Die 5 besten Outdoor-Aktivitäten in Kanada Kleine und große Abenteuer, die auf jede Bucketlist gehören

| 01. 04. 2016 | 2 Kommentare

Kanada ist berühmt für weite Landschaften und seine noch immer wilde und unberührte Natur. Das flächenmäßig zweitgrößte Land der Erde mit dabei nur 35 Millionen Einwohnern, ist ein riesengroßer Spielplatz für Outdoor-Enthusiasten und Abenteurer. Für fast alles, was man im heimischen Globetrotter kaufen kann, gibt es in Kanada das passende Einsatzgebiet. Wandern, Angeln, Skifahren, Wildwasser-Rafting, Kanufahren, und sogar Surfen und Tauchen – das Land des Ahornblattes bietet für jeden Geschmack Weltklasse-Möglichkeiten. Bei einer solchen Vielzahl, verliert man aber auch schnell den Überblick. Was lohnt sich wirklich? Was muss man unbedingt ausprobiert haben? Gerade wenn man vielleicht nur wenige Wochen Zeit hat, fällt es schwer sich aus der riesigen Auswahl an Outdoor-Abenteuern das richtige herauszupicken. Wir wollen es euch ein wenig leichter machen und haben einige der absoluten Highlights herausgesucht – die 5 besten Outdoor-Aktivitäten in Kanada.  

 

1_kleinHiking

Lake Louise Wanderung in kKanada

Hiking, oder Wandern, wie es bei uns heißt, ist in Kanada eine ganz große Sache – auch unter den Locals selbst. Das Land bietet einige der besten Wanderwege und Touren in ganz Nordamerika. Egal wie fit du bist und wo du dich gerade aufhältst, die Wahrscheinlichkeit, dass du einen passenden Trail findest ist wohl nirgendwo so groß wie hier. Alle National- und Provinzparks verfügen über gut gepflegte Wege und Trails, über die man sich im nächsten Park- oder Tourist-Office informieren kann.

Das weitläufigste Netz mit einigen der besten Trails des Landes findest du in den Nationalparks von Alberta und British Columbia. Tausende Kilometer gut gepflegter Wanderwege durchziehen hier die vier großen Parks Banff, Jasper, Yoho und Kootenay  und laden zu kleinen und großen Abenteuern ein. Die Lake Louise Tea House Challenge im Banff Nationalpark ist ein 6-Stunden Trip, der dich durch immergrüne Wälder und unberührte Natur zum authentischen Lake Agnes Tea House führt. Dort stärkst du dich mit warmen Tee und einem Stück hausgemachten Kuchen. Das Ganze bei atemberaubender Aussicht auf den tosenden Wasserfall gleich nebenan. Auf dem anschließenden Anstieg und dem Rückweg nach Lake Louise wird dich die Aussicht auf den azurblauen See und die umliegenden Gipfel in seinen Bann ziehen.

Egal wo und für welche Wanderung du dich letztlich entscheidest, egal ob Ein-Tagestour oder mehrtägige Exkursion, eines solltest du nie vergessen: Die Natur ist hier anders als bei uns; wild und oft unberechenbar. Informiere dich also eingehend vorab und triff die nötigen Vorbereitungen.

 

2_kleinSki & Snowboard

Snowboarding in Whistler

Die meisten Besucher entdecken Kanada zum Frühjahr oder Sommer. Wer sich jedoch für eine Reise im Winter entscheidet, dem bietet sich ein ganz besonderes Highlight. Das Land brüstet sich mit der wahrscheinlich größten Dichte an Weltklasse Wintersport-Locations der Welt. Namen wie Whistler, Blackcomb, Revelstoke, Banff, Lake Louise oder Big White sorgen bei Wintersport-Enthusiasten seit jeher für sehnsüchtige Blicke. Die kanadischen Ski- und Snowboard-Paradiese sind dabei in vielerlei Hinsicht anders als ihre europäischen Gegenstücke. Der größte Unterschied und das, was wohl auch die meisten fast magisch anzieht, ist ein starker Fokus auf das Fahren abseits der präparierten Pisten. Off-Piste und das Eintauchen in mit Powder gefüllte Bowls  werden hier nicht nur toleriert sondern gefördert und zelebriert. Skitouren gehen, Lines in unberührten Schnee ziehen und Slalom durch verschneite Wälder fahren – nirgendwo sonst auf der Welt wird einem dieses Vergnügen so einfach gemacht.

Einer der besten Resorts hierfür ist das berühmte Whistler-Blackcomb in British Columbia. Nur zwei Stunden von Vancouver entfernt, bietet das größte Ski-Resort in ganz Nordamerika Skifahrern und Snowboardern alles was das Herz begehrt. Über 200 Pisten von Grün bis Doppel-Diamant, etliche Terrainparks, die in Europa ihresgleichen suchen, Heli-Skiing und die berühmte Peak-to-Peak Gondola,  welche die beiden Berggipfel miteinander verbindet. Auch wenn der Liftpass mit bis zu 130 CAD pro Tag nicht unbedingt günstig ist, lohnt sich das Abenteuer trotzdem allemal.

Insidertipp: Gerade für Work and Traveller gibt es hier zu Beginn der Saison vielfältige Jobmöglichkeiten. Bei den meisten ist sogar das Saisonticket inklusive.

 

3_kleinKanufahren

Kanufahren in Kanada

Keine Outdoor-Aktivität in Kanada ist wohl authentischer als das Kanufahren. Das bestätigt auch nicht zuletzt die Tatsache, dass das traditionelle Kanu bei den olympischen Spielen als Kanadier bezeichnet wird. Dementsprechend sind die Möglichkeiten für eine Entdeckungsreise mit dem Jahrtausende alten Fortbewegungsmittel auch nur durch die eventuell fehlende Erfahrung begrenzt. Manche Paddelreviere sind tatsächlich nur etwas für geübte Profis, die wissen was sie tun. Aber auch für Anfänger, die sich einfach an der Schönheit Kanadas vom Wasser aus erfreuen wollen, gibt es hier mehr als genug Gelegenheiten.

Die beste Region für ein Abenteuer im Kanu ist die Provinz Ontario mit schätzungsweise 250.000 Seen und 35.000 km Wasserwegen, von denen 25.000 km als praktische Kanurouten gekennzeichnet sind. Auch hier lohnt es sich die Auskunft der lokalen Tourist-Offices einzuholen. Diese versorgen Interessierte mit Tipps und Kontaktdaten der nächsten Tourenanbieter und Verleihstationen.

Ein absolutes Kanu-Highlight ist der Algonquin Provincial Park in Ontario. Mit 7.630 Quadratkilometern und Kanurouten von insgesamt 2.000 km, bietet der Park Möglichkeiten für Anfänger und Experten gleichermaßen. Was den Park aber besonders auszeichnet ist, dass der Zugang zu weiten Flächen für Autos und Motorboote gesperrt und nur mit dem Kanu möglich ist. Das Ergebnis ist eine wilde Landschaft, gekennzeichnet von unberührten Seen, Flüssen, Wäldern und einer Fülle an kanadischem Wildleben.

 

4_kleinSea Kayaking

See Kayak an der kanadischen Westküste

Eng verwandt  aber doch ganz anders ist das Sea Kayaking. Im Gegensatz zum Kanu, ist das See Kayak geschlossen und für eine schnellere Fortbewegung auf dem Wasser konstruiert. Das bedeutet, dass man auch als Anfänger größere Distanzen überwinden und relativ einfach in die kanadische Wildnis eintauchen kann. Und wie der Name schon andeutet, ist das Revier hier nicht Süß- sondern Salzwasser. Entlang der Küstenlinien und in weit verzweigten Fjorden und Inlets, bieten sich Kanadareisenden so noch einmal ganz andere Naturschauspiele. Als Tagestour in der Gruppe oder als mehrtägige Exkursion mit echtem Wildnis-Camping – Sea Kayaking bietet Abenteuer für jeden Anspruch.

Die vielleicht beste Region für See Kayak Trips in ganz Kanada ist die pazifische Westküste. Der berühmte Clayoquot Sound auf Vancouver Island (gesprochen Kla-Kwot) bietet Abenteuerlustigen 600.000 Quadratkilometer Wildnis, die sich im Einer- oder Zweier-Kajak entdecken lassen. Wildnis ist hier tatsächlich noch Wildnis. Nur eine kurze Fahrt vom Startpunkt vieler Touren in Tofino begegnet man hier zur richtigen Jahreszeit Schwarzbären, Seelöwen, Seeotter, Weißkopfadler und mit etwas Glück sogar Walen und Wölfen.

Das Revier ist allerdings nichts für Ungeübte. Der älteste Kayak-Tour Operator im Ort, Tofino Sea Kayaking, hilft beim sicheren Manövrieren durch die Gezeiten und das weit verzweigte Netz von Inseln und Buchten.

 

5_kleinSurfing

Surfing in Tofino, Kanada

Während die ersten 4 Outdoor-Aktivitäten  in Kanada vielleicht noch naheliegend waren und bereits auf vielen To-Do Listen zu finden sind, hört sich Surfing doch etwas exotisch an. Und ja, bei Surfen meinen wir nicht die Variante mit Segel, sondern das klassische Wellenreiten. Auf den zweiten Blick ist der Gedanke aber gar nicht so abwegig. Kanada teilt sich den gleichen Ozean mit Hawaii und Kalifornien und hat Surfern auf der Suche nach der perfekten Welle tatsächlich einiges zu bieten.

Wer das kalte Wasser und eine etwas umständliche Reise nicht scheut, wird hier definitiv fündig. Gerade in Zeiten, in denen der Sport boomt und für überfüllte Spots in Europa und Asien sorgt, bieten sich Wellenreitern hier beste Bedingungen. Spots vor einer wilden Kulisse, mit Wellen für jedes Level und ohne die nervigen Crowds – Ein Luxus, der derzeit immer knapper wird.

Mit Abstand Surfspot Nummer 1 in Kanada ist der kleine Küstenort Tofino an der Westküste Vancouver Islands. Die ehemalige Hippie-Enklave wurde von National Geographic als einer der besten Surfstädte der Welt ausgezeichnet und ist Austragungsort des jährlichen Rip Curl Pro, des einzigen kanadischen Pro-Surf Contests. Mit Surfshops an jeder Ecke und einem typisch entspanntem Vibe, hat Tofino im Sommer das Flair von Byron Bay in Australien oder Santa Cruz in Kalifornien. Die besten Wellen rollen im Herbst und Frühjahr an die Strände rund um die Kleinstadt. Aber auch im Sommer finden sich genug Gelegenheiten um seine Surfskills zu verbessern. Achtung: Ohne dicken Neo, Boots und Handschuhe wird es sehr schnell sehr kalt.

Das waren sie, unsere Top Outdoor-Aktivitäten in Kanada. Was steht auf eurer To-Do Liste wenn ihr an Kanada denkt? Oder habt ihr vielleicht selbst noch den ein oder anderen Geheimtipp für uns?

 

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Bildquellen:

Nr. 1: Bild Hike Lake Louise | Pixabay Creative Commons
https://pixabay.com/en/person-mountain-lake-reflection-984282 

Nr.2 : Snowboarding Whistler| Bogdan Yakivchuk

Nr. 3: Kanufahren Kanada | Wikimedia Creative Commons
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lake_Louise,_Banff_National_Park_(7800643266).jpg

Nr. 4: Sea Kayaking the West Coast | Tofino Sea Kayaking

Nr. 5: Surfing Tofino| Philipp Dukatz

 

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Kategorie: Reise, Specials, Work & Travel

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Seit er sich erinnern kann, ist Philipp mit dem Virus Wanderlust infiziert. Schon während der Schulzeit hat er ein Jahr als Austauschschüler im Mittleren Westen der USA verbracht. Nach dem Abitur hielt ihn nicht mehr viel und es ging erneut in die USA um mit seinem Gastbruder das Land zu erkunden. Nach dem Studium in Münster und Malta ging es zunächst für ein halbes Jahr nach Australien. Auf dem Work and Travel Visum zog es ihn quer durch den siebten Kontinent, wo sich der Anteil an Work im Vergleich zu Travel nach eigener Aussage aber eher in Grenzen hielt. Nach gut sechs Jahren in der Marketingbranche war es erneut Zeit auszusteigen. Philipp kündigte und reiste für ein Jahr durch ganz Südostasien. Seine Reise dokumentierte er in Bildern und Reportagen auf seinem Reiseblog ESCapology.eu, welches er auch noch heute weiterführt. Daneben schreibt Philipp für verschiedene Online-Portale und hin und wieder Reisemagazine.

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