Meine Zeit auf einer Pferderanch in Südafrika
von Judith

Meine Zeit auf der Pferdefarm in Südafrika werde ich nie wieder vergessen! Es war eine unglaublich aufregende und intensive Erfahrung für mich. Ich kann nur jedem raten, wer Pferde, Reiten und die Natur/Berge liebt, sollte da mal gewesen sein.
Am Flughafen hat die „Familie“ – der Mitarbeiter der Farm und die anderen Voluntäre – schon auf mich gewartet. Sie wollten gleich alles von mir wissen und haben mich sehr nett empfangen und aufgenommen. Dann ging es erst einmal zum Einkaufen, Verpflegung für die ganze Woche.
In den Bergen am Haus angekommen hatte ich erstmal Zeit zum Ankommen. Sie haben mir alles gezeigt und gemeint, dass wir hier als eine Familie leben. Jeder macht alles, und alles ist für jeden da. Die richtige Arbeit begann dann am nächsten Tag.
Mein Arbeitsalltag auf der Pferderanch
Ein normaler Arbeitsalltag sah etwa so aus: es wurde zwischen 5 und 6 Uhr aufgestanden, denn zwischen halb 7 und 7 Uhr fuhren wir zum Stall runter. Die Männer haben mit den Motorrädern die Pferde eingetrieben, wir Mädels haben uns im Stall um die Arbeit gekümmert. Futter mischen, Pferde einfangen und reinholen, putzen, füttern. Dann wurde mit den Jungpferden trainiert. Longiert, Doppellonge, lange Zügel, Sattelbelastung oder Halfterführigkeit.

Zum Lunch fuhren wir wieder für 1-1,5 Stunden (je nach Arbeit) hoch zum Haus. Jeder hat sich was zu essen gemacht und meistens vor den Fernseher gesetzt. Danach ging es wieder zum Stall runter den nächsten Ritt vorzubereiten. Nach dem Ritt wurden die Pferde wieder nach draußen gelassen und der Stall aufgeräumt. Gegen 16 Uhr war Feierabend und man hatte den Rest der Zeit für sich.
Einer von uns hat abends immer gekocht. Dinner gab es zwischen 18 und 19 Uhr. Dann wurde noch etwas fern gesehen. Manchmal gab es auch ein traditionelles Brai, entweder bei uns am Haus oder unten im Stall. Da waren dann auch meistens noch Freunde und Bekannte dabei.
Natürlich gab es auch noch andere Arbeiten. Der Besitzer hat noch eine andere Farm, auf der die Stuten und Fohlen stehen. Von Zeit zu Zeit wird auch dort 
Meine Freizeitgestaltung
Bei richtig schlechtem Wetter gab es meist ein TV-Day, da man weder reiten noch trainieren konnte. Hatten wir bei heißem Wetter keinen Ritt mehr, fuhren wir zum nahegelegenen Wasserfall und gingen schwimmen. Das war immer ein Highlight!
In dieser Zeit habe ich so viel Neues und Anderes gelernt und erfahren dürfen, dass es für meine Pflegepferde daheim einige Neuerungen gibt. Man sollte aber trotzdem schon etwas Erfahrung im Umgang mit Pferden und Reiten haben, denn man fängt gleich mit allen Arbeiten an.

Man arbeitet 7 Tage/Woche, wobei man sich jederzeit auch mal einen Tag freinehmen kann, um z.B. auf dem Hikingtrail die Umgebung zu erkunden.
Auf jeden Fall war dieses Pferdeerlebnis eine gute Entscheidung! Ich kann nur jedem raten auch einmal in seinem Leben solch einen Auslandsaufenthalt zu wagen. Man lernt unheimlich viel neues, wird selbstständiger und weltoffener für andere Kulturen. Jedoch sollte man keine großen Erwartungen haben und einfach alles auf sich zukommen lassen. Offen an alles und jeden heranzugehen und man wird das Erlebnis seines Lebens haben.

