Ninas Weltreise: Visum

| 20. 02. 2014 | 0 Kommentare

Ninas Weltreise: Einreisebestimmungen und VisaFür diejenigen, die nach dem bürokratischen Durcheinander der Reiseplanung und Versicherungsdokumenten schon keine Lust mehr haben, sind hier noch „bessere Neuigkeiten“: Es gibt nichts schöneres als die zahlreichen Versuche eines der ausländischen Konsulate telefonisch zu erreichen, weil man „den Ablauf der Beantragung für ein Visum“ nicht so richtig verstanden hat. Ich will euch auf keinen Fall entmutigen, lediglich vorwarnen. Setzt euch vor allem bei einer Weltreise möglichst früh mit der Frage nach den verschiedenen Einreisebestimmungen auseinander. Als ich 2012 für die vier Monate nach Vietnam geflogen bin, hatte ich bereits den ein oder anderen Moment der Verzweiflung – und damals ging es nur um ein einziges Visum.

Touristenvisum (Die unkomplizierte Variante)

Für welches Land ihr heutzutage ein Touristenvisum bereits vor der Reise beantragen müsst findet ihr auf der Internetseite vom Auswärtigen Amt (www.auswartiges-amt.de). Man könnte zwar meinen (oder zumindest hoffen), dass sich hinter dem „Deutsche Staatsbürger brauchen ein/kein Visum“ irgendein sinnvolles System versteckt, ich habe es noch nicht durchschaut. Wie bereits erwähnt gibt es also Länder, in denen man das Touristenvisum für einen gewissen Zeitraum (meistens grobe 60-90 Tage) sofort bei Einreise in das entsprechende Land erhält. Hierfür müsst ihr euch im Vorfeld nicht mit den Konsulaten und Unterlagen rumärgern. Auf meiner Route betrifft das die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai), Hong Kong (Als unabhängiger Inselstaat vom restlichen China), Japan (Tokyo) und Island (Reykjavik).

Touristenvisum (für Anfänger)

Für Indien (Delhi), Shanghai (China) sowie die USA muss ich also im Vorfeld mein Visum beantragen. Da ich zudem noch gerne einen Abstecher nach Vietnam machen möchte, ist es hier ebenfalls sinnvoll mein Touristenvisum vorher zu erhalten. Falls es euch wie mir gehen sollte und eure Reiseziele auch den Ländern entsprechen, die ein bereits beantragtes Visum bei Einreise nachgewiesen haben möchten: Ihr schafft das schon.

Ich habe mich im Vorfeld mit meiner Kundenbetreuerin meines Reisebüros abgesprochen. Sie hatte mir damals nützliche Tipps gegeben, wie lange eine solche Ausstellung des Visums für ein entsprechendes Land ca. dauern wird. Nachdem also klar war in welcher Reihenfolge die Visa beantragt werden sollten, ging ich voller Tatendrang ins Internet auf die Webseite des indischen Konsulats. Im 21. Jahrhundert kann man ja auch alles relativ einfach recherchieren und die meisten Informationen aus dem Netz bekommen. Manche Konsulate lassen euch entscheiden, ob ihr das Visum direkt (beim jeweiligen Konsulat, welches für ein oder mehrere Bundesländer zuständig ist) oder postalisch beantragen wollt. Da ich meistens ein ganzes Stück zu fahren hätte, bevorzuge ich normalerweise die postalische Beantragung. Allerdings muss man hierfür auch meistens mehr Zeit einplanen als wenn man das Visum direkt beantragt. Das Formular kann dann direkt am Computer über die Webseite ausgefüllt werden (Achtung: Manche Internetbrowser sind irgendwie mit dem System nicht kompatibel!). Alternativ könnt ihr das Blatt natürlich auch ausdrucken und von Hand ausfüllen. Lasst euch nicht abschrecken von den manchmal etwas verwirrenden Fragen: Ob es um die Berufe und Kontaktdaten eurer Eltern geht, ihr eine terroristische Vergangenheit habt oder Absichten habt solche Ziele in der Zukunft zu verfolgen,… die wollen einfach alles wissen.Ninas Weltreise: Touristenvisum

!!Achtung: Spezielle Passfotos!!

Und wo wir gerade bei der Beantragung des Indien-Visums sind: Hierfür benötigt man auch ganz spezielle Passfotos mit den auf der Internetseite aufgeführten Vorgaben. Hat man nach 5-maligem Ausfüllen des Antragsformulars dann endlich alles richtig gemacht, alle notwendigen Unterlagen (inkl. Reisepass) beisammen und auch die Gebühren schon überwiesen, muss man lediglich noch die Daumen drücken, dass auch alles verständlich und ohne Knick im Formular am Konsulat abgegeben wird.

… für Fortgeschrittene

Nachdem ich mein Vorgehen nun ein zweites Mal durchgelesen habe könnte man meinen ich würde übertreiben, aber nein. Es ist wirklich so. Meinen ersten Versuch für mein Indienvisum hätte ich zudem fast an das falsche Konsulat geschickt. Dieses nahm (zufälligerweise) einen Tag vorher keine postalischen Anträge mehr an. Sollte es zwischendurch zu Fragen kommen, rate ich euch erst einmal die Kontaktaufnahme per E-Mail. Bezüglich einer Frage für das „Working Holiday Visum“ für Hong Kong versuche ich, ungelogen, seit Ende Oktober montags und mittwochs von 15:00-17:00Uhr jemanden auf dem Konsulat zu erreichen. Es ist zum Haare raufen.

Normalerweise dauert so ein ganzes Prozedere an die 2-4 Wochen. Das Touristenvisum für Vietnam allerdings hatte ich schon nach einer Woche wieder per Post zurück geschickt bekommen. Ich sage euch, es gibt keinen schöneren Moment als den, wenn ein an sich selbst adressierter Rückumschlag mit dem Reisepass im Briefkasten ist.
Was im Vorfeld der Beantragung noch wichtig ist zu wissen ist die Tatsache, dass manche Visa bereits ab dem Tag der Beantragung gültig sind und dann die entsprechend gewählte Zeit läuft. Solltet ihr also ein Visum bereits lange im Voraus der eigentliche Einreise in das Land erhalten, müsstet ihr einen Zeitraum für das Visum wählen der lang genug ist, damit ihr dann auch später in das Land kommt.

Ein kleines Beispiel, damit es nicht so theoretisch klingt:

Ich reise am 16.März 2014 nach Delhi ein. Das Touristenvisum kann für 3 oder 6 Monate (oder länger) beantragt werden, mit ein oder mehreren Einreisen („single or multiple entry“). Da ich das Visum bereits im November beantragt habe, hätte ein Visum für 3 Monate nicht ausgereicht, da dieses ab dem Tag gültig ist, an dem der Stempel in meinen Reisepass kommt. Folglich kam für meine Reise lediglich das 6monatige Visum zur Auswahl, welches sich neben der Dauer nur durch den Preis zum 3monatigen Visum unterscheidet.

Solltet ihr aus anderen Gründen als den touristischen Zwecken in ein Land einreisen, müsst ihr das natürlich auch bei der Beantragung angeben. Wie bei jeder Vorbereitung habe ich natürlich auch schon von Reisenden erfahren, die einfach losgedüst sind, einfach los gezogen, ab ins Blaue. Demnach müssen solche Einreisen dann eben auf der Reise organisiert werden. Für mich würde das allerdings zum einen viel mehr Stress bedeuten, zum anderen ist es natürlich auch um einiges ungewisser. Natürlich kann man Glück haben und der Mitarbeiter an der jeweiligen Einreiseschranke lässt sich durch eure Überzeugungskünste oder dem nötigen Kleingeld bestechen, aber darauf würde ich mich nicht in allen Ländern verlassen 😉

Ich denke es ist kein Fehler sich im Vorfeld darüber Gedanken zu machen und zumindest die Visa zu beantragen, von denen ihr bereits wisst, dass ihr sie brauchen werdet. Ob ihr den „Kick“ nun bereits zu Hause verspüren wollt oder erst kurz vor Einreise, das überlasse ich gerne euch selbst.

Alles Liebe & viel Durchhaltevermögen!!

Weltreise-Serie hier weiterlesen:

>> Das Reisegepäck

Vorherige Artikel von Nina:

>> Nina geht auf Weltreise

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Kategorie: Planung, Reise

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Über den Autor ()

Nicht nur privat, sondern auch aus schulischer Sicht, zog es Jane schon früh ins Ausland. Besondere Aufmerksamkeit schenkte sie dabei vor allem dem europäischen Norden und dem englischsprachigen Ausland. Nach dem Abitur verbrachte sie deshalb direkt ein ganzes Jahr als Au-Pair in einer Gastfamilie in New Canaan, CT (USA). Im Anschluss studierte sie Anglistik und Germanistik in Düsseldorf. Geplagt vom Fernweh und dem ständigen Wunsch nach Abwechslung begann sie im Sommer 2012 die spanische Sprache zu lernen, da sie mehrere Länder in Südamerika bereisen möchte. In den letzten Jahren hat sie mehrwöchige Reisen nach Vietnam & Australien unternommen. Die Mitarbeit bei der INITIATIVE auslandszeit ermöglicht ihr die tägliche Auseinandersetzung mit spannenden Auslandszeiten und den verschiedensten Erfahrungen von Reisenden oder denen, die es noch werden wollen. Neben der Reiselust gehören Reiten, Joggen, Skifahren, Kochen und Fotografie zu ihren großen Leidenschaften.

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