11 wirklich verrückte Reisemobile

Kuriose Gefährte, um auf Reisen garantiert aufzufallen

Der VW-Bulli ist nicht nur unter Reisenden bekannt – die Serie von Volkswagen genießt längst Kultstatus auf der ganzen Welt. Während dieser und andere Camper-Vans vor allem bei Individualisten beliebt sind, gelten Wohnwagen häufig als verstaubt, die Assoziation zu den Dauercampern ist schnell aus der Schublade geholt. Doch bietet die Welt der Reisemobile weitaus mehr – bereits zu Zeiten Henry Fords bauten Menschen Holzhaus-Aufbauten auf ihre T-Mobile. Heute sind den fahrbaren Kuriositäten kaum noch Grenzen gesetzt. Alles scheint möglich. Wir haben einige alte und neue wirklich schräge Camper für Euch entdeckt.

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Zu Lande und zu Wasser – der CAMI Terra Wind

CAMI Terra Wind - Reisemobil

Von außen ist das Wohnmobil nichts Besonderes: Ganz im US-amerikanischen Stil mit 13 Meter Länge etwas überdimensioniert, mit einer glitzernden Inneneinrichtung aus Marmor und Leder, die nichts missen lässt, und mit seinen 18 Tonnen Gewicht ein wahrer Koloss. Wäre da nicht die Schwimmfähigkeit des Vehikels: Das von Julie und John Giljam ausgebaute Fahrzeug ist wohl eines der größten Amphibienfahrzeuge weltweit. An Land 135 km/h schnell, pflügt sich der Koloss immer noch mit 13 Stundenkilometern durch das Wasser auf dem Weg zum privaten Badestrand. Den hat das Ehepaar auch immer mit an Bord – die eigene Badeplattform ist selbstverständlich im Preis inbegriffen. Allerdings warnt der Hersteller vor Fahrten auf das offene Meer.

CAMI Terra Wind - Reisemobil

Wer sich für das Fahrzeug interessiert, sollte mindestens 755.000 Euro aus der Tasche ziehen können. Zweifelhaft ist jedoch, ob es in Deutschland überhaupt zum Einsatz kommen dürfte, solange der Besitzer keinen Bootsführerschein vorweisen kann.

Es geht auch weniger dekadent: Wer es klein und gemütlich mag, aber dennoch nicht auf ein schwimmendes Gefährt verzichten möchte, ist mit dem Spectacular Sealander bestens bedient.

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Das ultimative Expeditionsmobil – der KiraVan Tractor

Die USA sind ja bekannt für Superlative. Da wundert es auch fast nicht, dass jüngst ein US-Amerikaner ein ultimatives Reisemobil für seine vierjährige Tochter entworfen hat. Der Hintergrund: Der Abenteurer, Erfinder und Gründer einer Tech-Firma, die für Disney arbeitet, plante eine Weltreise mit Frau und Kind. Um dabei auf allen, aber auch wirklich allen Abwegen gerüstet zu sein, machte er sich an die Planung eines Expeditionsmobils, das ebenso problemlos im eisigen Alaska wie auch in der heißen Sahara besteht. Viel autarker kann man wohl nicht unterwegs sein.
Die Basis bilden Chassis, Karosserie und Lenkrad eines Unimogs, alles andere wurde verändert, ersetzt, erneuert. Auf der einachsigen Verlängerung türmen sich die Wohnräume, die High-Tech-Navigation verspricht auch in den entlegenen Winkeln der Erde Datenempfang und das Cockpit mutet eher nach Spaceshuttle als nach Führerhaus eines Universal-Motor-Gerätes an. Natürlich hat das 24 Tonnen schwere Gefährt auch Platz für ein Motorrad an Bord – vermutlich, weil es sonst ein Parkplatzproblem vor dem Supermarkt gäbe, wenn dann doch mal die Lebensmittel ausgehen.

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Reisen mit Kultstatus – die VW Camper Vans

Angefangen hat die Erfolgsgeschichte mit dem T1, aktuell ist der T6 auf dem Markt. Der beliebte Camper-Van von Volkswagen ist der Inbegriff von Freiheit und Hippie-Bussen. Er hat bis heute deshalb einen Kultstatus. Entsprechend breit ist die Palette einzigartiger, schräger, kurioser, mal mehr, mal weniger alltagstauglicher Umbauten. Das Internet ist voll davon, wir beschränken uns hier auf eine Kuriosität:

Du planst eine Fahrt in den Schnee? Dann ist dieses Schneemobil genau das Richtige für Dich!

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Noch ein Volkswagen – der VW Käfer Mini Home

Natürlich darf auch das zweite Kultauto von VW nicht fehlen: Der Käfer dient bei diesem Wohnmobil als Antrieb. Auf das Chassis hat eine Firma im kalifornischen Irvine in einer Kleinserie ein Wohnmobil montiert. Dabei mutet das Fahrzeug weniger komfortabel an als es tatsächlich ist: Der Hersteller verspricht den gleichen Luxus eines Standard-Campers, auch das Fahrgefühl soll sich nur unwesentlich vom Käfer-Feeling unterscheiden.

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Willst Du weder auf Käfer noch Bulli verzichten, nimm doch einfach beides mit. Das etwas begrenzte Platzangebot des T2 wurde hier um die hintere Hälfte des Käfers erweitert.

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Für sportbegeisterte Outdoorfreunde – Nike 6.0

Im Jahr 2007 präsentierte der Sportartikelhersteller Nike ein rollendes Funsport-Mobil. In der Selbstbeschreibung eine Mischung aus Amphibienfahrzeug und Siebzigerjahre-Camper bei 100 Prozent Rock ’n‘ Roll. Mit der senkbaren Quarterpipe, jeder Menge Platz für Boards und Bikes, einem Grill und einem Soundsystem, das jede Outdoorparty zum Erlebnis werden lässt, macht das namenlose Gefährt in jedem Fall Eindruck.

Nike Campervan

Schlafen unter dem Sternhimmel – der Urban Camper

Der Urban Camper gewann im Jahr 1985 einen Designpreis in den Niederlanden – und das zu Recht. Das, was zunächst wie ein klassischer Wohnwagen anmutet, entpuppt sich als wahres Raumwunder. Die beiden Seitenteile sind ausklappbar, dadurch erhält der Wohnwagen zwei neue Räume. Auf der einen Seite eine Freifläche mit ausreichend Platz für ein Outdoor-Wohnzimmer. Auf der anderen Seite kommen drei Betten zum Vorschein, die ein perfektes Schlafen unter dem Sternenhimmel ermöglichen. Natürlich brauchen Camper nicht auf die üblichen Standards zu verzichten: Im Mittelteil gibt es neben einer Küche, elektrischen Strom und ausreichend Sitzmöglichkeiten. Lediglich Dusche und Toilette sucht man vergebens.

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Hommage an die Fünfzigerjahre – der Atomic Camper

Bill Guerney, amerikanischer Intensiv-Reisender, baute sich seinen ganz persönlichen Camper. In einer zeitaufwendigen zweijährigen Bautätigkeit entstand ein Gefährt, das aus einem Comic stammen könnte – voll ausgestattet mit Küche und Dusche. Mit der bombenähnlichen Form schafft der Erbauer ebenso eine Hommage an seine Kindheit wie mit dem sorgfältig ausgewählten Interieur, bei dem alles an die Fünfzigerjahre erinnert. Man muss es wohl mögen, in einer Atombombe durch die Gegend zu fahren.

Atomic Camper

Dekadenz pur – das Marchi Mobile EleMMent Palazzo Exclusive

Höher, schneller, weiter. Das gilt auch für den Luxus eines Wohnmobils, dem kaum Grenzen gesteckt sind. Das zumindest garantiert das wohl teuerste Wohnmobil der Welt. Der Hersteller Marchi Mobile verspricht bei diesem futuristisch anmutenden Gefährt keine Kompromisse. Mit einer Länge von knapp 14 Metern und stolzen 26 Tonnen ist das rollende High-End-Produkt kein Leichtgewicht, zur Fortbewegung ist ein Lkw-Führerschein notwendig. Dafür erhält der Besitzer den Luxus einer Ein-Zimmer-Wohnung: Auf 33 m² gibt es nicht nur einen großzügigen Wohnbereich mit einer Frühstücksbar, einen Master Bedroom mit Ankleidebereich und eine Dachterrasse, auch ein Spa-Bereich mit Regenwasserdusche fehlt nicht. Dafür wandern stolze 2,2 Mio. Euro über den Ladentisch.

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Klassisches Reisen – Trailer

Natürlich gibt es auch bei Trailern wahre Augenweiden. Besonders beliebt sind aktuell die Vintage-Modelle – jene eiförmigen Anhänger aus den Sechzigerjahren, die an das Alltagsfahrzeug angekoppelt werden. Liebevoll bemalt könnten auch sie eine eigene Liste außergewöhnlicher Reisemobile füllen. Doch gibt es neben bunten Farben weitere Highlights: Z. B. Anhänger im Stil des Wilden Westens – bereit für die Abenteuer in der amerikanischen Wüste. Aus der Sitzecke ist das Beobachten vorbeifliegender Tumbleweeds garantiert ein besonderes Erlebnis.

Wild West Trailer

Den Fokus auf Nachhaltigkeit gelegt hat dieses Modell. Solarzellen erzeugen den elektrischen Strom, eine ökologische Toilette ersetzt die gängigen Chemie-Toiletten.

Nachhaltiger Wohnwagon

Wer auch unterwegs nicht auf den privaten Jacuzzi verzichten möchte, wendet sich am besten an eine kleine Firma in Warwickshire, England, die sich auf fahrende Holzhäuser spezialisiert hat. Die kleinen Häuser sind nicht nur als Trailer für den nächsten Urlaub geeignet, sondern vor allem auch so konzipiert, dass ein Abstellen jederzeit möglich ist. Vielleicht eine gute Alternative für Dauercamper.

Tinywood Homes - Campervan

Tuning aus Japan – die Bosozoku-Subkultur

Aus Japan stammt diese Form des Tunings, mit der seit den Fünfzigerjahren eine ganze Subkultur-Szene einhergeht. Das Ziel der jungen Männer: laute Motorräder und Autos, schnelle, risikoreiche Fahrten und gelegentliche Provokationen. Unabdingbar für die Rennen auf der Straße: die auffälligen Fahrzeuge in grellen Farben, wobei vor allem zwei Styles verbreitet sind: 1. VIP-Karossen mit viel Metall, verbreitert, mit Entenschwanzspoiler und tieferer Federung sowie extravagant gestyltes Interieur. 2. Der Group-5-Stil ist der Rennszene der Siebziger entlehnt und nutzt entsprechend weite Karosserieerweiterungen. Auch einige Vans fielen dem Tuning-Wahn zum Opfer, bei denen eins definitiv nicht garantiert ist: unauffälliges Wildcampen.

Bosozoku Camper

Mit dem Dampfantrieb in die Wüste – das Neverwas Haul

Wer wirklich kuriose Fahrzeuge bestaunen möchte, sollte sich in die US-amerikanische Black Rock Wüste aufmachen und das „Burning Man“-Festival besuchen. Hier gehört es zum guten Ton, Kunst und Fortbewegung miteinander zu verbinden und mit extravaganten Wohnmobilen der Marke Eigenbau anzurollen. Seit Jahren dabei ist das Neverwas Haul Steampunk Mobile Home, ein komplettes dampfangetriebenes, viktorianisches Haus auf Rädern. Inspiriert von den Erzählungen H. G. Wells, Jules Vernes und anderen Science-Fiction-Autoren ist das zu 75 Prozent aus Recycling-Materialien bestehende Fahrzeug seit 2006 in permanenter Entwicklung. Du möchtest eine Probefahrt machen? Die Crew von Shipyard Labs vermietet die Kuriosität.

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Fazit

Wer sich fragt, wo es diese und andere Fahrzeuge bei uns zu bestaunen gibt, wird enttäuscht: In Deutschland fast gar nicht. TÜV und Gesetzeslage verbieten den Einsatz im Straßenverkehr, in anderen Ländern sind die Chancen, fahrenden Häusern, Helikoptern oder rollenden Flugzeug-Rümpfen mit Schlafkabinen zu begegnen weitaus höher. Kaufinteressen sind dabei keine Grenzen gesetzt – vom DIY-Eigenausbau bis hin zum dekadenten, millionenschweren Luxusgefährt sind alle Preisklassen vertreten.

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