Dein Weg zum perfekten Auslandsjob

Working Holidays Auslandsjob-Guide

Work and Travel Programme Auslandsjobs finden

Work and Travel Must-Haves Flüge & Co.

Arbeiten in der Schweiz

Die Schweiz ist eines der beliebtesten Ziele für deutsche Auswanderer. Dabei ist die Eidgenossenschaft kein Mitglied der Europäischen Union. Allerdings ist es durch die bestehenden Regeln für EU-Bürger sehr einfach, in der Schweiz zu leben und zu arbeiten. Markant für die Schweiz sind die Alpen, die im Winter zum Skifahren und im Sommer zum Wandern einladen. Daneben lockt ein attraktiver Arbeitsmarkt mit vielen Jobs für Hochqualifizierte und sehr hohen Gehältern, eine stabile Wirtschaft und ein sehr hoher Lebensstandard. Neben der großen Banken- und Versicherungsbranche gibt es auch zahlreiche weitere Jobangebote, zum Beispiel in der Industrie oder bei Startups.

Arbeiten in der Schweiz | Auslandsjob.de

THEMEN DIESER SEITE:

Warum in der Schweiz arbeiten?

Aus der Schweiz kommen jede Menge tolle Sachen: Schweizer Schokolade, Raclette, Fondue, ein erstklassiger und pünktlicher Schienenverkehr und Schweizer Taschenmesser sind nur ein paar Dinge aus der Eidgenossenschaft, die es zu Weltruhm gebracht haben. Die Schweiz ist dabei ein spezieller Staat, der sich in vielen Dingen von seinen Nachbarn unterscheidet. So ist zwar Deutsch in einem großen Teil des Landes die dominierende Sprache, gleichzeitig gibt es aber auch große französisch- und italienischsprachige Landesteile. Die vierte Amtssprache der Schweiz ist Rätoromanisch, welches von knapp 60.000 Personen gesprochen wird.

Neben der Sprache gibt es innerhalb der Schweiz auch große kulturelle Unterschiede. Trotzdem ist die Eidgenossenschaft mit kurzer Unterbrechung seit vielen Jahrhunderten ein stabiler Staat, dessen Bürger ihre Zusammengehörigkeit zum Beispiel über die direkte Demokratie und ein hohes Maß an Unabhängigkeit definieren. Elemente der direkten Demokratie gibt es dabei von der lokalen bis zur nationalen Ebene. So können Schweizer Bürger über zahlreiche politische Entscheidungen selbst abstimmen. Kurios ist dabei, dass das Wahlrecht lange Zeit den Männern vorbehalten war, erst im Jahr 1971 wurde in der Schweiz das Frauenwahlrecht eingeführt.

Der offizielle Name des Landes lautet auf Deutsch „Schweizerische Eidgenossenschaft“. Die Schweiz ist eines der höchstentwickelten Länder der Erde, im Index der menschlichen Entwicklung liegt das Land nach Norwegen auf dem zweiten Platz. Die Schweizer Wirtschaft gehört zu den zwanzig größten Volkwirtschaften der Welt.

Die Schweiz ist kein Mitglied der Europäischen Union. Allerdings sind EU und Schweiz über zahlreiche Verträge eng miteinander verbunden. Für dich als EU-Bürger ist es daher sehr einfach, in die Schweiz zu ziehen. Insgesamt leben in der Schweiz knapp 8,5 Millionen Menschen, wobei jeder vierte keinen Schweizer Pass hat. Unter der ausländischen Bevölkerung finden sich viele Deutsche und Österreicher. Die größten Städte in der Schweiz sind Zürich, Genf, Bern, Basel und Lausanne. Während Zürich als größte Stadt der Schweiz deutschsprachig ist, liegt Genf ganz im Westen des Landes und ist französischsprachig.

Und noch ein Schweiz-Fakt für dich zum Angeben: Offiziell hat das Land keine Hauptstadt, die Stadt Bern ist lediglich Regierungssitz.

Der Auslandsjob-Guide zum durchklicken:

In 21 Schritten zum perfekten Auslandsjob & Jobstart im Ausland

 

Voraussetzungen für Jobs in der Schweiz

Sprachkenntnisse

Keine Sorge: Wenn du in die Schweiz ziehen willst, musst du keinesfalls alle vier Landessprachen beherrschen. Ein Großteil der Schweiz ist deutschsprachig. Das sogenannte Schweizerdeutsch kann sich zu Beginn für dich allerdings auch wie eine Fremdsprache anhören und du hast vielleicht ein paar Probleme, deine Gesprächspartner zu verstehen. Das wird sich aber schon nach kurzer Zeit ändern. Als Nicht-Schweizer solltest du nicht versuchen, Schweizerdeutsch zu sprechen.

Einige kleinere Verständnisprobleme kann es aufgrund spezieller Vokabeln und Ausdrücke geben, die nur in der Schweiz geläufig sind. Wenn du etwas nicht verstehst, dann frag einfach freundlich bei deinem Gesprächspartner nach.

Die westliche Schweiz ist französischsprachig, zum Beispiel die Stadt Genf. Hier ist es üblich, Deutsch als erste Fremdsprache in der Schule zu haben. Wenn du in die Schweiz ziehen willst, dann informier dich unbedingt, welche Sprache an deinem zukünftigen Wohnort gesprochen wird. Die einzelnen Kantone der Schweiz haben das Recht, ihre Amtssprachen selbst zu bestimmen. Du solltest daher unbedingt Französisch sprechen können, wenn du in der französischsprachigen Schweiz arbeiten oder längere Zeit leben willst. Im Südosten der Schweiz wird in einigen Gebieten vom Großteil der Bevölkerung Italienisch gesprochen.

Visa und Arbeitserlaubnis für die Schweiz

Die Schweiz ist kein Mitglied der Europäischen Union, trotzdem gilt für dich als deutscher oder österreichischer EU-Bürger eine vollständige Personenfreizügigkeit. Das bedeutet, dass du unter den gleichen Regeln wie ein Schweizer Bürger in der Schweiz arbeiten kannst.

Du kannst dich pro Kalenderjahr bis zu drei Monate oder 90 Tage in der Schweiz aufhalten und nach Arbeit suchen oder sogar arbeiten, ohne dass du dafür eine Bewilligung benötigst. Willst du länger bleiben, dann musst du eine Aufenthaltsbewilligung beantragen. Das erledigst du in der Gemeinde, in der du deinen Schweizer Wohnsitz hast. Wichtig ist dabei, dass du dies erledigst, bevor du deinen Job antrittst.

Um die Aufenthaltsbewilligung beantragen zu können, musst du dich ausweisen, zum Beispiel mit deinem Pass. Möglicherweise musst du auch deine Geburtsurkunde, ein Passfoto und einen Nachweis über deinen Krankenversicherungsschutz vorlegen. Als Arbeitnehmer benötigst du zusätzlich noch eine Einstellungserklärung deines Arbeitgebers oder deinen Arbeitsvertrag. Willst du dich in der Schweiz selbstständig machen, dann musst du nachweisen können, dass du deine Lebenshaltungskosten als Selbstständiger bestreiten kannst. Deine Aufenthaltsbewilligung verfällt, wenn du Sozialhilfe beantragen musst.

Du kannst dich mit einer Aufenthaltsbewilligung auch länger als drei Monate in der Schweiz aufhalten, um Arbeit zu suchen. In diesem Fall kann es sein, dass du ausreichende finanzielle Mittel nachweisen musst, mit denen du deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst.

Wenn du zwölf Jahre in der Schweiz gelebt hast, kannst du die Schweizer Staatsangehörigkeit beantragen.

>> Weitere Informationen zum Thema Arbeitserlaubnis für die Schweiz

Jobchancen in der Schweiz

Wirtschaftliche Lage in der Schweiz

Die Schweiz ist eines der wirtschaftlich stärksten und stabilsten Länder auf der Welt. Basierend auf dem Bruttoinlandsprodukt gehört die Schweiz zu den zwanzig größten Volkswirtschaften der Welt, beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt sie weltweit in der absoluten Spitzengruppe. Der Schwerpunkt der Wirtschaftsleistung liegt wie bei anderen hochentwickelten Ländern auch auf dem Dienstleistungssektor und in besonderem Maße im Bereich Handel und Banken. Finanz- und Versicherungsinstitute haben in der Schweiz einen wesentlich höheren Anteil an der Wirtschaftsleistung als zum Beispiel in Deutschland.

Daneben spielt auch der Industriesektor eine bedeutende Rolle, unter anderem im Bereich Maschinenbau, Chemie und in der Metallverarbeitung. Weiterhin bedeutsam sind die Lebensmittelindustrie und die Pharmaindustrie. Neben großen Konzernen finden sich auch viele kleine und mittelständische Unternehmen, die in ihrer Branche häufig Weltmarktführer sind. Auch der Tourismus ist ein wichtiges Standbein der Schweizer Wirtschaft und bietet viele Jobs in der Hotellerie und Gastronomie. Der landwirtschaftliche Sektor spielt für die Wirtschaftskraft der Schweiz so gut wie keine Rolle mehr.

Zu den wichtigsten Handelspartnern der Schweiz gehören Deutschland und Österreich und so verwundert es auch nicht, dass viele Deutscher und Österreicher in der Schweiz arbeiten. Ein weiterer Grund dafür ist das hohe Lohnniveau in der Schweiz.

Größte Arbeitgeber

Eine ganze Reihe von Schweizer Unternehmen ist global tätig. Dazu gehört Nestlé, der weltweit größte Lebensmittelkonzern. Mit Roche und Novartis kommen zwei der größten Arbeitgeber der Schweiz aus der Pharmabranche. Auch der Technikkonzern ABB und der Personaldienstleister Adecco haben ihren Hauptsitz in der Schweiz. Eine bedeutende Rolle spielen auch Handelsunternehmen wie Glencore und Cargill.

Von besonderer Bedeutung für die Schweizer Wirtschaft sind Banken und Versicherungen. Zu den größten Banken gehören UBS und Credit Suisse, zu den größten Versicherungen gehören die Zurich Insurance Group, Swiss Re und Swiss Life.

Weiterhin weltweit bekannt ist die Swatch Group, die zum Beispiel die Uhren gleichen Namens herstellt, und der Hersteller des Schweizer Taschenmessers Victorinox.

Deutsche Unternehmen in der Schweiz

In der Schweiz sind auch zahlreiche deutsche Unternehmen zu finden. Dazu gehören aufgrund der Bedeutung der Schweiz als Finanzdienstplatz auch viele deutsche Banken und Finanzdienstleister, zum Beispiel die Deutsche Bank. Auch deutsche Industrieunternehmen haben den Weg in die Eidgenossenschaft gefunden.

Jobchancen als deutscher Staatsbürger in der Schweiz

Die Schweiz bietet auch für ausländische Arbeitnehmer sehr gute Jobchancen. Als deutscher Staatsbürger sind die Aussichten aufgrund der gemeinsamen Sprache und dem hohen Ansehen des deutschen Bildungssystems besonders gut.

Eine hohe Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften besteht zum Beispiel im Bereich Finanzdienstleistungen, aber auch in der Industrie in den Bereichen Metall und Maschinenbau oder im Lebensmittel- und Pharma-Sektor. Aufgrund der alternden Bevölkerung steigt auch die Nachfrage im Bereich Pflegepersonal. Viele weitere Jobchancen finden sich in der Tourismusbranche.

Jobs im Tourismus und der Saisonarbeit

Der Tourismus spielt für die Schweizer Wirtschaft eine bedeutende Rolle. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Skigebieten in der Wintersaison, aber auch im Sommer lassen sich Jobs finden. Gesucht werden dann zum Beispiel Mitarbeiter im Hotelgewerbe und in der Gastronomie. Viele dieser Jobs werden befristet für eine Saison vergeben, also zum Beispiel für ein halbes Jahr. In einigen Fällen wird direkt eine Unterkunft gestellt. Durch das hohe Lohnniveau in der Schweiz kann ein solcher Job eine sehr gute Möglichkeit sein, um Geld zu verdienen und zum Beispiel die Zeit vor einem Studium oder in den Semesterferien sinnvoll zu nutzen.

Leben in der Schweiz

Lebenshaltungskosten in der Schweiz

Die Schweiz gehört zu den Ländern mit den höchsten Lebenshaltungskosten in Europa. Großstädte wie Genf und Zürich zählen regelmäßig zu den teuersten Städten der Welt. Damit verbunden ist auch eines der weltweit höchsten Lohnniveaus. So beträgt das Durchschnittsgehalt in der Schweiz knapp 6.000 Euro im Monat (zum Vergleich: In Deutschland liegt das Durchschnittsgehalt bei knapp 3.500 Euro im Monat). Wenn du in der Schweiz arbeitest, dann relativieren sich die hohen Preise im Land ein wenig.

Bei Lebensmitteln im Supermarkt musst du circa ein Viertel bis ein Drittel mehr bezahlen als in Deutschland. Auch in der Freizeit, also zum Beispiel beim Besuch im Restaurant, Schwimmbad oder Kino, musst du dich an die höheren Preise gewöhnen. Gleiches gilt für Preise im öffentlichen Nahverkehr und für eine Fahrt in den zahlreich verkehrenden Schweizer Zügen.

Aufgrund der höheren Preise nutzen viele Schweizer eine Fahrt ins Ausland, um dort Lebensmittel und andere Dinge zu kaufen. Wenn du grenznah wohnst, kann das auch für dich eine Option sein.

Unterkunft

Die Mieten sind in der Schweiz generell sehr hoch. Es herrscht eine hohe Nachfrage nach Mietwohnungen, daher kann die Suche nach einer Unterkunft in einigen Teilen des Landes ein wenig kompliziert sein. Das Mietniveau unterscheidet sich außerdem je nach Lage. In den Städten wird eine höhere Miete verlangt als auf dem Land. Die teuersten Mietpreise in der Schweiz gibt es unter anderem in Zürich und in Genf.

Es ist auch möglich, eine Wohnung oder ein Haus in der Schweiz zu kaufen. Auch das ist dann aber natürlich mit den entsprechenden Kosten verbunden.

Konto eröffnen

Ein Schweizer Bankkonto zu eröffnen kann für dich sinnvoll sein, wenn du in der Schweiz lebst oder arbeitest. Nutzt du dein deutsches Konto in der Schweiz, können dafür zum Beispiel Fremdwährungsgebühren anfallen, denn die Schweiz hat mit dem Schweizer Franken eine eigene Währung. Auch bei einem Studium oder Auslandssemester in der Schweiz kann sich ein Schweizer Bankkonto lohnen.

Du solltest unbedingt einen Kostenvergleich zwischen einem möglichen Schweizer Konto und deinem bisherigen Bankkonto durchführen, denn die Gebühren können bei einem Schweizer Konto ebenfalls recht hoch sein, zum Beispiel für eine Kreditkarte. Auch zwischen den Schweizer Banken kann es große Unterschiede in den Gebühren geben, du solltest daher unbedingt verschiedene Angebote einholen und vergleichen. Bei einigen Banken ist auch eine Mindesteinlage auf dem Bankkonto notwendig.

Wenn du in der Schweiz arbeitest, ist eine Kontoeröffnung recht einfach. Du musst dann möglicherweise nicht einmal persönlich in der Bankfiliale erscheinen, sondern kannst stattdessen eine Online-Verifizierung durchführen. Auch mit einem Wohnsitz in der Schweiz solltest du recht schnell ein Konto eröffnen können. Wenn du in der Schweiz weder lebst noch arbeitest, kann die Kontoeröffnung etwas komplizierter sein. Es werden dann unter Umständen weitere Unterlagen benötigt.

Kinderbetreuung

In der Schweiz gibt es verschiedene Formen der Kinderbetreuung, wobei es bereits für Säuglinge und Babys Betreuungsmöglichkeiten gibt. Etwas mehr als ein Drittel aller Kinder werden vor ihrem zweiten Geburtstag außerhalb der Familie betreut. Gerade für Kleinkinder kann eine Betreuung sehr teuer sein, da je nach Einkommen der Eltern die gesamten Kosten der Betreuung auf die Eltern umgelegt werden. Ein typischer Preis für die Betreuung eines Kindes kann bei 140 Schweizer Franken pro Tag liegen. Damit ist die Schweiz auch im internationalen Vergleich ein teures Pflaster für Eltern. Mittlerweile gibt es eine Reihe politischer Maßnahmen, um die Kosten für die Kinderbetreuung in der Schweiz für die Eltern zu senken.

Diese hohen Kosten beziehen sich allerdings nur auf freiwillige Formen der Betreuung von Babys und Kleinkindern, zum Beispiel in einer Kindertagesstätte oder bei einer Tagesmutter. Besonders wichtig ist hierbei der Unterschied zwischen Kindertagesstätten und Kindergärten: Kindertagesstätten bieten wie gesagt Betreuung für Babys und Kleinkinder an, ein Besuch ist freiwillig. Der Besuch des Kindergartens ist hingegen verpflichtend.

Der Kindergarten wird in der Schweiz zur Vorschule gerechnet. Meist kommen Kinder im Alter von vier Jahren in den Kindergarten, der genau wie später die Schule im Herbst beginnt. Der Besuch des Kindergartens ist kostenlos, genauso wie später auch der Schulbesuch.

Steuern

Die Schweiz hat recht niedrige Steuersätze. Die durchschnittliche steuerliche Belastung für eine alleinstehende Person ohne Kinder liegt bei 10 bis 12 Prozent. Die gleiche Person wird in Deutschland mit einem durchschnittlichen Steuersatz von knapp 19 Prozent belastet.  Allerdings schwankt dieser Wert je nach Wohnort. Ein großer Teil der Steuern in der Schweiz wird durch den jeweiligen Kanton festgelegt. Das führt zu einem Wettbewerb der Schweizer Kantone untereinander um die attraktiveren Steuersätze.

Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass die steuerliche Belastung in der Schweiz geringer als in Deutschland oder Österreich ist. Allerdings sollte man dabei auch stets die hohen Lebenshaltungskosten und die zusätzlichen Ausgaben für Sozialversicherungen bedenken.

Soziale Absicherung

Grundsätzlich besteht in der Schweiz eine Krankenversicherungspflicht. Wenn du planst, in die Schweiz zu ziehen oder dort zu arbeiten, solltest du dich frühzeitig mit dem Thema Krankenversicherung beschäftigen und unbedingt überprüfen, dass du zum einen über einen ausreichenden Versicherungsschutz verfügst und du dich weiterhin an alle gesetzlichen Bestimmungen hältst. Unter gewissen Umständen kannst du als sogenannter Grenzgänger auch in deinem Heimatland versichert bleiben und benötigst dann keine Schweizer Krankenversicherung.

Zu den weiteren verpflichtenden Sozialversicherungen in der Schweiz gehören die „Alters- und Hinterlassenenvorsorge“ und die „Invalidenversicherung“.

>> Ausführliche Informationen zu den Sozialversicherungen in der Schweiz

Rente und Altersvorsorge

Das Rentensystem in der Schweiz ist über verschiedene Versicherungen strukturiert. Hierzu gehören die „Alters- und Hinterlassenenversicherung“, auch als AHV abgekürzt, und die Invalidenversicherung, abgekürzt IV. Die Einzahlung ist verpflichtend. Weiterhin ist die Einzahlung in die sogenannte Pensionskasse verpflichtend, wenn man als Arbeitnehmer ein bestimmtes Mindesteinkommen erreicht. Für Selbstständige gelten andere Regeln, eine freiwillige Versicherung kann eine Option sein.

Weiterhin gibt es verschiedene Möglichkeiten, um privat für das Alter vorzusorgen und dabei staatlich gefördert zu werden.

>> Infos zu Rente und Altersvorsorge in der Schweiz

Klima

Das Klima in der Schweiz wird stark durch die Alpen geprägt, die als Wetterscheide dienen. Im Gebirge kann es daher auch bei sehr dicht beieinanderliegenden Orten große Unterschiede im täglichen Wetter geben: Während es auf einer Bergseite häufig regnet, ist es auf der anderen Seite sehr trocken. Im Sommer kann es in den Bergen zu zahlreichen Gewittern kommen.

In den flacheren Regionen der Schweiz herrscht ein mildes Klima. Die Durchschnittstemperaturen liegen hier im Januar um den Gefrierpunkt, im Juli können sie auf bis zu 20 Grad ansteigen. In den Alpen herrscht Hochgebirgsklima, im Winter wird es sehr kalt. Die Schnellfallgrenze liegt in der kalten Jahreszeit ungefähr bei 1.000 bis 1.500 Metern.

Das Klima in der gesamten Schweiz wird stark durch den Atlantik geprägt, vom dem das ganze Jahr über feuchte und milde Meeresluft aus westlicher und nordwestlicher Richtung in die Schweiz strömt. Diese Luftströmungen kühlen im Sommer und wärmen im Winter. Südlich der Alpen ist das Klima auch vom Mittelmeer beeinflusst, wodurch im Winter mildere Temperaturen herrschen.

Die Menschen: Kontakte knüpfen in der Schweiz

Den Schweizern haftet das Vorurteil an, gegenüber neuen Dingen erst einmal vorsichtig zu sein. Viele Ausländer in der Schweiz klagen darüber, dass sie keine Schweizer Freunde finden und ihr Leben in einer Expat-Blase verbringen. Tatsächlich kann es eine Zeit lang dauern, bis du deine Schweizer Nachbarn und Arbeitskollegen genauer kennenlernst. Das liegt zum Beispiel daran, dass viele Schweizer einen hohen Wert auf ihre langjährigen Freundschaften legen. Vielleicht bist du ja auch nur eine begrenzte Zeit in der Schweiz und gehst dann wieder in dein Heimatland zurück. Das ist bei vielen Ausländern, die in der Schweiz leben und arbeiten, der Fall. Auch das kann es natürlich erschweren, vor Ort Kontakte zu knüpfen.

Was also tun, wenn du in der Schweiz nicht immer nur mit Deutschen oder anderen Expats abhängen willst? Zunächst einmal solltest du nicht alles für bare Münze nehmen, was dir so über die Schweiz erzählt wird. Am besten ist es natürlich, du machst dir vor Ort selbst ein Bild und gehst ohne Vorurteile an die Sache heran. Zu Deutschland oder Österreich sind die kulturellen Unterschiede ja auch relativ gering. Daher wird dir die Anpassung an Schweizer Gewohnheiten leichter fallen als einem Expat aus Japan oder Brasilien.

Du kannst dich zum Beispiel in Vereinen engagieren, um neue Leute zu treffen. Wenn es nachbarschaftliche Events oder Treffen gibt, dann solltest du auf jeden Fall vorbeischauen, um deine Nachbarn besser kennenzulernen. Und wenn du jeden Tag deine Brötchen beim gleichen Bäcker holst, werden sich deine Gespräche dort auch bald nicht mehr nur um das Wetter drehen. Sei ein wenig geduldig, dann wirst du dir auch in der Schweiz ein eigenes soziales Netzwerk aufbauen.

Als Deutscher in der Schweiz arbeiten

Die Schweiz ist für Deutsche eines der beliebtesten Ziele zum Leben und Arbeiten, insgesamt sind um die 300.000 deutsche Staatsbürger in der Eidgenossenschaft anzutreffen. Auch Österreicher zieht es zahlreich ins Nachbarland. Es ist für dich als EU-Bürger sehr einfach, in die Schweiz zu ziehen. Wie schon gesagt solltest du dabei aber die hohen Lebenshaltungskosten auf dem Schirm haben. Das gilt natürlich besonders, wenn du in der Schweiz studieren willst und dann nicht über ein Schweizer Einkommen verfügst.

Das könnte dich auch interessieren:

>> Deutsches Fernsehen in der Schweiz - so funktioniert es!

Arbeitsmodelle in der Schweiz

Work and Travel in der Schweiz

Wenn du Lust auf einen Work and Travel-Trip hast, aber nicht gleich nach Australien oder Neuseeland fliegen willst, kann die Schweiz das ideale Ziel für dich sein. Als EU-Bürger ist es für dich durch die Personenfreizügigkeit auch sehr einfach, in der Schweiz einen Job anzunehmen. Gleichzeitig hast du hier die Auswahl: Willst du einen Job in der deutschsprachigen Schweiz oder zum Beispiel durch deine Arbeit im westlichen Teil des Landes dein Französisch verbessern?

Typische Arbeiten bei Work and Travel in der Schweiz sind Jobs im Tourismus-Bereich, also zum Beispiel in der Hotellerie oder Gastronomie. Hier gibt es vor allem in der Wintersaison viele Möglichkeiten. Weitere Bereiche sind die Farmarbeit und die Freiwilligenarbeit, in denen du ebenfalls viele spannende Jobmöglichkeiten und Projekte findest.

>> Infos zu Work and Travel in der Schweiz

>> Finde dein Work & Travel-Programm

>> Infos zur Farmarbeit in der Schweiz

>> Infos zur Freiwilligenarbeit in der Schweiz

Auslandspraktikum in der Schweiz

Die Schweiz bietet aufgrund der starken Wirtschaft zahlreiche Möglichkeiten für ein Praktikum. Viele deutsche und auch österreichische Studenten absolvieren zum Beispiel ein Auslandspraktikum im umfangreichen Schweizer Finanzsektor mit seinen zahlreichen Banken und Versicherungen. Das wirtschaftliche Umfeld bietet dabei sehr gute Möglichkeiten, wichtige Kontakte für den weiteren Karriereweg zu knüpfen.

Eine Alternative kann ein Praktikum im Tourismussektor sein. Es ist auch möglich, eine Lehre in der Schweiz zu absolvieren.

Außerdem ist die Schweiz bei Medizinstudenten ein beliebtes Ziel, um praktische Erfahrung zu sammeln.

>> Infos zum Famulantenaustausch in der Schweiz

>> Infos zu Auslandspraktika in der Schweiz

Au-Pair in der Schweiz

Wenn du eine Au-Pair-Stelle suchst, wirst du vor allem in der französischsprachigen Schweiz fündig werden, es gibt aber auch in den anderen Teilen des Landes Angebote. Wichtig ist dabei, dass du die entsprechenden Voraussetzungen erfüllst. Du solltest zum Beispiel mindestens 18 und höchstens 30 Jahre alt sein.

>> Infos zu einem Au Pair Aufenthalt in der Schweiz

Festanstellung und befristete Stellen

In der Schweiz gibt es sowohl befristete als auch unbefristete Jobangebote. Befristete Jobs werden auch Temporär-Stellen genannt und sind zum Beispiel häufig im Tourismus-Sektor anzutreffen. Hier werden für die Wintersaison viele Arbeitskräfte benötigt, die dann einen befristeten Arbeitsvertrag erhalten. Wenn du nur für eine bestimmte Zeit in die Schweiz gehen willst, können diese befristeten Jobs genau das Richtige für dich sein.

Selbstständigkeit in der Schweiz

Als Staatsangehöriger von Deutschland oder Österreich kannst du dich in der Schweiz relativ einfach selbstständig machen. Als ersten Schritt musst du hierfür einen Antrag beim für dich zuständigen Kantonalen Migrationsamt stellen. Wenn dein Antrag erfolgreich ist, erhältst du eine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz, den sogenannten B-Ausweis. Dieser ist zunächst für fünf Jahre gültig, eine Verlängerung ist möglich.

Auch als sogenannter Grenzgänger kannst du dich in der Schweiz selbstständig machen. Dafür muss ebenfalls ein Antrag gestellt werden. Grenzgänger können dann in der Schweiz leben und arbeiten, wenn sie mindestens einmal pro Woche an ihrem Wohnsitz außerhalb der Schweiz sind und die weiteren Anforderungen ebenfalls erfüllt sind.

Für Nicht-EU-Bürger ist es im Regelfall komplizierter, sich in der Schweiz selbstständig zu machen. Sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt werden, ist aber auch das möglich.

>> Weitere Informationen über das Thema Selbstständigkeit in der Schweiz

Sabbatical

Die Schweiz kann das ideale Ziel für dein Sabbatical sein! So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, auf einem Bauernhof in den Alpen mitzuarbeiten. Auch Work and Travel Jobs sind in der Schweiz verfügbar. Wenn du dein Sabbatical lieber ohne Job verbringen möchtest, ist das natürlich auch möglich. Beachte dann aber die hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz.

>> Sabbatjahr.org

>> Work & Travel-Jobs finden

Bewerbung in der Schweiz

Bewerbungsunterlagen

Die in der Schweiz üblichen schriftlichen Bewerbungsunterlagen sind denen in Deutschland und Österreich sehr ähnlich. Das gilt sowohl für den Lebenslauf als auch für das Anschreiben. Deine Bewerbung sollte natürlich in der geforderten Sprache verfasst sein, also in den meisten Fällen auf Deutsch, Französisch oder Englisch. Vielen Arbeitgebern ist dabei die Persönlichkeit eines Bewerbers wichtiger als sehr gute Noten in Ausbildung oder Studium. Am besten ist es natürlich, wenn du in beiden Bereichen überzeugst.

Das Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein und individuell für die Stelle erstellt werden, auf die du dich bewirbst. Die Unterschiede zu Bewerbungsanschreiben in Deutschland und Österreich liegen dabei im Detail. Achte beim Erstellen des Anschreibens darauf, keine Formulierungen zu verwenden, die dir als Arroganz oder Eitelkeit ausgelegt werden können. In der Schweiz wird ein Anschreiben etwas defensiver formuliert.

Die Anrede im Schweizer Anschreiben endet nicht mit einem Komma oder einem anderen Zeichen. Stattdessen beginnt die nächste Zeile mit einem großgeschriebenen Wort. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

„Sehr geehrte Frau Fischer

Hiermit bewerbe ich mich…“

Das Anschreiben endet mit der typischen Schlussformel „Freundliche Grüsse“. Hier wird direkt ein weiteres Merkmal des Schweizerdeutsch erkennbar: Es gibt kein „ß“, stattdessen wird stets „ss“ verwendet.

Der Lebenslauf sollte tabellarisch aufgebaut sein und mit der aktuellen Position beginnen. In vielen Fällen gehören auch Zeugnisse zur Bewerbung, bei einigen Stellen ist es aber nicht notwendig, umfangreiche Anhänge mitzuschicken. Im Zweifel solltest du hier noch einmal nachfragen.

Wichtig kann bei einer Bewerbung in der Schweiz die Erwähnung von Referenzen sein, also zum Beispiel ehemalige Vorgesetzte, die dich empfehlen können. Du solltest bei der Erwähnung von Referenzen bedenken, dass dein potenzieller Arbeitgeber diese durchaus kontaktiert und nach ihrer Meinung befragt.

Wenn deine schriftliche Bewerbung überzeugt, dann ist auch in der Schweiz das persönliche Kennenlernen der nächste Schritt im Bewerbungsprozess. Dies erfolgt häufig in einem Vorstellungsgespräch oder in einem Assessment Center, letztere sind vor allem bei Jobs für Akademiker verbreitet.

Auf karrierebibel.de findest du noch viele weitere Infos für deine Bewerbung in der Schweiz.

Vorstellungsgespräch in der Schweiz

Auch das Vorstellungsgespräch läuft in der Schweiz ähnlich wie in Deutschland und Österreich ab. Dabei solltest du darauf achten, nicht zu förmlich oder selbstsicher aufzutreten. Diese Eigenschaften werden deutschen Bewerbern in der Schweiz gerne nachgesagt. Was in Deutschland einen guten Eindruck macht, könnte hier schon zu viel des Guten sein. Versuch lieber, etwas natürlicher zu sein. Soft Skills spielen auch in der Schweiz eine wichtige Rolle und dein Gesprächspartner wird im Vorstellungsgespräch sicher darauf achten. Im Gespräch können auch persönliche Themen eine wichtige Rolle spielen.

Auch deine Motivation für einen Job in der Schweiz kann zur Sprache kommen. Dabei solltest du nicht nur darauf verweisen, dass in der Schweiz höhere Gehälter gezahlt werden, sondern auch noch andere Gründe für deine Bewerbung nennen können.

Die Startup-Szene in der Schweiz

Denkst du bei der Schweiz direkt an Startups? Nein? Dabei gibt es in der Eidgenossenschaft zahlreiche junge Unternehmen, die viele neue Ideen zur Marktreife gebracht haben. Die Schweiz bietet zahlreiche Vorteile für Startups, zum Beispiel ein stabiles wirtschaftliches Umfeld, kaufkräftige potenzielle Kunden und zahlreiche bestens ausgebildete Talente. Wer in der Schweiz ein Unternehmen gründen will, findet hier steuerlich gute Voraussetzungen und auch die Bürokratie nimmt nicht überhand. Bedenken sollte man aber die hohen Preise und Kosten im Land.

Schwerpunkte der Schweizer Startup-Szene sind die Bereiche IT und Industrie. Zu den spannendsten Schweizer Startups gehört zum Beispiel Sensoryx aus Zürich. Das junge Unternehmen entwickelt Handschuhe für VR-Umgebungen und hat auch schon die Aufmerksamkeit Hollywoods auf sich gezogen.

Als digitaler Nomade in der Schweiz

Die Schweiz ist für digitale Nomaden aufgrund der hohen Preise eher weniger attraktiv. Daher hat sich auch in den großen Städten keine Digitale-Nomaden-Szene entwickelt. Nomaden, die es in die Berge zieht, findet man eher in preisgünstigeren Ländern wie zum Beispiel Bulgarien.

>> Digitale Jobs: Weltweite Online-Jobs für Work & Traveller

Jobanzeigen

Allgemeine Infos zum Arbeitsmarkt in der Schweiz findest du zum Beispiel bei EURES, dem „Europäischen Portal zur beruflichen Mobilität“.

Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Agentur für Arbeit in Deutschland kann dir bei der Suche nach Jobs in der Schweiz ebenfalls helfen. Auch in der Schweiz gibt es natürlich eine Reihe von Ansprechpartnern. Besonders wichtig ist dabei die Arbeitsagentur, die hier „Regionales Arbeitsvermittlungszentrum“ heißt.

Im Internet findest du viele Jobportale, die sich auf den Schweizer Arbeitsmarkt spezialisiert haben. Zu den größten Jobportalen der Schweiz gehören:

Für deutschsprachige Jobs weltweit kannst du dir auch die Jobbörse workwide.de anschauen.

Außerdem findest du auch in vielen Schweizer Zeitungen und Zeitschriften einen Stellenmarkt mit verschiedenen Jobangeboten.



Jetzt einen Auslandsjob/Service anbieten

Sie möchten Ihr Jobangebot auf unserer Webseite platzieren? Dann finden Sie hier weitere Informationen & Kontaktmöglichkeiten:

>> Kooperationspartner von Auslandsjob.de werden


Gerne informieren wir Sie persönlich über Möglichkeiten & Preise.

Mehr Informationen zu Auslandsjob.de finden Sie hier:

>> Unsere Mediadaten


Drucken
Gefällt dir dieser Artikel?

Find your trip!

  1. Must-haves