Teil 5/5: Ohne Geld im Ausland – Was nun? 5 Tipps, damit es gar nicht so weit kommt

| 13. 01. 2017 | 0 Kommentare

Es ist das absolute Worst-Case-Szenario: Du machst Work and Travel am anderen Ende der Welt und stellst fest, dass du so gut wie pleite bist. Auch wenn das kein Grund zur Panik ist und es immer Wege auch aus der scheinbar schrecklichsten Situation überhaupt gibt, lassen es clevere Work and Traveller gar nicht erst so weit kommen. Und ganz ehrlich: Eine solche Situation lässt sich wirklich vermeiden, zum Beispiel mit diesen 5 Tipps.

1Plane dein Budget

Um beim Work and Travel nicht unwissentlich über deine Verhältnisse zu leben, solltest du dein Budget kennen und planen. Wie viel darfst du pro Tag ausgeben? Wie lange kommst du damit hin, bis du dir wieder einen neuen Job suchen musst? Natürlich wird es immer Tage geben, an denen du dein Budget überziehst, weil du zum Beispiel etwas Besonderes planst, eine größere Tour machst oder eine weite Strecke zurücklegst. Doch dann musst du versuchen, das Geld an anderer Stelle einzusparen, damit du dich im Schnitt an dein Budget hältst. Natürlich kann sich dein Budget unterwegs auch immer mal wieder ändern. Wenn du zum Beispiel gerade einen gut bezahlten Job bekommen oder abgeschlossen hast, kannst du vielleicht auch mal etwas mehr ausgeben. Auf jeden Fall solltest du immer wissen, welches Budget dir zur Verfügung steht und wie lange es reichen muss.

2Tätige Ausgaben achtsam

Denke bei jedem Kaufimpuls darüber nach, ob das eine wirklich notwendige Anschaffung ist. Viele Sachen kaufen wir nur aus einem Impuls heraus – beispielsweise das Stück Kuchen im Café oder das dritte Paar Sandalen, für das wir eh keinen Platz mehr haben – weil wir uns gerade schlecht fühlen und irgendwie aufmuntern wollen. Diese Konsumspritze hält aber meist nicht lange an und führt sicher nicht zu nachhaltigen Glücksgefühlen. Verzichte auf solche unnützen Sachen lieber, um deine Sparziele zu erreichen und anschließend dein Work and Travel-Land intensiver, ohne schlechtes Gewissen und Budget-Druck zu bereisen. Wenn du lernst, kurzfristig auf unnütze Dinge zu verzichten, kannst du langfristige Ziele erreichen und damit viel glücklicher werden.

3Handeln, bevor das Konto fast auf Null steht

Wenn du beim Work and Travel plötzlich pleite bist, gibt es viele Wege, schnell wieder an Geld zu kommen. Deutlich cleverer und entspannter ist es jedoch, ins Handeln zu kommen, bevor das Konto auf Null steht. Überlege dir eine bestimmte Grenze, beispielsweise 1.000 Dollar, bei der du sofort ins Handeln kommst, sollte dein Kontostand diese Zahl unterschreiten. Dann kannst du auch viel entspannter auf Jobsuche gehen und musst nicht aus purer Verzweiflung jedes noch so zweifelhafte Jobangebot annehmen. Um wirklich gute Jobs zu finden, solltest du immer eine gewisse Zeit und damit auch finanziellen Puffer einplanen.

4Habe immer Reserven in der Heimat

Darüber hinaus haben Work and Traveller, die im Ausland nicht ganz ohne Geld dastehen wollen, immer auch einige Reserven in der Heimat. Sollte es wirklich hart auf hart kommen, kannst du dir dann selbst Bargeld schicken oder mit einer Kreditkarte Geld von deinem deutschen Konto abheben. Beispielsweise kannst du mit der kostenlosen Kreditkarte der DKB an allen Bankautomaten mit Visa-Zeichen kostenlos Geld von deinem Konto in der Heimat abheben. Es lohnt sich daher, eine solche Kreditkarte plus Ersatzkarte mitzunehmen. Außerdem solltest du für den absoluten Ernstfall, Bargeld in deinem Rucksack als Back-up verteilen. Dann hast du auch dann noch Geld, wenn alle deine Karten weg sind oder du aus irgendeinem anderen Grund keinen Zugriff auf deine Konten hast.

5Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Viele Work and Traveller stürzen sich nach der Ankunft im Gastland erstmal ins Vergnügen. Sie ziehen jeden Abend um die Häuser, lassen sich von der Anfangseuphorie mitreißen, bereisen das Gastland und machen so gut wie jede Tour mit. Das sind dann meist die Leute, die früher oder später ohne Geld dastehen und sich fragen, wie es so weit kommen konnte. Dann müssen sie oft die dreckigsten und anstrengendsten Jobs annehmen, um schnell wieder an Geld zu kommen. Wenn du nicht zu dieser Kategorie gehören willst, fange vielleicht lieber erstmal mit dem Jobben an. Gerade am Anfang hast du noch die Zeit, die Ressourcen und die Energie, um dir einen wirklich guten Job zu suchen. So lernst du auch erstmal deine Gastland und die Einheimischen besser kennen, lernst die Sprache und bekommst ein Gefühl für die Preise und die Währung vor Ort. Wenn du dich dann ans Reisen machst, ist dein Konto erstens gut gefüllt und zweitens weißt du in etwa, wie lange dieses Geld reichen wird, bevor du dich erneut auf Jobsuche machen musst.

Fazit

Das Szenario „Pleite im Ausland“ ist im Prinzip für jeden Work and Traveller leicht vermeidbar, wenn du dich an ein paar simple Regeln hältst. Wenn du keine Lust darauf hast, im Ausland ganz ohne Geld dazustehen, solltest du dein Budget planen, deine Ausgaben achtsam tätigen und dich prinzipiell auf Jobsuche begeben, bevor du komplett pleite bist. Wenn du dich daran hältst, ist es sehr unwahrscheinlich, dass beim Work and Travel der Ernstfall eintritt. Natürlich gibt es immer ein paar Konstellationen, die vollkommen außer deiner Macht stehen. Daher hoffen wir, dass wir dir mit unserer Serie „Ohne Geld im Ausland – Was nun?“ Wege und Möglichkeiten aufzeigen konnten, die dich aus einer solchen Situation wieder herausführen und du so das Abenteuer deines Lebens viel entspannter angehen kannst.

Hier weiterlesen:

>> Teil 1 | Kostenlos im Ausland wohnen

>> Teil 2 | Möglichkeiten im Ausland einen Job zu finden

>> Teil 3 | Fortbewegung ohne Geld

>> Teil 4 | Kein verfügbares Geld

Kategorie: Allgemein, Tipps & Tricks, Work & Travel

Julia Schneider

Über den Autor ()

Julia Schneider ist seit ihrem einjährigen Work & Travel-Aufenthalt in Australien direkt nach dem Abitur mit dem Reisevirus infiziert. Deshalb studierte sie Tourismus-Management in den Niederlanden sowie Kulturwissenschaften an der Viadrina in Frankfurt/Oder und Madrid. Sowohl während des Studiums als auch danach nutzte Julia jede Gelegenheit, neue Länder, Kulturen und Sprachen zu entdecken. Am liebsten ist sie in Südamerika und Osteuropa unterwegs. Seit 2012 arbeitet sie ortsunabhängig als freie Texterin, Online-Redakteurin und Journalistin. Ihre Schwerpunkthemen sind Reisen, Arbeiten & Leben im Ausland, digitale Nomaden und Nachhaltigkeit. Auf ihrem persönlichen Blog und Herzensprojekt www.roadheart.com schreibt sie am liebsten über Selbstverwirklichung und persönliche Entwicklung, die innere Stimme / Intuition, bodenständig gelebte Spiritualität und einen bewussten Lifestyle.

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