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Teil 1/4: Auslandsjobs in Kanada

Auslandsjobs in Kanada

Als Work & Traveler oder Auswanderer: Jobsuche in Kanada

Traumhafte Natur, viel Freiraum und eine gesunde Wirtschaftslage sind für Kanada charakteristisch. Besonders viel Geduld und Ausdauer sind jedoch gefragt, wenn es um die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis geht. Dies gilt insbesondere, wenn man einen "permanent job" in Kanada sucht. Wir von Auslandsjob.de möchten euch hier sowohl Infos für Work & Traveller als auch Auswanderer & "Aussteiger" liefern, die hilfreich sind, um in Kanada auf Jobsuche zu gehen bzw. vor allem auch einen zu finden.  

Themen dieser Seite:

 

Der Auslandsjob-Guide zum Durchklicken: 

In 21 Schritten zum perfekten Auslandsjob & Jobstart im Ausland

 

Kanadische Einwanderungsprogramme  -  eine Übersicht

Wer nach Kanada einwandern will und sich im Internet hierüber informiert, muss sich häufig durch ein Labyrinth aus Gerüchten, veralteten Informationen und gefährlichem Halbwissen kämpfen. Die Einwanderungsprogramme unterliegen so vielen und häufigen Änderungen, dass selbst Praktiker gerne mal den Überblick verlieren. Sich auf social media mit anderen auszutauschen kann potentiellen Auswanderern eine gewisse Sicherheit geben. Dort werden allerdings nur die persönlichen Erfahrungen widergegeben, die sich auf die eigene Situation und Historie beziehen. Zudem sind die Entscheidungen der kanadischen Sachbearbeiter nicht immer auf Anhieb nachvollziehbar. Es kann zu ungerechtfertigten Entscheidungen kommen, und zwar sowohl zum Vorteil als auch zum Nachteil des Antragstellers. Blogs und Foren sollten auf jeden Fall genutzt werden. Jedoch nicht ausschließlich.

Wer kann einwandern?

Das kanadische Einwanderungsrecht hat drei Kategorien geschaffen, die es Leuten aus der ganzen Welt ermöglichen, dauerhaft nach Kanada einzuwandern. Artikel 12 des Immigration and Refugee Protection Act liest sich wie folgt:

Selection of Permanent Residents

(1) A foreign national may be selected as a member of the family class on the basis of their relationship as the spouse, common-law partner, child, parent or other prescribed family member of a Canadian citizen or permanent resident.

(2) A foreign national may be selected as a member of the economic class on the basis of their ability to become economically established in Canada.

(3) A foreign national, inside or outside Canada, may be selected as a person who under this Act is a Convention refugee or as a person in similar circumstances, taking into account Canada’s humanitarian tradition with respect to the displaced and the persecuted.

Alle Einwanderungsprogramme, sei es auf föderaler oder provinzieller/territorialer Ebene, sind auf diese Vorschrift zurückzuführen. Unter jeder dieser Kategorien ranken sich diverse Programme. Ehepartnersponsoring beispielsweise fällt unter (1). Die diversen Punktesysteme und Investorenprogramme haben ihre Grundlage in (2). Und die verschiedenen Programme, die es erlauben, in Kanada Asyl zu beantragen und bei positiver Entscheidung die permanent residency zu erhalten, fallen unter (3).

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass permanent residents nach Artikel 6 der Canadian Charta of Rights and Freedoms das Recht haben, sich im gesamten Staatsgebiet niederzulassen. Dieses Recht haben sie allerdings erst, wenn sie den Status des permanent resident bereits haben. Wer sich von einer Provinz für die permanent residency nominieren lässt,  muss bei der Einreise nachweisen, dass er auch wirklich vorhat, sich in dieser Provinz niederzulassen, um als landed immigrant die permanent residency zu erhalten. Quebec hat ein eigenes System der wirtschaftlichen Einwanderung und macht bei föderalen wirtschaftlichen Programmen nicht mit. Andere Provinzen nominieren auch Kandidaten, unterfallen aber auch dem Express Entry System sowie den föderalen Investorenprogrammen.



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Die einzelnen Programme

Express Entry

Das wohl berühmteste Einwanderungssystem ist das Express – Entry – Program. Hierbei handelt es sich um ein von der kanadischen Regierung verwaltetes Programm, das es Menschen aus der ganzen Welt ermöglicht, im beschleunigten Verfahren nach Kanada einzuwandern. Man muss sich hier bei Antragstellung nicht auf eine bestimmte Provinz festlegen.

Der erste Schritt besteht im Vervollständigen des Express-Entry-Profils auf der Website der kanadischen Einwanderungsbehörde.

Hier stellen Sie unter anderem Information zu Ihrer Berufserfahrung, Ihren Sprachkenntnisse und Ihrer Ausbildung zur Verfügung. Sofern Sie die Anforderungen eines der oben aufgeführten Programme erfüllen, werden Sie in den Kandidatenpool aufgenommen. Die meisten Job-Angebote müssen von einer Arbeitsmarkt-Folgenabschätzung (LMIA) begleitet werden. Innerhalb des Express-Entry Pools werden Kandidaten mit anderen Kandidaten unter Zugrundelegung des Comprehensive Ranking System (CRS) verglichen. Der Berechnung liegen die von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen hinsichtlich Stellenangebot, provinzielle/territoriale Nominierung, Sprachkenntnisse usw. zu Grunde. Die Kandidaten mit den meisten Punkten erhalten eine Einladung, sich für einen dauerhaften Wohnsitz zu bewerben. Der sogenannte Cut-Off Score ändert sich mit jeder Ziehung. Es lohnt sich also auf jeden Fall, bei Vorliegen der Voraussetzungen eines der Programme ein Profil zu erstellen.

Dem Express – Entry - System unterliegen die folgenden wirtschaftlichen Einwanderungsprogramme:

  1. Federal Skilled Worker Class – Hier werden Punkte aus verschiedenen Bereichen wie Ausbildung, Arbeitserfahrung und Sprachkenntnissen zu einem Profil konsolidiert. Wer die Mindestpunktzahl von 67 Punkten erreicht hat, kann die permanent residency erhalten, ohne jemals in Kanada gewesen zu sein. Allerdings sollte dir klar sein, dass du dazu mindestens über Abitur und gute Sprachkenntnisse verfügen solltest. Wenn du dann auch noch ein abgeschlossenes Studium und vielleicht sogar mehrere Jahre Arbeitserfahrung vorweisen kannst, stehen deine Chancen nicht schlecht. Wenn in Deutschland von einem Punktesystem die Rede ist, ist hiermit in aller Regel das Federal Skilled Worker Program gemeint. Wer sich hier qualifizeren will, muss höhere Sprachkenntnisse nachweisen als im Rahmen von Federal Skilled Trade und Canadian Experience. Die Punkte können auf verschiedene Wege gesammelt werden. Wenn du eine Einschätzung und Beratung durch Experten zu deinen Chancen für das Federal Skilled Worker Program haben willst, dann gehts hier zum Kontaktformular.
  2. Federal Skilled Trade Class – Leute in bestimmten Handwerksberufen mit einem kanadischen Jobangebot oder dem entsprechenden von einer Provinz ausgestellten Quallifikationsnachweis können bei Vorliegen ausreichender Englisch- oder Französischkenntnisse im Rahmen dieses Programms die permanent residency erhalten. Diesem Programm liegt kein Punktssystem im engeren Sinne, sondern ein fail/pass – System zu Grunde. Allerdings muss man sich auf Ebene des CRS im Rahmen der Ziehung auch hier gegen andere Kandidaten durchsetzen. Wichtig zu wissen ist, dass ohne ein konkretes Jobangebot einer kanadischen Firma keine Chance besteht am Federal Skilled Trade Class Programm teilzunehmen.
  3. Canadian Experience Class – Hier muss neben Englisch- oder Französischkenntnissen ein Jahr kanadische Arbeitserfahrung in einem qualifizierten Bereich nachgewiesen werden. Mit anderen Worten: wer die Erfahrung und die Englischkenntnisse hat, muss keine weiteren „Punkte sammeln“ (fail/pass). Allerdings muss man sich auf Ebene des CRS im Rahmen der Ziehung auch hier gegen andere Kandidaten durchsetzen.

Provincial Nominee Programs (PNPs)

PNPs erlauben es Antragstellern, die von einer Provinz/einem Territorium nominiert werden, mit Hilfe des Express-Entry-Verfahrens nach Kanada einzuwandern. Manche Programme nutzen das föderale Express-Entry-System lediglich als technische „Bewerbungsplattform“. Andere hingegen erfordern, dass Kandidaten neben den provinziellen Kriterien auch die Anforderungen eines der oben beschriebenen Programme erfüllen.

Die Programme fördern in erster Linie Investoren und Absolventen kanadischer Universitäten sowie Arbeitnehmer, die sich bereits in der jeweiligen Provinz befinden. Wer Working Holiday in Kanada in Betracht zieht und mit dem Gedanken spielt, sich danach in Kanada niederzulassen, sollte sich sehr genau über die einzelnen PNPs informieren und seinen Aufenthalt dementsprechend planen.

Grundsätzlich kann jede Provinz/jedes Territorium individuelle Nominierungskriterien festlegen. Allerdings setzt das kanadische föderale Recht dem gewisse Grenzen. Zum Beispiel ist die bloße Bereitstellung von Kapital in der Regel keine akzeptable Grundlage für die Erteilung eines provinziellen Nominierungszertifikats. Für gewöhnlich ist die Bereitschaft/Fähigkeit, ein Unternehmen in der Zielprovinz aktiv zu verwalten erforderlich. Dies sind Elemente, die der kanadische Sachbearbeiter bei der Bearbeitung der Bewerbung für den ständigen Wohnsitz prüfen wird, nachdem das Zertifikat erteilt wurde.

Study to immigrate

Wer in Kanada studiert, kann sich beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen für eine nicht an einen bestimmten Arbeitgeber gebundene Arbeitserlaubnis qualifizieren und diese Erfahrung für ein PNP oder Canadian Experience nutzen und einwandern. In Quebec beispielsweise besteht die Möglichkeit, nach Abschluss eines Ausbildunsprogrammes direkt einzuwandern, und zwar ohne jegliche Arbeitserfahrung. Französischkenntisse müssen allerdings nachgewiesen werden. Ürigens können Vollzeitstudenten in Kanada während der Vorlesungszeit 20 Stunden pro Woche und während der vorlesungsfreien Zeit 40 Stunden pro Woche arbeiten. Finanzielle Mittel müssen zum Erhalt der Studienerlaubnis zwar nachgewiesen werden, das bedeutet aber nicht, dass diese unbedingt in vollem Umfang benötigt werden.

Jobchancen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in Kanada zu arbeiten. Die Grundregel ist, dass jeder ausländische Arbeitnehmer ein von der kanadischen Regerung validiertes Jobangebot von einem kanadischen Arbeitgeber haben muss, um eine Arbeitserlaubnis zu erhalten. Das Verfahren, unter dem die Stellenangebote bewertet und genehmigt werden, wird als Labour Market Impact Assessment (LMIA) bezeichnet. Im Rahmen dieses Verfahrens muss der kanadische Arbeitgeber unter anderem nachweisen, dass kein kanadischer Staatsbürger/Permanent Resident für den Beruf zur Verfügung steht und dass das Unternehmen kanadischen und ausländischen Arbeitnehmern die gleichen Arbeitsbedingungen bietet. Kanadische Arbeitgeber unterliegen hierbei strengsten Anforderungen.

Eine LMIA ist allerdings nicht immer notwendig. Im Rahmen von Ehegattennachzug ist der gesponsorte Ehepartner hiervon ausgenommen. Auch die bereits erwähnte offene Arbeitserlaubnis nach dem Studium fällt unter den Ausnahmentatbestand. Es gibt weiterhin verschiedene Einwanderungsprogramme, die LMIA –exempt sind, wie beispielsweise das Atlantic Pilot Program. Sogenannte Tech workers kommen momentan in den Genuss beschleunigter Verfahren im Rahmen des Antrags auf die Erteilung einer Arbeitserlaubnis.
Die Städte mit den meisten offenen Stellen waren im Jahr 2017 nach einer Studie von Express Employment Professionals übrigens Vancouver (BC), Laval (QC), Edmonton (AB) und Montreal (QC).

In Kanada bewerben

Wer sich in Kanada um einen Job bewirbt, findet ähnliche Bedingungen wie in Deutschland vor. Aufgrund der Entfernung sind häufig telefonische Interviews eine der ersten Reaktionen der Arbeitgeber.

Viel wert ist es, wenn man vor Ort eine Kontaktperson hat, die einem die neuesten Tipps der jeweiligen Wunschregionen mitteilen kann und später auch zur Hilfe steht, sollte man den Weg nach Kanada geschafft haben. In Bezug auf die Anerkennung der eigenen Abschlüsse lohnt es sich, die Kanadische Botschaft in Berlin zu kontaktieren und nachzufragen.

Ein Anschreiben und ein lückenloser Lebenslauf sind den meisten kanadischen Arbeitgebern anfangs ausreichend. Initiativbewerbungen beeindrucken in der Regel und können unter Umständen bereits positive Ergebnisse zu Tage befördern. Selbstverständlich gilt es, eine oder beide Landessprachen so gut wie möglich zu beherrschen (Englisch und Französisch).

Vor der befristeten Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis heißt es einen Arbeitgeber finden. Dieser muss dann bei der zuständigen Behörde anfragen, ob kein Bewerber aus dem eigenen Land diese Stelle besetzen kann. Wer länger als sechs Monate im Land bleiben möchte, benötigt zusätzlich ein Führungszeugnis. Die Einwanderung unterliegt dagegen einem Punktesystem.



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