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Als Digitaler Nomade in Kanada

Zwei Ozeane, unendliche Weiten, einzigartige Landschaften, majestätische Berge und kristallklare Seen - Kanada ist eine Mischung aus Abenteuer, Freiheit und vor allem atemberaubender Natur. Jedoch lohnt sich das traumhafte Land nicht nur für Naturliebhaber, auch Freunde des urbanen Lifestyles kommen in Städten wie Vancouver, Toronto und Montreal voll auf ihre Kosten. Doch eignet sich eines der kältesten Länder der Welt auch für digitale Nomaden? Wie sieht es mit der digitalen Nomaden-Szene in dem riesigen Land aus? Gibt es gutes Internet und Coworking Spaces? Und was sind die beliebtesten Orte für digitale Nomaden in Kanada?

Als digitaler Nomade in Kanada

Themen dieser Seite:

Special: Was muss man als angehender digitaler Nomade noch wissen?

> Wie wird man digitaler Nomade?

> Wie startet man am besten als digitaler Nomade?

> Tools & Services für digitale Nomaden

> Die 15 besten Orte für digitale Nomaden

Der Digitale-Nomaden-Trend

Die Bewegung der digitalen Nomaden gewinnt immer mehr an Fahrt. Das Versprechen ist einfach: Für Digitale Nomaden ist Arbeit nicht mehr an einen Ort gebunden, sie kann von überall auf der Welt erledigt werden. Das ermöglicht es abenteuerlustigen und offenen Menschen, die Welt zu bereisen und das Geld einfach nebenbei zu verdienen, statt jahrelang auf eine Weltreise zu sparen. Ganz so einfach, wie das erstmal klingt und wie es so manche etablierte Nomaden Glauben machen wollen, ist es in der Realität jedoch oft nicht. (Angehende) digitale Nomaden, stellen schnell fest: Wenn man ständig unterwegs ist oder den ganzen Tag am Strand oder in der Hängematte verbringt, hat man am Ende des Monats in den seltensten Fällen mehr Geld auf dem Konto. Daher setzt sich innerhalb der digitalnomadischen Bewegung immer mehr ein Trend durch: Die ortsunabhängigen Freelancer und Entrepreneure schlagen für mehrere Monate ihre Homebase an einem bestimmten Ort auf und ziehen dann weiter. Die Orte wählen sie natürlich bewusst nach ganz bestimmten Kriterien aus, wie zum Beispiel Internet-Situation, Digitale Nomaden Community, Lebenshaltungskosten sowie natürlich auch Klima und Freizeitmöglichkeiten. Im heutigen Beitrag nehmen wir die beliebte Backpacking- und Work & Travel-Destination Kanada unter die Lupe. Eignet sie sich auch für Digitale Nomaden?

Internet-Situation in Kanada

Wie in allen westlichen Ländern wirst du in den kanadischen Großstädten kein Problem haben, vernünftiges WLAN zu finden. Es gibt etliche Coffee Shops und Cafés mit freiem WLAN. Die Café-Kultur ist in Nordamerika sogar noch weiter verbreitet als bei uns, sodass du garantiert ein gemütliches Café mit WLAN in deiner Umgebung finden wirst. Eine andere Option sind öffentliche Bibliotheken, in denen du sowohl WLAN als auch Computer mit Internetzugang nutzen kannst. Auch Unterkünfte wie Hostels, Campingplätze, AirBnBs und andere Privatunterkünfte sind in der Regel mit WLAN ausgestattet. Die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit lag im Jahr 2016 bei 14,3 Mb/s, was höher als in Deutschland im gleichen Zeitraum ist (13,9 Mb/s). Mit diesem Wert liegt Kanada außerdem auf Platz 2 auf dem gesamten nord- und südamerikanischen Kontinent. Etwas schneller ist die Internetverbindung nur in den USA.

Coworking Spaces

Wenn du auf wirklich schnelles und stabiles Internet, beispielsweise für Uploads, geschäftliche Skype-Calls etc., angewiesen bist, ist aber immer ein Coworking Space die beste Wahl. Auch dann wirst du in Kanada schnell fündig, denn im ganzen Land gibt es laut coworker.com über 100 Coworking Spaces! Zugegeben, das Land ist riesig, aber für eine Einwohnerzahl von etwas über 30 Millionen ist das schon ziemlich viel. Zum Vergleich: Für Deutschland verzeichnet die Webseite gerade mal 44 Coworking Spaces. In jeder größeren kanadischen Stadt wirst du daher problemlos ein Platz im Coworking Space finden, von dem aus du bequem als Digitaler Nomade arbeiten kannst.

SIM-Karte mit Datenpaket

Ein absolutes Muss für Digitale Nomaden ist außerdem eine SIM-Karte mit Datenpaket. So bist du auch von unterwegs jederzeit für deine Kunden erreichbar und falls das WLAN doch mal nicht gut genug sein sollte, hast du ein Backup. In Kanada gibt es vier Anbieter zwischen, denen du wählen kannst: Rogers, Telus, Bell und Freedom Mobile. Welcher Anbieter für dich der beste ist, hängt vor allem davon ab, in welcher Provinz du dich überwiegend aufhältst und ob du mehr Zeit in ländlichen Gegenden oder in den Städten verbringst. Eine lokale SIM-Karte kostet ca. zehn kanadische Dollar und ist, verglichen mit den horrenden Roaming-Gebühren, das Geld auf jeden Fall wert. Datenpakete gib es ab etwa zehn Dollar pro Monat für 100 MB, was im Vergleich zu den Anbietern in Deutschland ziemlich teuer ist.

Lebenshaltungskosten in Kanada

Genau wie die Kosten für mobiles Internet sind auch die Lebenshaltungskosten in Kanada oft etwas höher als in Deutschland oder zumindest auf gleich hohem Niveau. Aus Geo-Arbitrage-Gesichtspunkten gesehen ist Kanada daher kein bevorzugtes Zielland digitaler Nomaden. Denn beim Geo-Arbitrage geht es darum, das Geld in einem Land mit hohen Lohnniveau zu verdienen und es in einem Land mit geringen Lebenshaltungskosten auszugeben. Wenn du für Arbeitgeber in Deutschland arbeitest bzw. dein Business in Deutschland angemeldet hast, bist du aus dieser Sicht in Kanada leicht im Nachteil.

Trotzdem gibt es auch Sachen, die in Kanada günstiger als in Deutschland sind, zum Beispiel Kleidung, Benzin und Autos. Teurer als bei uns sind dagegen oft Lebensmittel, Kfz-Versicherungen und Luxus-Artikel wie Alkohol oder Schokolade. Jedoch gibt es innerhalb dieses riesigen Landes natürlich große regionale Unterschiede. So ist das Leben in den östlichen Provinzen am Atlantik beispielsweise sehr günstig, während du in beliebten und dichter besiedelten Provinzen wie Ontario oder British Columbia mit deutlich höheren Ausgaben rechnen musst. Ob man die Geo-Arbitrage ausnutzen kann, hängt in Kanada also vor allem auch davon ab, wo man sich aufhält. Leider sind die Digitalnomaden-Hotspots in Kanada alle vergleichsweise teuer. Trotzdem kann es sich lohnen, einen genauen Blick auf die Lebenshaltungskosten in der jeweiligen Stadt zu schauen, weil es auch zwischen den hippen Großstädten teils große Unterschiede gibt. So kostet eine möblierte Zwei-Zimmer-Wohnung inklusive Strom und Wasser in Toronto beispielsweise durchschnittlich 1.040 kanadische Dollar, während eine vergleichbare Wohnung in Montreal nur ca. 550 CAD kostet.

Aktuelle Preisbeispiele in Kanada

(Quelle: numbeo.com)

  • Essen in einem preisgünstigen Restaurant: ca. 11 Euro
  • Lokales Bier (0,5l): ca. 4,25 Euro
  • Cappuccino: ca. 2,70 Euro
  • Coke/Pepsi: ca. 1,40 Euro
  • Ein Liter Milch: ca. 1,50 Euro
  • Ein Kilo Reis: ca. 2,80 Euro
  • Eier (12 Stück): ca. 2,40 Euro
  • Lokaler Käse (1kg): ca. 8,30 Euro
  • Äpfel (1kg): 2,80 Euro
  • Tomaten (1kg): 1,30 Euro
  • Kartoffeln (1kg): ca. 1,80 Euro
  • Öffentliche Verkehrsmittel Ticket: ca. 2,20 Euro
  • Monatskarte: ca. 65 Euro
  • Fitness-Studio Monatsbeitrag: ca. 35 Euro
  • Eine Kinokarte: ca. 9,20 Euro
  • Ein-Zimmer-Wohnung im Zentrum: ca. 800 Euro

Digitale Nomaden Community in Kanda

Kanada ist bislang zwar noch kein echter Hotspot für digitale Nomaden, dem einen oder anderen wirst du in den zahlreichen Coworking Spaces und den hippen Großstädten des Landes jedoch garantiert begegnen. Der Großteil der Webworker und Online-Unternehmer in den Coworking Spaces werden aber vermutlich Einheimische sein. Da diese aber sehr aufgeschlossen sind, wirst du keine Probleme haben, schnell Kontakte zu knüpfen und vielleicht auch dauerhafte Freundschaften zu schließen. Außerdem sind in dem wunderschönen Land etliche Work and Traveller, Backpacker und Expats unterwegs, unter denen du mit Sicherheit auch schnell Anschluss findest. In Kanada werden Digitale Nomaden daher nicht lange allein bleiben. Sicherlich werden in den kommenden Jahren auch immer mehr digitale Nomaden die wunderschöne Destination Kanada für sich entdecken.

Klima in Kanada

Wenn du längere Zeit als digitaler Nomade in Kanada leben willst, solltest du natürlich keine Probleme mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt haben. Minus 40 Grad im kanadischen Winter in Städten wie Montreal oder Toronto sind durchaus üblich. Dafür ist einem die  zauberhafte Winterlandschaft gewiss, die wir hierzulande nur noch viel zu selten zu Gesicht bekommen. Außerdem bietet das zweitgrößte Land natürlich etliche fantastische Wintersportmöglichkeiten. Eine Alternative für digitale Nomaden - die sich ja immer aussuchen können, wann sie wo sein wollen - ist natürlich, den Kanada-Aufenthalt einfach auf den Sommer zu legen. Du kannst dich beispielsweise von Mai/Juni bis August/September in Kanada aufhalten und wenn die Temperaturen in eisige Tiefen zu fallen drohen, brichst du einfach gen Süden auf. Zweifelsohne kannst du die atemberaubenden Landschaften Kanadas im Sommer am meisten genießen.

Sicherheit in Kanada

Kanada ist sowohl für Reisende als auch Digitale Nomaden ein sehr sicheres Reiseland, was die Destination Kanada noch interessanter macht. Digitale Nomaden, die mit teurem technischen Equipment reisen, müssen daher keine große Angst vor Diebstahl oder ähnlichem haben. Allerdings ist Kleinkriminalität natürlich auch in Kanada verbreitet, sodass du auch nicht leichtfertig mit deinen Sachen umgehen solltest. Wer aber ein bisschen auf sein Hab und Gut aufpasst, wird in Kanada keine Probleme haben. Kanada gilt als so sicher, dass die meisten Kanadier noch nicht mal ihre Haustüren abschließen, was beispielsweise im Nachbarland USA undenkbar wäre. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass du bei einem Ausflug in die Natur auf einen Grizzly oder Braunbär triffst, ist sehr gering.

Visum für Kanada

Digitale Nomaden können sich als Touristen bis zu sechs Monate in Kanada aufhalten. Wenn du per Flugzeug nach Kanada reist, musst du vor dem Abflug aber zwingend eine elektronische Einreisegenehmigung einholen (Electronic Travel Authorization). Wer ein gültiges Visum für Kanada hat, zum Beispiel ein Working-Holiday-Visum, braucht diese Einreisegenehmigung nicht. Prinzipiell können Digitale Nomaden bis 35 Jahre auch ein Working-Holiday-Visum für Kanada beantragen. Die Vorteile eines Visums sind, dass du bis zu zwölf Monate im Land bleiben kannst und in Kanada auch bezahlte Arbeit annehmen darfst. Falls du also mal genug vom Online-Arbeiten hast, kannst du dir auch einfach vor Ort einen Job suchen, die kanadische Arbeitswelt erleben und vom relativ hohen kanadischen Lohnniveau profitieren. Außerdem erlebst du das spannende Land in aller seiner Vielfalt zu den vier verschiedenen Jahreszeiten. Allerdings ist die Anzahl der Working-Holiday-Visa, die jährlich vergeben werden, begrenzt. Daher solltest du dich rechtzeitig um das Visum kümmern. Das Visum kostet derzeit umgerechnet ca. 170 Euro.

Die Top 3 Orte für Digitale Nomaden in Kanada

1 |Vancouver

Die grandiose Pazifik-Metropole ist sicherlich der beliebteste Ort für digitale Nomaden in Kanada. Insbesondere die Nähe zu den majestätischen Rockys einerseits und den feinen Pazifik-Sandstränden andererseits macht Vancouver einfach unschlagbar. Dazu kommt ein vielfältiges gastronomisches Angebot, etliche Freizeitmöglichkeiten wie  Mountbiking, Snowboarden, Kayaken, Hiking und vieles mehr sowie das wahrscheinlich mildeste Klima im ganzen Land. Die kanadische Metropole gilt weltweit als eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität.

2 |Toronto

Auch Toronto ist eine moderne Metropole, die sich mit den angesagtesten Großstädten dieser Welt durchaus messen kann. Kaum eine andere kanadische Stadt bietet ein dermaßen umfangreiches kulturelles und gastronomisches Angebot. Kein Wunder: Toronto ist mit rund 2,6 Millionen Menschen die bevölkerungsreichste Stadt Kanadas und bietet daher auch die besten Möglichkeiten für digitale Nomaden was Freizeitgestaltung und Vernetzung betrifft. Besonders attraktiv ist natürlich die Lage an den landschaftlich atemberaubenden Großen Seen und die Nähe zu den berühmten Niagara Falls.

3 |Montreal

Montreal gilt als die europäischste Stadt Kanadas. Genauso wie sich das Englische und Französische auf den Straßen Montreals mischt, vermischen sich hier auch die europäischen und nordamerikanischen Einflüsse. Ein weiteres schlagendes Argument, dass für die charmante Stadt in der französischsprachigen Provinz Quebec spricht, sind die Lebenshaltungskosten. Die liegen nämlich deutlich unter dem Durchschnitt anderer beliebter kanadischer Metropolen wie Vancouver oder Toronto. In Montreal findest du außerdem die aktivste Kunst- und Kreativszene in ganz Kanada

Diese Gegenden solltest du meiden

Natürlich gibt es in Kanada keine Gegenden, die du meiden solltest, da alles extrem spannend ist - aus touristischer Sicht. Als Digitaler Nomade bist du jedoch auf einigermaßen schnelles, stabiles und vor allem verlässliches Internet angewiesen. Das ist in dem extrem großen, aber sehr dünn besiedelten Land natürlich nicht immer gegeben. Zumindest während der Arbeitsphasen solltest du dich daher in den großen Städten und Ballungszentren im Süden des Landes aufhalten. Wenn du dir dann etwas Zeit freigeschaufelt hast, kannst du umso entspannter den Rest des Landes entdecken.

5 Gründe, warum du als Digitaler Nomade nach Kanada gehen solltest

  1. Du kannst zwei Weltsprachen gleichzeitig perfektionieren.
  2. Kanadier sind einige der freundlichsten und aufgeschlossensten Menschen der Welt.
  3. Kanada ist als Digitale-Nomaden-Destination noch nicht so überlaufen wie Bali oder Thailand.
  4. Du kannst bis zu sechs Monate ohne Visum in Kanada leben.
  5. Kanada ist das größte Naturparadies auf unserem Planeten und für alle Naturliebhaber ein absolutes Muss.

Fazit

Auch wenn Kanada noch kein etablierter Hotspot für Digitale Nomaden ist, bietet das riesige Land mit seiner wunderschönen Natur und spannenden Städten viele Vorteile für digitale Webworker und Online-Unternehmer. Allen voran die hervorragende Infrastruktur: In Kanada gibt es etliche Coworking Spaces, WLAN-Cafés und zumindest in den Städten verlässliches und schnelles Internet. Auch die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, die Sicherheit und die Aufgeschlossenheit der Locals gegenüber Fremden sprechen dafür. In der kalten Jahreszeit kommen Wintersport-Fans richtig auf ihre Kosten. Wer keine Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mag, besucht Kanada einfach im Sommer und zieht im Herbst weiter.

 

Bildnachweis:

© unsplash.com / Ezra Jeffrey

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