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Als Digitaler Nomade in Argentinien

Unberührte Natur und einzigartige Landschaften im sagenumwobenen Patagonien, majestätische Andengipfel und steile Gletscher, traumhafte Seenlandschaften und die unendlich lange Atlantikküste, dazu kulturell reizvolle und geschichtsträchtige Städte wie Buenos Aires oder Mendoza - nicht umsonst ist das vielfältige Land im Süden des lateinamerikanischen Kontinents seit jeher bei Reisenden jeglicher Couleur extrem beliebt. Doch eignet sich das spannende, landschaftlich zweifellos atemberaubende Land auch für digitale Nomaden? Lässt es sich in Argentinien über Monate hinweg gut leben und dabei online Geld verdienen? Wie sieht es mit der Internet-Geschwindigkeit, mit den Vernetzungsmöglichkeiten und der Infrastruktur in dem südamerikanischen Staat aus? In diesem Beitrag erfährst du, ob sich Argentinien für digitale Nomaden lohnt!

Als digitaler Nomade in Argentinien

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Special: Was muss man als angehender digitaler Nomade noch wissen?

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Internet

Eines solltest du dir als digitaler Nomade in Südamerika von vornherein bewusst machen: Das Internet ist auf dem Kontinent in allen Ländern deutlich langsamer als du es aus Europa gewohnt bist. Die gute Nachricht ist: In Argentinien ist es etwas besser als in den meisten anderen südamerikanischen Staaten. Die durchschnittliche Internet-Geschwindigkeit von ca. 5,3 Megabyte pro Sekunde ist zwar nicht gerade ein Spitzenwert, er ist aber deutlich besser als in den Nachbarländern Bolivien (2,4 Mb/s) und Paraguay (2,2 Mb/s). Außerdem stammen die Werte aus dem ersten Quartal 2016 und es ist davon auszugehen, dass sich auch in Argentinien die Internet-Geschwindigkeit stetig verbessert.

Darüberhinaus gibt es in den größeren argentinischen Städten viele Coworking Spaces mit Highspeed-Internet, das deutlich schneller ist und für die meisten Online-Tätigkeiten ausreichen sollte. Überdies bietet Argentinien eine entspannte Café-Kultur: In allen Städten findest du wirklich nette Cafés, die kostenloses WLAN anbieten. Auch in einigen öffentlichen Bibliotheken lässt es sich in Argentinien gut arbeiten. Touristische Unterkünfte sind der Regel ebenfalls mit kostenlosem Internetzugang für die Gäste ausgestattet.

Community

Argentinien ist unter digitalen Nomaden eines der beliebtesten Reiseziele in Südamerika, dementsprechend wirst du viele ortsunabhängige Freelancer und Online-Unternehmer in dem schönen, kulturell reichen und landschaftlich faszinierendem Land auch treffen. Insbesondere die Hauptstadt Buenos Aires gilt als Digitalnomaden-Mekka in Südamerika. Kein Wunder: Die Diva unter den argentinischen Städten hat nicht nur kulturell und kulinarisch viel zu bieten, sie hat  auch das wahrscheinlich aufregendste Nachtleben auf dem Kontinent. Wer noch dazu auf Tango steht, für den kommt wohl kaum ein anderes Ziel in Frage.

Aber auch in anderen argentinischen Städten wirst du kaum Probleme haben, gleichgesinnte Nomaden zu treffen, beispielsweise in der zweitgrößten Stadt des Landes Córdoba, in Rosario oder Mendoza. Mittlerweile gibt es ca. sieben Coworking Spaces in Buenos Aires, vier in Córdoba, zwei in Rosario und weitere Spaces in kleineren argentinischen Städten. Dort hast du zahlreiche Möglichkeiten, Gleichgesinnte zu treffen. In Städten wie Buenos Aires und Córdoba ist außerdem die Meetup-Community sowie verschiedene Facebook-Gruppen sehr aktiv, sodass du ständig Meetups rund um die Themen Entrepreneurship, Digitale Nomaden, Freelancer und vieles mehr besuchen kannst.

Lebenshaltungskosten

Argentinien ist zwar eines der teureren Länder in Südamerika, trotzdem sind die Lebenshaltungskosten im Schnitt niedriger als bei uns. Laut der Plattform numbeo.com sind die Lebenshaltungskosten in Argentinien rund 15 Prozent niedriger als in Deutschland, die Mieten sollen der Plattform zufolge sogar rund 40 Prozent niedriger sein. Jedoch bezieht sich dieser Vergleich auf Durchschnittswerte für das gesamte Land. Argentinien ist jedoch ein enorm großes Land mit regional teilweise enormen Unterschieden. Die Kosten für die Miete können sich beispielsweise zwischen Buenos Aires und ländlichen Gebieten enorm unterscheiden. Lebensmittel und andere Waren kosten dagegen im dünn besiedelten Patagonien deutlich mehr.

Hier ein paar aktuelle Preisbeispiele für Argentinien (Angaben stammen von numbeo.com):

  • Essen in einem günstigen Restaurant: ca. 9 Euro
  • Lokales Bier (0,5l): ca. 2 Euro
  • Cappuccino: ca. 2,50 Euro
  • 1 Liter Milch: ca. 1 Euro
  • Ein frisches Brot: ca. 1,50 Euro
  • 1 Kilo Orangen: ca. 1,30 Euro
  • Ein Ticket für die Öffentlichen: ca. 0,50 Euro
  • Monatskarte: ca. 20 Euro 
  • Taxi: ca. 1 Euro pro Kilometer
  • Kino-Ticket: ca. 8 Euro
  • Einzimmer-Wohnung im Zentrum: ca. 350 Euro

Falls du von dem Schwarzmarkt in Argentinien gehört haben solltest (auf dem man bis zu 60 Prozent mehr Bares für US-Dollar oder Euro bekommt): Diese Praxis gehört der Vergangenheit an. Argentinien hat die Dollar-Beschränkungen Ende 2015 aufgehoben. Nach der Freigabe hat sich der offizielle Kurs auf den zuletzt gültigen Schwarzmarkt-Kurs von ca. 15 argentinischen Peso für einen US-Dollar eingependelt, was für digitale Nomaden im Land weiterhin sehr vorteilhaft ist. Wer seinen Lebensunterhalt in Euro oder Dollar verdient, kann in dem südamerikanischen Land dank der schwächelnden Währung gut leben.

Infrastruktur

Die Infrastruktur in Argentinien zählt zu den besten auf dem südamerikanischen Kontinent. Das betrifft zum einen die Anzahl an Coworking Spaces als auch die öffentlichen Verkehrsmittel, die landesweiten Transportmittel und die Verkehrssituation. In Buenos Aires beispielsweise gibt es ein gut funktionierendes Metro-System, mit dem du dich bequem in der Stadt fortbewegen kannst. Auch die Taxis sind deutlich günstiger als bei uns. Insbesondere, wenn du die Fahrtkosten mit anderen digitalen Nomaden teilst, sind sie ein günstiges, bequemes und schnelles Fortbewegungsmittel in argentinischen Städten.

In allen größeren Städten findest du außerdem eine beachtliche Anzahl an schönen, gemütlichen Cafés mit kostenlosem WLAN, die sich ideal zum Arbeiten eignen. Für Vegetarier und Anhänger der gesunden Küche gibt es insbesondere in Buenos Aires, aber auch in vielen anderen Großstädten, zahlreiche Optionen. Argentiniens Städte bieten ein umfangreiches Kulturprogramm und abwechslungsreiche Freizeitangebote.

Klima

Insbesondere für digitale Nomaden, die gern den kalten Wintermonaten entfliehen, ist das zweitgrößte südamerikanische Land ideal: Die Jahreszeiten sind dort genau umgekehrt. Der argentinische Sommer ist von Dezember bis Februar und auch die Frühlingsmonate Oktober und November sowie die Herbstmonate März oder April sind zumindest im Norden des Landes meist sehr mild und sonnig. Wenn es bei uns am kältesten und ungemütlichsten ist, lässt es sich als digitaler Nomade daher wunderbar in dem schönen südamerikanischen Land leben und arbeiten.

Allerdings musst du die großen Unterschiede zwischen Nord und Süd in dem riesigen Land beachten: Während die Frühlungs- und Herbstmonate beispielsweise für einen Besuch in Buenos Aires ideal sind, ist es im Süden des Landes dann noch bzw. schon sehr kalt. Im Winter herrschen in Patagonien Extrem-Temperaturen weit unter null, während es im Norden deutlich milder ist und kaum Schnee fällt. In einem Land mit einer solch großen Nord-Süd-Ausdehnung wie Argentinien ist es daher besonders wichtig, die Reisezeit mit der jeweiligen Region gut abzustimmen.

Sprache und Kultur

Argentinien ist gemeinsam mit dem Nachbarland Uruguay zweifelsohne das europäischste Land in Südamerika. Nur eine Minderheit der Argentinier gehört einer indigenen Ethnie an, also den Völkern, die schon vor dem Eintreffen der Europäer in diesem Gebiet lebten. Die Zahl der indigenen Bevölkerung in Argentinien wird auf ca. eine Million geschätzt. Sie spielen in dem Land mit einer Gesamtbevölkerung von rund 43 Millionen Menschen aber nur eine geringen Rolle.

Im Gegenteil zu anderen südamerikanischen Ländern wie Bolivien, Peru oder Ecuador haben die indigenen Völker in Argentinien ihre Bräuche und Sprachen nur in sehr geringen Ausmaß erhalten können. Der Großteil der Argentinier stammt von Europäern ab, hauptsächlich von Italienern und Spaniern, in geringerem Ausmaß aber auch von Deutschen und Polen. Alleinige Amtssprache in Argentinien ist Spanisch, wobei sich das argentinische Spanisch deutlich vom europäischen Spanisch unterscheidet. Nicht nur die Aussprache und viele Wörter sind anders, sondern auch einige Grammatikregeln. Wenn du schon etwas Spanisch sprichst, kannst du dich trotzdem schnell an die argentinische Variante gewöhnen oder vor Ort gleich das argentinische Spanisch lernen.

Wenn du als digitaler Nomade eine Zeit lang in Argentinien leben und arbeiten möchtest, solltest du dich auf jeden Fall mit der spanischen Sprache beschäftigen, da Englisch in dem südamerikanischen Land nicht unbedingt weit verbreitet ist.

Sicherheit

Die Sicherheit ist ein entscheidendes Kriterium bei der Ortswahl digitaler Nomaden. Aufgrund ihrer Online-Tätigkeit reisen sie häufig mit teurem technischen Equipment und Diebstähle oder Raubüberfälle sind für sie besonders ärgerlich. Leider zählt der südamerikanische Kontinent im weltweiten Vergleich eher zu den gefährlicheren Regionen, in der die Alltagskriminalität relativ hoch ist. Doch wie sieht es konkret in Argentinien mit der Sicherheit aus? Bei einem Vergleich aller nord- und südamerikanischen Staaten landet Argentinien auf der Plattform numbeo.com im Mittelfeld. Mit einem Crime Index von 63,1 ist der zweitgrößte Staat in Südamerika zwar etwas unsicherer als seine Nachbarn Chile, Bolivien und Uruguay, dafür ist es dort sicherer als in Peru, Brasilien oder der Dominikanischen Republik.

Prinzipiell musst du in Argentinien, wie in allen südamerikanischen Ländern, immer etwas besser auf deine Wertsachen aufpassen und solltest nach Einbruch der Dunkelheit immer ein Taxi nehmen. Bis auf Alltagskriminalität wie Diebstähle, Raubüberfälle und Betrügereien, hast du aber in Argentinien mit keinen größeren Gefahren zu rechnen. Solltest du doch einmal in eine unangenehme Situation geraten, ist es wichtig, keinen Widerstand zu leisten.

Visum

Die meisten digitalen Nomaden reisen mit einem Touristenvisum nach Argentinien. Dieses musst du nicht vorher beantragen. Es ist kostenlos und du erhältst es bei der Einreise in Form eines Stempels in den Reisepass. Das Touristenvisum ist für 90 Tage gültig. Wenn du länger im Land bleiben möchtest, kannst du kurz vor Ablauf deines Visums in ein Nachbarland reisen, zum Beispiel nach Chile, Bolivien oder Uruguay. Bei der Wiedereinreise nach Argentinien erhältst du erneut ein 90-tägiges Visum für Argentinien, auch wenn du nur wenige Stunden oder Tage außerhalb des Landes verbracht hast. Ein solcher „Visa Run“ lässt sich wunderbar mit einem Trip in eines der faszinierenden Nachbarländer Argentiniens verbinden. Uruguay ist beispielsweise gerade mal eine Stunde mit dem Boot von Buenos Aires entfernt. Unbedingt beachten musst du aber, dass dein Reisepass bei jeder Einreise nach Argentinien noch mindestens sechs Monate gültig sein muss.

Die Top 3 Orte für digitale Nomaden in Argentinien

Folgende Orte eigenen sich für digitale Nomaden in Argentinien am meisten:

1 | Buenos Aires

Die argentinische Hauptstadt ist zweifellos der Hotspot digitaler Nomaden sowohl in Argentinien als auch auf dem gesamten südamerikanischen Kontinent. Hier findest du einfach alles, was das Digitalnomaden-Herz höher schlagen lässt: Etliche Coworking Spaces, tolle Restaurants und WLAN-Cafés, viele Gleichgesinnte und ein vibrierendes Nachtleben. Das schöne Nachbarland Uruguay mit seinen traumhaften Atlantikstränden ist nur eine Bootsstunde entfernt und auch in der Stadt selbst gibt es natürlich zahlreiche Freizeitmöglichkeiten und Ausflugsziele. Für viele digitale Nomaden ist die argentinische Hauptstadt die interessanteste und spannendste Stadt Lateinamerikas.

2 | Córdoba

Auch die zweitgrößte Stadt des Landes hat digitalen Nomaden einiges zu bieten: Vier Coworking Spaces gibt es in der schönen Stadt am Rio Suquía mittlerweile. Dazu kommen zahllose gemütliche WLAN-Cafés und öffentliche Bibliotheken, in denen du dein temporäres Büro einrichten kannst. Berühmt ist die Stadt vor allem für ihre zahlreichen Kolonialbauten sowie eine der wichtigsten Universitäten des Landes. In der Umgebung bieten die Sierras de Córdoba mit ihren kristallklaren Flüssen und Gebirgslandschaften großartigen Wander-und Bademöglichkeiten für Wochenendausflüge.

3 | Rosario

Rosario ist vermutlich noch ein Geheimtipp für digitale Nomaden in Argentinien, doch es lohnt sich! Neben den unzähligen, urgemütlichen WLAN-Cafés gibt es mittlerweile auch zwei Coworking Spaces in der schönen, am Ufer des mächtigen Rio Paraná gelegenen Stadt. Der Fluss ist so riesig, dass du dich hier fast wie am Meer fühlst und verschiedene Inseln im Fluss bieten wunderbare Erholungs- und Bademöglichkeiten. Buenos Aires ist gerade mal 300 Kilometer entfernt, aber da Rosario genug zu bieten hat, wirst du die Hauptstadt gar nicht brauchen. Wer es etwas unaufgeregter mag, wird die Stadt mit knapp eine Million Einwohner lieben.

Diese Gegenden solltest du meiden

Der Süden des Landes ist extrem dünn besiedelt und bietet daher nur eine eingeschränkte Infrastruktur. Auch das Internet ist dort deutlich langsamer und mitunter nicht vorhanden. Aus diesen Gründen und auch wegen der Extremtemperaturen im Winter eignet sich diese Region nicht für digitale Nomaden.

5 Gründe, warum du als digitaler Nomade nach Argentinien gehen solltest

1Buenos Aires ist eine der spannendsten Städte auf dem lateinamerikanischen Kontinent.

 

2Das argentinische Spanisch ist besonders schön und leicht zu erlernen.

 

3Du kannst dort gut überwintern: Die Jahreszeiten sind genau umgedreht.

 

4Die Lebenshaltungskosten sind niedriger als in Deutschland.

 

5Insbesondere in Patagonien findest du atemberaubende, einzigartige, teils unberührte Landschaften.

Fazit 

Argentinien zählt gemeinsam mit Kolumbien zu den beliebtesten Ländern digitaler Nomaden in Lateinamerika. Dementsprechend findest du dort eine lebendige Community digitaler Nomaden, Coworking Spaces und viele Vernetzungsmöglichkeiten. Insbesondere die Hauptstadt Buenos Aires ist zweifelsohne ein Mekka für digitale Nomaden und auch bei Start-ups beliebt. Auch andere argentinische Städte wie Córdoba oder Rosario eigenen sich für digitale Nomaden, den Süden solltest du dagegen meiden. Argentinien überzeugt vor allem mit günstigen Lebenshaltungskosten, einem milden Klima im Norden des Landes, aufgeschlossenen Locals und einer attraktiven Weltsprache. Abstriche musst du als digitaler Nomade in Argentinien dagegen bei der Internetgeschwindigkeit und der Sicherheit machen - wie so ziemlich überall in Südamerika.

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