Die besten Surfspots in Kanada Die perfekte Welle abseits der Massen

| 01. 08. 2015 | 4 Kommentare
Surfspots in Kanada

Sunset Surf irgendwo in Kanada.

Weißer Sandstrand, Palmen die sich im Rhythmus einer tropischen Brise bewegen, Sonne und Boardshorts. Das Ganze an exotischen Traumzielen wie Hawaii, Australien oder Bali. Das sind in der Regel die Bilder, die wir beim Gedanken ans Surfen oder Wellenreiten im Kopf haben. An Kanada als Surfdestination denken im ersten Augenblick nur die wenigsten. Das eher für Schnee, Wildnis und Kälte bekannte Land teilt sich jedoch den gleichen Ozean mit Hawaii und Kalifornien und hat auch abseits der Westküste einiges für Surfer auf der Suche nach der perfekten welle zu bieten. Ob Westcoast, Eastcoast oder Riversurfing – Wer das kalte Wasser nicht scheut und etwas Abenteuerlust mitbringt, kann hier definitiv fündig werden. Also, schnappt euch ein Board, einen Neo und checkt mit uns die besten Surfspots in Kanada.

 

Tofino, Vancouver Island

An der Westküste von Vancouver Island gelegen, ist Tofino das absolute Surfmekka Kanadas. Das kleine Städtchen, von National Geographic als einer der besten Surfstädte der Welt ausgezeichnet, befindet sich am Rand des wunderschönen und wilden Pacific Rim National Parks, einem UNESCO Welt-Biosphärenreservat. Surfen hat hier seit den 60er Jahren Tradition. Heutzutage fühlt sich Tofino im Sommer wie Byron Bay in Australien an. Entlang der Hauptstraße finden sich zahlreiche Surfshops und Surfschulen und an jeder Ecke sieht man Camperbullis mit auf dem Dach gestapelten Surfboards. Dazu kommt der für die Surfkultur typisch entspannte Vibe, der einfach ansteckend ist und automatisch für gute Laune und einem Lächeln auf den Lippen sorgt.
In Tofino kann praktisch das ganze Jahr über gesurft werden. Die beste Zeit, vor allem für etwas ambitioniertere Surfer, ist der Herbst und das Frühjahr. Aber auch im Sommer finden sich genügend Wellen, in denen man Spaß haben und seine Skills verbessern kann. Chesterman Beach und Long Beach sind beliebte Surfspots für Anfänger und Intermediates; die Fortgeschrittenen zieht es eher nach Cox Bay. Ein dickerer Wetsuit, Booties und Handschuhe sind beim Surfen im kanadischen Waikiki aber fast immer Pflicht. Aufgrund der steigenden Bekanntheit von Tofino als Top Surfdestination, wird hier auch jedes Jahr im Mai einzige Pro-Surf Contest in Kanada, der Rip Curl Pro, ausgetragen.

 

Lawrencetown Beach, Nova Scotia

Nur 25 Minuten von der Metropole Halifax entfernt, findet sich der wohl bekannteste Surfspot an Kanadas Ostküste.  Auch wenn Lawrencetown auf den ersten Blick nicht anders als viele andere kanadische Kleinstädte erscheint, verbirgt sich hier eine lebhafte Surfing Community. Surfshops und Surfschulen bieten alles, was man für den Spaß in den Wellen braucht. Der 1,5km lange Strand wird von Juni bis September von Lifeguards bewacht, was gerade Anfängern das letzte bischen Sicherheit gibt. Aber auch für Fortgeschrittene Surfer gibt es genügend Gelegenheiten. Der große Vorteil ist, dass die Breaks in Lawrencetown nicht überfüllt sind. Crowds wie auf Bali oder manchmal in Tofino findet man eher selten. Und wenn es doch einmal zu voll sein sollte, kann man sich entlang der Küste auf Entdeckunsgtour begeben. Da die Region noch relativ unerschlossen ist, wird Neugier oft belohnt und man findet nicht selten ein Juwel ganz für sich alleine. Die besten Wellen bekommt Lawrencetown ab September. Und auch hier, und noch mehr als in Tofino, ist eine dicke Schicht Neopren im Wasser Pflicht.

 

Kincardine, Ontario

Kincardine liegt nicht etwa an der Westküste oder Ostküste, sondern direkt am Lake Huron, einem der Great Lakes. Es dreht sich hier also um Süßwasser-Surfen und was sich erst einmal absurd anhört, funktioniert tatsächlich. Allerdings braucht es die richtigen Bedingungen um hier eine Welle zu ergattern. Kommt alles zusammen, können starke Winde aus Nordwesten, meist im Herbst oder Frühjahr, mit etwas Glück für Wellen bis ca. 10 Fuß sorgen. Kincardine wirbt dazu mit einer erstklassigen Infrastruktur direkt am Break. Ein großer Pier führt direkt in die Wellen und mit einem beherzten Sprung ist man dann auch schnell auf dem Brett. An Land gibt es dazu großzügige Parkmöglichkeiten und heiße Duschen. Nicht ganz das Wahre, aber wer einmal auf einem See gesurft hat, der hat definitiv eine interessante Geschichte zu erzählen.

 

Habitat 67, Montreal

Erfunden in Deutschland am Eisbach und der Floßlände, erfreut sich das Riversurfen auch weltweit immer größerer Beliebtheit. Ein Spot in Kanada, den auch bereits die Münchener Legenden gesurft haben, ist Habitat 67 am St. Lawrence River in Montreal, Quebec. Namensgeber für diesen Surfspot war der direkt am Ufer liegende Gebäudekomplex mit seinem würfelförmigen Design.  Mit Höhen bis zu zwei Meter eignen sich die Habitat 67 Stromschnellen perfekt zum Riversurfen und gelten weltweit als einer der besten Spots für diese Variation des Wellenreiten. Riversurfen ist ideal um seine Skills auf der Welle zu verfeinern, da man nicht erst auf eine ideale Welle warten muss. Anleitung gibt es von zwei örtlichen Surfschulen, die nach eigenen Angaben bereits über 5000 Schüler auf den stehenden Wellen unterrichtet haben. Neben Habitat 67 gibt es in Kanada noch eine Reihe weiterer Riversurfspots, wie zum Beispiel Kananaskis und Bow River, die sich lohnen getestet zu werden.

 

Egal ob Profi oder Anfänger, für ein einzigartiges Surferlebnis abseits der Massen bietet Kanada für jeden etwas. Der größte Vorteil ist wahrscheinlich die Abwesenheit von größeren Crowds, wie man es heutzutage oft gewohnt ist. Neben den hier beschriebenen Wellen, gibt es im Land des Ahornblattes unzählige weitere Spots, wovon manche vielleicht erst noch entdeckt müssen. Haltet eure Ohren offen, sprecht mit Locals und vielleicht zeigt man euch sogar einen Secret Spot. Entdecken lohnt sich.

 

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Kategorie: Reise, Specials, Work & Travel

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Über den Autor ()

Seit er sich erinnern kann, ist Philipp mit dem Virus Wanderlust infiziert. Schon während der Schulzeit hat er ein Jahr als Austauschschüler im Mittleren Westen der USA verbracht. Nach dem Abitur hielt ihn nicht mehr viel und es ging erneut in die USA um mit seinem Gastbruder das Land zu erkunden. Nach dem Studium in Münster und Malta ging es zunächst für ein halbes Jahr nach Australien. Auf dem Work and Travel Visum zog es ihn quer durch den siebten Kontinent, wo sich der Anteil an Work im Vergleich zu Travel nach eigener Aussage aber eher in Grenzen hielt. Nach gut sechs Jahren in der Marketingbranche war es erneut Zeit auszusteigen. Philipp kündigte und reiste für ein Jahr durch ganz Südostasien. Seine Reise dokumentierte er in Bildern und Reportagen auf seinem Reiseblog ESCapology.eu, welches er auch noch heute weiterführt. Daneben schreibt Philipp für verschiedene Online-Portale und hin und wieder Reisemagazine.

Kommentare (4)

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  1. Die 5 besten Outdoor-Aktivitäten in Kanada : Work and Travel Magazin | 27. 02. 2018
  1. Hi Don,

    wenn du eine Einladung nach Vancouver hast, solltest Du das unbedingt machen. Ist ein eine super Stadt und wie gesagt, an der Westküste kann man am besten Surfen. Die richtige Saison geht jetzt erst richtig los, die dicken Swells sind im Anmarsch. Die Surfe hier sind schon alle ganz nervös. Allerdings gut kalt, aber das müsstest du ja vom Einsbach gewohnt sein. Die Liste ist gut, aber wohl für den Normalsterblichen eher unerreichbar. viele Grüße, Philipp

  2. Avatar Anemone Gleiß sagt:

    Hallo,
    ich habe eine Frage: Meine Tochter macht im Juni/Juli einen Sprachkurs und Freiwilligendienst in Vancouver. Sie würde gerne an den Wochenenden Surfen gehen. So wie wir im Netz gesehen haben, gibt es nur auf Vancouver Island die Möglichkeit, Richtig? Oder gibt es auch in der Nähe zu Vancouver Stadt irgenbdwelche Möglichkeiten- oder wenn dies die Einzige Möglichkeit ist, ist es möglich für die Wochenenden dahin zu kommen? Schiffe, Busse oder oder? Und welche Surf Schulen oder Surf Anlaufstellen sind für eine schon mehrfach Gesurfte- aber nicht Geübte zu empfehlen?

    Über eine Antwort- demnächst (sie fliegt am 2.6) würden wir uns freuen….

    Gruß

    • Avatar Philipp Dukatz sagt:

      Hallo Anemone,
      in Vancouver gibt es keinen Surf, tatsächlich nur auf Vancouver Island. Es gibt eine komfortable Busverbindung von Vancouver bis direkt nach Tofino, dem Surf Mekka Kanadas. In dem Ticket ist auch die Fährverbindung drin. Da das Ganze schon lange dauert (ca. 7 Stunden komplett), würde ich hier schon mindestens ein langes Wochenende einplanen. Unterkunft in Tofino im Hostel – definitiv vorab buchen und nie ohne Buchung nach Tofino reisen. Wenn es um Surfen geht, würde ich vorher in jedem Fall die Vorhersage checken, damit es auch Wellen gibt. Surfschulen gibt es in Tofino wie Sand am Meer – dort kann man sich auch Boards und Wetsuits ausleihen. Viele Grüße. Philipp

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