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Warum Work and Travel nicht für Ältere möglich ist

Für ältere Menschen ab 30 gibt es anstatt Work and Travel spannende Alternativen.Die Altersbeschränkung für das Working-Holiday-Visum wird für viele Reiselustige zum Stolperstein. Die meisten Länder vergeben dieses Visum nur an Personen zwischen 18 und 30 Jahren. Wer noch nicht alt genug ist, muss sich einfach etwas gedulden. Wer allerdings die 30 Jahre schon überschritten hat, für den ist es in den meisten Ländern schlichtweg zu spät. Das mag unfair scheinen, jedoch ist das Ziel der Working-Holiday-Abkommen, den interkulturellen Austausch junger Menschen zu fördern. Warum die Altersbegrenzung mitunter auch sinnvoll ist und welche Alternativen es für ältere Menschen jenseits der 30 gibt, zeigen wir in diesem Beitrag.

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Warum gibt es Altersbeschränkungen?

Fast alle Working Holiday-Destinationen haben das Alter auf 18 bis 30 Jahre begrenzt. Ein schöner Nebenaspekt für alle, die die 30er Grenze nur knapp überschritten haben: Für Kanada kann man das Working-Holiday-Visum bis 35 Jahre beantragen. Man kann nur spekulieren, warum die Länder eine Altersbeschränkung vornehmen. Der Grundgedanke der Working-Holiday-Abkommen ist, dass junge Menschen ihren Horizont erweitern und interkulturelle Erfahrungen sammeln. Eine weitere wesentliche Motivation für eine Altersbeschränkung mag der Einfluss auf den heimischen Arbeitsmarkt sein. Ältere Personen sind naturgemäß besser ausgebildet und bringen viel mehr Berufserfahrungen mit als junge Menschen, die womöglich gerade erst die Schule beendet haben. Damit stellen die „Älteren“ eine viel größere Konkurrenz für lokale Arbeitnehmer dar. Sie können sich auch auf attraktive, hochqualifizierte Stellen bewerben und diese im Gastland ausüben. Natürlich möchte jede Regierung verhindern, dass ausländische Arbeitnehmer Einheimischen die Arbeitsplätze wegnehmen. Deshalb ist eine Begrenzung des Alters für Working Holiday Maker aus Sicht des jeweiligen Landes sinnvoll.

Warum sich Work & Travel für Ältere mitunter nicht lohnt

Work & Travel hat seinen Reiz vor allem für junge Menschen, die gerade erst lernen auf eigenen Beinen zu stehen und die Welt entdecken. Oft macht man als Work & Traveller eher einfache Jobs für einen vergleichsweise niedrigen Lohn. Das macht Spaß, wenn es das erste Mal ist, dass man seinen eigenen Lebensunterhalt verdient. Hat man in seinem Leben aber schon viel gearbeitet und dabei viel mehr verdient, kann das auch frustrierend sein. Damit man beim Work & Travel auch noch Geld für das Reisen zurücklegen kann, haust man in der Regel in sehr einfachen Unterkünften, hat in den seltensten Fällen ein Zimmer für sich und spart an allen Ecken und Enden. Für junge Leute ist das eine gute Schule, um den Umgang mit Geld zu lernen, für erfahrenere Menschen ist es aber meist kein erstrebenswerter Umstand. Ihnen fällt es oft schwerer, sich an die einfachen, manchmal auch unhygienischen Unterkünfte zu gewöhnen. Da man in den meisten Work & Travel-Ländern nur maximal sechs Monate für den gleichen Arbeitgeber tätig sein darf, ist es auch für erfahrene Arbeitnehmer schwierig, einen qualifizierten Job zu finden, bei dem man gutes Geld verdient. Oft ist es daher für Menschen mit mehr Lebens- und Berufserfahrung sinnvoller, vorab im Heimatland zu arbeiten und genug Geld für eine lange Reise zurückzulegen. Oftmals kann man auf diese Weise deutlich mehr Geld in kürzerer Zeit verdienen und sich dann unterwegs ganz den angenehmen Seiten des Lebens widmen. Oft hat man in diesem Lebensabschnitt auch schon so viele Jahre im Büro hinter sich, dass eine längere Auszeit, die man ganz dem guten Leben widmet, genau das Richtige ist.  

Was sind die Alternativen für ältere Menschen ab 30?

Was gibt es also für Alternativen für über 30-Jährige? Eine Möglichkeit ist, wie bereits erwähnt, Kanada. Das Land vergibt Working-Holiday-Visa an bis zu 35-Jährige und man kann in dem nordamerikanischen Land sogar bis zu einem Jahr für den gleichen Arbeitgeber tätig sein. Allerdings haben viele Reiselustige auch diese Altersgrenze bereits hinter sich gelassen. Auch dann kann man einen längeren Auslandsaufenthalt realisieren. Hier ein paar Ideen:

Sabbatical

Ein Sabbatical bzw. Sabbatjahr ist eine wunderbare Möglichkeit, sich eine längere Auszeit zu gönnen, ohne dabei seinen Job aufgeben zu müssen. Es handelt sich dabei um ein Arbeitszeitmodell, bei dem der Arbeitnehmer für etwa drei bis zwölf Monate aus dem Beruf aussteigt und danach wieder in den alten Job zurückkehrt. Hier kommt es ganz auf den Arbeitgeber an, ob eine solche Auszeit möglich ist. Besonders Lehrer und Beamte haben vielfältige und attraktive Möglichkeiten für längere Zeit ins Ausland zu gehen und ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Aber auch ‚normale‘ Angestellte sollten sich unbedingt bei ihrem Arbeitgeber über die Möglichkeiten erkunden. Es gibt verschiedene Modelle. Beispielsweise ist es möglich, eine Zeitlang für ein reduziertes Gehalt zu arbeiten. Dann bekommt man zum Beispiel nur drei Viertel oder vier Fünftel  seines Gehalts ausgezahlt, den anderen Teil spart man für die Auszeit vom Job. Während des Auslandsjahrs wird dann das gesparte Gehalt monatlich ausgezahlt. Wer genug Disziplin hat, kann natürlich auch privat für die Auszeit vom Beruf zurücklegen. Dann verzichtet man während des Sabbatjahrs auf das Gehalt und lebt vom Ersparten. Nach der Rückkehr in die Heimat hat man den alten Job sicher und muss sich unterwegs keine Sorgen wegen der drohenden Arbeitslosigkeit machen. Während eines Sabbatjahrs darf man im Gastland zwar nicht jobben, aber man kann sich als Freiwilliger nützlich machen oder auch einen Sprachkurs absolvieren.

Jobbatical

Wer es allerdings nicht schafft, genügend Geld für das große Abenteuer zurückzulegen, für den gibt es weitere Möglichkeiten. „Jobbatical“ ist als Mischung aus Jobben und Sabbatjahr gedacht. Spezialisierte Agenturen vermitteln zeitlich begrenzte Jobs in Ländern rund um die Welt. Oft handelt es sich um Länder, wo die lokalen Unternehmen Schwierigkeiten haben, Fachkräfte zu finden. Oder es sind kleine Start-ups, die es sich noch nicht leisten können, Leute langfristig einzustellen und daher Leute für einen begrenzten Zeitraum suchen. Jobbaticals eigenen sich wunderbar für gut ausgebildete Fachkräfte, die Lust auf eine längere Zeit im Ausland haben, aber nicht ein Jahr lang die Füße hochlegen wollen. Es ist ideal für Menschen, die ihren Beruf lieben und die Unternehmenskultur und den Arbeitsalltag in einem fremden Land kennenlernen möchten. Ob man dabei den Job daheim behalten kann, muss man mit dem Arbeitgeber besprechen. Meist profitieren Arbeitgeber aber in hohem Maße von den internationalen Erfahrungen der Angestellten und haben daher ein Interesse daran, die Leute nach der Auslandszeit weiter zu beschäftigen. Das Visum für das jeweilige Land kann man, nachdem man einen Job gefunden hat, relativ unkompliziert beantragen.

>> Weitere Infos zum Jobbatical

Online arbeiten

Auch das Internet bietet viele Möglichkeiten für diejenigen, die für längere Zeit reisen wollen, es sich aber nicht ohne weiteres leisten können. Für viele Jobs braucht man heutzutage gar nicht mehr vor Ort im Büro des Arbeitgebers sein. Wer einen solchen Job hat, sollte mit seinem Chef unbedingt über das Home Office reden. Der Arbeitgeber spart schließlich auch, wenn die Angestellten von zuhause arbeiten und keinen Platz im Büro brauchen. Was für ihn letztendlich zählt, sind die Ergebnisse und wenn diese stimmen, kann man genauso gut auch von zuhause aus arbeiten. Und das Zuhause kann letztendlich auch überall auf der Welt sein, zumindest dort, wo es eine vernünftige Internetverbindung gibt. Natürlich sollte es mit dem Arbeitgeber abgesprochen sein, aber im Grunde besteht für viele Arbeitnehmer die Möglichkeit, ihren Job auch auf Reisen weiter auszuüben und so Work und Travel auf zeitgemäße Weise miteinander zu verbinden. Evtl. sollte man aber auch die Stundenzahl etwas reduzieren, damit auch Zeit fürs Reisen und Entdecken vor Ort hat. Sollte das keine Option sein, kann man den alten Job auch hinschmeißen und seine Fähigkeiten und Talente auf dem Online-Markt verkaufen. Besonders wenn man einen Beruf hat, der sich gut online erledigen lässt, ist das ideal. Im besten Fall hat man auch schon Kundenkontakte, denen man seine Dienste als Freelancer anbieten kann. Eine weitere Möglichkeit ist ein eigenes Online-Business, wie zum Beispiel ein Portal zu einem gefragten Thema oder einen Online-Shop für eine zahlkräftige Nischengruppe. Das benötigt allerdings ein wenig Vorbereitungszeit, da es in der Regel eine Weile dauert, bis man ein solches Unternehmen zum Laufen bringt und Geld damit verdient.

>> "Work and Travel" als digitaler Nomade

Fazit 

Der Fakt, dass Working-Holiday-Visa altersbegrenzt sind, lässt sich nicht ändern. Die Länder haben rationale Gründe für diese Altersbeschränkung und es wird sich aller Voraussicht nach auch in Zukunft nichts an dieser Einschränkung ändern. Für alle, die kein Working-Holiday-Visum mehr beantragen können gibt es aber zahlreiche attraktive Alternativen. Diese Auslandszeiten sind mitunter viel besser geeignet für Menschen mit mehr Berufs- und Lebenserfahrung. Auch Menschen, die vorab nicht genug Geld für eine lange Reise sparen können, haben verschiedene Möglichkeiten, unterwegs Geld zu verdienen. Die Altersgrenze für Work & Travel überschritten zu haben ist also definitiv kein Grund, auf eine längere Zeit im Ausland zu verzichten.

 

>> Altersgrenzen für die verschiedenen Work & Travel - Destiantionen

>> Weltweite Work & Travel-Programm-Angebote

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