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Schritt 3: Welches Arbeitsmodell ist das Richtige für meinen Auslandsjob?

 Welcher Auslandsjob passt zu mir?

Wer im Ausland nach einem dauerhaften Job sucht, muss sich für ein Arbeitsmodell entscheiden. In einigen Ländern gibt es relativ viele Jobs für gut ausgebildete Ausländer, sodass diese gute Chancen auf einen festen Vollzeit-Job haben. In Ländern mit einem schwierigen Arbeitsmarkt bleibt vielen jobsuchenden Ausländern dagegen nur der Sprung in die Selbstständigkeit. Einige Menschen entscheiden sich auch ganz bewusst dafür, da Selbstständigkeit häufig die besten Verdienstchancen und größtmögliche Freiheit verspricht. Wer sich von einem Auslandsjob auch einen Ausstieg aus dem Hamsterrad und dem hektischen Berufsalltag erhofft, für den reicht vielleicht auch ein Teilzeitjob, um ein gutes Leben in einem anderen Land zu führen. Auf jeden Fall sollte sich jeder, der dauerhaft im Ausland leben und arbeiten möchte, die Frage stellen: Welches Arbeitsmodell passt zu mir?

Themen dieser Seite:

Vollzeit-Job im Ausland

Ein Vollzeit-Job ist in der Regel der sicherste Weg ins Ausland. Gerade wenn es ins außereuropäische Ausland gehen soll, ist es oft die einzige Möglichkeit, an ein begrenztes Arbeitsvisum oder sogar eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu kommen. Um ein Visum beantragen zu können, muss in den meisten Ländern bereits ein konkretes Jobangebot vorliegen. Oft muss der potentielle Arbeitgeber außerdem nachweisen, dass er keine geeignete einheimische Arbeitskraft  für den Job finden konnte. Auch wenn es nicht unbedingt leicht ist, an einen gutbezahlten Job im Ausland zu kommen, lohnt sich die Mühe auf jeden Fall. Nicht nur das Visum bzw. die Aufenthaltsgenehmigung sind viel leichter zu bekommen, auch der Schritt, für längere Zeit ins Ausland zu gehen, fällt vielen mit Jobgarantie natürlich viel leichter. So weißt du, dass du von Anfang an mit einem festen Gehalt in deiner neuen Heimat rechnen kannst.

Teilzeit-Job im Ausland

Vor allem für Menschen, die sich ein stressfreieres, einfaches und unkompliziertes Leben im Ausland wünschen, ist ein Teilzeit-Job eine gute Option. Wenn auch mit einem Teilzeitjob noch genug Geld zum Leben übrig bleibt, kannst du mit dieser Entscheidung einen echten Wandel in deinem Leben bewirken. Mitunter kannst du auch mit einem Teilzeitjob ein Visum oder eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in deinem Wunschland bekommen. In den EU-Staaten entfällt das natürlich aufgrund der Freizügigkeit. Dort kannst du dein Arbeitsmodell ohnehin vollkommen frei wählen. Gerade in Ländern mit niedrigen Lebenshaltungskosten und einem eher entspannten Lebensstil, ist das Teilzeit-Modell für ausländische Arbeitnehmer oft interessant. Vor allem, wenn der Partner in Vollzeit arbeitet, kann man mit diesem Arbeitsmodell durchaus gut leben.

Working Holidays

Eine weitere interessante Option für Auslandsjobber sind die sogenannten Working Holidays. Damit kannst du dir im Grunde selbst einteilen, wie viel du arbeiten möchtest. Working Holidays dauern in der Regel ein Jahr und du kannst sie als eine Art Testphase für deinen Auslandsjob ansehen. Es gibt ganz verschiedene Arten von Working Holidays. Zu den beliebtesten Formen gehört ein klassischer Work-and-Travel-Aufenthalt. Dafür beantragst du ein Working-Holiday-Visum und kannst dann bis zu einem Jahr in spannenden Ländern wie Australien, Neuseeland oder Kanada Geld verdienen. Du kannst meist jeden Job annehmen und dabei ganz unterschiedliche Branchen austesten. Mitunter gibt es die Einschränkung, dass du nur sechs Monate für den gleichen Arbeitgeber tätig sein darfst. Nach Ablauf der sechs Monate kannst du dir aber einen neuen Arbeitgeber suchen. Typischerweise übt man beim Work and Travel ohnehin verschiedene Tätigkeiten aus und lernt so ganz unterschiedliche Branchen im Gastland kennen. Neben den Klassikern Australien, Neuseeland und Kanada kommen auch Länder wie Chile, Japan, Hongkong, Singapur, Südkorea oder Israel für einen Work-and-Travel-Aufenthalt infrage. Diese Form des Auslandsaufenthalts ist ideal als erste Testphase, bei der du wunderbar herausfinden kannst, ob das Leben und Arbeiten im Ausland das Richtige für dich ist.

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Altersbeschränkung

Das einzige Hindernis ist für einige Interessierte jedoch die Altersbeschränkung. In den meisten Ländern musst du zwischen 18 und 30 Jahren alt sein, um das Working-Holiday-Visum beantragen zu können. Eine Ausnahme ist Kanada, wo du dich noch bis 35 Jahre um eines der begehrten Visa bewerben kannst. Solltest du das Mindestalter schon überschritten haben, gibt es aber noch andere Formen der Working Holidays, die du ohne Visum bzw. mit einem einfachen Touristenvisum machen kannst. Dazu zählen beispielsweise die Freiwilligenarbeit, ein unbezahltes Praktikum oder sogenannte Help-Exchange-Aufenthalte, bei denen du für ein paar Stunden Arbeit pro Tag freie Unterkunft und Verpflegung bei Einheimischen bekommst. Auch so lernst du dein Gastland besser kennen und kannst dir einen ersten Eindruck verschaffen, bevor du dir dort einen dauerhaften Job suchst.

>> Mehr Infos zu Work & Travel

Selbstständigkeit im Ausland

Manche Menschen sind einfach für die Selbstständigkeit gemacht und können sich kaum vorstellen, in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten. Wenn auch für dich kein anderes Arbeitsmodell als die Selbstständigkeit in Frage kommt, kannst du das ebenso gut in einem anderen Land realisieren. Du solltest dich vor allem fragen, ob du dich prinzipiell für die Selbstständigkeit eignest und welche Rechte und Pflichten im Auswanderungsland auf dich zukommen. Die Gründung eines Unternehmens oder auch eine selbstständige Tätigkeit als Freelancer ist mit einigen Risiken verbunden, die du kennen und vorab abwägen solltest.

 >> Als Freelancer im Ausland arbeiten

Ein Unternehmen im Ausland gründen

Wer eine gute Geschäftsidee hat, kann den Sprung in die Selbstständigkeit wagen. Allerdings ist zunächst eine Marktanalyse des Einwanderungslandes unbedingt erforderlich, um herauszufinden, ob es vor Ort überhaupt einen Markt für dein Produkt oder deine Dienstleistung gibt. Als Gründer im Ausland kannst du dir aber auch deine Herkunft zunutze machen und beispielsweise deutsche Produkte im Ausland verkaufen, eine deutsche Bäckerei oder ein bayrisches Gasthaus eröffnen. Gute Kenntnisse der Landessprache sind für die Selbstständigkeit im Ausland oft erforderlich, es sei denn du hast genug Ressourcen, um dich vor Ort von Übersetzern und Dolmetschern unterstützen zu lassen

Selbstständig als Freiberufler

Wer sich im Ausland selbstständig machen möchte, muss nicht bei null anfangen. Ganz im Gegenteil ist es meist sinnvoll, auf die erlernten Tätigkeiten in einem bereits ausgeübten Beruf zurückzugreifen. In einem Bereich, in dem du bereits jahrelange Erfahrungen sammeln konntest, kannst du beispielsweise als Berater arbeiten oder deine Dienstleistung freiberuflich verschiedenen Kunden anbieten. Prinzipiell hast du als Selbstständiger zwei Möglichkeiten (egal ob im In- oder Ausland): Du kannst entweder dein eigenes Unternehmen gründen, was meist mit hohen Investitionen verbunden ist (Ausnahme: Online-Business), oder du bietest als Freiberufler eine bestimmte Dienstleistung an. Dabei greifst du am besten auf deine bisherigen beruflichen Erfahrungen, deine Ausbildung und spezifische Fähigkeiten zurück. Als Freiberufler kannst du unter anderem im Bereich Webdesign, Journalismus oder Marketing arbeiten, aber beispielsweise auch als Tauch-, Ski- oder Sprachlehrer. Wenn du spezifische Talente und Fähigkeiten besitzt und auch schon einige Kenntnisse der Landessprache hast, kannst du als Freiberufler in vielen verschiedenen Bereichen erfolgreich sein. Als Freiberufler bindest du dich meist auch nicht fest an einen Ort, sondern kannst deinen Lebensmittelpunkt immer wieder ändern.

Weitere Modelle und Möglichkeiten

Ein Handicap hast du allerdings: Als Neuer, oder noch schlimmer als „Fremder“, musst du dich erstmal auf dem einheimischen Markt etablieren. Das kann zeit- und nervenraubend sein und oft scheitert es allein schon an der sprachlichen Barriere. Eine Lösung dafür kann sein: Du arbeitest als Freiberufler bzw. Selbstständiger einfach weiter für Firmen und Kunden aus der Heimat, wo du den Umgangston und den Markt kennst. Dadurch kommst du viel leichter und schneller an Aufträge. Das funktioniert natürlich nur, wenn du deine Tätigkeit vollkommen oder zumindest überwiegend ortsunabhängig ausüben kannst. Du musst also nicht physisch anwesend sein, sondern kannst deine Arbeit überall dort erledigen, wo es eine stabile Internetverbindung gibt. Solche selbstständigen Online-Unternehmer oder Freelancer bezeichnen sich oft als Digitale Nomaden, Remote Worker oder ortsunabhängige Unternehmer. Du baust also ein Unternehmen oder eine Freiberufler-Tätigkeit auf, die an keinen festen Ort gebunden sind. Deine Produkte verkaufst du online und auch deine Kunden akquirierst du über das Netz. Dank moderner Kommunikationstechnologien wie Skype, Whatsapp und E-Mail kannst du sogar Mitarbeiter rund um die Welt beschäftigen, die für dich arbeiten, obwohl du sie niemals persönlich getroffen hast. Die Zahl der ortsunabhängigen Selbstständigen, die immer dort leben und arbeiten, wo sie gerade Lust haben, wächst ständig und wird in Zukunft sicherlich weiter an Bedeutung gewinnen. Warum also nicht auf den langsam an Fahrt aufnehmenden Zug aufspringen, der so viel Freiheit verspricht?

Firmensitz in Deutschland oder im Ausland?

Wenn du dich selbstständig machen und mit einem eigenen Unternehmen oder einer Freiberufler-Tätigkeit im Ausland Geld verdienen möchtest, musst du dir außerdem Gedanken um den Firmensitz deines Unternehmens machen. Wenn du ein physisches Unternehmen in einem anderen Land planst, wie etwa einen Laden, ein Restaurant oder einen Reiseveranstalter, wird der Firmensitz natürlich ganz klar in deiner neuen Heimat liegen. Etwas anders sieht es jedoch mit digitalen Unternehmen oder auch Freiberufler-Tätigkeiten aus. Hierbei solltest du dir gut überlegen, wo du dein Unternehmen gründest. Wenn du nicht planst, für immer im Ausland zu bleiben, kannst du durchaus auch in Deutschland ein Gewerbe oder eine Freiberufler-Tätigkeit anmelden. Wenn du als digitaler Nomade um die Welt ziehst, mal ein paar Monate bleibst und dann wieder weiterziehst, kannst du dir auch ein Drittland aussuchen, indem du dein Unternehmen anmeldest. Auf jeden Fall solltest du dich immer gut informieren, was möglich und vor allem legal ist.

Fazit

Bei der Frage, welches Arbeitsmodell im Ausland zu dir passt, geht es vor allem um deine allgemeine Grundeinstellung. Fühlst du dich in einer Festanstellung mit all den einhergehenden Sicherheiten und Annehmlichkeiten am wohlsten oder bist du eher der Typ, der Herausforderungen liebt und für sein Glück gern auch mal ein Risiko eingeht? Ist Letzteres der Fall, kannst du es auch im Ausland mit der Selbstständigkeit probieren. Als sogenannter Digitaler Nomade oder Online-Unternehmer musst du dich nicht mal unbedingt auf einem neuen, fremdsprachigen Arbeitsmarkt etablieren, sondern kannst weiterhin für Kunden aus der Heimat arbeiten bzw. eine Zielgruppe in deiner alten Heimat ansprechen. Nichtsdestotrotz ist der einfachste Weg, eine neue Existenz im Ausland aufzubauen, in der Regel ein Vollzeit-Job. Diesen kannst du mitunter schon vorab suchen und so sicher sein, dass bereits ab dem ersten Monat im Ausland Geld fließt.


Nächste Schritte zu deinem Job im Ausland

>> zum nächsten Schritt: Schritt 4 | Voraussetzungen für das Arbeiten heraussuchen

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