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Jobsuche und Arbeiten in Chile
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Jobsuche und Arbeiten in Chile

CHILE QUICK-JOB-INFO

ALLGEMEINE KEY FACTS
> Hauptstadt: Santiago de Chile
> ca. 18.73 Mio. Einwohner
> 79.91 Jahre Lebenserwartung
> 9.71 % Arbeitslosenquote
> 298 Mrd. US$ Bruttoinlandsprodukt
WICHTIGE WIRTSCHAFTSZWEIGE
> Fischwirtschaft
> Landwirtschaft & Weinanbau
> Bergbau (Speziell Kupfer)
BEZAHLUNG
> Offizielle Währung: Peso (CLP)
> Mindestlohn: 301.000 CLP
> Durchschnittseinkommen: 4.200.000 CLP / Jahr

Jobchancen von der Atacama Wüste bis nach Patagonien

Ein Job in Chile, einem der schönsten Länder unseres Planeten. Wenn du damit liebäugelst und zudem eine längere Arbeitszeit in Chile verbringen willst, bist du auf dieser Seite richtig. Beim Jobben im Ausland gibt es viele Dinge zu berücksichtigen, zu organisieren und zu fragen: Wie ist die Wirtschaftslage im Zielland?, Wie sind dort die Jobmöglichkeiten für Ausländer?, Wie finde ich überhaupt einen Job?, Welche Konditionen gibt es?, Was muss ich bei den Bewerbungen beachten?, „Brauche ich ein Visum?“ und mehr … Viele Antworten und Infos aus diesem Fragen-Dschungel findest du für Chile auf dieser Seite!

Wirtschaft: Dienstleistung, Bodenschätze & Export

Die weltweite Finanzkrise und das verheerende Erdbeben im Februar 2010 hatten Chile wirtschaftlich arg zugesetzt. Seit einigen Jahren befindet sich das Land aber wieder auf stabilem Wachstumskurs und hat seinen Platz unter den führenden Wirtschaftsnationen innerhalb Lateinamerikas. Nach wie vor ist Chile jedoch durch extreme soziale Ungleichheiten geprägt. Nicht zuletzt deshalb, weil seit der Ära Pinochet staatliche Unternehmen zu einem großen Teil privatisiert wurden.

Heute hat der Dienstleistungssektor die größte Bedeutung für das Land, gefolgt vom Produktionssektor und der Landwirtschaft. Die klassische Industrieproduktion (Fahrzeug-, Maschinen- und Schiffbau, etc.) hat mittlerweile eine untergeordnete Bedeutung. Die chilenische Wirtschaftslandschaft ist heute durch kleine und mittlere Unternehmen geprägt. In vielen Bereichen dominieren jedoch Oligopole weniger mächtiger Unternehmen. 

Chile gehört zu den führenden Rohstoffproduzenten überhaupt, insbesondere im Bereich des Bergbaus. In Chile liegen die weltweit größten Kupferminen und auch die Vorkommen an Lithium, Salz und weiteren wichtigen Bodenschätzen sind weltweit einmalig. Diese „Schätze“ sind bedeutende Exportprodukte des Landes.

Generell hängt Chiles Wirtschaft stark vom Export – insbesondere nach Brasilien und Argentinien – ab. Mehr an Bedeutung gewannen in den vergangenen Jahren auch Exportprodukte aus der Land-, Fisch- und Forstwirtschaft, unter anderem Beeren, Zellulose und Lachs. In Chile wird auch exzellenter Wein produziert – mittlerweile ist Chile innerhalb Südamerikas Weinexporteur Nummer eins. Schließlich gewinnen darüber hinaus Touristen aus aller Welt – vom Backpacker bis zum Kreuzfahrt-Reisenden – zunehmend an Bedeutung.

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Arbeitsmarkt & Jobmöglichkeiten für Ausländer in Chile

Als ausländischer Bewerber auf Jobsuche hast du in Chile vor allem bei weltweit operierenden Unternehmen solide Chancen auf Erfolg. Einheimische Unternehmen suchen insbesondere für die Bereiche „Dienstleistungen“, „Bergbau“ und „Export“ motivierte und gute Arbeitskräfte unterschiedlicher Berufsfelder.

Sowohl Akademiker als auch qualifizierte Handwerker haben gute Chancen auf einen soliden Arbeitsplatz. Wenn du das Landleben magst, kannst du auch auf einer der zum Teil riesigen Farmen arbeiten. Wer beruflich im Bereich „Tourismus“ Fuß fassen möchte, kann sich um einen der vielfältigen Arbeitsplätze in den Berg- und Küstenregionen Chiles bewerben.

Viele ausländische Unternehmen haben ihren/einen Sitz in Chile. Besonders Santiago ist eine internationale Metropole mit vielen fachlich relativ gut ausgebildeten Arbeitnehmern. Es fehlt jedoch an exzellenten Führungskräften mit Qualitäten wie Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität oder Servicementalität.

Interessant für Bewerber aus dem Ausland: In Chile gilt arbeitsrechtlich, dass 85% des Personals in einem Unternehmen Chilenen sein müssen. 

Special: DER GROSSE AUSLANDSJOB-GUIDE

Deine Bewerbung               

Grundsätzlich kannst du dich bei Bewerbungen in Chile an den deutschen Normen und Regeln orientieren. Zu den Unterlagen gehören demnach ein aussagekräftiges, individuelles Bewerbungsanschreiben und ein tabellarischer, lückenloser Lebenslauf. Wähle für dein Anschreiben einen besonders höflichen Ton und erläutere unbedingt dein Interesse an der betreffenden Stelle.

Anders als bei uns in Deutschland: Du solltest deine Zeugnisse nur dann mit einsenden, wenn dies in der Stellenanzeige ausdrücklich verlangt wird. Generell unüblich ist es Nachweise über Fortbildungen oder Schulungen hinzuzufügen. Dadurch gelten Bewerber auf dem chilenischen Arbeitsmarkt schnell als überqualifiziert.

Wenn du dich für eine Bürotätigkeit bewirbst, ist ein gepflegtes Äußeres von hoher Bedeutung. Das beginnt bereits beim Bewerbungsfoto! Die Sprache deiner Bewerbung sollte selbstverständlich möglichst Spanisch sein. Sind deine Sprachkenntnisse zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht ausreichend, ist es ratsam die  Unterlagen übersetzen lassen.

Wenn du dich bei einem international agierenden Unternehmen innerhalb Chiles bewirbst, kannst du deine Bewerbung häufig auch in englischer Sprache einreichen. In solchen Fällen sind in der Regel bereits die Stellenangebote in Englisch geschaltet. Um ärgerliche Formfehler zu vermeiden, kannst du beispielsweise beim Unternehmen auch vorab telefonisch deine Fragen zum Bewerbungsverfahren klären.

Gehalt & Arbeitsvertrag

Gehälter aber auch Lebenshaltungskosten sind in Chile zumeist deutlich geringer als bei uns in Deutschland. Lohnnebenkosten und Sozialversicherungskosten sind dort ebenfalls relativ niedrig. Die höchsten durchschnittlichen Monatsgehälter erhalten Arbeitnehmer in der Region Metropolitana mit der Hauptstadt Santiago sowie in Nord-Chile.

Während der vergangenen Jahre haben variable Gehaltsbausteine wie zum Beispiel Gratifikationen, Provisionen, Essensgeld, oder Fahrtkostenzuschüsse mehr Bedeutung gewonnen. Hochqualifizierte Führungskräfte verdienen in Chile zumeist ähnlich viel wie ihre europäische Kollegen. Die Gehaltsunterschiede innerhalb der Unternehmenshierarchie-Ebenen sind allerdings enorm.

Das örtliche Arbeitsgesetz regelt für Arbeitnehmer in Chile viele Aspekte, auch so wichtige wie Krankheit und Urlaub (gesetzlicher Anspruch sind 15 Tage). Es ist aber durchaus möglich Sonderregelungen (zum Beispiel bezüglich der Urlaubstage) mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren.

Wichtig: Auf jeden Fall vertraglich festgehalten werden sollte die Arbeitszeit. Schließlich ist zu beachten, dass der Arbeitsvertrag notariell beglaubigt wird.

Bekannte Arbeitsvertragsarten:

  • der „contrato a prueba“ – Probearbeitsvertrag über 1-3 Monate
  • der „contrato a plazo“ – befristeter Arbeitsvertrag bis zu 1 Jahr
  • der „contrato indefinido“ – unbefristeter Arbeitsvertrag

Die Kündigungsfrist beträgt in Chile übrigens mindestens einen Monat für beide Seiten.

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Zum Arbeiten nach Chile: Das Visum

Wenn du in Chile gegen Bezahlung arbeiten und dich darüber hinaus länger als 90 Tage dort aufhalten möchtest, brauchst du in jedem Fall ein Visum.

Stellt dein zukünftiger chilenischer Arbeitgeber dir vor deiner Ausreise einen Arbeitsvertrag aus, kannst du von Deutschland aus ein Visum für ausländische Arbeitnehmer beantragen. Dein Arbeitsvertrag muss allerdings vorher vom Arbeitgeber – im Beisein eines Notars – unterzeichnet sowie durch das Ministerium für Auswärtige Beziehungen legalisiert werden.

Das Arbeitsvisum ist dann zwei Jahre lang gültig. Du musst es persönlich im Konsulat abholen. Für deine Einreise nach Chile hast du nach Ausstellung des Visums eine Frist von 90 Tagen. Nach Ablauf des zweijährigen Visums ist es möglich eine unbeschränkte Aufenthaltsgenehmigung für Chile zu bekommen. Genauere Infos zu den hier angesprochenen Themen bekommst du bei der Deutsch-Chilenischen Industrie- und Handelskammer sowie bei der chilenischen Botschaft.

Aus der Arbeitswelt der Chilenen

Arbeiten in Chile – welche Rahmenbedingungen gehören dazu? Die Arbeitswelt in Chile unterscheidet sich natürlich in vielen Aspekten von der Arbeitswelt bei uns, hier einige Fakten:

  • Die Wochenarbeitszeit chilenischer Arbeitnehmer beträgt in der Regel 45 Stunden. Im Durchschnitt ist die Produktivität jedoch niedriger als in Mitteleuropa.
  • Eine Probezeit ist nicht üblich. Meistens erhalten neue Angestellte bei ihrer Einstellung zunächst einen zeitlich befristeten Vertrag, z. B. über 1 Jahr.
  • Chilenische Arbeitgeber sind nicht zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall verpflichtet. Diese  übernimmt im Regelfall nach genauer Prüfung die Krankenversicherung. 
  • Kündigungen durch den Arbeitgeber sind an eine 30-tägige Frist gebunden. Bei einer Entschädigung des Arbeitnehmers muss sich der Arbeitgeber unter anderem nach Dauer der Unternehmenszugehörigkeit richten.
  • Ausländische Firmen in Chile halten sich in der Regel an die arbeitsrechtlichen Vorschriften vor Ort. Die Verwaltungsangestellten in den Behörden – z. B. Inspección del Trabajo (Gewerbeinspektion) – sind häufig übermäßig korrekt.
  • Gewerkschaften spielen in Chile kaum eine Rolle. In der Einheitsgewerkschaft CUT sind lediglich 15% der lohnabhängigen Arbeitnehmer des Landes organisiert.
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