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Jobsuche & Arbeiten in China
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Jobsuche & Arbeiten in China

CHINA QUICK-JOB-INFO

ALLGEMEINE KEY FACTS
> Hauptstadt: Peking
> ca. 1395 Mio. Einwohner
> 3.6 % Arbeitslosenquote
> 76.47 Jahre Lebenserwartung
> 13.368 Mrd. US$ Bruttoinlandsprodukt
WICHTIGE WIRTSCHAFTSZWEIGE
> Technologie
> Landwirtschaft
> Bergbau & Energie
BEZAHLUNG
> Währung: Chinesischer Yuan (CNY)
> Mindestlohn liegt bei 1.120 CNY / Stunde
> Durchschnittseinkommen: 82.413 CNY / Jahr

Die Volksrepublik ist nicht mehr nur die Werkbank der Welt

Wenn du davon träumst in China zu arbeiten, stehen die Chancen nicht schlecht vor Ort einen guten Job zu finden. China ist wirtschaftlich auf dem Vormarsch; seit 2010 ist das Reich der Mitte zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und seit 2013 größte Handelsnation. Deutschland und China pflegen enge Kontakte, wirtschaftlich wie politisch. Arbeitswelt und  Alltag in China sind natürlich ganz anders als bei uns im Westen. Zur ersten Info haben wir für dich diese Seite verfasst: Du erfährst zunächst etwas zu Wirtschaftslage und -struktur Chinas und zu Jobmöglichkeiten für Ausländer. Im Anschluss geben wir Tipps zur Stellensuche und Bewerbung sowie zu den Themen „Visum“ und „Arbeitskultur“.

Plan- & Marktwirtschaft: Wachstum & Ungleichgewicht

Arbeiten in China: Offiziell ist die Volksrepublik China eine „Sozialistische Marktwirtschaft“. In der Realität verknüpfen sich eher Plan- und Marktwirtschaft miteinander. Dabei gewinnt der privatwirtschaftliche Sektor immer mehr an Bedeutung. Die Anteile der einzelnen Wirtschaftssektoren am BIP: Dienstleistungen und Industrie halten je einen Anteil von weit über 40%, der Agrarsektor von weniger als 10%. Rasant wachsende Branchen sind der Internet- und Smartphone-Markt sowie erneuerbare Energien und Chinas Glücksspielindustrie. In naher Zukunft ist außerdem eine Deregulierung der staatlich kontrollierten Schlüsselbranchen zu erwarten. Dies wird privatwirtschaftliche Aktivitäten noch weiter pushen. China ist Deutschlands wichtigster Wirtschaftspartner in Asien. Wir sind wiederum wirtschaftlich wie politisch Chinas „Tor nach Europa“. Das Wirtschaftswachstum Chinas ist enorm, ein wesentlicher Motor sind staatliche Investitionen. Allein der Außenhandel Chinas hat sich während der vergangenen 12 Jahre mehr als verzehnfacht. Ein großes Problem für die chinesische Bevölkerung ist nach wie vor die sehr ungleiche Verteilung der Einkommen. In den Städten betrug 2013 die offizielle Arbeitslosenquote 4,1%. Die wirkliche Arbeitslosigkeit schätzen Experten allerdings zwischen 7% und 10% ein.

Arbeitsmarkt in China & Jobmöglichkeiten für Ausländer

Realistische Chancen für einen Job in China: Trotz der schwierigen Beschäftigungslage im Land ist China aufstrebende Wirtschaftsmacht. Unternehmen aus den unterschiedlichsten Bereichen suchen immer gut ausgebildete Fachleute. Auch aufgrund der Tendenz Chinas zur Internationalisierung sind ausländische Bewerber gefragt. Wenn du in China arbeiten willst und Fachkraft in der IT- Branche oder im Finanzwesen bist, kann das Land eine Perspektive für dich sein. Auch gute Leute aus dem Bereich der Qualitätssicherung sowie Logistiker werden gesucht. Sichere Sprachkenntnisse in Englisch und möglicherweise auf Chinesisch gehören ebenso zu den Voraussetzungen, wie auch Erfahrung und Fachwissen. Gute Jobmöglichkeiten ergeben sich in der Regel auch in Handelsfirmen oder im Gastgewerbe. Besondere Chancen haben Bewerber mit sowohl solidem kaufmännischem als auch technischem Wissen. Neben Fachwissen zählt natürlich auch Arbeitserfahrung.

Bei westlichen Studenten oder jungen Universitäts-Absolventen ist darüber hinaus eine Anstellung als Englischlehrer beliebt. Der Bedarf vor Ort ist in jedem Fall gegeben, er wird vor allem in den Provinzen zunehmend größer. Wenn du in China arbeiten und leben willst, brauchst du in jedem Fall gute bis sehr gute Englischkenntnisse und – je nach Job – auch solide Kenntnisse der chinesischen Sprache.

Einen Job in China suchen – Wie gehe ich vor?

Nach der Entscheidung für die Arbeit in China kommt die Jobsuche. Dafür gibt es zahlreiche Hilfen und Tipps. Im Prinzip hast du zwei Möglichkeiten:

  • Du findest eine Stelle hier in Deutschland in einem internationalen oder deutschen Unternehmen, das dich irgendwann nach China entsendet. Vorteile: Du bekommst wahrscheinlich ein westliches Gehalt, teils mit Auslandszuschlag. Auch eine Wohnung stellt häufig der Arbeitgeber.
  • Zweite Möglichkeit: Du suchst ohne Umwege direkt eine Stelle in China, entweder bei einem chinesischen Unternehmen oder auch zum Beispiel bei einem der vielen deutschen Mittelständler. Diese stellen – allein wegen der gemeinsamen Muttersprache – in der Regel bevorzugt Landsleute ein.

Tipps zur Stellensuche

Damit du direkt ein paar Anhaltspunkte zur Stellensuche im Reich der Mitte hast, haben wir dir hier einige Tipps und Links gelistet. Für die Jobsuche in China ist das Internet in der Regel wichtigstes Werkzeug. Nicht zuletzt da die chinesischen/asiatischen Stellenmärkte der bekannten asiatischen Zeitungen in den europäischen Ausgaben fehlen. Wer Messen besucht und auf den Internetseiten der mittleren und größeren Unternehmen nach freien Stellen Ausschau hält, kann ebenfalls fündig werden.

Am meisten Chancen entstehen bei einer Initiativbewerbung oder über die ZAV in Frankfurt. Behilflich sind auch die Handelskammer Delegation of German Industry and Commerce oder die Wirtschafts- und Handelsabteilung der Botschaft.

Der Auslandsjob-Guide zum Durchklicken:

In 21 Schritten zum perfekten Auslandsjob & Jobstart im Ausland

Weitere Jobbörsen mit Angeboten chinesischer Firmen:

Tipp: SinoJobs – European-Chinese Job Portal

Das führende Stellenportal mit europäisch-chinesischem Fokus bietet aktuelle Stellenangebote in der Greater China Region und Europa. Arbeitgeber suchen in der Lebenslaufdatenbank die besten Kandidaten für ihre Unternehmen und präsentieren sich Bewerbern im größten Arbeitgeber-Verzeichnis dieser Art.

>> www.sinojobs.com

Weitere Job-Börsen für China:

Nicht vergessen: Die eigenen Unternehmens-Webseiten mittlerer und größerer Unternehmen! Selbstverständlich hast du auch die Möglichkeit, dich vor Ort – zum Beispiel im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes (Praktikum etc.) – nach einer geeigneten Stelle umzusehen und dich direkt bei den Firmen vorzustellen. In China ist ein gut funktionierendes Netzwerk  das A und O. Viele Jobs und wichtige Positionen werden tatsächlich aufgrund von Empfehlungen von Geschäftskollegen oder auch familiärer und freundschaftlicher Verbindungen vergeben. Wenn du also vor Ort bist, solltest du versuchen dich der deutschen Community anzuschließen.

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In China einreisen und bewerben

Wer in China einreisen möchte benötigt ein Visum. Nach den ersten drei Monaten sind Verlängerungsvisa nötig, die es in unterschiedlicher Ausführung gibt. Bewirbt man sich bei einem deutschen Unternehmen in China, gelten normalerweise die Regeln der innerdeutschen Bewerbungen, heißt, eine komplette und aussagekräftige Mappe. Hingegen reichen in chinesischen Firmen ein Anschreiben und ein Lebenslauf, der auf maximal zwei Seiten begrenzt sein sollte. Besonders gern gesehen wird das Einsenden per Mail. Problemlos ist die Akzeptanz der deutschen beruflichen Abschlüsse.

Bewerbung & Vorstellungsgespräch

Deine Bewerbungsunterlagen solltest du – trotz Bedeutung der Netzwerke – natürlich sorgfältig erstellen. Bewirbst du dich bei einem deutschen Unternehmen mit Sitz in China, so gelten meist auch die deutschen Bewerbungsformalitäten. Erwartet wird eine komplette, aussagekräftige Mappe. Bei chinesischen Unternehmen kann man aufgrund der Heterogenität von Arbeitsmarkt und Land nicht so leicht generelle Aussagen zu Formalitäten von Bewerbungen machen. In der Regel kannst du aber nichts falsch machen, wenn du die folgenden Hinweise beachtest:

Die Bewerbungsunterlagen

Bei Gestaltung und Zusammenstellung deiner schriftlichen Bewerbungsunterlagen kannst du dich generell an den deutschen Normen orientieren: tabellarischer Lebenslauf, kurzes, aussagekräftiges Anschreiben, ein gutes Foto und deine Zeugnisse. Deutsche Berufsabschlüsse werden in China in der Regel problemlos anerkannt. Das Anschreiben solltest du in höflichem, zurückhaltendem Ton verfassen. Zur Anrede gehören Titel und Name des Empfängers. Deinen Lebenslauf solltest du, wie auch bei uns üblich, inhaltlich der Stelle entsprechen, auf die du dich bewirbst. Für den zukünftigen Arbeitgeber in China ist wichtig, dass du Empfehlungen bzw. Referenzschreiben von ehemaligen Arbeitgebern oder Uni-Dozenten beilegst. Wenn du dich direkt bei einem chinesischen Unternehmen bewirbst, kannst du deine Unterlagen meistens in englischer Sprache verfassen. Dies natürlich gekonnt und fehlerlos. Wer Chinesisch beherrscht und auch seine Bewerbung auf Chinesisch verfassen kann, sammelt damit in der Regel natürlich direkt Pluspunkte. Ihre Unterlagen können Bewerber meistens bequem per E-Mail senden.

Vorstellungsgespräch

Im Vorstellungsgespräch sollten Bewerber sich darauf einstellen, dass der Arbeitgeber genau prüft, ob die Persönlichkeit des Bewerbers zur eigenen Unternehmenskultur passt. Umso wichtiger ist für den Bewerber ein wirkliches Interesse am Unternehmen und am Beziehungsgeflecht des Arbeitgebers. Das Aufspüren von Gemeinsamkeiten und gemeinsamen Interessen und Zielen ist für das Job-Interview außerordentlich relevant. Das Gesprächsverhalten beim Vorstellungsgespräch in chinesischen Unternehmen ist eher zurückhaltend und abwartend-reaktiv. Die Unterhaltung folgt sehr formellen und höflichen Regeln. Sie wird grundsätzlich von der hierarchisch übergeordneten beziehungsweise älteren Person eröffnet, geführt und beendet. Als junger Bewerber ist es sehr wichtig gegenüber dem Gesprächspartner Respekt zu zeigen. Alles in allem ist es außerordentlich wichtig, sich bereits vor dem Bewerbungsprozess mit den gesellschaftlichen und kulturellen Normen Chinas auseinanderzusetzen. Es ist übrigens auch nicht unüblich ein erstes Job-Interview telefonisch zu führen.

Bewerbung in China: Diese Fehler gilt es zu vermeiden

Eine kleine Liste möglicher Fettnäpfchen bei der Bewerbung in China:

  • Der Titel des Ansprechpartner wird nicht genannt
  • überheblicher Schreibstil
  • ignorieren von Anforderungen
  • unzureichendes Englisch
  • Fehler im Lebenslauf, z. B. Lücken, unnötige Infos, unübersichtliche Präsentation
  • eine Bewerbungen per E-Mail sollten kleiner als 2 MB sein

Im Vorstellungsgespräch gelten als Fauxpas:

  • falsche Aussprache des Namens des Gesprächspartners
  • ein direktes, offensives Auftreten
  • zu viele Fragen stellen
  • der Versuch die Gesprächsführung zu übernehmen
  • offene Kritik der Meinung ranghöherer oder auch älterer Personen
  • starkes Hervorheben der eigenen Qualifikation
  • weiße Kleidung

Arbeitsvisum für China

Wer eine Arbeitsstelle in China annehmen will, benötigt dazu ein Arbeits-Visum (Z-Visum).  Dieses erlaubt dem Inhaber in Vollzeit für chinesische oder ausländische Unternehmen oder andere Organisationen zu arbeiten. Zur Beantragung des Z-Visums benötigt man unter anderem eine offizielle Einladung der chinesischen Regierung – einen „Invitation Letter of Duly Authorized Unit“ oder einen „Confirmation Letter of Invitation“. Zusätzlich muss dem Antrag eine Erlaubnis des Ministeriums für Arbeit beigelegt werden, die der zukünftige chinesische Arbeitgeber besorgt. Das Visum berechtigt zur einmaligen Einreise nach China. Vor Ort muss man sich dann innerhalb von 30 Tagen bei der Behörde für öffentliche Sicherheit melden. Diese stellt schließlich eine chinesische Aufenthaltserlaubnis aus.

Chinesische Arbeits- und Unternehmenskultur

Wer als Ausländer in der chinesischen Geschäfts- und Arbeitswelt Respekt erlangen möchte, muss sich unbedingt mit den kulturellen Gepflogenheiten befassen, denn diese sind das A und O. Dazu gehören unter anderem folgende Aspekte …

  • In der chinesischen Geschäftswelt hat die Bezeugung von Respekt einen hohen Stellenwert.
  • Arroganz und Besserwisserei sind extrem verpönt.
  • Respekt gebührt denen, die die Kunst des Smalltalk beherrschen und die auch bei sehr persönlichen Fragen nicht ins Schleudern geraten.
  • Eine Vereinbarung bedeutet in China – ganz anders als bei uns – häufig „dies ist vielleicht möglich“, jedoch nicht unbedingt, dass die Vereinbarung genauso eingehalten wird.
  • Aus scheinbaren Kleinigkeiten kann in China plötzlich der sprichwörtliche Elefanten aus der Mücke werden.

Special: Working Holidays in China

Du möchtest lediglich für eine gewisse Zeit in China arbeiten und planst deinen Auslandsjob daher im Rahmen einer begrenzten Auslandszeit? Dann kannst du spezielle Angebote nutzen und das Reich der Mitte als Working-Holiday-Maker erkunden. In diesen beliebten Bereichen kannst du unter anderem vor Ort jobben: