Auslandspraktikum im Bereich Pädagogik

Du studierst Pädagogik, Geistes- oder Sozialwissenschaften, Erziehungswissenschaften, Lehramt oder sonst einen verwandten Studiengang und möchtest ein Auslandspraktikum in einem dieser Bereiche absolvieren? Oder befindest du gerade dich in einem sog. Gap-Year zwischen Schule und Studium und möchtest herausfinden wie es für dich weiter geht? Dann stehen dir zahlreiche Möglichkeiten offen. Schulen, Universitäten, gemeinnützige Einrichtungen – so zahlreich wie die Studienfächer ausfallen, können auch die Berufsfelder aussehen in welchen du tätig werden kannst. Vielleicht hast du auch bereits einige arbeitsreiche Jahre hinter dir und möchtest dich nun nochmal neu orientieren? Auch gut. Grundsätzlich gilt:  Wer mit Menschen arbeitet benötigt einiges an Geduld, Einfühlungsvermögen und je mehr Erfahrung desto besser. All diese Eigenschaften kannst du in einem Praktikum erlernen und durch einen interkulturellen Austausch im Ausland noch ausbauen.

Themen dieser Seite:

Was bringt mir ein Pädagogik-Praktikum?

Theorie pauken und die Schulbank drücken ist ja schön und gut, aber wie man Bildung richtig vermittelt, was einen guten Pädagogen ausmacht, oder wie man als Sozialarbeiter grundsätzlich die Nerven behält, das kann nur durch Routine und viel Erfahrung wirklich erlernt werden. Wie du Lehrmaterialien erstellst oder einen Betrieb im Bildungsbereich unterstützt solltest du ebenfalls in der Praxis testen. Was bietet sich da besser an, als Berufserfahrung im Ausland zu sammeln!? Auf diese Weise hast du die Möglichkeit dein theoretisches Wissen aus den Vorlesungen und Seminaren praktisch umzusetzen.

Wer sich traut seine deutsche Komfortzone zu verlassen und Neuland zu erkunden, der wird in vielerlei Hinsicht belohnt und auch dein Lebenslauf freut sich über ein bisschen kulturelle Diversität. All das wirst du außerdem mitnehmen, wenn du ein Auslandspraktikum im Bereich Pädagogik absolvierst:

  • Du wirst deine eigenen Stärken und Schwächen im Berufsalltag ergründen.
  • Du schaffst dir eine berufliche Orientierungshilfe, indem du austestest ob der Arbeitgeber deiner Träume auch hält, was du dir versprichst.
  • Du lernst das Arbeitsleben im Auslandkennen und sammelst wertvolle Erfahrungen was die unterschiedlichen Arbeitsabläufe und hierarchischen Strukturen deiner Gastdestination anbelangt.
  • Du schaffst dir ein internationales Netzwerk, was dir in der beruflichen (ggf. auch privaten) Zukunft bestimmt nochmal von Nutzen sein wird.
  • Du verbesserst deine Fremdsprachenkenntnisse – je mehr Sprachen du bei künftigen Arbeitgebern vorweisen kannst, desto besser.
  • Du lernst kulturelle Besonderheiten deines Gastlandes kennen.
  • Du erhältst eine wertvolle Referenz für deinen Lebenslauf, denn in Praktika gesammelte Berufserfahrungen signalisieren dem späteren Arbeitgeber ein hohes Maß an Motivation und Eigeninitiative.
  • Du wirst dich persönlich weiterentwickeln und deine Kompetenzen stärken, auch was den Umgang mit Kollegen, Schülern oder Eltern anbelangt.
  • Im besten Fall wirst du nach Beendigung deines Praktikums wissen welcher Beruf für dich in Frage kommt und welcher nicht.
  • Auch deine Studien im Anschluss an dein Praktikum können positiv beeinflusst werden. Nun weißt du für was du all die Theorie benötigst und kannst mit neuer Motivation an dein Studium herangehen.

Kurz: Egal, wie dein Praktikum tatsächlich verläuft, am Ende kannst du nur davon profitieren. Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen zu sammeln, erhöhen die Chance deine Interessen besser kennenzulernen, und somit an deinen Traumberuf zu gelangen.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Wenn du deine berufliche Zukunft im Bereich Pädagogik siehst, dann stehen dir zahlreiche Möglichkeiten offen. Vom klassischen Lehrerberuf, über den Bildungsbereich hin zu Bereichen der Bildungspädagogik, dem Bildungsmanagement oder der Bildungsreferenz. Außerdem stehen dir Berufsfelder offen wie: Coaching, Beratung, Autor, Marketing usw. Diese unterschiedlichen Tätigkeitsfelder erhöhen (je nach Berufswunsch) auch deine Chancen im Ausland einen Praktikumsplatz zu erhalten.

Ein Praktikum bei einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen ist mindestens genauso viel Wert, wie in einem großen Konzern. Meist wirst du in kleineren Betrieben sogar deutlich mehr und effektiver in den Arbeitsalltag integriert als in großen Agenturen. Es lohnt sich also alle Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen.

Welche Länder sind möglich?

Grundsätzlich kannst du dein Praktikum im Bereich Pädagogik in jedem Land machen, solange du einen geeigneten Praktikumsplatz findest. Dabei solltest du die Visa-Bestimmungen der einzelnen Länder beachten, die für dich mit unterschiedlich hohen Kosten verbunden sind. Einige Länder erheben zusätzlich eine Praktikums-Gebühr, die an die Institution gezahlt werden soll und somit ein weiterer finanzieller Kostenpunkt wäre. Diese Kosten würdest du natürlich mit einem Praktikum innerhalb der EU umgehen, da hier keine Visa erforderlich sind. Auch wenn grundsätzlich in allen Ländern ein Auslandspraktikum möglich ist, ist es nicht ganz einfach, überall eine Stelle zu bekommen. Mit viel Durchsetzungs- und Durchhaltevermögen ist es vermutlich möglich, im Wunschland ein Auslandspraktikum zu bekommen, doch das kann langwierig und kompliziert sein. Daher sollte jeder bestehende Kontakt in ein anderes Land genutzt werden, um die eigenen Chancen auf ein Praktikum zu erhöhen.

Du bist Student? Dann solltest du beachten, dass je nach Studiengang Rahmenbedingungen deines Praktikums erfüllt werden müssen, welche ggf. nicht in jedem Land umsetzbar sind.

Praktikums-Beispiele

1 |Auslandspraktikum im Bereich Lehramt

Du befindest dich zwischen Schulabschluss und Studium und möchtest erst einmal herausfinden, ob das Lehramt tatsächlich dem Berufsbild entspricht, welches du dir ausmalst?! Dann gibt es zahlreiche Möglichkeiten für dich auch nur ein paar Wochen in einen Schulalltag als Lehrer hinein zu schnuppern. Zwar bekommst du für deine Tätigkeit in diesem Fall keine Vergütung und du wirst auch überwiegend als Unterstützer des Lehrers fungieren statt selbst zu unterrichten – aber zur ersten Orientierung kann das genau richtig sein.

Einige Universitäten haben Kooperationen mit bestimmten Schulen an welchen du dich für ein Praktikum bewerben kannst. Je nach Universität hast du jedoch auch die Möglichkeit die Schule selbst zu wählen und kannst dich daher auch für ein Auslandspraktikum entscheiden. Du studierst eine bestimmte Fremdsprache auf Lehramt oder Europagrundschullehramt? Perfekt. Das ist doch das beste Argument dein Orientierungspraktikum im Ausland zu absolvieren. Informiere dich bei der zuständigen Stelle deiner Uni und plane deinen Auslandsaufenthalt.

Nützliche Links:

>> Infos zu Praktika an PASCH-Schulen im Ausland
>> Umfassende Infos von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

2 |Auslandspraktikum im Bereich Erwachsenenbildung

Die Erwachsenenbildung hält ebenfalls einige Möglichkeiten für ein Auslandspraktikum für dich bereit. Je nach Unternehmen ist eine abgeschlossene Berufsausbildung und/ oder praktische Erfahrung Voraussetzung für ein solches Praktikum. Jedoch nicht in allen Bereichen. Du kannst beispielsweise auch hier als Lehrer/in tätig werden, Lernmaterialien vorbereiten und Unterrichtsinhalte mitgestalten. Veranstaltungen, Seminare und Tagungen können ebenfalls in den Bereich der Erwachsenenbildung fallen. Dabei kannst du im Tagesgeschäft mitwirken, Seminarteilnehmer betreuen und bei ausgewählten Projekten aktiv mitwirken.

3 |Auslandspraktikum im sozialen Bereich

Du hast dich dazu entschieden ein Praktikum im sozialen Bereich zu absolvieren und deine theoretischen Kenntnisse der Pädagogik in der Praxis anzuwenden? Dann kannst du zum Beispiel ein Auslandspraktikum in Kinder- und Jugendeinrichtungen absolvieren. Dein Arbeitsplatz können Kinderkrippen, Kindergärten oder Vorschulen sein. Du unterstützt die Festangestellten bei ihren täglichen Routinen, kommst in direkten Kontakt mit den Kindern und kannst einiges lernen. Die Möglichkeiten in diesem Bereich tätig zu werden sind zahlreich und so kann auch das sozialpädagogische Wohngruppen betreuen, die Schulsozialarbeit, oder das Leiten von sozialen Gruppenarbeiten zu deinen Aufgabenbereichen zählen.

Auch die Arbeit mit Menschen mit Behinderung kann ein Teil der pädagogischen Sozialarbeit sein. Hierbei hast du die Möglichkeit Institutionen zu unterstützten oder in direkten Kontakt mit den Betroffenen kommen. Mögliche Einsatzbereiche können  Schulen / Werkstätten für Kinder und Jugendliche mit körperlicher Behinderung sein, die Arbeit mit Autisten, die Arbeit in Schulen für Kinder und Jugendliche mit Sprachstörungen. Häufig ist in diesen Tätigkeitsfeldern eine Eins-zu-Eins-Betreuung erforderlich und erfordert viel Einfühlungsvermögen und Geduld von dir.

>> Mehr Infos zum Auslandspraktikum im sozialen Bereich

>> Soziales Praktikum + Medizin: Das Pflegepraktikum im Ausland

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Studenten die ein Pflichtpraktikum im Rahmen ihres Studiums absolvieren müssen, haben meist die besten Chancen einen Praktikumsplatz zu bekommen. Hinzukommt, wer schon Praxiserfahrung mitbringt (durch vorangegangene Praktika, Nebenjobs in verwandten Bereichen oder grundsätzlich Berufserfahrung hat) erhöht seine Chancen auf eine Zusage ebenfalls.

Da der Bereich Pädagogik ein recht breitgefächerter Bereich ist, der es ermöglicht mit unterschiedlichem Studienhintergrund ein Praktikum im In- und Ausland zu absolvieren, sind Praktikumsplätze sehr begehrt. Starte deinen Bewerbungsprozess rechtzeitig – bis zu einem Jahr im Voraus für große Unternehmen. Manche Unternehmen erwarten einen Sprachnachweis in der jeweiligen Landessprache, andere setzten voraus, dass du schon in einem bestimmten Fachsemester studiert hast, andere erwarten praktische Vorkenntnisse. Wichtig: Jede Schule, jedes Land und jede Universität hat andere Anforderungen an dich und deinen Praktikumsaufenthalt. Informiere dich daher rechtzeitig und ausführlich, damit du auch keine Fristen verpasst.

Du solltest versuchen dein Praktikum auf dein theoretisches Wissen aufbauen zu lassen. Das bedeutet, wenn dein Studium sich insbesondere mit der Thematik der Erwachsenenbildung beschäftigt hat, dann versuche auch dein Praktikum in diesem Bereich erfolgen zu lassen – Volkshochschulen gibt es auch im Ausland und würden sich dafür eignen. Denn wer kein Basiswissen mit in sein Praktikum bringt, ist für den gewünschten Betrieb weniger wert und die Chancen auf einen Platz werden deutlich geschmälert.

Du planst dich durch ein Förderprogramm finanziell unterstützen zu lassen? Dann solltest du die jeweiligen Anforderungen der diversen Programme ebenfalls beachten. ERASMUS zum Beispiel, unterstützt ausschließlich Praktikanten im europäischen Raum bei ihren Praktika und diese müssen mindestens 12 bis 16 Wochenstunden erfüllen.

Bevor du dich mit dem aufwändigen Bewerbungsverfahren auseinandersetzt checke folgende Punkte in Bezug auf die Anforderungen der Unternehmen deiner Wahl und überlege ob du diese erfüllen kannst:

  • Wieviel Zeit musst du für das Unternehmen bzw. für dein Praktikum mitbringen?
  • Wieviel Gehalt bekommst du und wie lange kannst du mit der Praktikumsvergütung auskommen?
  • Welche spezifischen Qualifikationen werden gefordert und kannst du diese erfüllen?

Zu guter Letzt wird grundsätzlich und von jedem Unternehmen ein hohes Maß an Teamfähigkeit, ein souveränes und sympathisches Auftreten, sowie Zuverlässigkeit von dir als Praktikant erwartet.

Antrag auf Anerkennung

Da jede Hochschule andere Regelungen hat, was ein studienintegriertes Praktikum anbelangt und dies auch jedes Bundesland anders handhabt, solltest du dich unbedingt schon im Vorhinein absichern. Du hast einen Praktikumsplatz im Ausland gefunden? Stelle auf jeden Fall einen Antrag auf Anerkennung im Prüfungsamt, um sicherzugehen, dass dein Praktikum in deinem Studium angerechnet werden kann. Wenn dein Pädagogikstudium keinen Auslandsaufenthalt erfordert, solltest du dich vergewissern, dass deine Wahl im Ausland auch den Studieninhalten entspricht. Kläre dies also im Vorfeld unbedingt mit dem Prüfungsamt und den zuständigen Professoren ab.

Bezahlung

Während in Deutschland auch Praktikanten der Mindestlohn (8,50 Euro) zusteht (dies gilt allerdings nicht für Pflichtpraktika) bestehen in anderen Ländern selbstverständlich auch andere Gehaltsregelungen. Insbesondere wenn es sich bei deinem Praktikum um eine Kurzzeittätigkeit handelt, wo du nur ein paar Wochen in einer Schule arbeitest. Hier kannst du höchstens mit einem kleinen Geldbetrag oder einem Abschiedsgeschenk rechnen. Wenn du auf die, zumeist geringe, Bezahlung angewiesen bist, musst du somit vermutlich sehr intensiv suchen, bis du eine geeignete Stelle gefunden hast. Wenn du in ein Nicht-EU-Land reisen möchtest musst du beachten, dass auch ein bezahltes Praktikum meistens die Gesamtkosten nicht abdeckt. Grundsätzlich hängt die Bezahlung eines Praktikanten auch von der jeweiligen Branche und der Unternehmensgröße ab. Kleine und mittelständische Unternehmen in einem ärmeren Land, können ihren Praktikanten natürlich nicht dieselbe Bezahlung bieten wie Großunternehmen in den USA. Wenn du ein Praktikum in einer Schule absolvieren möchtest, dann musst du damit rechnen, dass du in Ländern Asiens oder Afrikas keine oder max. eine sehr geringe Bezahlung erhalten wirst. In Nordamerika oder Australien kannst du schon eher mit einer Vergütung rechnen.

In anderen Bereichen der Pädagogik kannst du als grobe Richtung mit Praktikumsgehältern von 400 bis 1000 Euro rechnen, wenn du ein Vollzeitpraktikum absolvierst. Wenn du dein Praktikum als Masterstudent machst kann die Bezahlung noch höher ausfallen. Allerdings hängt das Gehalt natürlich auch davon ab, in welchem Unternehmen du das Praktikum absolvierst und welche Vorkenntnisse du in diesem Bereich mitbringst.

Förderung

Damit du dein Wunschpraktikum absolvieren kannst, stehen dir zahlreiche Förderprogramme zur Verfügung, die dich finanziell unterstützen.

Als Partner im Netzwerk des Weltverbandes Deutscher Auslandsschulen (WDA), bietet der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) angehenden Pädagogen, die ein Lehramtsstudium an einer deutschen Hochschule belegen und ein Auslandspraktikum absolvieren möchten, ebenfalls verschiedene Fördermöglichkeiten.

Das Stipendium richtet sich an BA-Studierende ab dem 2. Fachsemester sowie Masterstudierende. Die Teilstipendienrate besteht aus i.d.R. 300 Euro monatlich für die Deckung der Lebenshaltungskosten und einem Reisekostenzuschuss. Der Förderzeitraum beträgt max. 3 Monate. Wichtige Voraussetzung für den Erfolg deiner Bewerbung ist die Zusage einer passenden Praktikumsschule.

Du stehst bereits kurz vor deinem Abschluss und möchtest gerne nach deinem Studium ein Praktikum im Ausland absolvieren? Kein Problem. Bewirb dich bei ERASMUS für die Förderung deines Aufenthalts als „Graduiertenpraktikant“.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, Auslandspraktika vom Auslands-Bafög fördern zu lassen und auch Programme wie PROMOS oder Leonardo da Vinci können dich unterstützen. Es gibt noch zahlreiche weitere Förderprogramme, welche dir helfen dein Praktikum im Ausland zu realisieren. Lass dich also nicht von dem Berg an Bewerbungsunterlagen einschüchtern. Der Aufwand wird sich auszahlen!!

>> Informiere dich über geförderte Lehr- und Unterrichtspraktika beim WDA

>> Mehr Informationen zu den Stipendienprogrammen des DAAD

Auslandspraktikum selbst organisieren?

Wenn du ein Auslandspraktikum im Bereich Pädagogik machen möchtest, stellen sich folgende Fragen: Möchtest du dein Praktikum selbst organisieren? Besitzt deine Universität/ Hochschule ausreichend Kooperationen, sodass du aus einem bunten Potpourri alias Praktikumsdatenbank im In- oder Ausland wählen kannst? Möchtest du dich von einer Agentur unterstützen lassen?

Falls deine Universität, deine Schule, dein Ausbildungsbetrieb oder dein Arbeitgeber dir nicht vorgibt, in welchem Unternehmen oder in welcher Region du ein Praktikum machen musst, hast du deutlich flexiblere Möglichkeiten dein Praktikum selbst zu organisieren. Dies wäre dann jedoch auch mit einer gründlichen Recherche im Internet und vermutlich einigen Bewerbungen verbunden. Dieser Prozess kann aufwendig und vor allem langwierig sein. Aber es lohnt sich, denn der Karrierefaktor Praktikum hat schon viele Türen geöffnet.

Du solltest dich jedoch frühzeitig mit der Praktikumssuche auseinandersetzen. Du hast persönliche Kontakte, die dir deine Praktikumschancen erhöhen könnten? Super. Nutze sie. Auch ein Gespräch mit deinen Dozenten könnte dir ggf. weiterhelfen. Vielleicht haben diese Kontakte ins Ausland, die du anschreiben darfst. Die Länderauswahl beschränkt sich dadurch zwar etwas, doch auf diesem Wege wirst du sicherlich einen passenden Platz für dich finden.

Wenn du dir deinen Bewerbungsmarathon etwas erleichtern möchtest, solltest du dich vorweg mit deinen eigenen Stärken und Schwächen auseinandersetzen und eine Eigenprofilanalyse erstellen. Stelle dir folgende Fragen:

  • Gab es Seminare und Vorlesungen die mir besonders viel Spaß gemacht haben?
  • Welche fachlichen und persönlichen Interessen habe ich?
  • Kann ich mir vorstellen an eigenen Projekten zu arbeiten oder möchte ich lieber im Büro oder einer Schule tätig werden?
  • Welche Lernziele möchte ich durch mein Praktikum erreichen?
  • Wenn ich es mir aussuchen könnte, in welchem Unternehmen würde ich am liebsten arbeiten?

Fragen zum Unternehmen könnten sein:

  • Welche Anforderungen hat das Unternehmen an mich als Praktikant?
  • Welche Abteilungen gibt es?
  • In welchen Arbeitsbereichen werde ich tätig sein können?

Diese und ähnliche Fragen können dir dabei helfen, deinen Praktikumswunsch etwas zu konkretisieren und dir eine Struktur bei der Wahl deiner gewünschten Praktikumsunternehmen geben.

Du möchtest dein Praktikum organisieren lassen? Das erleichtert deine Vorbereitungen natürlich enorm. Dein eigener Planungsaufwand ist geringer und du hast die Sicherheit, dass alles seine Richtigkeit haben wird. Doch dann ist deine Länderauswahl vermutlich sehr eingeschränkt und du musst eventuell auf dein Wunschland verzichten. Denn die vorhandenen Programme können natürlich nicht jedes Land abdecken. Außerdem solltest du dir bewusst sein, dass diese unterschiedlich hohe Gebühren verlangen, was mitunter recht teuer werden kann.

Alternative: Freiwilligenarbeit

Du hast noch keinerlei Vorkenntnisse im Bereich Pädagogik und du kannst dir Freiwilligenarbeit als Alternative zu einem klassischen Orientierungspraktikum vorstellen? Super! Auch wenn die Länderauswahl etwas beschränkt ist, gibt es dennoch zahlreiche Freiwilligenprojekte, die sich über deine Unterstützung freuen. Das Bildungsniveau in Deutschland ist verhältnismäßig hoch, im Vergleich zu beispielsweise Entwicklungsländern. Daher finden viele Freiwilligenprojekte in diesen Gebieten statt. Wenn du dich für die freiwillige Arbeit in einem Dritte-Welt-Land interessierst, erhöhst du deine Chancen auf einen Praktikumsplatz deutlich. Lass dich bei deiner Länderwahl von bestehenden Projekten und Kontakten leiten. Du wirst dein Auslandsabendteuer in Form eines Praktikums oder Freiwilligendienstes keinesfalls bereuen.

>> Freiwilligenarbeit im Bereich Bildung & Unterricht

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