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Als Digitaler Nomade in Ecuador

Ecuador ist für südamerikanische Maßstäbe ein kleines Land, doch die Größe sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieses kleine Land ein echter Juwel in Südamerika ist! Der Andenstaat zwischen Peru und Kolumbien ist absolut vielseitig: Dort findest du nicht nur schwindelerregend hohe Andengipfel, Vulkane und Gletscher, sondern auch dichten Regenwald, märchenhafte Nebelwälder und kilometerlange Sandstrände.

Als Digitaler Nomade in Ecuador

Die einzigartigen Galapagos-Inseln haben wir dabei noch gar nicht erwähnt. Auch Freunde des urbanen Lifestyles kommen in Ecuador nicht zu kurz: Quito und Cuenca gehören zu den schönsten Kolonialstädten auf dem lateinamerikanischen Kontinent. Doch lohnt sich Ecuador auch für digitale Nomaden, um dort für längere Zeit zu leben und zu arbeiten? Wie sieht es mit dem Internet, der Community und der Infrastruktur in dem lateinamerikanischen Land aus?

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Internet

Was das Internet betrifft, müssen digitale Nomaden auf dem lateinamerikanischen Kontinent leider allgemein Abstriche machen. So auch in Ecuador. Nichtsdestotrotz ist die Internet-Geschwindigkeit im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Staaten relativ gut. In dem letzten Bericht von Akamai Technologies, dass jedes Quartal die Internet-Geschwindigkeit fast aller Länder weltweit miteinander vergleicht, landete Ecuador gemeinsam mit Argentinien auf dem dritten Platz in Südamerika. Schneller ist das Internet auf dem südamerikanischen Kontinent nur in Uruguay und Chile. Die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit lag demnach bei 5,3 Megabyte pro Sekunde im ersten Quartal 2016.

Anzunehmen ist aber, dass die Geschwindigkeit zukünftig wie in allen Ländern weiter zunimmt. Trotzdem ist das Internet in Ecuador durchschnittlich deutlich langsamer als bei uns. In Deutschland betrug die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit im selben Zeitrum ca. 13,9 Mb/s. Für die meisten Internet-Tätigkeiten ist das Internet in Ecuador jedoch ausreichend. Zudem bietet so gut wie jede touristische Unterkunft kostenloses WLAN, es gibt zahlreiche Cafés mit kostenlosem WLAN-Zugang und in den großen Städten des Landes findest du Coworking Spaces mit Highspeed-Internet.

Community

Ecuador ist in Südamerika für digitale Nomaden vielleicht noch ein Geheimtipp. Trotzdem entdecken immer mehr von ihnen das schöne, vielseitige Andenland. Ganz so beliebt wie der Nachbar Kolumbien oder auch Argentinien ist es vielleicht noch nicht, aber du wirst hier keine Probleme haben, Gleichgesinnte zu treffen. Vielleicht ist es auch ein Vorteil, dass Ecuador noch nicht so überlaufen ist. So findest du nicht nur leichter einen Platz im Coworking Space und in coolen WLAN-Cafés, du kannst dich auch mehr unter die Einheimischen mischen. Denn lokale Kontakte in Ecuador zu knüpfen lohnt sich auf jeden Fall! Die Leute sind unheimlich aufgeschlossen, du lernst die Kultur deines Gastlandes kennen und verbesserst deine Sprachkenntnisse. All das ist oft schwierig, wenn man sich nur unter anderen digitalen Nomaden bewegt. Ecuador bietet daher die perfekte Mischung aus lokaler Integration und Austausch mit anderen Nomaden.

Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten sind ganz klar ein Argument für Ecuador. Wenn du nicht gerade auf den Galapagos-Inseln leben möchtest, findest du kaum ein anderes Land mit so guten Preisen in Südamerika. Das einzige Land in Südamerika, das noch günstiger ist, wäre Bolivien. Jedoch ist dort die Infrastruktur, die Internet-Geschwindigkeit sowie die lokale Integration deutlich schlechter.

Zudem wird in Ecuador mit US-Dollar bezahlt, was dir auch kompliziertes Umrechnen erspart. In sehr einfachen Pensionen und Hotels kannst du schon ab fünf Dollar pro Nacht  übernachten - in einem Einzelzimmer. Wenn du ca. 10 Dollar pro Nacht ausgibst, kannst du richtig schöne Zimmer in sauberem Zustand und oft auch mit eigenem Badezimmer finden. Natürlich kommt es auch ganz darauf an, wo genau du in Ecuador unterwegs bist. In Quito sind die Zimmer aufgrund der großen Konkurrenz häufig am günstigsten. In kleineren Städten und abgelegenen Gebieten musst du etwas mehr ausgeben. Trotzdem kannst du in Ecuador meist zu Hotelpreisen im Einzelzimmer in kleinen Pensionen oder Hotels übernachten.

Auch der Transport ist in dem kleinen Andenstaat sehr günstig: Für die Überlandbussen zahlst du pro Stunde Fahrtzeit ca. einen Dollar. Da die Entfernungen in Ecuador nicht sehr groß sind, zahlst du selten mehr als zehn Dollar für eine Busfahrt. Auch die Restaurantpreise, Taxifahrten, öffentlichen Verkehrsmittel und Sprachschulen sind sehr erschwinglich.

Aktuelle Preisbeispiele

Hier ein paar aktuelle Preisbeispiele für Ecuador:

  • Mahlzeit im Restaurant: ca. 3 USD
  • Lokales Bier, 0,5 l: ca. 1,20 USD
  • Coke/Pepsi: ca. 0,80 USD
  • 1 L Milch: ca. 1 USD
  • Reis, 1 kg: ca. 1,50 USD
  • Bananen, 1 kg: ca. 1 USD
  • Tomaten, 1 kg: ca. 1,10 USD
  • Kartoffeln, 1 kg: ca. 1,20 USD
  • Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr: ca. 0,25 USD
  • Monatskarte: ca. 11,50 USD
  • Taxi, 1 km: ca. 1 USD

Alle Angaben stammen von der Plattform numbeo.com, die umfangreiche Daten zu den Lebenshaltungskosten und anderen, die Lebensqualität beeinflussenden Faktoren in so gut wie allen Ländern der Welt listet.

Sonderfall: Galapagos-Inseln

Ein Sonderfall in Ecuador sind jedoch die beliebten, mehrere hundert Kilometer vom Festland entfernten Galapagos-Inseln. Die Preise sind dort deutlich höher als auf dem ecuadorianischen Festland. Auch Lebensmittel im Supermarkt und andere Dinge des täglichen Gebrauchs sind dort oft teurer als du es aus Deutschland gewöhnt bist. Die Galapagos-Inseln lohnen sich zwar für eine ein- bis zweiwöchige Reise auf jeden Fall, als digitaler Nomade solltest du dort allerdings nicht unbedingt wohnen. Es sei denn, du bist schon so erfolgreich, dass du dir um Geld keine Gedanken mehr machen brauchst. Dann ist es wahrscheinlich das Paradies auf Erden.

Infrastruktur

Die Infrastruktur ist in Ecuador verhältnismäßig gut, auch wenn du sie selbstverständlich nicht mit westeuropäischen Standards vergleichen kannst. Die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren in größeren Städten gut, auch wenn es auf den ersten Blick etwas chaotisch wirkt. Doch vor Ort wirst du dich schnell daran gewöhnen. In kleineren Städten wie Cuenca oder Riobamba bist du in der Regel nicht so sehr auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, wenn du einigermaßen zentral wohnst.

Auch landesweit gibt es ein dichtes Netz aus Überlandbussen, die die wichtigsten Ziele mehrmals täglich ansteuern. Leider sind die Busse in Ecuador nicht immer im besten Zustand und oft auch etwas älter. In Kombination mit den kurvenreichen Andenstraßen gibt es in Ecuador daher vergleichsweise viele Busunglücke. Nachtfahrten solltest du aus diesem Grund auf jeden Fall meiden und bei längeren Strecken besser auf den Flieger ausweichen. Auch speziell für digitale Nomaden bietet das Land eine gute Infrastruktur, insbesondere in der Hauptstadt Quito. Dort gibt es mittlerweile sieben Coworking Spaces und dementsprechend viele Gleichgesinnte. Außerdem ist die ecuadorianische Hauptstadt voller gemütlicher WLAN-Cafés, in denen es sich gut arbeiten lässt. Auch in Guayaquil und Cuenca gibt es inzwischen Coworking Spaces. 

Wetter

Wie in den meisten südamerikanischen Andenstaaten kannst du dir auch in Ecuador das Klima aussuchen. An der Pazifikküste sowie im Amazonasgebiet ist es ganzjährig aufgrund der Äquatornähe sehr heiß. In der Hauptstadt Quito, die in den Anden auf ca. 2.850 Metern Höhe liegt, herrschen dagegen vollkommen andere klimatische Bedingungen. Aufgrund der Höhenlage ist das Klima gemäßigt und wird auch als „kalttropisch“ bezeichnet. Nachts können die Temperaturen auf ca. sechs bis sieben Grad fallen, tagsüber herrschen dagegen im Schnitt Temperaturen zwischen 18 und 21 Grad, an warmen Tagen 24 bis 25 Grad. Die Stadt wird daher oft als „Stadt des ewigen Frühlings“ bezeichnet. Jahreszeitlich gibt es auch in Quito aufgrund der Äquatornähe kaum Schwankungen. Die regenreichsten Monate sind in der Regel März und April. Von Juni bis August ist es am trockensten und sonnigsten. In Cuenca, einer bei Expats und digitalen Nomaden sehr beliebten Stadt, sind die Temperaturen etwas milder, da die Stadt ca. 200 bis 300 Meter niedriger liegt als Quito.

Sicherheit

Wie sicher man sich an einem Ort fühlt, hat einen großen Einfluss auf die Lebensqualität. Dieser Punkt ist daher für digitale Nomaden enorm wichtig, vor allem auch aufgrund der oft hochwertigen technischen Ausrüstung, auf die sie angewiesen sind, um unterwegs Geld zu verdienen. Häufig steht dieses Kriterium im Konflikt mit dem schon behandelten Punkt der Lebenshaltungskosten. Wo es für westliche Besucher besonders günstig ist, sind meist die Lebensbedingungen für die einheimische Bevölkerung nicht unbedingt ideal. Das wirkt sich wiederum auf die Sicherheit der Besucher aus, da schlechte Lebensbedingungen häufig mit einer erhöhten Bereitschaft zu Diebstählen, Raubüberfällen sowie anderer Alltagskriminalität einhergehen.

Leider musst du auch in Ecuador etwas besser auf deine Wertsachen aufpassen und solltest sie nicht ständig mit dir herumtragen. In größeren Städten solltest du dich immer bei Einheimischen sowie im Internet informieren, welche Viertel du meiden musst und nach Einbruch der Dunkelheit solltest du prinzipiell mit dem Taxi nach Hause fahren. Davon abgesehen erwarten dich aber keine größeren Gefahren in Ecuador. Im südamerikanischen Vergleich schneidet Ecuador in puncto Sicherheit recht gut ab: Der Crime Index liegt laut numbeo.com bei 51,17 von 100 möglichen Punkten. Damit ist Ecuador auf dem amerikanischen Doppelkontinent das sechstsicherste Land nach Kanada, Chile, den USA, Mexiko und Kolumbien. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt der Crime Index 32,7.

Visum

Eine dreimonatige Aufenthaltsgenehmigung bekommst du für Ecuador problemlos. Da du als digitaler Nomade dein Geld in der Regel in Deutschland verdienst, brauchst du kein Arbeitsvisum. Bei der Einreise muss dein Pass noch mindestens sechs Monate gültig sein. Dann bekommst du einen Stempel in deinen Pass, mit dem du dich bis zu 90 Tagen im Land aufhalten darfst. Wenn du länger in Ecuador bleiben möchtest, musst du bei der Einwanderungsbehörde einen entsprechenden Antrag stellen. Eine Verlängerung deines Aufenthalts um weitere drei Monate ist in der Regel möglich, aber mit einigem bürokratischen Aufwand und Kosten in Höhe von ca. 230 Dollar verbunden.

Die 3 besten Orte für Digitale Nomaden in Ecuador

Doch welche Orte in Ecuador eigenen sich besonders für digitale Nomaden, um dort für längere Zeit zu leben und zu arbeiten?

1 | Quito

Was die Infrastruktur, Digitale Nomaden Community und Arbeitsbedingungen betrifft, ist die ecuadorianische Hauptstadt auf jeden Fall unschlagbar. Mittlerweile gibt es dort sieben Coworking Spaces, in denen du unter besten Bedingungen mit schnellem Internet arbeiten und dich mit Gleichgesinnten austauschen kannst. Die Hauptstadt bietet außerdem eine großartige Restaurant- und Cafészene, schöne Unterkünfte, ein angenehmes Klima und ein koloniales Zentrum, an dem man sich auch nach Monaten in der Stadt noch nicht satt gesehen hat. Auch die Freizeit- und Ausflugsmöglichkeiten in und um die Stadt herum sind großartig und abwechslungsreich. Alle anderen Regionen des Landes sind von der zentral gelegenen Hauptstadt gut erreichbar.

2 | Cuenca

Die schöne Kolonialstadt im Süden des Landes wird auch als „Athen Ecuadors“ bezeichnet und ist eine großartige Option für digitale Nomaden in Ecuador. Die mit ca. 277.000 Einwohnern drittgrößte Stadt des Landes ist nicht nur wunderschön, sondern bietet auch eine absolut entspannte Atmosphäre und das vielleicht beste Klima der Welt. Ganzjährig herrschen hier Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad mit vielen Sonnenstunden. Dazu gibt es zahlreiche preiswerte Restaurants, gemütliche WLAN-Cafés und mittlerweile sogar ein Coworking Space. Definitiv eine absolute Empfehlung für Ecuador!

3 | Baños

Auch das kleine Baños ist eine absolute Empfehlung für digitale Nomaden! Die gerade mal 18.000 Einwohner zählende Stadt liegt in einer dramatischen Schlucht auf 1.800 Metern Höhe. Rund um das kleine Städtchen schießen imposante Andengipfel steil wie eine Wand bis zu 5.000 Meter in die Höhe. Hier herrschen ganzjährig angenehme Temperaturen um die 25 Grad, es gibt tolle Wanderrouten in der Umgebung, etliche Freizeit- und Sportmöglichkeiten und heiße Quellen, in denen du nach der Arbeit entspannen kannst. In Baños gibt es zwar leider noch kein Coworking Space, dafür aber gemütliche Cafés mit WLAN, wo es sich gut arbeiten lässt. Einziger Nachteil: Baños liegt am Fuße eines aktiven Vulkans.

Diese Regionen meiden

Prinzipiell kannst du als digitaler Nomade in Ecuador überall leben. Jedoch wirst du in einigen Gegenden deutlich weniger Gleichgesinnte, langsameres Internet, extreme Klimaverhältnisse und demzufolge auch schwierige Arbeitsbedingungen vorfinden. Dazu zählt vor allem die Pazifikküste und das Amazonasgebiet. Die Regionen lohnen sich zwar auf jeden Fall für einen kürzeren Besuch, sind jedoch für längere Aufenthalte aufgrund der genannten Faktoren ungeeignet. Auch auf den Galapagos-Inseln ist das Internet vergleichsweise langsam und die Lebenshaltungskosten sehr hoch. Wenn dich das jedoch nicht stört, lebst du dort wie im Paradies.

Fazit

Meiner Meinung nach eignet sich das südamerikanische Ecuador hervorragend für digitale Nomaden, auch wenn man einige kleinere Abstriche machen muss. Ich habe selbst als digitale Nomadin drei Monate in dem Land gelebt und gearbeitet - und war begeistert. Einige Orte bieten hervorragende Arbeitsbedingungen für digitale Nomaden, die Lebenshaltungskosten sind sehr niedrig, die Menschen freundlich, man kann günstige Sprachkurse besuchen und das Land ist im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern relativ sicher. Schade ist, dass man die dreimonatige Aufenthaltserlaubnis nicht so leicht verlängern kann, da das mit viel Aufwand und relativ hohen Kosten verbunden ist.

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