Interview mit Kanada-Bloggerin Vanessa | Nr. 1.1 Fragen & Antworten zu Vanessas Working Holidays in Kanada

| 02. 09. 2016 | 0 Kommentare

Profilbild von Vanessa KolkeIn unserem w&t/magazin stellen wir immer wieder Weltenbummler mit spannenden Jobs, interessanten Erfahrungen und tollen Geschichten vor! Die Work and Travellerin Vanessa tritt gerade zum zweiten Mal eine längere Auslandszeit an. Nach ihrem Aufenthalt in Neuseeland direkt nach dem Abitur, zieht es sie jetzt genau ans andere Ende der Welt. Aktuell ist sie in Kanada unterwegs, wo sie in der kommenden Zeit jobben, leben und viele aufregende Abenteuer erleben möchte! In ihrem Abenteuer-Blog berichtet Vanessa regelmäßig über ihre neusten Erfahrungen und Erkenntnisse, schreibt über all das, was sie in Kanada erlebt und teilt wichtige Hinweise und Informationen mit angehenden Backpackern und Work and Travellern.

Uns interessiert vor allem, ob und wie sich Vanessa durch ihren Work and Travel Trip in Kanada verändert. Welche Erfahrungen sie für ihre Zukunft mitnimmt, welche Fehler sie vielleicht hätte vermeiden können, welche Erwartungen sich bestätigen und was vielleicht doch anders kommt, als anfangs vermutet. Damit wir all das verfolgen können und dir für deine eigene Working Holiday Planung etwas mitgeben können – haben wir beschlossen, mit Vanessa drei Interviews zu führen:

Nr.1 : zu Beginn ihrer Reise 

Nr. 2: Halbzeit-Interview mit Vanessa nach ca. 6 Monaten

Nr. 3: wenn sie wieder zurückkehrt aus Kanada.

Also sei gespannt!

Interview Nr. 1.1 – Vanessas Zielwahl, Vorbereitung & Planung für Kanada

w&t/magazin: Zuallererst – wie kamst du dazu, dich für Kanada zu entscheiden?

Vanessa: Zuerst einmal muss ich zugeben, dass ich ein Reisefanatiker bin. Ein absoluter Fan davon, neue Orte zu bereisen & neue Dinge zu erleben. Kanada ist ein noch so unbekanntes Land für Work & Travel. Das hat mich gereizt. Es ist das zweitgrößte Land auf Erden & kann nicht nur mit schönen Sommertagen, sondern auch mit atemberaubenden Winterlandschaften glänzen. Ich habe bereits vor vier Jahren einen Work & Travel Aufenthalt in Neuseeland genießen können, also stand das Reiseziel nicht mehr zur Debatte. Australien ist wohl das Nummer Eins Land, um aus dem Alltag auszubrechen & die Möglichkeit zu nutzen, im Ausland zu arbeiten. Ich liebe zwar den Sommer, die Sonne und den Strand, jedoch mag ich es auch, eine steile Skipiste runterzuheizen. Daher schien mir Kanada die beste Wahl zu sein. 😉

w&t/magazin: Wie aufregend war das Warten auf die Zusage für das Visum?

Vanessa: Ich habe von der Anmeldung bis zur Einladung der kanadischen Regierung 3 Monate warten müssen. Eine Zeit in der ich, ohne zu wissen, ob ich nach Kanada fliege, die Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis abgelehnt und mich schon fest darauf eingestellt habe, bald meine Koffer zu packen. Eventuell war das etwas blauäugig & riskant. Es hätte auch sein können, dass ich keine Einladung der kanadischen Regierung erhalten hätte. Jedoch war dies dann nicht der Fall. Zum Glück. Daher war das Warten auf eine Zusage von Kanada für mich eine emotionale Berg- & Talbahn. Und als ich dann endlich eine Einladung erhalten hatte, konnte ich es kaum erwarten, nur mit einem One-Way Ticket in das Flugzeug zu steigen.

w&t/magazin: Hast du in der Vergangenheit schon mal einen längeren Auslandsaufenthalt gemacht? Wenn ja, hat dich dieser in deiner Entscheidung beeinflusst?

Vanessa: Wie bereits vorher erwähnt, habe ich eine Work & Travel Erfahrung in Neuseeland vor einigen Jahren machen können. Dies war mein erster längerer Auslandsaufenthalt. Gemeinsam mit meinem Bruder beschloss ich, in das Land der Kiwis & Maoris zu gehen. Eine Zeit, die ich nicht missen möchte & die mich verändert hat. Ist man eine längere Zeit in einem anderen Land, verändert man seine Sichtweise auf das Leben. Ich würde sagen, dass das Reisen einen am besten lehrt, wer man eigentlich ist. Natürlich hat mich diese Erfahrung beeinflusst, was meine jetzige Reise betrifft. Ich möchte schauen, was ich erreichen kann & möchte meine Englischkenntnisse verbessern. Während des Aufenthaltes in Neuseeland habe ich so viele interessante Menschen kennengelernt, mit denen ich heute noch regelmäßigen Kontakt pflege. Das sind Menschen aus aller Welt, die genauso denken wie ich. Ich bin mir sicher, dass ich solchen Menschen auch in Kanada begegnen werde. Ich freue mich schon riesig auf alle Erfahrungen, die ich im zweitgrößten Land der Welt machen werde. Und bin schon jetzt hin & weg von all den neuen Eindrücken.

w&t/magazin: Hast du deine Auslandszeit in Kanada selbst organisiert?

Vanessa: Mein Auslandsjahr in Kanada habe ich diesmal selbst organisiert. Zwar nimmt das sehr viel mehr Zeit in Anspruch & stellte mir einige Hürden, jedoch wollte ich mich selbst durch den kanadischen Dschungel der Anmeldung kämpfen.

w&t/magazin: War einer deiner vorherigen Auslandsaufenthalte durch eine Organisation geplant? Wenn ja, welche Unterschiede bemerkst du zur Selbstorganisation?

Vanessa: Meine Auslandszeit in Neuseeland habe ich mithilfe einer Organisation geplant & durchgeführt. Daher wusste ich schon grob, auf was ich mich beim nächsten Mal konzentrieren musste. Plant man seinen Aufenthalt mit einer Organisation, erspart man sich sehr viel Zeit. Das liegt daran, dass man sich nicht selber über alles informieren muss. Gerade weil Kanada noch relativ unbekannt ist für Work & Travel, musste ich mich durch tausende von Internetseiten lesen, um ganz genau zu wissen, was auf mich zukommt. Da eine Organisation bereits alle Informationen & alle Anforderungen des Landes kennt, ist das Planen mit ihrer Hilfe viel komfortabler. Das kostet aber auch etwas mehr. Ein weiterer Vorteil einer Organisation ist, dass man automatisch in einer Gruppe von Gleichgesinnten reist. Heißt, man findet eventuell schon vor der Reise einen passenden Reisepartner. Plant man seinen Aufenthalt selbst, ist man für all das was man macht selbst verantwortlich.

Vanessa an einer Bucht

w&t/magazin: Gibt es allgemein einen Tipp, was die Organisation, Visumbeantragung, Vorplanung … betrifft, der dir am meisten weitergeholfen hat?

Vanessa: Ich kann nur jedem empfehlen, sich ausführliche „To-do Listen“ zu erstellen und diese nach und nach abzuarbeiten. Es ist schließlich niemand da, der dir sagt, was zu erledigen ist. Findest du online hilfreiche Tipps zur Organisation, speicher diese Seiten ab – und noch besser: schreib dir die Inhalte in Stichpunkten auf! Informiere dich bei anderen Reisenden. Das hilft enorm bei der Planung. Für die Reise nach Kanada gibt es viele Sachen, die zu beachten und schon im Vorfeld zu erledigen sind. Achte nicht nur auf die Reise an sich und an das, was dich in Kanada erwarten könnte, sondern auch auf deine jetzige Situation. Damit meine ich deine laufenden Verträge, Abonnements, deine Krankenversicherung. All diese Sachen muss man noch vor der Reise erledigt haben, andernfalls ist es ein riesiger Aufwand, alles im Ausland zu regeln und nimmt dir zudem deine kostbare Zeit weg. Zu der Visumbeantragung kann ich nur den Tipp geben, alles genau durchzulesen und dir jede Nachricht der kanadischen Regierung auszudrucken. Nach der Anmeldung habe ich jeden Tag mindestens ein Mal in mein Postfach geschaut, um zu sehen, welchen Status meine Beantragung hat. Denn wenn man eine Einladung erhalten hat, muss man innerhalb von 10 Tagen darauf reagieren. Auch bei anderen Anforderungen der Regierung muss man schnell antworten können. Wenn zum Beispiel ein Dokument fehlt und du es nachreichen sollst. Halte dafür alle notwenigen Dokumente jederzeit bereit. Welche du brauchst, erkläre ich dir in einem meiner Artikel.

w&t/magazin: Wie lange planst du, in Kanada zu bleiben?

Vanessa: Eine genaue Dauer der Reise festzulegen ist schwer. Denn es hängt alles davon ab, wie diese verläuft. Jedoch stelle ich mir vor, mein Visum voll & ganz auszukosten. Heißt, ich möchte ein ganzes Jahr in Kanada verbringen.

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>> Interview mit Vanessa Nr. 1.2

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