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Schritt 6: Visum für den Auslandsjob & Abmeldung aus Deutschland

Wenn du einen längeren Auslandsaufenthalt planst, wirst du mit einigem organisatorischen Aufwand konfrontiert. Dabei spielt nicht nur die Organisation der Reise, des Umzugs und der Aufbau eines neuen Lebensmittelpunkts in einem fremden Land eine Rolle, sondern leider auch einige bürokratische Hürden, die viele Auslandsjobber nehmen müssen. Vor allem, wenn es dich in weiter entfernte Länder außerhalb Europas zieht, musst du dir vorher einige Fragen stellen, wie zum Beispiel: Welches Visum brauche ich? Wie bekomme ich es und wann muss ich mich darum kümmern? Eine besonders wichtige Frage, die viele Auslandsjobber beschäftigt, ist außerdem: Muss ich mich aus Deutschland abmelden?

 Visum & Abmeldung aus Deutschland

Themen dieser Seite:

Welches Visum brauche ich?

Welches Visum das richtige für deinen Auslandsjob ist, hängt vor allem von deinem Zielland und von der Dauer deines Aufenthalts ab. In den EU-Ländern brauchst du beispielsweise dank des Freizügigkeitsabkommens zwischen den EU-Staaten keinerlei Aufenthalts- oder Arbeitsgenehmigung, selbst wenn du dort länger (vielleicht sogar für immer) leben möchtest. Auch in europäischen Nicht-EU-Ländern wie der Schweiz oder Norwegen haben es EU-Bürger vergleichsweise leicht, für längere Zeit im Land zu leben und zu arbeiten. In den Ländern außerhalb Europas ist es dagegen nicht immer einfach, sich dauerhaft oder für längere Zeit niederzulassen. Wenn du in Ländern wie den USA, Brasilien oder Australien arbeiten möchtest, brauchst du meist ein konkretes Jobangebot, bevor du eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung bekommst. Du musst also bereits von zuhause aus nach Jobs suchen, was eine große Herausforderung sein kann. Die besten Chancen haben Leute mit einem gefragten Beruf, wie zum Beispiel IT-Experten, Ärzte, Krankenpfleger, gut ausgebildete Handwerker und Ingenieure.

Working-Holiday-Visum

Wenn du zwischen 18 und 30 Jahren alt bist, ist das Working-Holiday-Visum die perfekte Möglichkeit für dich, für längere Zeit im außereuropäischen Ausland zu arbeiten. Einige sehr interessante Destinationen haben mit Deutschland ein sogenanntes Working-Holiday-Abkommen abgeschlossen. Für deutsche Staatsbürger zwischen 18 und 30 Jahren bedeutet das: Du kannst bis zu einem Jahr in spannenden Ländern wie Neuseeland, Kanada, Japan, Chile oder Australien leben und arbeiten. In Kanada können sich Interessierte sogar bis 35 Jahre um eines der begehrten Working-Holiday-Visa bewerben. Mit Ausnahme von Kanada sind die Visa auch nicht begrenzt, sodass fast jede(r) deutsche Staatsbürger(in) zwischen 18 und 30 Jahren relativ problemlos dieses Visum bekommt, solange du nicht vorbestraft bist oder eine schwere Krankheit hast. Für junge Menschen ist das eine großartige Gelegenheit, im Ausland zu arbeiten und dort vielleicht sogar dauerhaft Fuß zu fassen. Es sind schon einige Working-Holiday-Maker nicht mehr in die Heimat zurückgekehrt. Bei den Working-Holiday-Jobs handelt es sich meist um einfache Aushilfs- und Gelegenheitsjobs. Wenn du aber schon eine Ausbildung und Berufserfahrung mitbringst, bieten die Working-Holiday-Länder meist Möglichkeiten, in deiner Branche zu arbeiten und evtl. einen dauerhaften Job inklusive Permanent Visa zu ergattern. Demzufolge ist das Working-Holiday-Visum nicht nur ideal für alle, die nur vorübergehend im Ausland arbeiten wollen, sondern kann auch ein idealer Einstieg für Menschen sein, die dauerhaft im Work & Travel-Land leben und arbeiten wollen. Damit hast du sozusagen schon mal ein Fuß in der Tür und es ist dann viel leichter, auch dauerhaft reinzukommen.

>> Tipp: Mehr Infos zu den Working Holidays bzw. Work & Travel findest du bei uns!

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Green Card 

Davon abgesehen gibt es in manchen Ländern noch einige Besonderheiten, was Visa und Aufenthaltsgenehmigungen betrifft. Eines der bekanntesten Beispiele ist vermutlich die Green-Card-Lotterie in den USA, bei der jährlich tausende permanente Visa für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten verlost werden. Seit Anfang der 90er Jahre können sich daher jährlich rund 50.000 Menschen aus den verschiedensten Ländern der Welt über eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung im Land der unbegrenzten Möglichkeiten freuen. Mit einer Green Card kannst du dich dauerhaft in den USA niederlassen, du zahlst ca. 80 Prozent weniger Studiengebühren an den besten Unis der Welt und auch dein Ehepartner sowie Kinder, wenn vorhanden, erhalten automatisch eine der der begehrten Green Cards.

Work & Travel in den USA

Wenn du beim Visa-Lotto kein Glück hast, kannst du auch als Work & Traveller für einige Monate in den USA leben, arbeiten und reisen. Für dieses spannende Land gibt es zwar bislang kein klassisches Working-Holiday-Visum, dafür aber sogenannte J1-Visa, die den Working Holidays sehr nahe kommen. Mit einem solchen Visum kannst du den Sommer über in den USA jobben, beispielsweise in einem der typischen Summer Camps oder auch in einem der atemberaubenden Nationalparks. Anschließend kannst du das riesige Land noch für eine Weile bereisen. Das ermöglicht dir, erstmal in das Land hinein zu schnuppern, wertvolle Kontakte zu knüpfen und dir einen ersten Eindruck vom Arbeitsmarkt zu verschaffen.

>> Tipp: Du möchtest mehr über Work & Travel-Möglichkeiten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erfahren? Dann schau dir unser unser Work & Travel USA-Magazin an!

Muss ich meinen Wohnsitz in Deutschland abmelden?

Ob eine dauerhafte Abmeldung aus Deutschland für dich sinnvoll ist, solltest du dir genau überlegen. Wenn du erstmal nur ein bisschen Auslandsluft schnuppern möchtest und dir vorstellen kannst, später nach Deutschland zurückzukehren, musst du nicht unbedingt alle Zelte in Deutschland abbrechen. Im Grunde bringt eine offizielle Abmeldung kaum Vorteile und ist daher nicht wirklich notwendig, vor allem wenn du nur vorübergehend unterwegs bist. Menschen, die Deutschland dauerhaft den Rücken kehren und auswandern wollen, sollten sich auf jeden Fall abmelden. Das ist vor allem wichtig, wenn du in Deutschland keine Steuern mehr zahlen möchtest.

Prinzipiell kann sich jeder, der in Deutschland seine Wohnung kündigt und keine neue bezieht, bei der Meldebehörde abmelden. Dadurch verlierst du natürlich nicht deine Staatsbürgerschaft oder deinen Reisepass. Du bleibst weiterhin deutscher Staatsbürger, nur eben ohne festen Wohnsitz in der Bundesrepublik, was auch so in deinem Personalausweis vermerkt wird. Wenn du mal einen neuen Reisepass oder Personalausweis brauchst, kannst du diese Dokumente jederzeit bei den deutschen Auslandsvertretungen im Ausland oder bei eine Behörde im Inland beantragen. Deine Abmeldebescheinigung aus Deutschland solltest du für solche Fälle gut aufheben, da sie sehr nützlich ist, wenn du beispielsweise mit deutschen Vertretungen im Ausland zu tun hast. Ein weiterer Vorteil der Abmeldung ist, dass du leichter aus bestehenden Verträgen in Deutschland rauskommst.

Fazit

Je nachdem, wo es hingeht, bist du vor einem Auslandsaufenthalt mit unterschiedlich hohen bürokratischen Hürden konfrontiert. Nur wenn du innerhalb der EU-Grenzen bleibst, ist ein längerer oder dauerhafter Auslandsaufenthalt vergleichsweise einfach zu realisieren. Das wichtigste bei einem längeren Auslandsaufenthalt außerhalb Europas ist die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Wenn du zwischen 18- und 30 Jahren alt bist, kannst du dich relativ unproblematisch bis zu einem Jahr in Ländern wie Australien, Kanada oder Neuseeland aufhalten. Das kann ein guter Einstieg für einen längeren Aufenthalt in einem dieser Länder sein. Eine Abmeldung aus Deutschland ist bei zeitlich begrenzten Auslandsaufenthalten nicht nötig.


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