Verhalten ganz automatisch abgerufen wird. Mit meinem Bruder jedoch konnte ich Erinnerungen schaffen, über die wir heute noch beim Familienessen reden können. Und wir haben etwas erschaffen, das nur uns gehört, wir aber dennoch teilen können. Gerne hätte ich in Kanada jemand Vertrautes an meiner Seite gehabt, um die Natur gemeinsam zu genießen und Geschichten erzählen zu können, um gemeinsam den Berg zu ersteigen oder gemeinsam am Lagerfeuer zu sitzen. Genau zur richtigen Zeit kam jedoch eine sehr gute Freundin, die ich noch aus Kindergartenzeiten kannte und die mit mir durch die Rocky Mountains reiste. Ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Ich bin gerne dazu bereit weitere Reisen mit Freunden anzutreten, jedoch bevorzuge ich längere Aufenthalte im Ausland alleine.

w&t/magazin: Was gefällt dir am besten an dem Land Kanada?

Vanessa: Ganz klar die Menschen. Gerade in Toronto wurde ich von so vielen Nationalitäten und Kulturen überrascht. In der Stadt werden 160 verschiedene Sprachen gesprochen. Jeder ist stolz Kanadier zu sein, behält jedoch seine eigene Kultur. Das hat mich beeindruckt. Es scheint wohl zu funktionieren, Tür an Tür ohne Hetzjagd miteinander zu leben und den Anderen so zu akzeptieren, wie er oder sie ist. Auch die Freundlichkeit zwischen wildfremden Menschen hat mir gefallen. Selbst in der Großstadt grüßt man einander an der Kasse und fragt, wie der Tag gewesen ist. Auch die atemberaubende Natur hat ein gutes Stück dazu beigetragen, mich in das Land zu verlieben und es mir sogar einfach gemacht, mir ein Leben in Kanada vorzustellen.

w&t/magazin: Hast du von dem Einzug Trumps ins Weiße Haus noch Auswirkungen in Kanada wahrnehmen können?

Vanessa: Der Wahlkampf wurde wie ein großes Event in jeder Bar und jedem Geschäft ausgestrahlt. Als Trump den Wahlkampf gewonnen hatte, gab es recht zeitnah Schlagzeilen, dass die Immigrationsseite Kanadas zusammengestürzt sei und für die nächsten Tage gar nichts mehr ging. Kanada, ein zu freundliches Nachbarland. Da wollten plötzlich alle aus den USA einwandern. Viele meiner kanadischen Freunde machten sich Gedanken, was nun auch auf sie zukommen würde. Bislang wurden aber keine Änderungen wahrgenommen. Es hängt jedoch ein Schleier der Ungewissheit über den Köpfen des doch nahegelegenen Landes und seinen Einwohnern. Was wird wohl in Zukunft auf sie zukommen, fragen sie sich.

Tipps für Work and Traveller

w&t/magazin: Welche Tipps und Tricks kannst du zukünftigen Work and Travellern oder Backpackern geben?

Vanessa: Ehrlich zu sich selbst zu sein und auch mal auf sein Bauchgefühl zu hören. Das hat mir schon enorm auf meiner Reise geholfen und mich in unerwartete, schöne Situationen gebracht. Macht man die Reise, weil man etwas von der Welt sehen will oder weil es in unserer Generation zum Trend gehört, für ein Jahr ins Ausland zu gehen? Dabei spielt es überhaupt keine Rolle in welches Land man reist. Oder aus welchem Grund man loszieht. Der Punkt ist, dass jeder seinen ganz eigenen Nutzen daraus ziehen und sich entscheiden kann, ob er mit den Erfahrungen, die er sammelt, wachsen möchte und seinen Geist ein wenig öffnet oder nicht. Es liegt ganz an der Person, die in das Flugzeug steigt und ins Ungewisse fliegt. Der erste und härteste Schritt ist damit getan, sich fest zu entschließen, loszuziehen. Alles Weitere wird sich schon ergeben. Man darf weder Hoffnung, noch Selbstbewusstsein verlieren.

w&t/magazin: Überlegst du nochmal zurück nach Kanada zu reisen oder sogar dauerhaft dort zu leben?

Vanessa: Definitiv wird es in Zukunft eine Reise nach Kanada geben. Alleine schon um meine kanadischen Freunde zu besuchen und diejenigen, die es einfach nicht übers Herz bringen konnten, dieses wundervolle Land zu verlassen. Auch möchte ich weitere Skigebiete besuchen und mit meinem Snowboard durch den frischen Schnee der Rocky Mountains cruisen. Ein Leben in Kanada kann ich mir sehr gut vorstellen und ist definitiv eine Option für meine Zukunft. Die englische Sprache in meinen Alltag einzubauen ist schon immer ein Traum für mich gewesen. Auch interessiert mich das Großstadtleben. Besonders Toronto hat es mir angetan und würde ein optimales Ziel für die ersten paar Jahre in Kanada sein. Was ich dort machen würde, weiß ich noch nicht. Aber da wird mir schon was einfallen.

13 Au-Pair Basics

Junge Frau spielt mit zwei Kleinkindern.

Während deines Au-Pair Aufenthalts wirst du in eine fremde Kultur eintauchen und neue Traditionen sowie Lebensweisen kennenlernen. Du solltest offen für Neues und bereit für kleine und große Herausforderungen, die das Leben als Au-Pair mit sich bringt, sein. Mit Toleranz, Durchhaltevermögen und diesen 13 Au-Pair Basics, die du dir aufmerksam durchlesen solltest, wird dein Au-Pair Aufenthalt ein voller Erfolg!

1. Halte dich an die Regeln zur Kindererziehung

Wahrscheinlich hast du mit deiner Gastfamilie schon über das Thema Kindererziehung gesprochen und dir wurden ihre Erziehungsmethoden erklärt. Auch wenn manche Regeln vielleicht deinen Ansichten widersprechen, musst du diese akzeptieren und dich an sie halten.

2. Beachte die Hausregeln und Sicherheitsvorschriften

Denke immer daran die Türen und Fenster zu schließen, bevor du das Haus verlässt. Manche Gastfamilien haben auch eine Alarmanlage, die du vielleicht einschalten musst.Außerdem ist vor allem in den USA eine sogenannte curfew üblich, also eine bestimmte Zeit, zu der du wieder zuhause sein solltest. Denke immer daran: Deine Gastfamilie trägt die Verantwortung für dich und möchte so deine Sicherheit gewährleisten. Wenn du einmal vorhast länger auszugehen oder bei einer Freundin zu übernachten sage deiner Familie Bescheid, damit sie sich keine Sorgen um dich macht.


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3. Lasse kein Kind unbeaufsichtigt

Eine Sekunde nicht aufgepasst und schon ist etwas passiert. Das geht manchmal schneller als man denkt! Deswegen lass die Kleinen nie aus den Augen oder sogar alleine, nimm sie immer mit.

4. Vorsicht mit Social Media

Ebenso solltest du vorsichtig mit Fotos der Kinder oder des Hauses deiner Gastfamilie auf Instagram oder Facebook sein. Es gilt: Nie etwas posten ohne vorher um Erlaubnis zu fragen.

5. Erinnerung: In manchen Ländern bist du erst mit 21 volljährig

Halte dich unter allen Umständen an die Alkohol- und Drogengesetze des Landes und bedenke, dass diese in vielen Ländern strenger sind, als in Deutschland. 
Wenn du Raucher bist, rauche nie vor den Kindern oder im Haus.

6. Sei offen und kommunikativ

Offenheit und klärende Gespräche können so manch ein Missverständnis aus dem Weg schaffen, bevor es entsteht. Fühl dich nicht angegriffen, solltest du einmal von deiner Gastfamilie korrigiert werden. Gerade am Anfang kann es noch zu kleinen Missverständnissen aufgrund der Sprache kommen, für die dir niemand böse ist.

7. Gib deinen neuen Schützlingen Zeit

Für die Kinder bist du erst einmal eine fremde Person, an die sie sich gewöhnen müssen. Sei daher vor allem zu Beginn besonders geduldig und einfühlsam.

8. Fernsehen und Süßigkeiten in Maßen

Viele Eltern stehen einem regelmäßigem Fernseh- und Süßigkeitenkonsum ihrer Kinder eher kritisch gegenüber. Auch wenn die Kleinen sich viel einfallen lassen, um zu bekommen was sie wollen: Sprich mit deiner Gastfamilie ab, wie viel Fernsehen und Süßigkeiten am Tag oder in der Woche erlaubt sind.

9. Nimm an den gemeinsamen Mahlzeiten teil

Viele Gastfamilien legen auf gemeinsame Mahlzeiten zu festen Zeiten viel Wert. Man sitzt zusammen, tauscht sich darüber aus, was am Tag passiert ist und bespricht die nächsten Tage. Das stärkt den Zusammenhalt.

10. Beachte Tabu-Zonen

Das Schlafzimmer der Eltern sowie Büro-Räume gehören zur Privatsphäre der Eltern. Hier halten sich in der Regel weder die Kinder tagsüber auf, noch fällt es in deinen Aufgabenbereich hier aufzuräumen.

11. Sprich deine Urlaubspläne rechtzeitig mit deiner Gastfamilie ab

Auch die Familie muss deinen Urlaub planen, um für die Zeit jemanden für die Kinder zu haben. Ebenfalls ist es nicht selbstverständlich, dass deine Familie bei deiner Gastfamilie wohnen kann, wenn sie zu Besuch kommt. Vorher immer fragen!

12. Bringe keine fremden Gäste ins Haus

Dass du keine Fremden mit nach Hause bringst, sollte selbstverständlich sein. Aber frage deine Gastfamilie auch, bevor du Freunde zu dir einlädst. Hast du Freunde zu Besuch, stelle sie kurz deiner Gastfamilie vor.

13. Gehe verantwortungsvoll mit den persönlichen Daten deiner Gastfamilie um

Gib niemals persönliche Informationen, wie die Adresse und Telefonnummer deiner Gastfamilie oder wann ihr im Urlaub oder nicht zuhause seid, an Fremde weiter.