Fun Facts über Australien

Wirklich schräge Fakten über Down Under

 

Nullabor Plain Road in Australien

 

Aussies spielen gern Rugby, trinken Unmengen Alkohol und überall springen Kängurus umher. Zu den Menschen am anderen Ende der Welt kursieren meist nur vage Vermutungen, außer als touristische Destination ist nicht viel über das Land bekannt. Nicht alles davon ist wahr – doch fest steht auch, dass es allerlei Kuriositäten in Down Under gibt.

 

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Land und Leute

Fakten zur geografischen Ausbreitung

 

  • Australien ist das sechstgrößte Land der Erde und hat dabei das drittgrößte Seegebiet der Welt.
  • Melbourne wurde mehrfach zur lebenswertesten Stadt der Welt erkoren.
  • Australien hat mehr als 10.000 Strände. Besucht man jeden Tag einen anderen, dauert es mehr als 27 Jahre, bis man alle gesehen hat.
  • Die Anna Creek Station gilt als größte Cattle Station der Welt. Mit 34.000 km² ist sie größer als Belgien.
  • In Australien, genauer gesagt in Nullarbor Plain, liegt die längste gerade Straße der Welt. Sie legt 146 km ohne eine einzige Kurve zurück. Die Bahn kommt sogar 297 Meilen ohne eine einzige Kurve aus.
  • Tasmanien hat die sauberste Luft der Welt, im Rest Australiens sind lediglich 3,95 % durch Luftverschmutzung verunreinigt.
  • Australien ist der einzige Kontinent ohne aktiven Vulkan.
  • Obwohl der Bergbau zu 15 % zum BSP beiträgt, beträgt die Abbaufläche lediglich 0,02 % – das ist weniger Landfläche als die, die von Pubs bedeckt wird.
  • Je Bewohner stehen 380.000 m² zur Verfügung – mit zwei Personen je km² die geringste Bevölkerungsdichte der Welt. Dennoch wohnen 90 % der Australier maximal 50 km vom Meer entfernt, die meisten von ihnen in Großstädten.
  • Das größte Korallenriff der Erde, das Great Barrier Reef, hat einen eigenen Briefkasten. Urlaubspost von dort erhält den Poststempel „Great Barrier Reef“.
  • In den australischen Alpen schneit es mehr als in der Schweiz.
  • Nur die Antarktis ist ein trockenerer Kontinent als Australien.
  • Die Elektrizitätskosten sind in Australien höher als irgendwo sonst auf der Welt.

Die Hauptstadt Canberra

Canberra Australien

Die Hauptstadt Australiens? Sydney, oder nicht? Nein! Jeder kennt Sydney und Melbourne, kaum jemandem fällt Canberra als australische Hauptstadt ein. Das ist kaum verwunderlich: Mit 380.000 Einwohnern ist sie nur die achtgrößte Stadt Australiens, die erst geplant wurde, als sich die Metropolen Sydney und Melbourne Ende des 19. Jahrhunderts um den Sitz der Hauptstadt stritten. Keine gewann, in der Mitte der beiden errichtete man Canberra. Dass die Stadt am Reißbrett entstand, ist unschwer am rasterförmigen Straßennetz erkennbar.

Der Mythos um die Steine vom Uluru

Der majestätische Monolith im Herzen Australiens ist ein Heiligtum der Aborigines, zahlreiche Orte rund um den Berg dürfen nicht fotografiert werden. Dennoch nehmen immer wieder Touristen Steine des Berges mit nach Hause – was sie bitter bereuen: Zahlreiche Mythen berichten von der Rache des Uluru, Steine des Felsens bringen Unglück, der Dieb kann kaum noch ruhig schlafen. So wundert es kaum, dass die Ranger des Nationalparks täglich Päckchen erhalten, in denen verzweifelte Absender darum bitten, die Steine wieder an ihren ursprünglichen Ort zu legen. Es empfiehlt sich also, ein anderes Mitbringsel für die Daheimgebliebenen zu wählen.

 

 

Tierische Plagegeister

Kaninchenplage

Die meisten Tierarten Australiens gibt es nirgends sonst auf der Welt. Umgekehrt haben Europäer im 19. Jahrhundert jedoch Tiere eingeschleppt, die hier auf keine natürlichen Feinde treffen. Die Folge: Sie vermehren sich unkontrolliert. Aus einigen wenigen Kaninchen, die einst von den Engländern importiert wurden, wurden schnell einige Millionen. Die hungrigen Nager greifen in das Ökosystem ein, heimische Pflanzen sterben ebenso aus wie Tiere, die ihrer Nahrungsgrundlage beraubt sind. Fressfeinde haben die Kaninchen bis auf einige Dingos, die auf den Geschmack gekommen sind, keine. So hat man im 20. Jahrhundert einen Virus gestreut, der fast alle Kaninchen ausgerottet hat – bis auf ca. 0,1 %. Diese waren immun – und haben sich fröhlich vermehrt. Der aktuelle Bestand: mehrere hundert Millionen Tiere.

Andrew Ucles fängt Kaninchen mit Hilfe von supergifitigen Schlangen, die er auch mit den Händen fängt.

 

 

Kamele im australischen Outback

Kamele? Genau. Die Tiere wurden ebenfalls importiert, um beim Bau der Bahntrassen zu helfen, und bilden mit 750.000 Tieren mittlerweile die größte Population der Welt. So viele, dass sogar Saudi-Arabien Kamele aus Australien für seine Fleischproduktion importiert.

 

 

Giftige Wesen an Land …

Es ist kein Geheimnis, dass in Australien zahlreiche todbringende Tiere heimisch sind. Auf dem Land lauern Inland-Tapire, Todesottern und Brownsnakes ebenso wie Trichternetzspinnen und die Redback Spider (tatsächlich starb seit 1979 niemand mehr an einem Spinnenbiss).

Unangenehm, wenn auch nicht tödlich können die Begegnungen mit den Cassowarys sein – große Laufvögel, die nicht davor zurückschrecken, ihre Krallen einzusetzen, wenn sie sich provoziert fühlen.

Und nicht zuletzt hat es das niedlich wirkende Schnabeltier durchaus in sich. Es hat genug Gift, um einen kleinen Hund zu töten. Das Gift sticht es über einen mit einer Giftdrüse verbundenen Sporn am Hinterbein in seinen Gegner. Auch für Menschen ein überaus schmerzhaftes Unterfangen, ein Gegenmittel gibt es noch nicht.

… und im Wasser

Doch damit nicht genug. Im Wasser vermiesen Würfelquallen Urlaubern das Baden an den Traumstränden der Ostküste von November bis Mai. Die Tentakel der Tiere sind nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern können auch zum Tode führen. Da helfen nur das Ausweichen auf durch Netze geschützte Bereiche und Ganzkörperanzüge. Daneben lauern Kegelschnecken und Steinfische im kühlen Nass. Vor der Südküste Australiens gibt es hingegen zahlreiche Weiße Haie, immer wieder gibt es Schreckensmeldungen von Haiattacken auf Surfer. Und auch Salzwasserkrokodile fühlen sich an Flussmündungen wohl: Des Öfteren kommt es zu aufsehenerregenden Aufeinandertreffen zwischen Menschen und den bis zu sechs Meter langen Salzwasserkrokodilen.

Der Australier an sich

Australier wohnen in Höhlen?

Klingt komisch? Mitnichten. Im Landesinneren gibt es ein 1.700-Seelen-Örtchen namens Coober Pedy, in dem die Bewohner ihre Häuser nicht oberirdisch bauen, sondern sie leben in alten Minenschächten und schützen sich so gegen die heißen Außentemperaturen. Die Stadtoberfläche gleicht daher einer Mondlandschaft, unter der Erde liegen Kirche, Hotels und Wohnungen.
Das Dorf zieht seit 1911 Menschen aus aller Welt an, die hier Edelsteine suchen. Doch auch ohne Goldgräber-Absichten lohnt sich ein Besuch der unterirdischen Behausungen. Der Name des Ortes ist übrigens aus der Sprache der Aborigines abgeleitet und bedeutet so viel wie „weißer Mann im Loch“.

 

 

Multikulti-Kultur

Mit den Aborigines ist eine der ältesten Kulturen der Welt in Australien heimisch. Die Ureinwohner wurden jedoch durch die ersten weißen Siedler verfolgt und noch bis in das 20. Jahrhundert hinein getötet. Bis in die Siebzigerjahre galt Australien als rassistisch. Die ersten Einwanderer überhaupt gab es erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Heute ist jeder vierte Bewohner des Kontinents gar nicht in Australien geboren, sondern zugezogen. Dadurch wächst die Bevölkerung jedes Jahr um 1,8 %, auf den Straßen hört man mehr als 200 verschiedene Sprachen und Dialekte. Am weitesten verbreitet sind Italienisch, Griechisch, Kantonesisch, Arabisch, Vietnamesisch und Mandarin. In Melbourne lebt sogar die größte griechische Gemeinde weltweit außerhalb Griechenlands. Dass die Aussies inzwischen stolz auf ihre Multikulti-Gesellschaft sind, zeigt sich am Australia Day – am 26. Januar eines jeden Jahres zelebriert man hier das bunte Zusammenleben.

 

 

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Alkoholkonsum ist weit verbreitet

Die Australier liegen mit ihrem Bierkonsum nur knapp hinter Deutschland zurück – jeder Australier trinkt durchschnittlich 96 Liter jährlich. Und das, obwohl es keinen Alkohol in Supermärkten zu kaufen gibt. Restaurants fordern ihre Gäste deshalb dazu auf, ihre alkoholischen Getränke selbst mitzubringen (BYO = Bring your own), da sie nicht über die entsprechende Lizenz verfügen. Auch in der Hauptstadt war Alkohol bis 1967 verboten. Doch all das hält nicht davon ab, das eine oder andere Gläschen zu trinken. Den besten Beweis dafür lieferte Premierminister Bob Hawke, der seit 1954 den Weltrekord im Biertrinken im Guinnessbuch der Rekorde hält, nachdem er 2,5 Pint in elf Sekunden trank. Und auch Sir John Robertson, der fünffache Premierminister des Bundesstaates New South Wales, war für seinen Alkoholkonsum bekannt: Jeden Morgen soll er ein halbes Pint Rum getrunken haben. 35 Jahre lang.

Viele Aussies sind übergewichtig

61 % aller Australier sind schlichtweg zu dick. 2008 gewann das Land sogar den fragwürdigen ersten Platz als Land mit den meisten übergewichtigen Menschen weltweit, inzwischen haben die Aussies das Treppchen wieder verlassen. Durchschnittlich am dicksten sind die Einwohner Bundabergs an der australischen Ostküste.

Vielleicht liegt das daran, dass australische Fernsehsender mit Vorliebe Kochsendungen übertragen, denen auch mal Wahldebatten zur Prime Time weichen müssen. Wobei es dann im Anschluss meist gleich auch Biggest Loser gibt. Hierzu ein paar lustige Blooper:

 

 

Weihnachten im Juli

Eigentlich findet Weihnachten traditionell im Dezember statt. Das ist auch bei den Aussies nicht anders. Auch das Essverhalten unterscheidet sich kaum von Großbritannien, sodass Truthahn ein beliebtes Weihnachtsessen ist. Das schmeckt aber bei hochsommerlichen Temperaturen, wie sie auf der Südhalbkugel im Dezember vorherrschen, nicht annähernd so gut wie im Winter. Deshalb haben die Aussies kurzerhand einen zweiten Weihnachtstag im Juli eingeführt, an dem es Truthahn & Co. gibt. Zum richtigen Weihnachtsfest serviert man dann leichtere Speisen wie Fisch und Salate.

Praktisch: Im Sommer ist auch mehr Zeit zum Plätzchenbacken und gemütlichen Beisammensein. Im hektischen Dezembermonat neigt sich das Schuljahr dem Ende zu, der Urlaub muss geplant und der Garten bestellt werden – da bleibt ohnehin keine Zeit für ein ausgiebiges Weihnachtsfest.

 

 

Skurrile Wettbewerbe

Australier spielen gern. Nahezu 80 % der Australier beteiligen sich an einer Form des Glücksspiels, 20 % der Spielautomaten weltweit stehen in Australien – die Hälfte davon in New South Wales.

 

 

Doch haben die Aussies zum Zeitvertreib ähnlich kuriose Wettbewerbe initiiert wie die Finnen. Beim Winton Outback Festival toben sich z. B. Sportbegeisterte beim Plumpsklorennen aus, bei der Henley-On-Todd-Regatta in Alice Springs tragen Teams ihre Boote barfüßig durch ein ausgetrocknetes Flussbett um die Wette. Natürlich darf auch ein Kamelrennen mit Kamelpolo nicht fehlen (Lasseter’s Lions Camel Cup).

 

 

Öffentliches Leben

Kuriose Gesetze

  • Kinder dürfen in Australien keine Zigaretten kaufen, wohl aber rauchen.
  • In Victoria dürfen Menschen keine Hunde und Katzen essen.
  • Es ist verboten, auf der rechten Seite des Gehweges zu laufen.
  • Bis 1902 war es illegal, tagsüber am Strand zu baden.
  • Barbesitzer sind verpflichtet, das Pferd des Kunden zu füttern, zu tränken und unterzustellen.
  • Im Bundesstaat Victoria ist es verboten, am Sonntagnachmittag mit grellen pinken Hosen herumzulaufen.

 

 

Schulkinder werden nicht bedient

Grundsätzlich herrscht zwischen 9 und 15 Uhr Schulpflicht für alle Kinder. Dank der Klimaanlagen gibt es kein hitzefrei und auch keine Freistunden. Im Umkehrschluss schwänzen vermutlich alle Kinder, die zu dieser Zeit ohne einen Erwachsenen unterwegs sind, die Schule. Das führt dazu, dass zahlreiche Geschäfte schulpflichtige Kinder in dieser Zeit nicht bedienen.

Pflicht zur Wahl

Anders als bei uns gehört die Wahlbeteiligung zur Pflicht eines jeden australischen Bürgers. Wer nicht erscheint, zahlt 20 AUD Strafe, Wiederholungstätern droht sogar das Gefängnis. Das führt zu einer sagenhaften Wahlbeteiligung von 94 % – Traumquoten, von denen Deutschland weit entfernt ist.

Apropos Wahlen: Australien war im Jahr 1902 nach Neuseeland das zweite Land der Erde, welches das Wahlrecht für Frauen einführte. Die Ureinwohner erhielten hingegen erst 1965 die gleichen Wahlrechte wie andere australische Staatsbürger.

Ein Hotel ist nicht gleich Hotel

Zahlreiche Hotels entpuppen sich beim Betreten als Pubs. Sie verfügen teilweise zwar durchaus über Zimmer, doch deren Zustand ist eher fragwürdig als komfortabel. Vielmehr entstammt die verwirrende Bezeichnung der Geschichte: Als im 19. Jahrhundert strenge Alkoholgesetze herrschten, erhielten nur jene Kneipen eine Ausschanklizenz, die auch Zimmer anbieten konnten. So wurden aus allen Pubs Hotels.

Fazit

Australier werden ihrem Ruf als Volk mit wirklich schrägen Eigenarten voll und ganz gerecht!

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Fun-Aktivitäten in Australien | Das Klettern auf alte FeuerausguckbäumeAustralien bietet nicht nur jede Menge Fun-Facts, sondern auch unglaublich viele spannende Fun-Aktivitäten zu bieten. Ob es in die Wildnis, in die Einsamkeit des Outbacks, in die Höhe des Dschungels, in die Tiefe des Ozeans oder in die Nähe von zwei der gefährlichsten Raubtieren gehen soll. Bei unserer E-Mail-Strecke ist für jeden etwas dabei. Wir stellen dir die besten Fun-Aktivitäten down under vor und sagen dir, wo und zu welchem Preis du den verschiedenen Abenteuern am besten nachgehen kannst. Aber Achtung - Viele dieser "Mutproben" sind nichts für schwache Nerven!

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