Dein Weg zum perfekten Auslandsjob

Working Holidays Auslandsjob-Guide

Work and Travel Programme Auslandsjobs finden

Work and Travel Must-Haves Flüge & Co.

Schritt 8: Die Bewerbung für deinen Job im Ausland

Wenn deine Suche nach einem Auslandsjob erfolgreich war und du interessante Stellenausschreibungen ausfindig gemacht hast, steht gleich die nächste Herausforderung an. Wenn du dich nicht gerade bei einem deutschen Unternehmen im Ausland bewirbst, musst du dich nun mit den Formalien für internationale, meist fremdsprachige Bewerbungen auseinandersetzen. Dabei kommen viele Fragen auf: Wie sieht eine Bewerbung in deinem Zielland aus? Was musst du beachten? Welche Unterschiede gibt es zu deutschen Bewerbungen?

Bewerbung für einen Job im Ausland

Themen dieser Seite:

Was muss die Bewerbung beinhalten?

Was genau deine Bewerbung beinhalten muss, hängt vor allem von deinem Zielland ab, denn Bewerbungen können je nach Land ganz unterschiedlich aussehen. Beispielsweise gibt es zwischen dem deutsch- und englischsprachigen Raum einige gravierende Unterschiede, die du beachten solltest. Nichts ist unangenehmer, als bereits in dem Bewerbungsschreiben peinliche Fehler zu machen. Zu einem Vorstellungsgespräch kommt es dann meist gar nicht erst. Auf jeden Fall solltest du immer speziell für dein Zielland recherchieren, wie eine Bewerbung dort auszusehen hat. Für die beliebteste Auslandsziele der Deutschen findest du problemlos zahlreiche Infos im Netz. Sollte die Suche nicht ganz so erfolgreich sein, kannst du auch in der jeweiligen Landessprache nach hilfreichen Websites suchen und wirst in der Regel viele Infos finden.

Deutsche und englische Bewerbungen

Da es viele deutsche Auslandsjobber in den englischsprachigen Raum zieht, ist eine Auseinandersetzung mit den Unterschieden zwischen deutschen und englischen Bewerbungen besonders wichtig.

Unterschiede

Der Lebenslauf: Bei englischsprachigen Bewerbungen ist der Lebenslauf (englisch: CV oder resumé) das wichtigste Dokument. Deine bisherigen Berufserfahrungen und besonderen Qualifikationen beschreibst du hier möglichst ausführlich. Der englische Lebenslauf ist daher meist deutlich länger und sollte nicht nur auf einer Seite zusammengefasst werden.

Die Reihenfolge: Auf dem englischen Lebenslauf werden die bisherigen beruflichen Erfahrungen in umgekehrter Reihenfolge aufgezählt: Du startest mit deinem aktuellen bzw. letzten Job und gehst dann zeitlich zurück (umgekehrt chronologisch). Das gleiche gilt für die Ausbildung und Schulbildung.

Erwartungen an den Job (career objective): Ein wichtiger Punkt, der auf dem englischen Lebenslauf gleich ganz oben genannt wird, sind deine Erwartungen an den Job. Diese solltest du so klar und spezifisch wie möglich formulieren und in etwa zwei bis drei Sätzen auf den den Punkt bringen.

Referenzen: Auch Referenzen dürfen in englischsprachigen Bewerbungen nicht fehlen. Du solltest mindestens zwei Autoritätspersonen wie zum Beispiel ehemalige Arbeitgeber, Professoren oder Lehrer nennen, die Auskunft über dich als Person geben können. Du nennst Namen, Position und Kontaktdaten wie Telefonnummer oder E-Mail. Alternativ kannst du auch schreiben: „References are available on request.“

Persönliche Angaben: In englischsprachigen Lebensläufen macht man aus Diskriminierungsgründen nur wenige persönliche Angaben, die Qualifikationen und Berufserfahrungen stehen hier absolut im Mittelpunkt. Folgende Punkte aus dem deutschen Lebenslauf streichst du bei der Übersetzung am besten komplett:

  • Geburtsdatum (außer bei Bewerbungen in GB)
  • Familienstand
  • Anzahl der Kinder
  • Geschlecht
  • Religionszugehörigkeit
  • Geburtsort
  • Nationalität (wenn du eine Arbeitserlaubnis für das jeweilige Land brauchst, musst du das jedoch angeben)

Bewerbungsfoto: In den meisten englischsprachigen Ländern ist ein Bewerbungsfoto nicht üblich. Du kannst es aber in manchen Branchen in Erwägung ziehen, um aus der Masse der Bewerbungen hervorzustechen. Eventuell wird es aber als unangebrachte Eitelkeit empfunden.

Anlagen: Anlagen wie Kopien von Zeugnissen, Zertifikaten, Arbeitszeugnissen etc. werden nicht an die Bewerbungsunterlagen angehangen. Die englische Bewerbung besteht nur aus Anschreiben und Lebenslauf. Zeugnisse und Zertifikate bringst du dann im Original zum Vorstellungsgespräch mit.

Anschreiben: Das englische Anschreiben (cover letter) ist deutlich kürzer als hierzulande, da der Lebenslauf das wichtigste Dokument ist. Im Cover Letter solltest du vor allem deine Motivation deutlich machen, warum du dich auf diese Stelle bewirbst und warum du dafür besonders geeignet bist.

Formelle Besonderheiten: Das Datum steht ohne Ort. Die Betreffzeile lässt du entweder weg oder nennst sie erst nach der Anrede.

Nennung von Publikationen: Zusätzlich zu den typischen Qualifikationen erwähnt man im englischsprachigen Lebenslauf auch Buchveröffentlichungen, Präsentationen, Aufsätze und Arbeiten aus der Forschung. Vor allem für Akademiker ist das essentiell.

Gemeinsamkeiten

Auch wenn die deutsche und englische Bewerbung grundsätzlich ziemlich unterschiedlich sind, gibt es natürlich auch einige Gemeinsamkeiten.

Auch der englische Lebenslauf muss folgenden Punkte enthalten:

  • Name und Kontaktdaten
  • Auflistung der Schulausbildung und Arbeitserfahrung (nur eben in umgekehrt chronologischer Reihenfolge)
  • Computer-Kenntnisse
  • Weitere Fähigkeiten
  • Auslandserfahrungen
  • Sprachen
  • Hobbys

Prinzipiell solltest du wie bei deutschen Bewerbungen möglichst viele Informationen nennen, die für die ausgeschriebene Stelle relevant sind und dafür Unwichtiges weglassen. Wenn du dich auf verschiedene Jobs bewirbst, solltest du unbedingt individualisierte Lebensläufe und Anschreiben für jede Tätigkeit anfertigen.

Korrekte Bezeichnung nutzen

Bereits bei der Bezeichnung deines Lebenslaufs musst du vorsichtig sein. So heißt ein Lebenslauf in England beispielsweise CV (Abkürzung des lateinischen Curriculum Vitae), während ein Lebenslauf in Nordamerika ein Resume ist. Ein CV ist in den USA und Kanada dagegen eine akademische Bewerbung an Universitäten oder wissenschaftlichen Einrichtungen.

Welche Unterschiede gibt es bei Bewerbungen weltweit? 

Genauso groß wie die Unterschiede zwischen deutschen und englischen Bewerbungen können auch die Unterschiede in anderen Ländern sein. Vor allem, wenn du dich in Ländern mit einer ganz anderen Kultur bewirbst, beispielsweise im asiatischen oder arabischen Raum, musst du dich gründlich informieren. Natürlich werden bei Bewerbern aus dem Ausland kleinere Fehler generell akzeptiert. Wenn du aber eine fehlerfreie Bewerbung abgibst, die den Standards des jeweiligen Landes entspricht, beweist du bereits deine Anpassungsfähigkeit an die Kultur und Gebräuche deiner neuen Umgebung. Neben den inhaltlichen Aspekten, solltest du dich auch mit anderen Gebräuchen während des Bewerbungsprozesses vertraut machen. Beispielsweise ist es in manchen Ländern üblich und gut angesehen, wenn du nach dem Abschicken der Bewerbung noch mal anrufst und nachfragst, ob alles angekommen ist. Auch wenn du länger nichts hörst, solltest du in einigen Ländern unbedingt noch mal anrufen und nachhaken. Auch die äußere Form der Bewerbung kann wichtig sein: Brauchst du eine Bewerbungsmappe? Auf welchem Weg reichst du die Bewerbung am besten ein?

Bewerbung korrigieren lassen

Einer der wichtigsten Aspekte ist jedoch, dass deine Bewerbung möglichst fehlerfrei und verständlich geschrieben ist. Wenn du noch nicht 100 Prozent fit in der Sprache deines Ziellandes bist, solltest du ein Korrektorat in Erwägung ziehen. Auf jeden Fall solltest du einen Muttersprachler drüber lesen lassen oder notfalls auch einen professionellen Service in Anspruch nehmen. Die Investition lohnt sich meist. Deine Sprachkenntnisse der jeweiligen Sprache solltest du natürlich trotzdem realistisch einschätzen und in deinen Bewerbungsunterlagen angeben, damit es später keine unangenehmen Überraschungen beim Vorstellungsgespräch gibt.

Fazit

Wenn du einen Job im Ausland finden willst, solltest du dir bei den Bewerbungen besonders viel Mühe geben. Dazu gehört eine ausführliche Recherche zu den Formalitäten und Standards in deinem Zielland. Um Missverständnisse oder unangenehme Fehler zu vermeiden, solltest du dich möglichst genau daran halten. Natürlich kannst du auch aus der Masse herausstechen, wenn du etwas ein bisschen anders machst als alle anderen. Allerdings solltest du diese Abweichungen bewusst und gut überlegt einsetzen. Im Idealfall lässt du am Ende noch mal einen Muttersprachler über deine Bewerbung lesen und holst dir Feedback.


 Weitere Schritte zu deinem Job im Ausland

>> weiter zum nächsten Schritt: Schritt 9 | Das Vorstellungsgespräch im Ausland

>> zurück zu Schritt 7 | Finde jetzt deinen Auslandsjob!

>> zurück zu Übersicht

Drucken
Gefällt dir dieser Artikel?