Die große Auslandsjob-Umfrage 2025 / 2026

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Die große Auslandsjob-Umfrage 2025 / 2026

Rheda-Wiedenbrück, den 15.06.2026

Umfrage im Überblick

  • Fokus der Umfrage: Beweggründe, warum Deutsche im Ausland arbeiten möchten
  • Teilnehmende: 1.588 Personen
  • Laufzeit: 22.12.2025 bis 13.05.2026
  • Systematische Marktforschung zu Global Mobility seit 2017
  • Auslandsjob.de seit 2004

Raus aus Deutschland — aber wie und wohin?

1.588 Menschen haben uns erzählt, was sie wirklich zum Auslandsjob treibt: welche Länder locken, welche Hürden bremsen, wie sie arbeiten wollen — und ob sie dafür überhaupt kündigen müssten. Unsere dritte große Studie zur Auslandsmobilität gibt Antworten. Klare Schwerpunkte: Remote Work, Motive & Beweggründe sowie KI im Bewerbungsprozess.
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Umfrage 2025/2026 im Überblick

An unserer dritten großen Online-Studie zur Auslandsmobilität haben zwischen dem 22. Dezember 2025 und dem 13. Mai 2026 insgesamt 1.588 Personen teilgenommen. Im Mittelpunkt stand die Frage: Was treibt Menschen heute wirklich dazu, im Ausland zu arbeiten — und was hält sie davon ab?

Die Befragten sind Nutzerinnen und Nutzer von Auslandsjob.de sowie Menschen mit aktivem Interesse an einer Tätigkeit im Ausland. Es handelt sich um eine selbstselektierte Gruppe mit hoher Auslandsorientierung. Die Umfrage-Ergebnisse stellen wir hier vor.

Eine regelmäßige Datenerhebung zur Auslandsmobilität läuft bei Auslandsjob.de dauerhaft weiter — diese Seite spiegelt den Stand der großen Gesamtstudie wider. Es ist die dritte Studie seit Beginn unserer systematischen Marktforschung zur Auslandsmobilität im Jahr 2017.

Eine Auswahl der Ergebnisse der Auslandsjob-Umfrage 25/2026 stellen wir hier im nachfolgenden Bereich vor:

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Ergebnisse der Auslandsjob-Umfrage 25/2026

Gerne können Sie die Grafiken unter korrekter Quellenangabe (© INITIATIVE auslandszeit GmbH / Auslandsjob.de) nutzen und verbreiten.

Eine Auswahl der gestellten Fragen:

Hier geht’s direkt zu den Ergebnissen
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Die Zielgruppe ist weiblich geprägt, jung — und gleichzeitig breiter aufgestellt als oft angenommen: Mehr als ein Drittel der Befragten ist über 40 Jahre alt, was zeigt, dass der Wunsch nach einem Auslandsjob keine reine Jugendfantasie ist. Mit 45,5 % aktuell Angestellten und 7,4 % Selbstständigen ist ein erheblicher Teil der Befragten mitten im Berufsleben — und trotzdem oder gerade deshalb zum Aufbruch bereit.

Demografische Daten der Umfrageteilnehmer*innen

Geschlecht

    • 57,4% weiblich

    • 40,5% männlich

    • 0,4% divers

    • 1,7% keine Angabe

Beruf

    • 45,5% Angestellt

    • 23,8% derzeit nicht berufstätig

    • 12,2% Studierende

    • 8,3% keine Angabe

    • 7,4% Selbständige

    • 2,8% Rentner

Alter

  • 3,2% unter 18 Jahre
  • 19,6% zwischen 18 – 21 Jahre
  • 20% zwischen 22 – 29 Jahre
  • 14,9% zwischen 30 – 39 Jahre
  • 17,4% zwischen 40 – 49 Jahre
  • 17,4% zwischen 50 – 59 Jahre
  • 7% 60 Jahre oder älter

Generelles & Präferenzen

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Auslandserfahrung der Teilnehmenden

Die klare Mehrheit der Befragten hat noch keine eigene Berufserfahrung im Ausland gesammelt — das unterstreicht das wachsende Interesse an internationalen Möglichkeiten und zeigt, wie viel Orientierungsbedarf bei der Planung eines Auslandsjobs besteht. Gleichzeitig bringt jede*r dritte Befragte bereits konkrete Erfahrung mit, was die Qualität der Antworten zu Hürden und Motiven besonders wertvoll macht.

  • 34,1 % haben bereits im Ausland gearbeitet und bringen entsprechende Erfahrungen mit.
  • 65,9 % haben noch keine Auslandserfahrung, interessieren sich aber möglicherweise dafür.

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Spanien unangefochtene Nummer 1 — Südeuropa dominiert, Großbritannien verliert weiter

Spanien führt das Ranking der europäischen Wunschzielländer auch in der Studie 2025/2026 klar an: 43,6 % der Befragten nennen es als favorisiertes Arbeitsland — ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahr (2024/25: 34,4 %). Portugal, Italien und Griechenland folgen auf den Plätzen zwei bis vier und bestätigen den Trend: Südeuropa ist und bleibt das Herzstück der deutschen Auslandsmobilität. Klima, Lebenshaltungskosten und Lebensqualität ziehen stärker als je zuvor.

Auffällig ist die weitere Talfahrt Großbritanniens: In der Studie 2024/2025 war das Land bereits von Platz 2 auf Platz 7 abgerutscht — dieser Trend setzt sich fort. Mit 11 % landet Großbritannien erneut im Mittelfeld, deutlich hinter den südeuropäischen Favoriten. Brexit-Nachwirkungen, aufenthaltsrechtliche Hürden und gestiegene Lebenshaltungskosten dürften dabei eine Rolle spielen.

6,9 % der Befragten waren sich bei ihrem Wunschzielland noch unsicher — ein Hinweis darauf, dass ein relevanter Teil der Auslandsjob-Interessierten noch in der Orientierungsphase steckt und entsprechenden Informationsbedarf mitbringt.


Arbeitsmodell im Ausland

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Gewünsches Arbeitsmodell im Ausland: Präsenz oder Remote?

Traditionelle Präsenzarbeit verliert  Ausland (im Vergleich auch zu den Ergebnissen unserer Studie aus 2024/2025), aber hybride und vollständig remote Arbeitsmodelle gewinnen stark an Bedeutung. Der Wunsch nach Flexibilität und ortsunabhängigem Arbeiten wird für viele immer wichtiger.

  • 38,5 % bevorzugen eine hybride Lösung, also eine Mischung aus Präsenzarbeit und Home Office /Remote Work
  • 21,9 % können sich Präsenzarbeit im Unternehmen noch vorstellen
  • 16,1 % wollen ausschließlich im Home Office / remote arbeiten.
  • 7,7 % streben ein digitales Nomadentum an, um ortsunabhängig zu arbeiten.
  • 15,8 % haben „weiß nicht“ gewählt.

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Flexibel/remote arbeiten statt in Präsenz

Hybrides Arbeiten liegt klar vorne — aber die auffälligste Zahl ist eine andere: 85,4 % der Befragten würden es als Attraktivitätssteigerung erleben, wenn sie bei ihrem bestehenden deutschen Arbeitgeber zeitweise im Ausland arbeiten könnten.

Das verändert die Grundprämisse: Viele wollen keinen neuen Job im Ausland, sondern einen bestehenden Job von dort aus machen. Unter den aktuell Angestellten ist dieser Wunsch nach flexiblem oder ortsunabhängigem Arbeiten sogar noch stärker ausgeprägt.

Unter den aktuell angestellten Befragten (45,5 % der Teilnehmenden) wollen sogar 67,7 % beim Auslandsjob hybrid, remote oder als Digital Nomad arbeiten. Der Wunsch nach ortsunabhängigem Arbeiten ist damit längst in der Mitte des Berufslebens angekommen — nicht nur unter Studierenden oder Freiberuflern.


Auslandszeit beim bestehenden Arbeitgeber: Der Wunsch ist überwältigend

Das Ergebnis dieser Frage ist eines der eindeutigsten der gesamten Studie: 85,4 % der Befragten würden es als Attraktivitätssteigerung erleben, wenn sie bei ihrem bestehenden deutschen Arbeitgeber zeitweise im Ausland arbeiten könnten. Nur 14,6 % verneinen das.

Das ist ein starkes Signal an Unternehmen und HR-Verantwortliche: Auslandsmobilität ist längst kein exklusiver Wunsch von Berufseinsteigern oder Vielreisenden mehr — sie ist ein handfestes Employer-Branding-Argument. Wer seinen Mitarbeitenden ermöglicht, den Job zumindest zeitweise ins Ausland mitzunehmen, verschafft sich einen messbaren Wettbewerbsvorteil im Kampf um Talente.

Die Frage dahinter ist dabei gar nicht neu — neu ist die Dringlichkeit: Mit 45,5 % aktuell Angestellten unter den Befragten und einer Mehrheit, die langfristig oder dauerhaft ins Ausland möchte, wächst der Druck auf Arbeitgeber, flexible Cross-Border-Modelle nicht länger als Ausnahme, sondern als strategische Option zu denken.


Ortsunabhängig arbeiten im Ausland: Mehrheitswunsch, nicht Einzelmeinung

60,4 % der Befragten stimmen der Aussage zu, im Ausland ortsunabhängig, im Home Office oder in Form von Workations arbeiten zu wollen. 39,6 % sehen das anders — der Wunsch nach klassischer Präsenzarbeit im Zielland ist also durchaus vorhanden, aber klar in der Minderheit.

Bemerkenswert ist dieser Wert vor allem im Zusammenspiel mit den Arbeitsmodell-Daten: Auch dort wählen 62,3 % Hybrid, Remote oder Digital Nomad als bevorzugtes Modell. Zwei unabhängig voneinander gestellte Fragen liefern damit ein nahezu identisches Bild — das macht den Befund besonders belastbar.

Ortsunabhängiges Arbeiten im Ausland ist dabei kein Selbstzweck. Es ist der entscheidende Enabler für all jene, die ihren bestehenden Job ins Zielland mitnehmen wollen, ohne den Arbeitgeber zu wechseln — sei es als Workation, als längerfristiges Remote-Arrangement oder über strukturierte Modelle wie den Employer of Record.


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Timing: Ab wann und wie lange?

Die Reisebereitschaft ist hoch und akut: Mehr als ein Drittel der Befragten möchte ab sofort oder innerhalb der nächsten drei Monate ins Ausland. Gleichzeitig ist die Mehrheit auf Langfristigkeit ausgerichtet — fast 60 % planen, länger als ein Jahr zu bleiben oder dauerhaft auszuwandern. Kurze Auslandsaufenthalte unter drei Monaten sind eher die Ausnahme. Diese Kombination aus hoher Dringlichkeit und langem Planungshorizont macht die Zielgruppe besonders interessant für Arbeitgeber, die international rekrutieren.

  • 16,6 % möchten sofort ins Ausland aufbrechen.
  • 22,4 % planen den Start innerhalb der nächsten 3 Monate – die größte Gruppe.
  • 20,9 % möchten innerhalb von 3-6 Monaten beginnen.
  • 21,9 % planen einen Wechsel in den nächsten 6-12 Monaten
  • 13,5 % streben einen Auslandseinsatz in 1-2 Jahren an.
  • 2,2 % sehen sich erst in mehr als 2 Jahren im Ausland.
  • 2,5 % sind noch unentschlossen.

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Wie lange wollen Auslandsjob-Interessierte im Ausland bleiben?

Die Antworten auf diese Frage zeigen: Es geht den meisten nicht um einen kurzen Ausflug. 32,9 % der 1.588 Befragten wollen dauerhaft auswandern — das ist mit Abstand die stärkste Einzelantwort. Weitere 21,3 % planen einen Aufenthalt von länger als einem Jahr. Zusammen denken damit mehr als die Hälfte der Auslandsjob-Interessierten in langen Zeiträumen.

Kürzere Aufenthalte spielen eine klar untergeordnete Rolle: Nur 17 % planen 6–12 Monate, 11,8 % 3–6 Monate und 10,8 % lediglich 1–3 Monate. Der klassische „Auslandsaufenthalt auf Zeit“ ist nicht das Leitbild dieser Zielgruppe — gefragt ist ein echtes Leben im Ausland: ein Auslandsleben.


Motivation

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Warum ins Ausland? Lebensqualität schlägt Karriere — deutlich

Der Auslandsjob ist für die allermeisten eine Lebensentscheidung, keine Karrierestrategie. Das zeigt das Motivranking unmissverständlich: 56,2 % der Befragten nennen das Kennenlernen neuer Kulturen und Sprachen als entscheidendes Motiv — knapp vor einer attraktiveren Work-Life-Balance (54,4 %) und dem Wunsch nach Tapetenwechsel und Abwechslung (44,7 %). Die drei stärksten Motive sind damit allesamt lebensweltlicher Natur.

Finanzielle Überlegungen spielen zwar eine Rolle — Gehalt und Lebenshaltungskosten landen mit 35,3 % auf Platz vier — aber sie sind kein primärer Treiber. Ähnlich stark ist der Wunsch, schlicht dem DACH-Raum zu entkommen (34,5 %). Karrierebewusstsein hingegen ist mit 16,4 % weit abgeschlagen: Wer ins Ausland geht, tut das in erster Linie für sich, nicht für den Lebenslauf.

Bemerkenswert ist außerdem: 14,1 % nennen politische Stabilität und Sicherheit im Zielland als entscheidendes Motiv — ein Wert, der in Zeiten geopolitischer Unsicherheit besonderes Gewicht bekommt.


Methodik & häufige Fragen

Warum wollen Deutsche im Ausland arbeiten?

Laut der Auslandsjob.de Studie 2025/2026 (n = 1.588) sind die wichtigsten Motive das Kennenlernen von neuen Kulturen und Sprachen (56,2%), eine attraktive Work-Life-Balance (54,4 %) sowie der Wunsch nach einem Tapetenwechsel (44,7 %). Finanzielle Aspekte und Karriere spielen eine eher untergeordnete Rolle, während „softe“ Faktoren und Lebensgefühl stark vertreten sind.

In welchem Land wollen Deutsche am liebsten arbeiten?

Spanien ist die Nr.1 – wie auch in denVorjahren. Mit 43,6 % (633 Nennungen, Mehrfachnennungen waren möglich) ist es das beliebteste europäische Zielland und hat damit die Führung sogar ausgebaut. Gefolgt wird es von Portugal (24,3 %), Italien (20,8 %) und Griechenland (18,7 %), welche ebenfalls zulegen konnten. Südeuropäische Länder dominieren das Ranking deutlich und noch stärker als in den Vorjahren.

Welches Arbeitsmodell bevorzugen Auslandsjob-Interessierte?

38,5 % bevorzugen ein hybrides Modell, 16,1 % wollen vollständig remote arbeiten, 7,7 % als Digital Nomad. Zusammen wünschen sich 62,3 % ein flexibles oder ortsunabhängiges Arbeitsmodell.

Möchten Deutsche beim bestehenden Arbeitgeber im Ausland arbeiten?

Ja — 85,4 % der Befragten würden es als Attraktivitätssteigerung erleben, wenn sie beim bestehenden deutschen Arbeitgeber zeitweise im Ausland arbeiten könnten. Viele wollen keinen Jobwechsel, sondern ihren aktuellen Job von einem anderen Land aus ausüben.

Was sind die größten Hindernisse beim Auslandsjob?

Die drei größten Hürden sind: Unterkunft und Ankommen (45,8 %), Planungs- und Bürokratieaufwand (44,2 %) sowie fehlende Sprachkenntnisse (39,8 %). Fehlende fachliche Qualifikation spielt mit 18,5 % eine eher untergeordnete Rolle.

Wie lange planen die Befragten im Ausland zu bleiben?

32,9 % möchten dauerhaft auswandern, 21,3 % länger als ein Jahr bleiben. Insgesamt planen 54,2 % einen längerfristigen oder dauerhaften Auslandsaufenthalt.

Wer hat die Studie durchgeführt und wann?

Die Auslandsjob.de Studie 2025/2026 wurde von der INITIATIVE auslandszeit GmbH als Online-Befragung vom 22. Dezember 2025 bis 13. Mai 2026 durchgeführt (n = 1.588). Es ist die dritte Erhebung seit Beginn der systematischen Marktforschung zur Auslandsmobilität im Jahr 2017. Die Datenerhebung läuft dauerhaft weiter.

Darf ich die Daten für Pressezwecke verwenden?

Ja — mit Quellenangabe „Auslandsjob.de Studie 2025/2026, INITIATIVE auslandszeit GmbH“. Pressekontakt: frank@auslandsjob.de


Experte für Auslandsaufenthalte

Frank Möller

Geschäftsführer

Frank Möller ist Gründer der INITIATIVE auslandszeit GmbH und ist mehr als 20 Jahre führender Experte für Auslandsaufenthalte und Work & Travel. 2008 startete er das heute größte unabhängige Informationsnetzwerk zum Thema Auslandszeit. Mit der 2020 gegründeten Auslandsjob Recruiting Solutions schlägt er die Brücke zum Thema New Work und vermittelt jungen Talenten Arbeitsmöglichkeiten weltweit. Als Experte für Cross Border Mobility veröffentlicht er regelmäßig Marktstudien und ist gefragter Interviewgast in Fachmedien und Podcasts, wo er über Trends im Auslandsrecruiting spricht.

Folgende Beiträge sind auf dem Auslandsjob.de-Blog erschienen:

>> Blog-Beiträge von Frank Möller