Als Frau alleine Reisen Ein Ratgeber für alleinreisende Frauen

| 11. 11. 2014 | 2 Kommentare

carina herrmann frauen reisen soloWährend sich das Buch von Katrin Zita „Die Kunst allein zu reisen und bei sich selbst anzukommen“ mehr mit psychologischen Fragen in Bezug auf das Alleinreisen beschäftigte, insbesondere, wie das Solo-Reisen die eigene Persönlichkeit stärkt, konzentriert sich Carina Herrmann in ihrem Erstlingswerk „Frauen reisen solo: Der Ratgeber für alleinreisende Frauen und alle, die es werden wollen“ auf den praktischen Teil.

 Erst Krankenschwester, dann digitale Nomadin

Herrmann selbst hat es vorgemacht: Sie hat den Beruf der Krankenschwester hinter sich gelassen und reist nun als digitale Nomadin und Reisebloggerin durch die Welt. Von ihren Erfahrungen können die Leserinnen, auf ihrer Seite Pink Compass, spricht sie vor allem weibliche Reisende an, ihres Blogs schon länger profitieren. Nun hat sie sich dazu entschlossen, auch noch ein Handbuch für alleinreisende Frauen über diese Thematik zu schreiben. Die Leserinnen erhalten eine vollständige Checkliste, was sie alles bei einem längeren Trip, beispielsweise in punkto Sicherheit, Gesundheit und Gepflogenheiten, beachten und was sie einpacken müssen, wie sie ihre Reisekasse in den unterschiedlichen Ländern schonen und sie mit diversen Jobs vor Ort wieder füllen.

 „Die Welt ist eine Pralinenschachtel, du musst dich nur bedienen!“

Gerade in Bezug auf mögliche Jobs gibt Herrmann eine ganze Reihe von Tipps, darunter bekannte wie Fruitpicking, Kellnern, Jobben in Hostels oder Hotels, aber auch einige, auf die man im ersten Moment vielleicht nicht sofort kommt: Sie schlägt beispielsweise vor, Promotionjobs zu übernehmen und für andere Unternehmen zu werben – gute Idee, solange man dafür nicht in irgendein drolliges Kostüm gesteckt wird. Auch das Anheuern auf einem Kreuzfahrtschiff oder Touristen als Guide durch die Stadt zu führen, klingt spannend. Herrmann rät allen, sich vor allem auf seine eigenen Talente zu besinnen, wer gut fotografieren könne oder sich im Social Media Bereich sehr gut auskenne, könnte vielleicht dort etwas erreichen. Auch seinen bisherigen Job sollte man ihrer Meinung nach durchaus in Betracht ziehen, Hermann selbst hat nämlich in Australien als Pflegehelfer gearbeitet. Um die Vielfalt an Jobs, die es auf dem Globus – eben auch für Weltreisende gibt – zu beschreiben, nutzt die Autorin ein abgewandeltes Forrest Gump Zitat: „Die Welt ist eine Pralinenschachtel, du musst dich nur bedienen!“ Und wer letzten Endes komplett davon leben wolle, müsse eben kreativ sein und sich seine eigene Marktlücke scaffen, so wie sie selbst mit dem Thema „Alleinreisende Frauen“.

Buch richtet sich an Einsteiger

Aber natürlich gibt es auch Jobs, die sich nicht so einfach „verpflanzen“ lassen, auf diese Problematik geht Herrmann allerdings nicht ein, sie beschränkt sich auf die positiven Aspekte und darauf, anderen Mut zu machen und ihnen andere Perspektiven aufzuzeigen. Dabei verweist sie auch immer wieder auf andere Blogger, die einen ähnlichen Weg wie selbst gegangen sind. Für diese Referenzen muss man allerdings schon sehr im Thema sein, oder wiederholt das Internet bemühen, um sich zu informieren, was auf Dauer ein wenig störend ist. Da stellt sich die Frage, warum brauche ich dieses Buch, wenn es doch alle Informationen – zudem noch viel ausführlicher und aktueller – auf ihrem Blog oder anderen Blogs gibt? Einige Unterpunkte werden zudem wiederholt angeschnitten, was auf Dauer den Lesefluss etwas stört. Fazit: Herrmanns Buch ist sicher etwas für Einsteiger in dieses Thema, die für den Anfang auf der Suche nach gebündelten Infos sind, um ihre erste längere Reise gezielt planen zu können. „Wiederholungstäter“ sei lieber Herrmanns Blog empfohlen.

Carina Herrmann, Frauen reisen solo: Der Ratgeber für alleinreisende Frauen und alle, die es werden wollen, CreateSpace Independent Publishing Platform

 

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Kategorie: Blogger, Medien, Tipps & Tricks

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Über den Autor ()

Simone Zettier, hat an der TU Dortmund Journalistik und Amerikanistik studiert und mithilfe eines Tennisstipendiums ein Auslandssemester an der University of New Orleans/Louisiana eingelegt. Ihr Volontariat hat sie bei der "Glocke" (Oelde) absolviert und arbeitet seitdem als Freie Journalistin für diverse Portale, Magazine und Zeitungen. Ihre Schwerpunkte sind "Wege ins Ausland", studentische Themen, Sport sowie "Stars und Sternchen". Privat wird sie ständig von Fernweh angetrieben - ihr Vater war Seemann - und reist daher so viel wie möglich. Lieblingsland: Israel, Lieblingsstadt: Barcelona, Lieblingsort: Foz do Iguacu (Brasilien)

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