3 | Isabelles Australien-Blog: Ein Jahr Freiheit Ein paar Tage in Singapur

| 04. 10. 2016 | 1 Kommentar

Den Schulabschluss in der Tasche und auf geht’s – mit dem Rucksack durch Australien. Ein Jahr Work & Travel in Down-Under, das ist der Traum von vielen, Isabelle hat es sich gewagt. In ihrem Blog berichtet sie über ihre Erlebnisse, verrät Tipps für eine tolle Auslandszeit und erzählt was nicht so gut gelaufen ist.Vor ihrer Ankunft in Australien, macht sie erst noch einen Zwischenstopp in Singapur, wie ihr der Kurztrip nach Asien gefällt erfahrt ihr hier im dritten Teil :).

Strand mit Palmen und einer Hängebrücke

…was bei einem Flug so alles schief gehen kann

Mein Work & Travel-Australien-Jahr fängt mit dem Flug nach Singapur und mit einem Fettnäpfchen nach dem anderen an. Aber ganz von vorne: Auf dem ersten Flug von Frankfurt nach Dubai war das Orientieren nicht so schwer. Frankfurt ist super ausgeschildert und sehr übersichtlich. Aber dann ging es los. Wenn man am Fenster sitzt sollte man nicht viel trinken, der Tisch fällt runter wenn man ihn nicht festhält beim lösen, sodass man es auch noch fünf Reihe weiter hören kann. Der Vordermann lässt unter Umständen seinen Sitz ohne Vorwarnung zurück, weshalb man immer austrinken sollte oder zumindest nichts einfach so auf dem Tisch stehen lassen darf. Vorher hat mich niemand gefragt ob ich Vegetarier bin und ich wusste nicht, dass ich das hätte sagen müssen. Und das waren nur die weniger peinlichen Sachen. Nicht zu wissen, dass das Licht auf dem Klo bei geschlossener Tür automatisch angeht und, dass das Schloss ein Riegel ist (ein großes Stück über dem in beide Richtungen drehbaren Griff) waren schon deutlich peinlicher.

Aber nun bin ich in Singapur und es gefällt mir wirklich gut!

Singapur lohnt sich

Nach den ersten Nächten in einem Hostel, wo man wirklich viele Menschen kennen lernt, habe ich via couchsurfing durch einen Einheimischen Namens Quentin eine ganz neue Welt entdeckt. Definitive Highlights sind Chinatown im Allgemeinem und Santosa Bay vor allem der Strand Tanjong. Kostenlos kann man in Singapur einiges erleben. Die Gardens by the Bay sind wirklich schön, genauso wie die Botanic Gardens. Die Tempel in Chinatown, der Treetopwalk ein bisschen außerhalb und die gratis Touren durch Chinatown oder Little India sind wirklich empfehlenswert.

Ein paar Geheimtipps

Hat man es erst mal zu Fuß zu den Universalstudios geschafft sind der Shuttle zum Strand nach Sentosa und die Rückfahrt gratis. (Wenn ihr auf dem Rückweg Zeit habt dann gönnt euch nach dem kleinen Shuttle einen bubbletea. Da ist ein sehr leckerer und günstiger Stand auf der linken Seite. Aber bubbletea ist in Singapur nicht dasselbe wie wir ihn vor ein paar Jahren in Deutschland an jeder Ecke hatten!). Ein echter Geheimtipp ist die Har Par Villa. Ich will nicht zu viel verraten aber hier trifft man, wenn überhaupt, wenige einheimische Touristen oder Schulklassen und ihr sollten unbedingt die Infoschilder lesen. Auch für kleines Geld lässt sich einiges erleben. Man kann zum Beispiel viel sparen wenn man nicht den teuren Flyer (sowas wie das London Eye) oder das ebenfalls teure Marine Bay Sands Hotel, sondern das sagenhafte 5 Dollar pinnacle@duxton (ein Hotel mit ebenfalls sagenhafter Aussicht) besucht.

Essen in Singapur: lecker und günstig

Zum Mittagessen sollte man nach Chinatown. Auf den Zahlreichen Foodmarkets findet man sehr viel, meist Fleischlastiges, aber günstiges Essen. Von 1,5 bis 6 Dollar ist alles zum sattwerden und naschen dabei! Empfehlenswert für Vegetarier ist in dem Mexwell Foodcenter im mittleren Gang am letzen Stand rechts der Hand gemachte Tofu. Das Beste am Essen in Asien ist, dass man sich Sachen zusammenstellen kann wie man will! Ihr zeigt einfach auf eine Sache in einem der vielen Behälter und sie packen es dazu. Ihr könnt somit jedes Gericht auch vegetarisch, schärfer oder salziger bekommen. Für den kleinen Hunger zwischendurch findet man immer wieder Gebäck das aussieht wie Cakepops und gefüllt ist mit Fleisch und Fisch. Ihr dürft euch nicht den Zuckerrohrsaft entgehen lassen! Fragt nach einer Limette und zerquetscht sie vorher. Das sorgt für den letzten Kick. Generell sollte man sich darauf vorbereiten das alles entweder sehr süß oder sehr scharf ist…

Der Transport

Am besten kommt ihr in Singapur am besten mit der Bahn von A nach B. Die MRT-Stationen gibt es wie Sand am Meer. Aber das wirklich spannende ist das Bezahlen. Am besten holt ihr euch an einer der vielen größeren Stationen an den seitlichen Ticketständen (die in der Mitte sind für Einzelfahrten) eine Touristenkarte. Die ist weiß und vorne steht yourSingapore drauf. Wenn ihr super viel fahrt dann lohnt sich die drei-Tage-Option für 20 Dollar. Wenn ihr allerdings nicht ultra viel fahrt dann nehmt die Karte für einen Tag und ladet dann 10 Dollar drauf. Jede Fahrt kostet zwischen einem und zwei Dollar, was sich aber rentiert wenn ihr ohnehin nur zwei Mal mit dem Zug fahren wollt oder eben über mehrere Tage verteilt braucht.

Fettnäpfchen? Warte, ich nehme Anlauf!

Apropos Bahn: In Singapur gibt es ein paar Benimmregeln, die man besser kennen sollte. Man steht auf für Ältere, lässt die Leute erst aussteige (dafür gibt es extra Markierungen auf dem Boden), rückt soweit auf, dass jeder Platz hat und, da Linksverkehr herrscht: auf den Rolltreppen links stehen rechts gehen! Rucksäcke sind abzunehmen und auf jeden Fall festhalten und leise reden! Wenn man irgendwo warten muss auch außerhalb der Bahn z.B. auf Essen geht man ein Stück zur Seite, sodass der hinter einem schon mal bestellen kann. Eine Erleichterung für den Geldbeutel ist es, dass man kein Trinkgeld geben muss. Achtet aber immer drauf, ob an der Seite Wagen sind, bei denen Ihr euer Besteck selber wegbringen könnt. Beachtet man diese Sachen nicht wird man garantiert streng angeguckt oder einfach zur Seite geschoben/gezogen. Auch ein abweisender Handwink gefolgt von Ignorieren sind typische Zeichen für einen Kniggeverstoß.

Jetzt bin ich auf dem Weg nach Melaka mit dem wirklich günstigen Bus. Ich melde mich wieder wenn ich auf dem Rückweg nach Singapur bin, von wo aus der Flug nach Melbourne ansteht.

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Über den Autor ()

Leben heißt Reisen und Reisen heißt Leben. Isabelle Rotter war schon immer viel unterwegs. Seit dem sie denken kann nehmen ihre Eltern sie übers Wochenende mit auf Motorradtreffen. Sie liebt Tagesausflüge und Auslandsreisen. Mit der evangelischen Kirche ist sie in Europa schon ein ganzes Stück rumgekommen. Ob in Polen zum Schüleraustausch oder jetzt für ein Jahr in Australien, Isabelle ist mehr unterwegs als Zuhause. Aber was soll man auch zuhause? Das, was sie am Reisen am meisten genießt, ist das man sich jeden Tag ein bisschen besser kennen lernt. Man trifft neue interessante Leute, die Freunde werden - und zurück zuhause, hat man was zu Erzählen, vorzugsweise in einem kleinen Café. Nach ihrem Travel-and -Work-Jahr in Australien, will sie jedoch erst mal zuhause bleiben um zu studieren. Aber wer weiß, wo es sie in Zukunft hinzieht.

Kommentare (1)

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  1. Avatar Nana Frey sagt:

    Hört sich alles sehr gut an! Aber eine Frage: Reist Du mit einer Organisation oder ,,auf eigene Faust“?

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