Existenzgründung im Ausland Infos & Tipps für das Start-Up im Ausland

| 17. 04. 2015 | 5 Kommentare

Existenzgründung im AuslandVorbereitungen für die Existenzgründung im Ausland

Die Gründe, warum du als Deutscher ein Business im Ausland starten willst, können so vielfältig sein wie all die Menschen, die es letztendlich tun. Vielleicht ist dein Lebenspartner aus dem Zielland. Vielleicht liebst du einfach die Landschaft, die Sprache oder die Kultur. Oder du hast die seit einiger Zeit im deutschen Privatfernsehen populären Auswanderer-Serien gesehen und dich davon inspirieren lassen. Was auch immer dich bewegt, eine Existenzgründung im Ausland zu wagen, du solltest dich so gut wie möglich auf die Fremde einstellen und dich umfassend über die Situation vor Ort informieren.

Finanzielle Vorbereitungen

Wie bei jeder Existenzgründung in der Bundesrepublik auch ist für viele Unternehmer zunächst die zentrale Frage, wie das Start-Up seriös finanziert werden kann. Es sind viele Investitionen zu tätigen, die zunächst das Geschäftliche betreffen.

  • Anmietung eines Objekts,
  • dessen Ausstattung,
  • die Anschaffung von Geräten sowie
  • kleinere Umbauten … 

… sind typische Kosten, die grundsätzlich die in der Regel benötigte Immobilie betreffen. Wie in Deutschland auch gibt es für ein Start-Up in anderen Ländern Förderprogramme. Ein Beispiel: Du willst in Frankreich ein Hotel eröffnen. Dafür willst du ein Objekt sanieren, dies wird auch nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden (sehr wichtig!) genehmigt. Doch die Gemeinde kann dir für die Renovierung und Eröffnung nicht unter die Arme greifen. In dem Fall könntest du die französische Auslandshandelskammer kontaktieren.

Business-Plan, betriebliche und private Kosten

Wie bei einer Gründung in Deutschland auch ist darüber hinaus ein guter Business-Plan von hoher Bedeutung. Er wird meistens chronologisch strukturiert und listet in realistischer Weise das Vorgehen auf, wobei insbesondere finanzielle Strategien umfassend beleuchtet werden sollten. Neben solchen betrieblichen Einnahmen und Ausgaben stehen in der Regel hohe und kurzfristig meist schwierig kalkulierbare private Aufwendungen. Der Umzug und die Kosten für ein neues Haus oder eine Wohnung müssen ganz offensichtlich gestemmt werden. Doch auch die laufenden Kosten, die sich aus dem Umzug ergeben, müssen vorher berücksichtigt werden. Beispiele dafür wären Versicherungen, Einkaufskosten oder Aufwendungen für ein Auto.

Um leichter mit der Kalkulation zurechtzukommen, kann man spezielle Buchhaltungsprogramme von Softwaredienstleistern wie Lexware oder anderen zur Hilfe nehmen. Insgesamt sollte ein Existenzgründer im Ausland noch akribischer und stets realistisch die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben gegeneinander abwägen. Denn – wie auch die Auswanderersendungen im Fernsehen zeigen – kann das Start-Up durchaus misslingen, sodass sich ein einstmals hoffnungsvoller Unternehmer am Ende verarmt in Deutschland wiederfindet.

Kaufmännische Planungen

Viele Existenzgründungen scheitern an grundsätzlichen, kaufmännischen Mängeln – nicht an der häufig guten Idee und nicht an der Energie und Tatkraft der betreffenden Person. Egal, ob im Ausland oder nicht: Das wichtigste ist, dass die Dienstleistung oder die angebotenen Produkte von der Zielgruppe benötigt werden. Um auszuschließen, dass Mitbewerber dieses Angebot bereits besser oder günstiger zur Verfügung stellen, solltest du in jedem Fall dein Alleinstellungsmerkmal (unique selling proposition, abgekürzt USP) herausarbeiten. Die Zielgruppe sollte realistisch definiert werden, ebenso wie bereits vorab ein Marketing ausgearbeitet werden muss, um sie gezielt zu erreichen und zu aktivieren.  Die Bedingungen der Branche im Ausland sollten ebenfalls genau analysiert werden. Gespräche mit Kunden, mit bereits etablierten Kaufmännern des Landes und der Branche sowie das akribische Analysieren direkter Mitbewerber sind ebenfalls nur zu empfehlen. Frage dich auch: Wie will ich meine zukünftige Firma strukturieren?

Weitere wichtige Tipps

Es ist von großer Bedeutung, sich als Existenzgründer ständig zu hinterfragen. Dabei stellt unter anderem dieser R+V-Ratgeber im Internet die richtigen Fragen. Sind deine fachlichen Kenntnisse als Kaufmann und für deine Branche überhaupt ausreichend? Ist die gewünschte Gesellschaftsform in diesem Land möglich? Warum sollte gerade deine Idee in diesem Land Erfolg haben?

Zu den beliebtesten Auswandererländern für die Deutschen zählen zudem zwar Österreich und die Schweiz. In der Regel sind jedoch andere Sprachen zu lernen. Sehr beliebt sind auch die USA, England, Polen, Spanien, Frankreich, Holland oder die Türkei. Falls man der Sprache nicht mächtig ist, sollte man sich damit möglichst frühzeitig beschäftigen. Und nicht zuletzt ist es wichtig, sich auf die speziellen Bedürfnisse und Gepflogenheiten der fremden Kultur einzustellen.

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Kategorie: Allgemein, Planung, Specials

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Über den Autor ()

Nicht nur privat, sondern auch aus schulischer Sicht, zog es Jane schon früh ins Ausland. Besondere Aufmerksamkeit schenkte sie dabei vor allem dem europäischen Norden und dem englischsprachigen Ausland. Nach dem Abitur verbrachte sie deshalb direkt ein ganzes Jahr als Au-Pair in einer Gastfamilie in New Canaan, CT (USA). Im Anschluss studierte sie Anglistik und Germanistik in Düsseldorf. Geplagt vom Fernweh und dem ständigen Wunsch nach Abwechslung begann sie im Sommer 2012 die spanische Sprache zu lernen, da sie mehrere Länder in Südamerika bereisen möchte. In den letzten Jahren hat sie mehrwöchige Reisen nach Vietnam & Australien unternommen. Die Mitarbeit bei der INITIATIVE auslandszeit ermöglicht ihr die tägliche Auseinandersetzung mit spannenden Auslandszeiten und den verschiedensten Erfahrungen von Reisenden oder denen, die es noch werden wollen. Neben der Reiselust gehören Reiten, Joggen, Skifahren, Kochen und Fotografie zu ihren großen Leidenschaften.

Kommentare (5)

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  1. Avatar Herr Brander sagt:

    Wie oben in dem Artikel sehr gut beschrieben ist die Finanzierung das „A und O“ um sich selbstständig zu machen. Daher ist es eine gute Möglichkeit die Selbstständigkeit anfangs als 2. Standbein laufen zu lassen. Somit überbrückt man die finanziell schwierige Anfangszeit.

  2. Meine Eltern möchte eine Frühstückspension in Tux eröffnen und ich denke, es ist eine gute Geschäftsidee. Sie haben keine Erfahrung damit, aber ich denke, dass es eine wirklich gute Aktivität in ihren älteren Tagen sein würde. Ich werde sie empfehlen, um nach Tux öfter zu fahren, sodass sie mehr Gespräche mit mehreren Kunden führen können.

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