Vor mir erstreckte sich unter strahlend blauem Himmel die Skyline Sydneys

Leon’s Work and Travel in Australien

Mein Name ist Leon und schon als Kind träumte ich vom Reisen und dem Entdecken der großen weiten Welt. Während der Schullaufbahn verfestigte sich der Gedanke und der Drang die Welt zu bereisen. Ob Nord, ob Süd, ob Ost, ob West, ganz egal: klein Leon wollte weg und stellte fest, dass es sich nach dem Abitur am besten reisen lässt. Im ersten Teil dieser Blog-Serie erzähle ich von meiner recht spontanen Planung, meinem echt spannenden Flug, sowie meiner Ankunft in Australien.

Teil 1 – Planung und Ankunft

So eiferte ich dem Abitur entgegen und träumte von Ländern, die ich bereisen wollte. Mir war bewusst, bald sitze ich nicht mehr auf der Schulbank, sondern auf meinem Platz im Flieger ins Abenteuer meines Lebens… Amerika stand eigentlich ganz oben auf meiner Reise-Liste, welche bunter als die gemischteste Spezialitäten-Abteilung im Supermarkt verschiedenster Länder hätte nicht seien können. 

Ihr merkt sicher schon, ich bin reiselustig und das Ziel ist für mich die Ferne und fremde Länder sowie deren Kulturen.

Amerika strich ich dann aber doch ganz schnell von meiner bunten und eher spontanen Liste, da es hier ohne einen Au Pair Job, nahezu unmöglich ist ohne finanzielle Grundlage 1 Jahr zu reisen. 

Auf verschiedensten Reiseveranstaltungen ist dann letztendlich so oft das Wort „Australien“ gefallen, dass es quasi unmöglich war, mich nicht über das Land schlau zu machen. „Aber Australien macht doch jeder“. „Jeder der nach dem Abi nicht weiß, was er machen möchte, geht nach Australien“. „Da sind doch eh nur Lisas“… Falls ihr genauso wie ich diese Vorwürfe schon mal gehört habt: Nein, nicht jeder ist so spontan, willensstark und bereit in ein solch vielfältiges und wunderschönes Land zu reisen und sowohl an seiner Persönlichkeit als auch an seinen Stärken und Schwächen zu wachsen! Und es hat wohl auch einen Grund warum fast jeder von „Down Under“ berichtet und schwärmt. Dies dachte ich mir dann auch und gegen all die Dinge, welche ich bis dato so aufgeschnappt hatte (traumhaft schöne Strände, süße Koalas und hüpfenden Kängurus, …), hatte ich natürlich auch nichts. 

Geld beschaffen, Flug buchen & Co

Also arbeitete ich 2 Monate jeden Tag, buchte mir den Flug 2 Wochen vorher und informierte mich dann erst, was ich eigentlich so gebrauchen könnte. So habe ich dann noch kurz vorher schnell einen Rucksack gekauft, mein Visum beantragt und eine legendäre Abschluss Party organisiert. Meine Reiseversicherung habe ich erst in Australien abgeschlossen. Ja alles ziemlich spontan, ungeplant und Hals über Kopf, denn ich wollte so schnell wie möglich anfangen.

Da ich aber zuvor schon viel über das Thema Au Pair in Amerika nachgedacht hatte, dachte ich auch daran vielleicht Einblicke in das Au Pair Leben in Australien zu sammeln. Meine Familie (welche sowieso schon total Angst vor meiner großen Reise hatte), hat mich in dieser Idee natürlich bestärkt. Denn seien wir mal ehrlich, ich hatte eigentlich nur Geld für den Flug, das Visum und für die ersten paar Wochen zum Überleben. Da ich aber nicht nur gerne reise, sondern auch ziemlich gut mit Kindern kann, habe ich mir parallel zu meinem Flug eine Gastfamilie in Melbourne gesucht. Dort plante ich 3 Monate ein, um im Land „anzukommen“ und um schon etwas Geld zu sparen.

An dieser Stelle direkt ein kleiner Appell, vielleicht aus meinen Fehlern zu lernen und nicht ganz so abrupt und ohne Hilfe die Heimat zu verlassen. Hier lohnt es sich, die Hilfe einer Agentur in Anspruch zu nehmen.

Seien es auch nur Tipps und Tricks, die man erfährt. Aber nein, ich wollte natürlich alles selbst und allein, ohne fremde Hilfe schaffen und so saß ich dann aufgeregt und vielleicht etwas verkatert morgens am Flughafen in Düsseldorf. 

Mein Flug

Schon der Flug war ein absolutes Highlight. Und das meine ich wortwörtlich! Klar, es war total unbequem, ich habe meine Beine eingeklappt wie ein Schweizer Taschenmesser und es gab weder etwas zu essen oder zu trinken. Aber was hätte ich auch erwarten können, von einem spontanen Billigflug, mit dem ich wahnsinnige 48 Stunden brauchte. Ich hatte dabei 12 Stunden Aufenthalt in Bangkok und nochmal 12 Stunden Aufenthalt in Singapur. 12 Stunden sind auf jeden Fall genug um das Gepäck wieder selber ein- und auszuchecken. ABER ich würde es genau so wieder tun. 

Ich liebe die Flughafenatmosphäre und meiner Meinung nach wäre ich auch stehend die 16.500 Kilometer bis nach Sydney geflogen.

Ihr glaubt nicht, wie glücklich und zufrieden ich einfach war, generell mir einfach selbst die Chance für die Reise meines Lebens ermöglicht zu haben. 

Bekanntschaften & neue Freunde

Schon auf dem Hinflug lernte ich unfassbar tolle Leute kennen, die ich heute meine Freunde nennen darf. Einfach wahnsinnig, wie gut es manchmal das Schicksal mit einem meint. So konnte ich schon einfach viele kleine Abenteuer an den Flughäfen erleben. Einfach auf dem Boden geschlafen, am Flughafen in Singapur mit einer Freundin aus Belgien (welche ich beim Verlassen meines zweiten Flugzeugs kennengelernt habe) schwimmen gegangen und uns zusammen über unsere Hoffnungen und Ängste unserer bevorstehenden Reise ausgetauscht. Und obwohl unsere Wege leider schon wieder am Flughafen in Sydney auseinandergehen mussten, kreuzten diese sich noch einmal per Zufall 5 Monate später auf einer Farm. 

Schon seit meinem Hinflug war mir bewusst, dass es unfassbar viele reisemutige und spontane Menschen wie mich gab und dass ich mir mit Australien, meinem neuen Land der Freiheit, ein perfektes Ziel ausgesucht habe. Dass Klischee, dass viele junge deutsche Backpacker nach Australien reisen, konnte ich also schon bei meinem Hinflug bestätigen. Dies fand ich aber irgendwie total beruhigend und obwohl ich komplett alleine gereist bin – habe ich mich nie auch nur 1 Sekunde alleine gefühlt. Dank der unfassbar vielen deutschen Backpacker konnte ich immer direkt Anschluss finden. Und obwohl nun wirklich echt viele Backpacker nach Australien reisen, macht jeder seine eigenen und anderen Erfahrungen auf der Reise seines Lebens. Auf dieser bereist man viel gemeinsam, mal alleine und man findet sich so in einem immer wechselnden Umfeld wieder. Der Vorwurf, dass ja jeder nach Australien geht, bedeutet dennoch nicht, dass jeder dieselben Dinge erlebt. Alles ist so unabhängig von der Zeit, von deinem Umfeld und natürlich darauf wo du Lust hast. 

Die erste Unterkunft – ein Hostel

Ich jedenfalls hatte große Lust nach diesem aufregenden Flug, endlich in meinem Hostel-Bett zu schlafen. In dem Hostel habe ich mir einfach schon ein paar Nächte gebucht und musste eigentlich nur noch vom Flughafen zum Hostel kommen. Eigentlich… Der Flug hatte Verspätung und ich habe mich natürlich mit meinen neu gewonnenen Freunden verquatscht. Aber wir alle wollte ja in die Stadt und uns ein Taxi buchen. Aber da wir Alle Geld sparen wollten, sind wir dann doch Bahn gefahren. Jeder ist in ein anderes Hostel gegangen. Die Auswahl an Hotels war riesig, mein Budget aber klein – also buchte ich mir natürlich das erstbeste Hostel (aka das günstigste was trotzdem Charme hat). Überrumpelt von den ersten Eindrücken, der warmen Luft und den riesigen Schatten der ersten Palmen, lief ich mit meinen viel zu großem 17 Kilogramm schweren Backpack, viel zu spät im Dunkeln durch die Stadt. Da ich aber kein Internet hatte und meine offline Karte nicht funktionierte, erfragte ich mir den Weg in das Hostel.

Schon hier fühlte ich mich in dieser eigentlich unsicheren Situation wohl und direkt warmherzig von den Einheimischen aufgenommen.

Im Hostel angelangt, war es natürlich viel zu spät für meinen Check in, aber der Chef machte eine Ausnahme und so betrat ich aufgeregt mein erstes Hostel-Zimmer. Verbrauchte Luft, wimmernde Dunkelheit und mein schweres aufgeregtes Atmen. Das Zimmer war klein und mit 7 weiteren Doppelbetten ausgestattet. Teils verlassen, teils belegt.

Eine unfassbare nette Backpackerin half mir mich zurecht zu finden und erzählte mir von ihren Schlafproblemen wegen der Zeitumstellung. Glück für mich, denn als Neuling in dem Hostel in dem viel gefeiert wurde, wäre ich wahrscheinlich in meiner ersten Nacht etwas untergegangen. Übrigens mit der Zeitumstellung hatte ich nie Probleme. Meine neue Freundin und ich quatschten noch etwas und teilten unsere Geschichten, bis ich mich endlich nach gefühlt 55 Stunden müde, glücklich und etwas ungewiss in mein neues kleines Bett gelegt habe. Als ich nach einer echt guten Nacht, oben auf meinem Doppeldeckerbett aufwachte, nahm mich meine neue Freundin mit in die Küche und wir gingen auf das Rooftopdach zum frühstücken. 

Jetzt bin ich da!

Erst jetzt wurde mir bewusst, was ich bei meiner Ankunft nur erahnen konnte, da ich fast nur Augen für den Weg hatte.

Vor mir erstreckte sich unter strahlend blauem Himmel die Skyline Sydneys. Laute fröhliche Musik dröhnte aus den Boxen und ich wusste: Leon du hast alles richtig gemacht!

In dem Hostel hatte ich abschließend in einer Woche so viele tolle neue Freunde gefunden, mit denen ich heute noch Kontakt habe. Wir haben zusammen die Stadt erkundet, waren viel Feiern und ich habe mein erstes Känguru und sogar einen Koala gestreichelt. Ich war absolut geflasht von der multikulturellen Schönheit der Stadt und der Umgebung und etwas traurig Sydney vorerst zu verlassen. Ein paar meiner neuen Freunde versuchten mich von meinem Au Pair Plan abzuhalten und zum gemeinsamen Reisen zu überreden. Aber ich brauchte erstmal Geld und stieg voller Aufregung vor meiner neuen Gastfamilie in den Flieger nach Melbourne und philosophierte im Flugzeug (über den immer kleiner werdenden Lichtern der Stadt) über meinen Verlauf der Reise. 

Fortsetzung folgt… ;-)


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