Teil 3/5: Ohne Geld im Ausland – Was nun? Fortbewegung ohne Geld

| 14. 06. 2017 | 0 Kommentare

In Teil 1 und 2 unserer Serie „Ohne Geld im Ausland – Was nun?“ haben wir dir bereits gezeigt, wie du im Notfall schnell an einen Job kommst oder auch völlig kostenfrei im Ausland leben oder zumindest wohnen kannst. Doch ist es auch möglich, ohne Geld zu reisen? Einige Möglichkeiten stellen wir dir in diesem dritten Teil unserer Serie vor.

Junge Frau auf einem Fahrrad

1Trampen

Das Trampen ist vielleicht die Möglichkeit, die den meisten als erstes in den Sinn kommt, wenn es um kostenlose Transportmittel geht. Es ist natürlich nicht die einzige Option, kann aber je nach Reiseland eine sehr effektive Möglichkeit sein, ein Land für lau zu bereisen. Nicht nur das: Dabei kannst du auch Kontakte zu Einheimischen knüpfen, deine Fremdsprachenkenntnisse verbessern und mehr über dein Gastland erfahren. Allerdings solltest du diese Option nur nutzen, wenn du dich damit hundertprozentig wohl und sicher fühlst. Die Bedingungen sind dafür auch sehr unterschiedlich: Beispielsweise gilt Neuseeland unter Trampern als sehr gutes und sicheres Reiseland, da die Distanzen kurz und Trampen relativ weit verbreitet ist. In Ländern wie Australien, Kanada oder Chile musst du bedenken, dass die Distanzen mitunter gewaltig sind und du evtl. stundenlang mit deinem Fahrer durch einsame Gegenden fährst. Deshalb ist es wichtig, sich die Fahrer genau auszusuchen und am besten immer zu zweit zu trampen.

2Auf einem Schiff anheuern

In einigen Gegenden sind Flussdampfer immer noch gebräuchliche Transportmittel, die vor allem Touristen aufgrund des besonderen Erlebnisses anziehen. Auch mit Kreuzfahrtschiffen, die an der Küste entlang schippern, kannst du dich von A nach B bewegen. Auf solchen Schiffen werden immer helfende Hände gebraucht. Es ist zwar ein ziemlich unkonventioneller Weg und klappt in den typischen Work and Travel-Ländern nicht immer, aber du kannst es zumindest versuchen: Frag nach, ob du auf dem Schiff bei irgendeiner Tätigkeit helfen kannst und im Gegenzug für lau mitfahren darfst. Auch hier gilt wie immer: Fragen lohnt sich auf jeden Fall. Vielleicht wird dir sogar ein richtiger Job an Bord angeboten und zu verlieren hast du schließlich nichts. Dasselbe gilt auch für Züge, die beispielsweise in Ländern wie Australien oder Kanada oft tagelang unterwegs sind. Auch dort wird evtl. Hilfe gebraucht.

3Laufen

Als Work and Traveller hast du im Vergleich zu gewöhnlichen Touristen unheimlich viel Zeit, dein Gastland zu bereisen. Warum muss es also immer das schnellste Fortbewegungsmittel sein? Eine lange Strecke mal zu Fuss zurückzulegen, ist eine unheimlich bereichernde Erfahrung. Außerdem siehst und erlebst du viel mehr, wenn du dich langsam fortbewegst. Zu Fuss unterwegs sein ist daher kein notwendiges Übel, sondern kann ein tolles Erlebnis sein, das die besten Geschichten zum Erinnern und Weitererzählen liefert. Probiere es mal aus!

4Fahrradfahren

Falls Laufen nicht dein Ding ist: Wie wäre es dann mit Radfahren? Klar, dazu musst du dir erstmal ein Fahrrad zulegen und es ist daher nicht komplett kostenlos. Dafür kommst du schneller voran als zu Fuss und erfährst trotzdem, was es bedeutet, sich komplett aus eigener Kraft fortzubewegen. Auch die Last deines Backpacks kannst du auf einem Rad  besser verteilen und ggf. auch noch Zelt und Schlafsack mitnehmen. Damit kannst du unterwegs völlig kostenlos in atemberaubenden Landschaften nächtigen.

5Bei anderen Mitfahren

Diese Option ist zwar nicht komplett kostenlos, aber in den meisten Work and Travel-Ländern das günstigste Transportmittel. Außerdem reist du mit anderen Gleichgesinnten, mit denen du dir auch die Kosten für Lebensmittel, Unterkünfte etc. teilen kannst. Sicher werdet ihr auch oft im Auto oder im Freien schlafen, sodass du viel bei der Unterkunft sparst.

>> Finde jetzt deinen Work and Travel-Reisepartner!

Fazit

Wie du siehst, ist es beim Work and Travel nicht nur möglich, günstig bzw. vollkommen kostenlos zu wohnen und schnell an einen Job zu kommen, du kannst auch völlig kostenfrei reisen. Auch beim Reisen ohne Geld gilt: Meist hast du dabei die besten, unvergesslichsten Erlebnisse. Deshalb gibt es keinen Grund, sich vor dieser Situation zu fürchten. Im nächsten Teil unserer Serie „Ohne Geld im Ausland – Was nun?“ geht es um den absoluten Ernstfall: Konto gesperrt, Kreditkarte weg, Karte funktioniert nicht. Wie du in solchen Fällen trotzdem an Geld kommst, erfährst du im nächsten Teil.

Hier weiterlesen:

Zurück zu Teil 1 | Kostenlos im Ausland wohnen

Zurück zu Teil 2 | Möglichkeiten im Ausland einen Job zu finden

Teil 4 | Kein verfügbares Geld

Teil 5 | 5 Tipps, damit es gar nicht so weit kommt

Tags: , ,

Kategorie: Allgemein, Specials, Tipps & Tricks, Work & Travel, Working Holidays

Julia Schneider

Über den Autor ()

Julia Schneider ist seit ihrem einjährigen Work & Travel-Aufenthalt in Australien direkt nach dem Abitur mit dem Reisevirus infiziert. Deshalb studierte sie Tourismus-Management in den Niederlanden sowie Kulturwissenschaften an der Viadrina in Frankfurt/Oder und Madrid. Sowohl während des Studiums als auch danach nutzte Julia jede Gelegenheit, neue Länder, Kulturen und Sprachen zu entdecken. Am liebsten ist sie in Südamerika und Osteuropa unterwegs. Seit 2012 arbeitet sie ortsunabhängig als freie Texterin, Online-Redakteurin und Journalistin. Ihre Schwerpunkthemen sind Reisen, Arbeiten & Leben im Ausland, digitale Nomaden und Nachhaltigkeit. Auf ihrem persönlichen Blog und Herzensprojekt www.roadheart.com schreibt sie am liebsten über Selbstverwirklichung und persönliche Entwicklung, die innere Stimme / Intuition, bodenständig gelebte Spiritualität und einen bewussten Lifestyle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.