Teil 2 | Die 11 häufigsten Fragen zu Work and Travel Was ist Work and Travel? Was kostet das und wo findet man Jobs? Wir haben die Antworten!

| 14. 07. 2016 | 0 Kommentare

Im ersten Teil dieser Magazin-Serie haben wir euch die häufigsten Fragen zum Thema Au-Pair beantwortet. Im zweiten Teil geht es jetzt um Work and Travel! Neben dem Klassiker Au Pair, wird Work and Travel heute als häufigste Form für einen Auslandsaufenthalt gewählt. Wer für eine gewisse Zeit der Heimat den Rücken kehren möchte, nach einem wichtigen Lebensabschnitt einfach neue Erfahrungen machen will, oder auch einfach Fernweh hat, entscheidet sich für das „Jobben und Reisen“. Doch was genau ist bedeutet Work and Travel eigentlich, und was muss man alles beachten? Wir beantworten die 11 häufigsten Fragen, damit deinem erfolgreichen Work and Travel-Abenteuer nichts im Weg steht!

junge Frau mit Rucksack

Alle Fragen im Überblick:

1Was ist Work and Travel?

„Work and Travel“ heißt übersetzt „Arbeiten und Reisen“. Und genau das sind auch die wichtigsten Bestandteile eines Work and Travel-Aufenthaltes. Man reist für einige Monate oder auch ein ganzes Jahr in ein anderes Land und sucht sich Gelegenheitsjobs, um sich den Aufenthalt zu finanzieren. Dein persönliches Work and Travel Abenteuer kann dabei sehr individuell gestaltet werden, da man selbst entscheidet was man machen möchte. Die meisten suchen sich allerdings Jobs für wenige Wochen und reisen dann so viel wie möglich, um das Land richtig kennenzulernen.

2Wie kann ich Work and Travel organisieren?

Work and Travel kann man  komplett selbst organisieren oder man sucht sich Unterstützung von einer Agentur. Welche der beiden Möglichkeiten man wählen sollte, bleibt jedem selbst überlassen. Einerseits kann man Work and Travel in vielen Ländern relativ problemlos selbst organisieren, wenn man dazu bereit ist, sich entsprechend zu informieren. Andererseits muss eben sehr viel bedacht, beantragt und geplant werden, was nicht unbedingt jedem so liegt und manch junge Reisende überfordern kann. Dann ist es sicherlich gut, wenn eine Agentur Unterstützung und zudem einen Ansprechpartner bietet, der bei eventuellen Problemen während der Planung und während der Zeit in einem weit entfernten Land helfen kann.

>> Work and Travel via interaktiver Planungs-Checkliste selbst organisieren

>> Work and Travel Programme vergleichen

3Wie lange kann man Work and Travel machen?

Wie lange man Work and Travel machen kann, ist von Land zu Land unterschiedlich. Während in vielen Ländern das Visum nach einem Jahr endet, bietet beispielsweise Australien auch ein zweites Jahr an, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Dafür muss man im ersten Jahr mindestens 3 Monate „spezifische Arbeit“ auf einer Farm geleistet haben. Auch in Singapur kann man ein zweites Working Holiday Visum erhalten, sobald nach dem ersten Aufenthalt 12 Monate vergangen sind. In Singapur sind die Visa allerdings auch nur ein halbes Jahr gültig.

4Wie viel kostet Work and Travel?

Wie viel ein Work and Travel Aufenthalt kostet, kann pauschal leider nicht beantwortet werden, da dies von vielen verschiedenen Faktoren abhängt. Beispielsweise sind die Anreise- und Visakosten von Land zu Land unterschiedlich hoch, die gewählten Jobs unterschiedlich gut bezahlt und der Lebensstil von den Reisenden unterschiedlich teuer. Eine Richtlinie kann der geforderte Nachweis über deine finanziellen Mittel sein, der von Land zu Land unterschiedlich hoch ist. In Australien wird beispielsweise eine Rücklage von ca. 3.500 Euro erwartet, um zu gewährleisten, dass du deinen Auslandsaufenthalt finanziell stemmen kannst, auch wenn es mit den Jobs nicht immer klappt. In Kanada werden knapp 2.000 Euro erwartet, in Neuseeland sind es etwa 2.500 Euro.

Diese Tabellen und Übersichten helfen dir dabei, die Kosten abschätzen zu können:

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>> Australien, Neuseeland und Kanada im Kostenvergleich

5Wie kommt man am besten an Jobs?

Beim Work and Travel ist die Jobsuche eigentlich genauso wie die Suche nach einem Gelegenheitsjob in Deutschland. Am besten ist: Überall suchen, alle Kanäle nutzen und viel nachfragen. Wer seinen Blick weitet und überall auf die Suche geht, der findet auch am schnellsten etwas. So kann man natürlich Jobbörsen und Internetportale nutzen, aber auch auf Aushänge an Schwarzen Brettern achten und Personen direkt ansprechen. Auch Soziale Netzwerke und Mundpropaganda können schnell zum nächsten Job verhelfen. Die Jobsuche ist meistens vor Ort erfolgreicher als lange zuvor in Deutschland, da in den Work and Travel Ländern häufig kurzfristig nach saisonalen Arbeitern gesucht wird und viele Jobangebote gar nicht online gestellt werden.

>> 6 Tipps für die Jobsuche als Work and Traveller

6Wo kann ich Work and Travel machen?

Work and Travel kann man grundsätzlich überall machen. Allerdings ist  Work and Travel, wie man es sich klassisch vorstellt, nur in den EU-Staaten oder in Ländern möglich, die ein Working Holiday Visum anbieten. Denn nur dann kann man sich bis zu 12 Monate in einem Land leben und dort auch Geld verdienen.

Länder mit Working Holiday Visa sind:

  • Australien
  • Neuseeland
  • Kanada
  • Japan
  • Chile
  • Südkorea
  • Taiwan
  • Singapur
  • Hongkong
  • Israel

Dein Wunschland ist nicht dabei? Wenn man ein Land intensiv kennenlernen möchte, das kein Working Holiday Visum anbietet, kann man auch  nach Alternativen suchen, mit denen man ein Work and Travel-Aufenthalt „nachbauen“ kann. Beispielsweise könnte man ein Praktikum absolvieren, für das man meistens eine „study permit“ bekommt, anschließend ein bisschen reisen und dann Freiwilligenarbeit leisten. Auch einige Programme wie WWOOF oder workaway bieten eine Möglichkeit, als Tourist in das Land reisen zu können, um für 3 Monate als Gast zu helfen. Es gibt also viele Möglichkeiten, Länder auch ohne Working Holiday Visum kennenzulernen.

>> mehr Informationen zu WWOOF findest du hier 

>> mehr Informationen zu workaway findest du hier

7_kleinMit oder ohne Partner reisen?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Einige treten entschlossen dafür ein, dass Work and Travel nur als Einzelperson das erfüllt, was man sich davon erwartet. Andere haben einen Auslandsaufenthalt mit ihrem Partner oder einer guten Freundin/einem guten Freund erlebt und sind froh, diese Erlebnisse miteinander geteilt zu haben. Diese Frage muss also wirklich jeder für sich selbst beantworten. Natürlich ist es so, dass man zu zweit oder sogar in einer Gruppe mehr Kompromisse eingehen muss und nicht so viele andere Reisende kennenlernt. Man sollte wirklich nur mit solchen Personen Work and Travel machen, mit denen man auch als Reisender auf einer Wellenlänge ist. Wenn ein Stadtfanatiker mit einem Naturburschen reist, sind Streitigkeiten und Frustrationen vorprogrammiert. Wer aber mit seinem Partner zusammen die Welt erkunden möchte und im Reiseverhalten miteinander kompatibel ist, dann kann ein gemeinsames Work and Travel-Abenteuer die Partnerschaft noch festigen.

>> Jetzt einen Reisebuddy via Reisepartner-Suche finden!

8_kleinWelche Versicherungen braucht man?

Um bei deinem Work and Travel-Aufenthalt für alle Eventualitäten gewappnet zu sein solltest du zuvor über verschiedene Versicherungen nachdenken. Dazu gehört auf jeden Fall eine Unfallversicherung und eine Haftpflichtversicherung die auch im Ausland gelten. Auch eine Reiserücktrittsversicherung sollte bei solch einer langen und teuren Auslandszeit in Betracht gezogen werden. Am wichtigsten und auch verpflichten ist aber eine Krankenversicherung, die im Ausland gilt. Mittlerweile haben viele Krankenkassen sogenannte besondere Krankenversicherungen, die speziell auf die Bedürfnisse der angehenden Reisenden abgestimmt sind.

>> zum Work & Travel-Versicherungsvergleich

9_kleinWelche Voraussetzungen sollte man erfüllen?

Einige Voraussetzungen musst du grundsätzlich mitbringen, um überhaupt ein Working Holiday Visum erhalten und arbeiten zu dürfen. So muss jeder Work and Traveller:

  • mindestens 18, und meistens maximal 30 Jahre alt sein
  • einen gewissen Betrag an finanzieller Rücklage nachweisen
  • eine Auslandskrankenversicherungen nachweisen können
  • weitere, gesonderte Nachweise, bspw. Gesundheitsattest (Südkorea)

Neben diesen Voraussetzungen, die mit dem Visum zusammenhängen, solltest du dich in Englisch und/oder der Landessprache verständigen können, damit du dich im jeweiligen Zielland zurecht findest und auch bei Jobsuche erfolgreich sein kannst.

>> Tabelle: Alle Working Holiday Visa im Überblick

 10_kleinWelche Jobs findet man als Work and Traveller?

Für Work and Traveller eignen sich vor allem solche Jobs, die befristet vergeben werden, damit man nach wenigen Wochen Arbeit wieder reisen kann. Typische Work and Traveller Jobs sind:

  • Farmarbeiter
  • Erntehelfer/Fruit Picking
  • Kellner
  • Zimmermädchen
  • Putzkraft
  • Rezeptionist
  • Küchenhilfe
  • Bauarbeiter

Wenn du durch eine Ausbildung, ein Studium oder ein Hobby irgendwelche Qualifikationen hast, kannst du natürlich versuchen, diese für dich zu nutzen. Zum Beispiel könnte man eine Stelle als Tauchlehrer, Kletterlehrer oder als Koch suchen.

>> Mehr Infos zu den verschiedenen Jobmöglichkeiten

11_kleinWelches Gepäck mitnehmen?

Das klassische Gepäck eines Work and Travellers besteht in: Trekkingrucksack, kleiner Tagesrucksack/Tagestasche. Und das war es dann auch schon. Solche großen Rucksäcke eignen sich hervorragend, wenn man viel reisen möchte und das Gepäck auch mal über unwegsames Gelände tragen muss. Bei Rucksack und dessen Inhalt gilt: Weniger ist mehr! Auf Tagestouren oder langen Suchen wirst du um jedes Kilo froh sein, das du zuhause gelassen hast. Als Faustregel gilt, dass man nicht mehr als ein Drittel seines Körpergewichts tragen soll.

>> umfassende Informationen zum perfekten Rucksack findest du hier 

>> eine Packliste für deinen Work and Travel Aufenthalt findest du hier

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Kategorie: Allgemein, Specials, Tipps & Tricks, Work & Travel, Working Holidays

Jana Kucharczyk

Über den Autor ()

Jana Kucharczyk bekam schon seit früher Kindheit ein Gefühl für die unterschiedlichen Länder und Kulturen dieser Welt. Bereits ab 5 Jahren durfte sie internationale Geschäftsreisen ihres Vaters begleiten und erhielt so ganz persönliche Einblicke in die Besonderheiten jedes Landes. Im Laufe der Jahre konnte sie mit ihrer Familie schon Namibia, Südafrika, Kanada und viele Länder Europas bereisen und hat mittlerweile selbst eine lange Reiseliste. Da Jana kurze Urlaube nicht ausreichen um all die Länder und Kulturen richtig kennenzulernen, wagt sie zusammen mit ihrem Freund jetzt den Schritt in ein ortsunabhängiges Leben.

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