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Als Digitaler Nomade in Australien

Das Land am anderen Ende der Welt hat eine ungebrochene Anziehungskraft auf Reisende aus aller Welt. Insbesondere Backpacker und Work and Traveller zieht es in das faszinierende Australien. Das liegt sowohl an der guten Infrastruktur für (Low-Budget-)Reisende als auch an den hervorragenden Jobaussichten. Doch lohnt sich Australien auch für Digitalen Nomaden, die ständig auf der Suche nach neuen Destinationen mit idealen Bedingungen für ortsunabhängige Selbstständige und Freelancer sind? Wie ist die Internet-Situation am anderen Ende der Welt, wie hoch sind die Lebenshaltungskosten wirklich und wie groß ist die Community der Digitalen Nomaden in Down Under? All das sind Fragen, die sich digitale Nomaden und solche, die es werden wollen, stellen, bevor sie sich für ein Reiseziel entscheiden. Alles was du wissen musst, wenn du als Digitaler Nomade in Down Under leben und arbeiten willst, erfährst du in diesem Artikel!

Als digitaler Nomade in Australien das Opera House bewundern

Themen dieser Seite:

Internet-Situation in Australien

Australien ist ein hochentwickeltes Land und steht Westeuropa in den meisten Dingen in keiner Weise nach. Einzige Ausnahme, die gerade für Digitale Nomaden sehr bedauerlich ist: Das Internet. Natürlich gibt es auch in Australien, zumindest in den einigermaßen dicht besiedelten Gegenden, überall Internet - aber nicht zu den gleichen Bedingungen wie in Europa. Mit einer durchschnittlichen Internet-Geschwindigkeit von 8,5 Mb/s liegt Australien zwar über dem weltweiten Durchschnitt, kommt aber weltweit gerade mal auf Platz 51 und liegt deutlich unter Deutschland.

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WLAN in Cafés und Hostels

Leider ist kostenloses WLAN in Cafés in Australien keinesfalls Standard, sondern eher eine seltene, sehr erfreuliche Ausnahme. Selbst bei Starbucks gab es im Jahr 2015 nur 60 Minuten freien Internetzugang mit jeder Bestellung. Auch in anderen Cafés ist das WLAN meist begrenzt und oft musst du außerdem dafür bezahlen. Unbegrenzten, kostenlosen Internetzugang gibt es beispielsweise bei McDonalds oder Hungry Jack’s (das australische Burger King), doch die wenigsten können in diesen Fast-Food-Restaurants wirklich gut und produktiv arbeiten. Selbst in den Hostels ist kostenloses WLAN kein Standard wie in den meisten anderen Ländern. Oft gibt es Datenlimits von etwa 50 MB pro Tag, womit online arbeitende Webworker nicht allzu weit kommen. Teilweise bieten die Hostels unbegrenzten WLAN-Zugang für etwa 5 bis 15 AUD pro Tag an. Leider garantiert diese Bezahlung nicht, dass das WLAN dann auch wirklich schnell ist, wenn du einmal dafür bezahlt hast.

Tipp: Wenn du vorhast, vom Hostel aus zu arbeiten, solltest du in einem YHA Hostel einchecken (Youth Hosteling Australia). Die haben meist eine Bibliothek, von der aus es sich hervorragend arbeiten lässt, oft gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten. Nur das kostenlose WLAN ist leider kaum zu gebrauchen, besser ist die kostenpflichtige Premium-Variante.

Öffentliche Bibliotheken

Eine gute Alternative sind öffentliche Bibliotheken in Australien, die in der Regel kostenloses WLAN auch für Nicht-Mitglieder anbieten. Das ist häufig sogar relativ schnell und ermöglicht ein produktives, effizientes Arbeiten. Das Arbeiten in öffentlichen Bibliotheken entspricht zwar nicht unbedingt dem glamourösen Image des Digitalen Nomaden, der an den schönsten Orten der Welt mit atemberaubenden Ausblicken vor dem Laptop sitzt, ist aber tatsächlich oft am produktivsten und kostengünstigsten. So kannst du deine Arbeit schnell erledigen und kannst in deiner Freizeit die vielen Sehenswürdigkeiten und atemberaubenden Landschaften Australiens erkunden.

Coworking Spaces 

Auch Coworking Spaces gibt es in den großen australischen Städten mittlerweile reichlich. Dort ist auf jeden Fall eine schnelle, stabile Internetverbindung, eine produktive Arbeitsumgebung und Kontakt zu Gleichgesinnten garantiert. Das hat natürlich auch seinen Preis. Australische Coworking Spaces sind im Vergleich zu anderen Ländern ziemlich teuer und meistens nur für jene erschwinglich, die mit ihrer Online-Tätigkeit bereits gut verdienen. Einen Platz im Coworking Space kannst du in Australien ab ca. 350 AUD pro Monat mieten.

SIM-Karte mit Datenpaket

Wer aufs Internet angewiesen ist und sich nicht mit überteuerten und zudem langsamen Verbindungen herumschlagen möchte, sollte sich auf jeden Fall ein australische SIM-Karte besorgen und ein passendes Datenpaket buchen. Für ca. 40 Dollar bekommst du beispielsweise beim größten australischen Mobilfunkanbieter Telstra ca. 8 GB mobile Daten für etwa einen Monat, inklusive Guthaben für SMS und Telefonie. Fast überall in den großen Städten und an der dichter besiedelten Ostküste sind 4G oder LTE verfügbar, sodass das Surfen und Arbeiten mit den mobilen Daten auch richtig Spaß macht. Tipp: Die meisten Smartphones haben eine sogenannte Hotspot-Funktion, mit der du die SIM-Karte auch auf dem Laptop nutzen kannst. Alternativ kannst du dir auch einen speziellen WiFi-Hotspot für ca. 100 AUD kaufen, in den du deine SIM-Karte steckst.

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Lebenshaltungskosten in Australien

In diesem Bereich gibt es keine guten, aber vermutlich auch nicht überraschenden Nachrichten: Die Lebenshaltungskosten in Australien sind sehr hoch, leider sogar höher als in den meisten europäischen Ländern. Insbesondere Essen gehen ist in Australien sehr teuer. Bei einem auswärtigen Frühstück bist du schnell mit 15 bis 20 AUD dabei, selbst ein einfacher Kaffee kostet um die 4 AUD. Ein Hauptgericht in relativ einfachen Restaurants kostet in etwa zwischen 15 bis 35 AUD. Solche Kosten kannst du natürlich leicht umgehen, indem du selbst kochst, statt auswärts zu essen. Leider sind auch die Lebensmittel im Supermarkt oft teurer als bei uns, doch es gibt immer wieder Sonderangebote, bei denen du ein Schnäppchen machen kannst. Auch auf Märkten kannst du relativ günstig einkaufen, vor allem, wenn du kurz vor Marktschluss vorbeigehst. Ein Bett im Hostel bekommst du ab ca. 20 AUD, also in etwa 14 bis 15 Euro. Allerdings steigen die Preise an Feiertagen, zu Hauptreisezeiten und besonderen Veranstaltungen deutlich an. Zu diesen Zeiten solltest du rechtzeitig nach Alternativen Ausschau halten, zum Beispiel über AirBnb. Solltest du länger an einem Ort bleiben, lohnt sich auf jeden Fall eine WG, sogenannte shared flats oder houses. Die sind meist möbliert, bieten kostenloses, relativ schnelles WLAN und werden meist wöchentlich bezahlt.

Digitale-Nomaden-Community in Australien

Aufgrund der relativ hohen Lebenshaltungskosten und der vergleichsweise schlechten Internet-Bedingungen ist Australien (noch) kein Hotspot für Digitale Nomaden. In Down Under wirst du vor allem solche Webworker treffen, die mit ihrem Business oder ihrer Freelancer-Tätigkeit richtig gutes Geld verdienen und sich daher die Destination Australien leisten können. Außerdem gibt es natürlich auch viele Australier, die online als Freelancer oder Unternehmer ihr Geld verdienen und zumindest ein Teil des Jahres in ihrer Heimat verbringen. Davon abgesehen ist Down Under die beliebteste Destination für Backpacker und Work and Traveller. Auch in dieser großen Gruppe gibt es immer mehr Leute, die ihr Geld ortsunabhängig über das Internet verdienen. Wenn du Digitale Nomaden in Australien treffen willst, solltest du dich vor allem in speziellen Facebook-Gruppen umschauen, Meet-ups für Online-Worker und Entrepreneurs besuchen (z.B. über meetup.com) oder Coworking Spaces nutzen.

Infrastruktur für Digitale Nomaden

Bis auf das WLAN, das oft langsam und kostenpflichtig ist, bietet Australien eine hervorragende Infrastruktur sowohl für digitale Nomaden als auch für Backpacker und andere Reisende. Diejenigen, die länger an einem Ort bleiben und bereits online gut verdienen, können sich in jeder größeren Stadt ein Platz im Coworking Space mieten. Das Reisen in dem riesigen Land ist sehr einfach. Es gibt vor allem mitunter sehr günstige Inlandsflüge. Wer mehr vom Land sehen möchte und zwischendurch mal einen Zwischenstopp einlegen möchte, kann vergleichsweise günstige Buspässe erwerben oder mit dem Zug fahren. Die letztere Variante lohnt sich vor allem für Reisende mit internationalem Studentenausweis: Hier gibt es nochmal ordentlich Rabatt. Besonders attraktiv sind aber auch die flexiblen Buspässe: Du kaufst eine bestimmte Strecke oder auch Anzahl an Kilometern und kannst zwischendurch so oft aussteigen wie du willst. Außerdem bieten die australischen Überlandbusse mittlerweile fast alle kostenloses WLAN und ausreichend Komfort, sodass man auch mal eine Nacht im Bus schlafen kann und eine Übernachtung spart. Das günstigste Transportmittel ist jedoch meist die Mitfahrgelegenheit bei anderen Backpackern oder auch Locals. Diese findest du beispielsweise über spezielle Facebook-Gruppen wie „Australia Lift“ oder auf dem Online-Kleinanzeigenmarkt gumtree.com.au.

Klima in Australien

Das Klima ist definitiv ein wichtiges Argument, das für Australien als Destination für digitale Nomaden spricht. Denn in Australien ist immer Sommer, wenn du dich am richtigen Ort aufhältst. Die ideale Region im australischen Sommer ist der Süden. Dort genießt du viel Sonne, Strandwetter und eine ausgelassene Stimmung. Im tropischen Norden Australiens ist es zu dieser Zeit dagegen sehr heiß und regnerisch. Auch tropische Wirbelstürme sind keine Seltenheit. Diese Gegend sollte man im australischen Sommer daher meiden. Im Winter ist es dagegen im Norden angenehm warm. Bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad kannst du entspannt am Laptop arbeiten und am Feierabend ein kühles Bier genießen. Im Süden ist es im Winter auch nicht wirklich kalt, die Temperaturen liegen meist um die 10 Grad, da viele Wohnungen jedoch keine Heizungen haben, ist es in dieser Region im Winter nicht wirklich gemütlich.

Sicherheit in Australien

Australien ist ein sehr sicheres Land zum Reisen und Leben. Der Sicherheitsstandard ist mit dem in Deutschland und Westeuropa vergleichbar. Raubüberfälle kommen so gut wie nicht vor und auch Diebstähle sind im Vergleich zu anderen Ländern und Regionen sehr selten. Das ist insbesondere für Digitale Nomaden, die oft mit teurem technischem Equipment reisen, sehr wichtig. Trotzdem musst du natürlich auch in Australien die wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen treffen und solltest zum Beispiel nachts nicht allein durch dunkle Straßen laufen und an belebten Plätzen auf deine Wertgegenstände aufpassen.

Visum für Australien

Für Australien gibt es ein kostenloses Touristenvisum, mit dem du dich bis zu drei Monate im Land aufhalten darfst. Dieses kannst du unkompliziert online beantragen. In der Regel hast du es bereits ein paar Stunden später im E-Mail-Postfach. Noch praktischer für Digitale Nomaden ist jedoch das Working-Holiday-Visum. Das kostet zwar ca. 300 Euro, dafür kannst du dich bis zu einem Jahr im Land aufhalten und darfst in dieser Zeit auch bezahlte Jobs annehmen. Falls es mit dem Digitalen Nomadentum also doch nicht auf Anhieb klappt, kannst du auch auf andere Jobs, beispielsweise im Tourismus, in der Gastronomie oder Landwirtschaft ausweichen. In Australien werden selbst einfache Tätigkeiten dank des hohen Mindestlohns sehr gut entlohnt. Nebenbei kannst du an deiner Online-Selbstständigkeit arbeiten. Das Working-Holiday-Visum kannst du unter bestimmten Umständen sogar um ein weiteres Jahr verlängern und so eine richtig intensive Zeit auf dem roten Kontinent verbringen.

Die Top 3 Orte für Digitale Nomaden

Australien bietet viele tolle Orte für Digitale Nomaden, zu den beliebtesten zählen:  

1 |Sydney

Sydney ist zweifelsohne eine der spannendsten Metropolen, die unser Planet zu bieten hat. Dementsprechend beliebt ist sie bei Digitalen Nomaden, Backpackern und Expats. Die Lebenshaltungskosten sind zwar die höchsten im Land, dafür bietet die Stadt etliche Möglichkeiten und einen exzellenten Lebensstandard.

2 |Melbourne

Tatsächlich geht es den meisten Australiern-Besuchern so, dass sie entweder Melbourne oder Sydney lieben und mit der jeweils anderen Stadt wenig anfangen können. Für wen dein Herz schlägt musst du selbst herausfinden. So viel sei aber schon mal verraten: Melbourne gilt als etwas alternativer und kreativer als Sydney. Es ist sozusagen das australische Berlin mit einer besonders aktiven Kunst- und Musikszene. 

3 |Cairns

Cairns ist zweifelsohne die beste Option für den australischen Winter. Dann herrschen dort Traumtemperaturen zwischen 25 und 30 Grad und es bleibt größtenteils trocken. Die Stadt im tropischen Norden bietet viele gemütliche Cafés zum Arbeiten. Am meisten überzeugt jedoch die Umgebung: In deiner Freizeit kannst du Ausflüge zum Great Barrier Reef, in den tropischen Regenwald oder zu paradiesischen Inseln unternehmen.

Diese Gegenden solltest du meiden

Die größeren Städte entlang der Küste eigenen sich allesamt für Digitale Nomaden. Schwieriger ist es in den dünner besiedelten Gegenden im Outback, vor allem aufgrund der fehlenden Infrastruktur, des oft langsamen  bzw. nicht vorhandenen Internets und der schlechten Netzabdeckung. Auch entlang der dünn besiedelten Westküste ist stabiles und schnelles Internet eher eine Seltenheit.

5 Gründe, warum du als Digitaler Nomade nach Australien gehen solltest

1 |Australien bietet einige der traumhaftesten Strände unseres Planeten.


2 |Jeden Tag nach Feierabend kannst du surfen gehen und schon bald zum Profi werden.

 

3 |Irgendwo im Land ist immer schönes Wetter, du musst nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Für ortsunabhängige Nomaden natürlich kein Problem.

4 |Falls es mit dem Digitalen Nomadentum doch nicht klappt, kannst du dir dank des Working-Holiday-Visums auch vor Ort einen Job suchen.

5 |Du kannst am größten und beliebtesten Reef der Welt tauchen lernen und dich sogar zum Tauchlehrer ausbilden lassen. Dann hast du noch eine weitere Möglichkeit, weltweit an paradiesischen Orten Geld zu verdienen.

Fazit

Australien eignet sich aufgrund seiner wunderschönen Landschaften, der spannenden Metropolen, der Sprache und Kultur sowie der freundlichen Locals auf jeden Fall für Digitale Nomaden. Dass es sich bis jetzt noch nicht zu einem Hotspot entwickelt hat, hängt vor allem mit den hohen Lebenshaltungskosten und den teilweise schlechten Internet-Bedingungen zusammen. Wer als digitaler Nomade jedoch schon etwas mehr verdient und sich beispielsweise ein Coworking Space mit schnellem Internet leisten kann, wird Australien lieben. Insbesondere Backpacker, die mit dem Working-Holiday-Visum unterwegs sind, haben in Australien viele Möglichkeiten: Sie können auch mit einfachen Jobs relativ gutes Geld verdienen und sich nebenbei ein Online-Business oder eine digitale Freelancer-Karriere aufbauen.

 

Bildnachweis:

© unsplash.com / Frances Gunn

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