„Stempelmädchen“ von Julia Karich | Rezension Amüsant, anschaulich und Fernweh weckend.

| 09. 12. 2015 | 3 Kommentare

stempelmaedchen-julia-karich-coverJulia, die quirlige und abenteuersüchtige Berlinerin, hat sehr schnell erkannt, wie der Hase in Deutschland läuft und hat entschieden, dass es sie raus in die Welt zieht. Der Mauerfall und die erste Banane – um den einschlagenden Moment beim Namen zu nennen – waren der Auslöser und gleichzeitiges Symbol für ihre zunehmende Neugier. Oder besser: für den Wunsch nach ständiger Freiheit, totaler Losgelassenheit und der Hoffnung auf den wiederkehrenden perfekten Moment!

„Dies ist meine Geschichte. Die Geschichte des Stempelmädchens.“

Julia schreibt Reise-Tagebuch und ist seit vielen Jahren als digitale Nomadin in der Weltgeschichte unterwegs. Immer wieder liest man auf großen Reiseblogs von ihren amüsanten und wirklich beeindruckenden Reisegeschichten aus aller Welt. Die besten Storys hat sie jetzt in ihrem Buch „Stempelmädchen – Freiheit im Gepäck“ gebündelt.

Inhalt & Rezension

„Mein Reisepass ist ein unverzichtbarer Gefährte. Er begleitet mich wortlos in die verborgensten Winkel dieser Welt und erinnert mich immer wieder daran, wer ich bin und woher ich komme. Jede abgewetzte Seite mit verblichenen Stempeln steht für ein Kapitel in meinem Leben.“

Als Grundschülerin  wird Julia’s Reiselust mit Trabbitouren ans Meer und einer Reise über den großen Teich geweckt. Sie fliegt das erste Mal mit ihren Eltern in die USA und stellt fest, dass ihr das Reisen gefällt.  Es folgen einige Ferienausflüge in europäische Nachbarländer, All Inclusive-Reisen in Touristentempel, und dann endlich geht es im Flieger einige Tausend Kilometer um den Erdball! Spätestens bei dem Versuch, das Krokodil Schnappi im Nil zu ertränken, im australischen Stripclub das nötige Kleingeld für ein Leben in Sydney zu verdienen oder die Höhenkrankheit in Tibet zu überwinden, wird klar: Julia trägt das Reise-Gen in sich.

Begleitet von sehnsuchtserweckenden Anekdoten berichtet sie in verschiedenen Reisekapiteln von berauschenden Partys, tiefer Verzweiflung am Existenzminimum und beispielsweise ihrem „Trolley Trauma“. Ständig mit dabei: Rucksack, Notizbuch und Reisepass! Damit sie nicht vergisst, wo ihre Ursprünge liegen und sie einen Stempel als Andenken bekommt.

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In Julia’s Buch erfährt man viel von der Abenteuerlust der Autorin. Sie beschreibt jedes Kapitel ihres Reisetagebuchs sehr anschaulich und bildhaft, so dass man sich in die verschiedenen Länder, Kulturen und Situationen ganz einfach hineinversetzen kann. Man fühlt mit – man reist mit… Die Autorin gewährt tiefe Einblicke in ihre Reiseerlebnisse und lässt den Leser an Gefühlen und Eindrücken teilhaben. Details werden dabei nicht ausgelassen. Neben wilden Partygeschichten erfährt man viel über Julia’s Jobs im Ausland. Beipielsweise erklärt sie en Detail, warum ihr Wwoofing in Neuseeland überhaupt nicht gefallen hat und sie sich mittlerweile in Australien so wohl fühlt…

Stempelmädchen eignet sich aufgrund des Kurzgeschichten-Charakters sehr gut als Lektüre für zwischendurch. Ein äußerst intelligenter Wortwitz, sowie die ständig wiederkehrende Spannung machen es schwer, das Buch wegzulegen – es fesselt. Dieses Reisetagebuch regt die Kreativität an und weckt das eigene Fernweh. Es eignet sich deshalb besonders für Leser, die genug vom Alltag haben, von Abwechslung & Rastlosigkeit träumen und vielleicht noch zu sich selbst finden müssen…

Fazit

Diese Person will man treffen, um mit ihr auf Reisen zu gehen! Einfacher ist es, wenn man sich zu ihr in die aktuelle Wunschheimat auf Zeit hineindenkt und mit ins Abenteuer abtaucht. Das einzige, was dann noch offen bleibt, sind einige Fragen, die beim Lesen des Buches aufkommen…Zum Beispiel, ob Julia wirklich nach einer durchzechten Nacht am Hafen von Palma de Mallorca verprügelt worden ist…

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Stempelmädchen – Freiheit im Gepäck
ISBN 978-3-944365-80-0
Verlag: traveldiary
Ladenpreis EUR 14,80
200 Seiten inklusive Farbbildern

(Bei Amazon erhältlich)

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Kategorie: Allgemein, Medien

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Über den Autor ()

Nicht nur privat, sondern auch aus schulischer Sicht, zog es Jane schon früh ins Ausland. Besondere Aufmerksamkeit schenkte sie dabei vor allem dem europäischen Norden und dem englischsprachigen Ausland. Nach dem Abitur verbrachte sie deshalb direkt ein ganzes Jahr als Au-Pair in einer Gastfamilie in New Canaan, CT (USA). Im Anschluss studierte sie Anglistik und Germanistik in Düsseldorf. Geplagt vom Fernweh und dem ständigen Wunsch nach Abwechslung begann sie im Sommer 2012 die spanische Sprache zu lernen, da sie mehrere Länder in Südamerika bereisen möchte. In den letzten Jahren hat sie mehrwöchige Reisen nach Vietnam & Australien unternommen. Die Mitarbeit bei der INITIATIVE auslandszeit ermöglicht ihr die tägliche Auseinandersetzung mit spannenden Auslandszeiten und den verschiedensten Erfahrungen von Reisenden oder denen, die es noch werden wollen. Neben der Reiselust gehören Reiten, Joggen, Skifahren, Kochen und Fotografie zu ihren großen Leidenschaften.

Kommentare (3)

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  1. Avatar Frank sagt:

    Das macht Lust auf die Ferne – weiß man denn nun, wie die durchzechte Nacht am Hafen von Palma de Mallorca nun letztendlich ausgegangen ist :-)??

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