Weniger ist mehr

Work & Travel Tutorial Teil 9

Den Packtipp Nummer eins hast du vermutlich schon sehr oft gehört bzw. gelesen. Doch weil er so unheimlich wichtig ist und deine Reise so viel besser machen kann, wiederholen wir ihn gern nochmal: Pack bloß nicht zu viel ein! Nur weil du ein ganzes Jahr unterwegs bist, heißt das nicht, dass du deinen halben Kleiderschrank in deinen Backpacking-Rucksack stopfen musst. So gut wie jedes Hostel ist mit einer Waschmaschine ausgestattet und um das Wäschewaschen kommst du beim Work and Travel ohnehin nicht herum.

Im Grunde reicht es also, Klamotten für eine oder maximal zwei Wochen einzupacken. Natürlich brauchst du außerdem Klamotten für jedes Wetter, was je nach Destination das Volumen deines Reisegepäcks deutlich in die Höhe treiben kann. Wenn es dich nach Kanada zieht, wirst du daher vermutlich mehr mitnehmen müssen als nach Australien. Im Zweifelsfall kannst du aber auch alles unterwegs kaufen. Beispielsweise gibt es in Kanada garantiert die besten Winterklamotten, die den dortigen Temperaturen tatsächlich standhalten. 

Hier ein paar Tipps, um weniger einzupacken:

  • Nimm nur Klamotten mit, die mit allen anderen Stücken in deinem Gepäck kombinierbar sind, dann brauchst du weniger Sachen.
  • Faustregel: Wenn du bei einer Sache nicht sicher bist, ob du sie brauchst, lass sie zuhause. Sollte es sich doch als notwendig erweisen, kannst du es unterwegs kaufen.
  • Nimm schwere, sperrige Sachen wie Wanderschuhe, Camping-Ausrüstung etc. wirklich nur mit, wenn du weißt, dass du sie wirklich intensiv nutzen wirst. Sonst lohnt es sich nicht, diese schweren Sachen durchs Land zu schleppen. Kürzere Wandertouren kannst du auch in Sneakern machen und Camping-Zeug vor Ort kaufen, wenn du es wirklich brauchst und vielleicht auch ein Auto hast.
  • Besorge dir einen E-Book-Reader oder höre Bücher via Audible und lass alle Bücher zuhause. 

3 Utensilien, die du mitnehmen solltest 

Auch wenn du wirklich nur das Nötigste mitnehmen solltest, gibt es einige Utensilien, deren Kauf sich vor der großen Reise wirklich lohnt:  

  • Kompressionstüten: Die praktischen Beutel sorgen nicht nur für Ordnung in deinem Rucksack, sie schaffen vor allem auch Platz. Damit reduzierst du deine Klamotten auf ein Minimum des ursprünglichen Volumens.  
  • Schlafsack-Inlay: Als Work and Traveller wirst du viel in Hostels übernachten. Die sind leider nicht immer im besten hygienischen Zustand, vor allem wenn du sehr budgetbewusst unterwegs bist und bevorzugt im günstigsten Hostel nächtigst. Dann wirst du sehr dankbar für dein Schlafsack Inlay sein, mit dem du in jedem Bett schlafen kannst, ohne mit der Bettwäsche in Kontakt zu kommen.
  • Stromkonverter: Nach den meist sehr langen Work and Travel-Flügen wirst du bei der Ankunft im Gastland sehr wahrscheinlich ein Problem haben: Akku alle. Damit du dich dann trotzdem schnell bei Freunden und Familie über WhatsApp melden oder über die Karten-App in der neuen Stadt orientieren kannst, solltest du einen Stromkonverter dabei haben, denn so gut wie alle Work and Travel-Länder haben andere Steckdosen. Kauf dir am besten ein Allround-Gerät, das alle Steckdosen dieser Welt konvertieren kann, dann hast du auch später noch etwas davon. 
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Rucksack richtig packen

Selbst wenn du deinen Rucksack-Inhalt auf das Wichtigste reduziert hast, kannst du immer noch viel falsch machen. Für eine komfortable, stressfreie und möglichst angenehme Rucksackreise spielt auch das Wie beim Packen eine große Rolle. Hier unsere wichtigsten Pack-Tipps:  

  • Gehe systematisch vor: Besorge dir eine Packliste und überlege dir bereits auf dem Papier, was du davon streichen kannst, weil du persönlich es nicht brauchen wirst. Die meisten Packlisten sind viel zu ausführlich!
  • Alles auf den Tisch: Bevor die Sachen tatsächlich in deinen Rucksack wandern, pack nochmal alles auf den Tisch und überlege, ob du das alles womöglich über mehrere Kilometer auf deinem Rücken tragen willst. Sortiere noch mal aus.  
  • Benutze Packelemente: Der Übersichtlichkeit zuliebe solltest du Packelemente wie verschiedenfarbige Jute-Beutel oder spezielle Packwürfel nutzen, um verschiedene Kleidungskategorien getrennt voneinander aufzubewahren
  • Fest packen: Packe alles in deinem Rucksack möglichst fest zusammen, das erhöht den Tragekomfort. 
  • Schweres mittig in der Nähe des Rückens: Intuitiv packen viele die schwersten Sachen ganz unten in den Rucksack. Das ist völlig falsch und in etwas so, als würdest du einen Hammer die ganze Zeit am Ende des Stiels tragen. Schwere Gegenstände gehören in die Mitte des Rucksacks und sollten sich so nah wie möglich am Rücken befinden. 

Nun hast du es fast geschafft, deinen Work-Travel-Trip auf eigene Faust zu organisieren! Aber auch nur „fast“ – das „Warum“ hierzu folgt im nächste Teil des Tutorials 😊. 

Bis dahin viele schwungvolle Grüße, dein Team von Auslandszeit.de & Auslandsjob.de  

Kursinhalt „How to Auslandsjob“

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