6 | Vanessas Abenteuer-Blog aus Kanada: Über Toronto Ein kleiner Einblick in die große Stadt

| 02. 12. 2016 | 0 Kommentare

Toronto ist die Finanzmetropole Kanadas und trotzdem ein multikultureller Treffpunkt. Sie wird auch das „kleine New York“ genannt. Ob Chinese, Europäer oder Afrikaner. Alle leben hier „next door“ gemeinsam. Wie ich damals in der Schule gelernt habe, nennt man nicht umsonst Kanada „salad bowl“. Ein Mix aus verschiedenen Kulturen, die zwar eins werden, jedoch ihre Traditionen und Sprachen beibehalten. Eben so wie man die einzelnen Bestandteile eines Salates wiedererkennen kann.

Lebensgroßer Toronto-Schriftzug in Kanada

Toronto – eine Stadt die fasziniert. Ich habe meine erste Woche meines Work und Travel Jahres in Toronto verbracht und egal wohin ich auch reise, möchte ich zurück. Zurück in die Stadt der tausend Facetten. Die Stadt der Wolkenkratzer und Grünanlagen, der Eichhörnchen und dem wirklich gutem und vielfältigem Essen. Den schönen kleinen Ecken und den „million-dollar-houses“. Toronto ist gerade durch seinen multikulturellen Charakter etwas ganz besonders. Eine Stadt, in die ich mich persönlich schon nach 2 Tagen verliebt habe. Aber was macht Toronto so außergewöhnlich schön?

Die kanadische Küche – ein Gaumenschmaus für jedermann aus aller Welt

Ein Hotdog gehört auch zu Kanadas Küche

Nun ja, wie bereits erwähnt wohnen hier verschiedene Kulturen Tür an Tür zusammen. Was das mit sich bringt? Das beste Essen aus aller Welt natürlich! Ob du nun eher etwas scharfes, etwas südländisches, chinesisch, japanisch oder auch europäisches essen magst. Toronto bietet dir die Vielfalt.

Fangen wir also mit den Dingen des Genusses an. Schnell wirst du feststellen, dass man unter asiatischem Mahlzeiten nicht nur Frühlingsrollen, Sojabohnen mit Reis und Gemüse versteht. Unter anderem bietet dir diese Stadt eine enorme Auswahl aus den besten Küchen Südostasiens. Eine beliebte Mahlzeit ist „Pho“. Eine vietnamesische Suppe. Nicht ganz so scharf, jedoch mit allem was du dir in einer Suppe so wünscht. Traditionell wird die Suppe mit frischem Gemüse und Suppennudeln gegessen. Natürlich mit Stäbchen. Isst du gerne verschiedene kleine Häppchen aus Asien wird „Dim Sum“ zu deiner Lieblingsspeise. „Dim Sum“ ist chinesisch und bedeutet schnelles Essen bzw. Fastfood. Hierbei werden dir gedampfte Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen gereicht. Unter anderem kannst du auch gedampfte Hühnerfüße bestellen. Ich hab es probiert und war gar nicht mal so abgeneigt davon. Zwar haben diese eine eher gummiartige Konsistenz, jedoch durchaus genießbar. Der traditionelle Tee, der dir in kleinen runden Schalen gereicht wird, darf da natürlich nicht fehlen. Eine weitere und sehr zu empfehlende Speise ist thailändisches Essen. Passende Restaurants werden dir zur Genüge geboten. In Gayvillage findest du das Restaurant Just Thai, was ich ziemlich gut finde.

Tipp aus der Auslandsjob.de-Redaktion: 10 kanadische Gerichte, die du unbedingt probieren musst!

Für Kanadier eine der wichtigsten Mahlzeiten des Tages ist allerdings das Frühstück. Anders als bei uns genießt man sein Frühstück neben Kaffee und Eiern auch gerne mal richtig herzhaft mit gebratenem Bacon und gebratenen kleinen Kartoffelwürfeln im Restaurant. Kaffee wird hier kostenlos nachgefüllt. Die Kanadier, speziell die Torontonier (so nennt man die Bewohner von Toronto), haben die Kunst Eier zuzubereiten auf ein Maximus ausgelastet. Beim ersten Mal konnte ich mir kaum vorstellen was das alles ist. Ich habe zum Glück gute kanadische Freunde, die mir etwas gutes bestellt haben, mit dem sie auch zufrieden gewesen waren.

Zudem gibt es noch griechische Mahlzeiten, kroatisches und ukrainisches Essen. Auch die kanadische Küche hat einige genussvolle Speisen auf der Karte. Da wären die berühmten Pancakes mit okriginal kanadischem Ahornsirup. Ein Muss für jeden Reisenden in Kanada. Oder auch die zuckerüberlasteten Speisen und Snacks von Tim Hortons.

Blick auf den Strand in Toronto mit einem Kaffee von Tim Hortons

Diesen wirst du an jeder Ecke in Ontario finden. Was man dort essen kann? Nun ja, zum einen erhält man hier die besten Blueberry Muffins auf Erden und die besten Donuts für kleines Geld. Wenn du nicht unbedingt der Typ für zuckerüberlastetes Gebäck bist, wirst du spätestens auf der Suche nach freiem Wifi zu einem.

Willkommen in Nordamerika, Baby!

Die Orientierung und Sehenswürdigkeiten

Toronto ist eine Millionenstadt und dementsprechend groß. Das Herzstück der Stadt liegt in Downtown direkt am Lake Ontario. Hier befinden sich die Wolkenkratzer, sowie etliche Einkaufszentren und der Finanzbereich. Ein sehenswerter Platz in Downtown ist der „Dundas Square“. Dies ist eine Art Marktplatz, ähnlich wie der „Times Square“, nur nicht ganz so groß. Viele Werbeanzeigen präsentieren hier die neusten Produkte und es reihen sich etliche Geschäfte nebeneinander. Auch das Eaton Einkaufszentrum findet hier seinen Standort. Nicht weit entfernt davon liegt weiter südlich der Hafen von Toronto. Viele Events und Veranstaltungen finden am Habourcenter statt. Besonders im Sommer kannst du hier viel erleben.

Vanessa vor dem Harbour Centre in Toronto

Doch auch unterirdisch hat Toronto viel zu bieten. Die Kanadier machen es sich gerne einfach. So haben Sie auch eine Art unterirdische Einkaufsstraße erbaut. Der „Path“ ist ein Netzwerk mit etlichen Einkaufsmöglichkeiten und verbindet so ziemlich alle Wolkenkratzer miteinander. So haben die Torontonier die Möglichkeit auch im Winter einkaufen zu gehen, ohne zu erfrieren, denn im Winter kann es hier schonmal -30 Grad Celsius kalt werden. Toronto ist riesig, aber man kann sich hier gut zurecht finden, da nicht jedes Haus ein Wolkenkratzer ist im Gegensatz zu New York City. Jedes Haus besitzt seinen eigenen Charakter. Auch die Bereiche in Downtown Toronto sind komplett unterschiedlich und für sich einzigartig. Als Sehenswürdigkeit Nummer 1 ist der CN Tower bekannt, einem der höchsten Gebäude auf Erden.

Toronto von oben betrachtet

Möchtest du dir die Stadt mal von oben anschauen, empfehle ich dir den CN Tower früh morgens zu besuchen. Die meisten Touristen besuchen diesen nämlich am Mittag und es kann schnell sehr eng im Tower werden. Die Kosten belaufen sich hierbei auf 35 $ CA. Direkt daneben befindet sich das Rogers Baseball Center. Dieses kann seine Kuppel bei gutem Wetter öffnen. Aus meiner Sicht ist es ein Muss sich eins der legendären Spiele der Toronto Blue Jay’s anzuschauen. Eine Karte erhältst du schon ab 15 $ CA. Ich habe im oberen Drittel gesessen und konnte immer noch alles gut mitverfolgen. Es gibt den sogenannten „City Pass“. Mit diesem erhält du den Eintritt zu 5 Attraktionen in Toronto für insgesamt 75 $. Dieser ist 8 Tage lang gültig.

Toronto bei Nacht

Toronto ist dafür gemacht um auszugehen. Ob du eher jemand bist für laute Klänge und außergewöhnliche Cocktails oder doch eher ein Kneipengänger, Toronto wird dir gerecht werden. Ein Ort der sich perfekt dazu eignet mal etwas anderes auszuprobieren ist Kensington Market. Hier wirst du fündig nach einzigartigem Bardesign und fruchtig bis herben Cocktails. Um die Nacht nach ein paar Drinks weiterhin genießen zu können empfehle ich dir nach King Street West zu gehen. King Street West liegt nicht weit entfernt von Kensington Market und ist leicht zu Fuss zu erreichen. Es reihen sich viele Nachtclubs auf dieser Straße nebeneinander. Auch die Straße Queen Street West ist sehenswert für deine Nacht voller Spaß und tollen Lokalitäten. Mir persönlich hat die Bar „The Drake“ auf Queen Street sehr gut gefallen. Du hast die Auswahl zwischen Dachterasse mit Blick in den Himmel, geschmückt mit leuchtenden Lichterketten oder der Bar im Erdgeschoss mit Live Musik. Eine Nacht die ich nie vergessen werde, war der Besuch einer Karaokebar in Koreatown. Wir haben als Gruppen mit sieben Personen einen Raum gemietet und haben unsere Stimmen tanzen lassen. Lustig war allerdings, dass alle Lieder mit Clip durch koreanische Versionen ersetzt waren. Mal zur Abwechslung was Neues.

Nicht zu vergessen sind die Partyschiffe, die vom Hafen ablegen. Diese buchst du online und feierst dann für einige Stunden auf dem Schiff mit etlichen anderen Feierwütigen.

Einmal quer durch die Stadt, bitte. Wie man ohne Auto in Toronto überlebt

Von A nach B kommst du am besten mit dem öffentlichen Verkehrssystem der TTC. Ob Straßenbahn, Subway oder Bus alles unterliegt der TTC. Hast du also vor, für einige Tage oder eine Woche hier zu bleiben kannst du dir ein entsprechenden Pass in eine der Subway Stationen kaufen, die du dann unbegrenzt nutzen kannst. Eine Karte des Systems ist in jeder Subway Station erhältlich. Doch eine Sache solltest du über die Subway wissen: Sie läuft nur bis 2 Uhr nachts. Danach hast du allerdings immer noch die Möglichkeit mit dem Bus nach Hause zu kommen. Reist du alleine würde ich dir empfehlen in Bereichen zu warten die mit einem schwarze „DWA“ Schild gekennzeichnet sind. Diese Bereiche werden rund um die Uhr per Video überwacht und versprechen dir Sicherheit.

Du kannst auch für jede Fahrt einzeln zahlen. Die Kosten belaufen sich hierfür auf 3,25 $ CA pro Fahrt. Steigst du in einen Bus musst du das passende Kleingeld bereit halten. Möchtest du einen anschließenden Bus nehmen, um an dein Ziel zu gelangen, lass dir ein Transitschein geben. Diesen musst du dann im anschließenden Bus vorzeigen. Somit musst du nicht doppelt zahlen.

Egal wie weit du mit dem System fährst oder ob du von einem Bus in die Subway umsteigen musst, zahlst du 3,25 $ CA. Das ist etwas anders als das deutsche System. Funny fact number 1 ist allerdings, dass die Kanadier dir vertrauen, dass du das passende Kleingeld in die Box wirfst. Anstatt des Passes oder dem passenden Kleingeld kannst du auch sogenannte „Token“ verwenden. Token sehen aus wie Pennys, haben aber exakt den Wert einer Fahrt, also 3,25 $ CA. Diese kannst du entweder in einem Supermarkt, Tankstelle oder auch in eine der Subway Stationen kaufen.

Ein bisschen grün um und in der Großstadt

Ein Eichhörnchen klettert in einem Park Torontos einen Baumstamm herunter

Richtig gelesen. Auch in einer Großstadt kannst du mal von all den Eindrücken abschalten. Kanada legt viel Wert darauf es innerhalb der Städte lebenswert zu machen. So wirst du während deinem Besuch in Toronto viele Parks mit etlichen Eichhörnchen finden. Ein Ort den du dir jedoch auf jeden Fall anschauen solltest ist Toronto Island. Eine Insel direkt im Herzen Torontos. Hier kannst du schöne Sandstrände besuchen oder auch ein schönes Picknick haben.
Auch Hikes sind möglich in Toronto. Ich habe einen Hike durch Rouge Park gemacht. Online kannst du dir die Wanderwege anschauen. Doch auch ohne eine Karte kannst du einfach den Schildern auf dem Weg folgen und gehst nicht verloren.

Ein Tipp: Nimm eine wiederbefüllbare Flasche mit. In Toronto gibt es nahezu überall Wasserspender an denen du deinen Durst stillen und deine Flasche auffüllen kannst.

Deine ruhigen Stunden. Zeit für ein wenig Entspannung, gratis Popcorn und Open Air Kino

Übernachtet habe ich die erste Zeit in einem Hostel in der Nähe vom Kensington Market, welches ich schon von Deutschland aus gebucht hatte. Das Planet Traveler Hostel hat eine überwältigende Aussicht von der Dachterrasse auf Downtown und den CN Tower. Dieses Hostel bietet dir an jedem Abend ein anderes Programm. Hier kannst du andere Reisende kennenlernen und gelangst schnell zu Fuss ins Herz Torontos. Am Donnerstag Abend wird eine riesige Leinwand auf der Dachterrasse aufgestellt und es laufen die aktuellsten Filme. Du kannst dich außerdem am kostenlosem Popcorn bedienen.

Menschen sitzen vor einer Leinwand und schauen in Toronto einen Film

Es gibt noch weitere Hostels, aber auch Air B’n’B Zimmer und Wohnungen in Downtown. Ich hatte zum Glück schnell Freunde aus Toronto kennen gelernt, bei denen ich einziehen konnte. Lucky me! Eine weitere Alternative ist Couchsurfing. Hierbei übernachtet man bei anderen Mitgliedern der Community auf der Couch. Kostenlos. Ausprobiert habe ich dies in New York City und ich hatte einen kostenlosen Schlafplatz mit eigenem Schlafzimmer 15 min entfernt vom Times Square. Ziemlich cool für deinen Geldbeutel! Auch in Toronto stellen viele ihre Couch oder gar ein ganzes Zimmer zur Verfügung. Sei jedoch vorsichtig bei wem du übernachtest. Lern die Leute über das Portal erst einmal kennen und schau dir ihre Bewertungen von anderen Reisenden an!

Hier weiterlesen:

>> Vanessas Abenteuer-Blog aus Kanada | Teil 1

>> Vanessas Abenteuer-Blog aus Kanada | Teil 2

>> Vanessas Abenteuer-Blog aus Kanada | Teil 3

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>> Vanessas Abenteuer-Blog aus Kanada | Teil 5

>> Vanessas Abenteuer-Blog aus Kanada | Teil 7

>> Vanessas Abenteuer-Blog aus Kanada | Teil 8

>> Vanessas Abenteuer-Blog aus Kanada | Teil 9

>> Vanessas Abenteuer-Blog aus Kanada | Teil 10

>> Vanessas Abenteuer-Blog aus Kanada | Teil 11

>> Vanessa im Interview mit dem Work & Travel-Magazin

Tipp aus der Redaktion: Wir featuren Vanessa außerdem auf unserem Instagram-Kanal. Dort kannst du dir weitere Fotos live aus Kanada anschauen!

 

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Vanessa Kolke

Über den Autor ()

Schon immer ist Vanessa mit ihrer Familie viel gereist. Als Kind einer Aussiedler-Familie sind Kultur und andere Länder sehr wichtig, denn Ihre Verwandten sind auf der ganzen Welt verteilt - in Russland, Deutschland, England und Kanada. Schnell hatte auch sie die sogenannte "Wanderlust". Während der Schulzeit reiste sie viel durch Europa. Unter anderem nahm Sie an einem Schüleraustausch mit schottischen Jungendlichen teil. Nach dem Abitur beschloss Sie gemeinsam mit Ihrem Bruder in das Land der Kiwis zu gehen - Neuseeland. Nach vier Monaten voller Abenteuer fing sie eine kaufmännische Ausbildung in Deutschland an. Doch nach absolvierter Prüfung zieht es sie jetzt wieder in die Ferne. Ab Juli 2016 bereist sie für ein Jahr Kanada, erst mal mit einem One-Way Ticket mit dem Ziel einen Start für eine lange Weltreise zu wagen. Seit kurzem arbeitet sie als freie Texterin und berichtet von Ihren Erfahrungen rund um die Welt.

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