Freiwilligendienst in Südafrika

Erfahrungen zweier Südafrika-Freiwilligendienstler: Nachdem wir bereits ein Interview mit Toby Dixon über seine Non-Profit Organisation you2africa und dem „Healing Through Horses Programm“ geführt haben, wollen wir euch nun von zwei deutschen Volunteers berichten, die vor Ort waren. Sabrina (17) und Gloria (24) waren beide für insgesamt 8 Wochen an dem Healing Through Horses Programm beteiligt.

Erfahrungsbericht von Sabrina

Die 17- jährige Sabrina hat bereits vor Ankunft in Kapstadt Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Pferden gesammelt: „Ich liebe Pferde, reite selbst in meiner Freizeit und habe auch schon ein soziales Praktikum mit behinderten Kindern gemacht.“ Viel Erfahrung mit nur 17 Jahren, doch natürlich wusste sie dadurch ganz genau, dass das Healing Through Horses Programm zu ihr passt. Sabrina hat sich bereits ein Jahr vor Anreise über die Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit informiert, sich jedoch erst 4-5 Monate vorher entschieden. Ihre Wahl fiel auf das Healing Through Horses Programm in Südafrika, denn das ist eine Kombination aus ihren beiden Interessen mit Pferden und behinderten Kindern zu arbeiten. Das Programm wurde ihr von einer deutschen Organisation angeboten, mit der sie letztendlich dann nach Südafrika gegangen ist. Schwierigkeiten gab es im Allgemeinen nicht, es gab jedoch einige Punkte die nicht einwandfrei geklärt bzw. organisiert wurden. „Ich wusste zum Beispiel nicht, dass noch weitere Personen an dem Projekt teilnehmen, oder das ich in einer Gastfamilie wohnen werde.“  Als schlimm empfand sie den Informationsverlust jedoch nicht.

(Freiwillige) Arbeit & Freizeit in Südafrika

Die Arbeit vor Ort macht viel Spaß, sollte jedoch auch nicht unterschätzt werden. Unter der Woche geht sie nach der Arbeit direkt nach Hause zur Gastfamilie, isst gemeinsam mit ihr und geht ins Bett. „In der Woche ist man einfach geschlaucht von der Arbeit, da hat man keine Lust noch etwas zu unternehmen.“ Doch am Wochenende machen die Volunteers immer etwas zusammen, mal gehen sie etwas essen, mal geht es in eine Bar. Das Transportmittel ist hierbei immer ein Taxi, „das ist nicht annähernd so teuer wie in Deutschland“, sagt Sabrina. Ihr Fazit der letzten 4 Wochen ist: „Ich habe die richtige Entscheidung getroffen und würde immer wieder hier her kommen. Es macht unglaublich viel Spaß und ich habe eine tolle Zeit, auch meine Englischkenntnisse haben sich (denke ich) ein wenig verbessert.“

Glorias Freiwilligendienst in Südafrika

Auch die 24-jährige Gloria ist begeistert von dem Healing Through Horses Programm, sie hätte nie gedacht dass es so toll werden würde: „Viele meiner Freunde haben mir gesagt ich solle mich nicht an den deutschen Standards orientieren„, nach ihrer Ankunft merkte sie jedoch schnell, dass die Standards beim Healing Through Horses Programm im Bezug auf Pferdeverpflegung und Kinderbetreuung teilweise sogar besser waren als in Deutschland! Den Vergleich kann Gloria ziehen, da sie schon zuvor in Deutschland bei einer Reittherapie mit Kindern geholfen hat. Sie ist ebenfalls durch eine Organisation an das Projekt gekommen, ihre Unterkunft ist allerdings eine „Lodge“ (eine Art Bungalow) die sie sich zusammen mit einem Mädchen aus Finnland teilt. „Die Unterkunft ist ganz nett und sehr nah bei. Es ist nichts besonderes, aber es reicht definitiv aus.“ Etwas was auch Gloria erstaunt hat war, dass nicht nur sie an dem Projekt teilnimmt. Sie wurde wie auch Sabrina, nicht über die Anzahl der Teilnehmer informiert. Was ich sehr erstaunlich finde ist, dass unglaublich viele junge Leute hier sind.“ – das Durchschnittsalter läge bei 17 bis 18 Jahren. Die Erfahrung die sie mitbringt benötige man jedoch nicht, „man sollte allerdings wissen wie ein Pferd vorzubereiten ist“, sagt sie.

Around the world…

Glorias Reise ist nach den 8 Wochen in Constancia noch lange nicht vorbei. Sie macht eine Weltreise und möchte danach noch folgende Länder bereisen: Brasilien, Argentinien, Peru, Costa Rica, Mexiko, USA (West Coast), Fidji-Inseln, Australien, Neuseeland und Hong Kong. Momentan spielt sie noch mit dem Gedanken ihre Zeit in Kapstadt zu verlängern, denn für sie ist es die Zeit ihres Lebens: „Die Erfahrungen die man hier macht sind einzigartig, ich bin wirklich froh dieses Projekt ausgewählt zu haben!

Weitere Infos zum „Healing Through Horses“ Programm:

>> you2africa.com/healing-through-horses

 >> Interview mit Y2A-Gründer Toby Dixon

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