2 | Isabelles Australien-Blog: Ein Jahr Freiheit Kurz vor der Abreise

| 08. 09. 2016 | 0 Kommentare

Den Schulabschluss in der Tasche und auf geht’s – mit dem Rucksack durch Australien. Ein Jahr Work & Travel in Down-Under, das ist der Traum von vielen, Isabelle hat es gewagt. In ihrem Blog hier im Work & Travel-Magazin berichtet sievon ihren Erlebnisse, verrät Tipps für eine tolle Auslandszeit und erzählt was nicht so gut gelaufen ist. Kurz vor der Abreise ist noch mal richtig viel zu tun. Auf einmal geht alles ganz schnell und man muss ganz viel gleichzeitig machen.

Alles fertig…und bin ich schon bereit?

Kurz vor der Abreise, sprich zwei bis drei Wochen vorher, ist der Terminkalender richtig gut gefüllt – vor allem, wenn man direkt nach dem Abi fliegt. Diesen Stress würde ich mir beim nächsten Mal vermutlich durch eine zusätzliche Vorbereitungswoche sparen. So muss man alles in eine Woche packen: die Aufregung des Abschieds von Freunden, Familie und Bekannten,  der Abiball, das Rucksackpacken und, und, und.  Wenn man, so wie ich, zwischen Abi und Abflug noch gearbeitet hat, dann ist es empfehlenswert zumindest die letzen zwei Wochen vor Abflug frei zu halten, denn man weiß nie was noch kommt. Schlimm finde ich auch, dass ich die meisten Festivals verpassen werde. Endlich 18, aber dafür in Australien. Diese Anreise ist einfach zu weit. Das mit der Anreise darf man sich im Übrigen öfter anhören!  Bekannte und Verwandte laden einen zu Veranstaltungen in Deutschland ein und man muss leider absagen, weil die Anfahrt aus Australien zu weit ist. Grade bei Älteren ist das ein Standartspruch. „Du kriegst einen Preis für die weiteste Anreise“ „Wir lassen dich einfliegen“ und „Wir machen einfach einen Livestream“ sind momentan die Favoriten. Der vermutlich zweithäufigste Satz ist dann „Ich komme im Handgepäck mit“. Irgendwann muss man sich auf solche Sätze andere Antworten einfallen lassen sonst wiederholt man sich so oft und es klingt als wäre man genervt. Aber tatsächlich wird einem erst dann bewusst, dass man sich darauf vorbereitet ein Jahr Leben Zuhause zu verpassen. Man sieht die Leute ein ganzes Jahr nicht und ich habe am Anfang stark unterschätzt wie hart dieser Abschied sein kann.

Junge Frau steht mit gepacktem Rucksack am Flughafen

Alles eingekauft?

Ein wichtiges Thema ist neben dem Abschied auch das Einkaufen vorher. Jeder weiß man darf kein Essen und Trinken ins Flugzeug mitnehmen. Aber der ganze Rest, also so Kleinigkeiten die man gerne vergisst sind super wichtig! Momentan habe ich das Gefühl ich habe viel zu viel mit.  Was für mich ein Must-have ist und in dreifacher Ausführung gekauft wurde ist Desinfektionsmittel für Unterwegs. Bei meinem ersten Stopp in Singapur weiß man ja nie…  Auch andere Hygieneartikel habe ich gefühlt viel zu oft. Pflaster, Wattestäbchen, Allergie-, Kohle-, Magentabletten und Co. Haben mir bei Müller einen 44 ct. Gutschein beschert werden aber in Australien vermutlich über sein. Trotzdem lautet die Devise lieber haben und nicht brauchen als brauchen und nicht haben.

Noch mal schnell die Technik aufrüsten

Es ist auch empfehlenswert nochmal einen Blick auf den Elektrokram zu werfen. Sowohl für Tablet als auch Smartphone habe ich mir je eine 64 GB Speicherkarte zugelegt, damit ich mich nicht zwangsläufig von Fotos und Videos trennen muss. Selbst wenn das Handy dann hinüber ist, habe ich wenigstens die Karten um Daten wie Bilder sicher zu stellen. Zwischendurch werde ich trotzdem schon mal aussortieren, weil sich nachher niemand die millionen Bilder wirklich angucken will die man in der Zeit so macht.  Was sonst noch neues dazugekommen ist, ist ein neuer USB-Stick sowie Kopfhörer, ein gemeinsames Ladekabel für beide Geräte und eine Minitaschenlampe zum kurbeln in pink. Das vermutlich einzige was ich doch nicht technisch aufgerüstet habe ist ein Reisetagebuch. Da kann man dann reinschreiben, wo man war, was es dort gab und was man eben sonst noch will. Generell schreibe ich super gerne auf Papier, deshalb glaube ich das es in E-Format einfach nicht dasselbe wäre.

Gute Vorbereitung: Probepacken

Für mich war es auch wichtig zwei, drei Mal den Rucksack vorzupacken. Erstens sieht man dann was man schon hat und noch braucht, zweitens ist das gar nicht so leicht. Beim ersten Mal hatte ich vergessen die Gurte zu lösen die den Rucksack enger machen. Daraufhin wurde er schief. Beim zweiten Mal war das Problem, dass ich nur darauf geachtet habe alles rein zu packen und deshalb nicht drüber nachgedacht habe die schweren Klamotten nach unten und die leichten nach oben zu packen. Beim dritten Mal hatte ich keine Lust mehr und habe alles reingeknüllt… Resultat ist klar. Erst beim vierten Mal hat es ansatzweise geklappt, doch bis man dann raus hat wo was ist dauert‘s auch noch eine Weile. Ich bin ein sehr unordentlicher Mensch was das packen angeht. Deshalb habe ich mir irgendwann einen Plan gemacht wo was liegen muss und in welchem Bereich ich was am einfachsten finde. Auch wenn der Rucksack nicht all zu groß wirkt, wenn man ein bestimmtes Top sucht wird er plötzlich zum Bermuda-Dreieck, ähnlich wie die Tasche von Hermine im letzten Harry Potter-Teil. Jedes Mal alles ein und auszuräumen ist aber auch keine Lösung. In der Hoffnung, dass nun alles fertig ist und klappt hört ihr dann das nächste Mal aus Singapur von mir.

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Über den Autor ()

Leben heißt Reisen und Reisen heißt Leben. Isabelle Rotter war schon immer viel unterwegs. Seit dem sie denken kann nehmen ihre Eltern sie übers Wochenende mit auf Motorradtreffen. Sie liebt Tagesausflüge und Auslandsreisen. Mit der evangelischen Kirche ist sie in Europa schon ein ganzes Stück rumgekommen. Ob in Polen zum Schüleraustausch oder jetzt für ein Jahr in Australien, Isabelle ist mehr unterwegs als Zuhause. Aber was soll man auch zuhause? Das, was sie am Reisen am meisten genießt, ist das man sich jeden Tag ein bisschen besser kennen lernt. Man trifft neue interessante Leute, die Freunde werden - und zurück zuhause, hat man was zu Erzählen, vorzugsweise in einem kleinen Café. Nach ihrem Travel-and -Work-Jahr in Australien, will sie jedoch erst mal zuhause bleiben um zu studieren. Aber wer weiß, wo es sie in Zukunft hinzieht.

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