15 Backpacker-Tipps, um überall gut zu essen

| 31. 05. 2017 | 0 Kommentare

Zu den schönsten Erlebnissen, die Backpacker während eines Work-and-Travel-Trips machen, gehört ein Roadtrip oder eine mehrtägige Wanderung in die entlegensten Gegenden dieser Welt. Nicht unerheblich ist dabei die Frage nach der Versorgung. Denn im australischen Outback oder in der nordamerikanischen Pampa gibt es nicht an jeder Ecke einen Supermarkt. Genau das macht schließlich den Reiz und das Abenteuer einer solchen Reise aus. Ob du einfach nur draußen isst oder eine wirklich gute Mahlzeit in der Wildnis genießt, kann einen Riesenunterschied bei der Qualität deines Trips ausmachen. Daher geben wir dir in diesem Beitrag 15 Tipps, wie du deine Wegzehrung auf das nächste Level hebst!

Junge Frau trinkt Kaffee vor einem Zelt

1Koche effektiv

Mit leichter, reflektierender Isolationsfolie hältst du deine Speisen länger warm und verbrauchst weniger Gas beim Kochen. So musst du die Gaskartuschen deines Camping-Kochers nicht ständig auswechseln, sparst Geld und musst nicht so viel schleppen.

2Dreck schadet nicht

An den Gedanken musst du dich vielleicht erstmal gewöhnen, aber Dreck ist ein hervorragendes Putz- und Scheuermittel! Noch dazu ist es völlig kostenlos, umweltfreundlich und muss nicht mitgeschleppt werden. Ideal also für jeden Backpacker. So gehst du vor: Nach dem du den Kochtopf so gut es geht mit deinem Besteck gereinigt hast, gibst du ein wenig Wasser in den Topf, zusammen mit einer Handvoll Dreck. Damit schrubbst du den Topf gut durch und spülst ihn am Ende mit klarem Wasser gut aus. Natürlicher und umweltfreundlicher geht es nicht! (Nur bei Teflon beschichtetem Kochgeschirr musst du aufpassen, da sich die Beschichtung lösen kann.)

3Teller als Pfanne nutzen

Backpacker sind immer bestrebt, ihr Gepäck möglichst gering zu halten und Platz zu sparen. Das geht zum Beispiel, indem du dir einen Metallteller zulegst. Den kannst du dann auch als kleine Pfanne über deinem Camping-Kocher nutzen. Als Griff dient die Zange deines Schweizer Taschenmessers.

4Netze als Brotkorb verwenden

Die Netze an den Seiten deines Backpacks, die eigentlich für Wasserflaschen gedacht sind, kannst du auch als Brotkorb nutzen. So kommst du unterwegs schnell an ein paar Kalorien, wenn du Energie brauchst. Die Netze sind ideal, um Brot aufzubewahren, ohne es zu zerquetschen.

5Milchshake für unterwegs

Wenn du eine mehrtägige Wandertour planst, solltest du dich am ersten Tag für den Extra-Schub Motivation mit etwas Besonderem belohnen, zum Beispiel mit einem köstlichen Milchshake. Hol dir eine Portion deines Lieblingseis bevor du losläufst, pack es in deine Thermoskanne oder -becher und genieße wenige Stunden später die leckere Kalorienbombe.

6Pack den Camping-Kocher wieder aus

Vor allem, wenn du zu Fuß unterwegs bist, verzichtest du besser auf einen Camping-Kocher. Der ist schwer, unhandlich und als wäre das noch nicht genug, musst du außerdem eine Gaskartusche mit dir herumtragen. Gerade bei kürzeren Trips lohnt sich das nicht. Wähle stattdessen frische Nahrungsmittel und fertige Snacks als Wegzehrung.

Instant-Kaffee ohne heißes Wasser

Du willst keinen Camping-Kocher durch die Gegend schleppen, kannst aber ohne Kaffee nicht leben? Kein Problem, schließlich geht es dir wahrscheinlich um das Koffein und nicht darum, dass der Kaffee unbedingt heiß ist. Instant-Kaffee kannst du auch mit kaltem Wasser zubereiten, indem du die Kaffee-Wasser-Mischung gut durchschüttelst. Bei sehr warmen Temperaturen ist der kalte Koffein-Kick ohnehin angenehmer.

Teezubereitung beim Laufen

Das gleiche gilt natürlich auch für Tee. Auch dieser muss nicht zwingend mit heißem Wasser aufgebrüht werden. Allerdings braucht er eine Weile,  bis er sein Aroma entfaltet. Aber das sollte kein Problem sein: Gib einfachen einen Teebeutel in deine Wasserflasche, befestige sie am Rucksack und lauf ein paar Stunden. Dann kannst du einen leckeren kalten Tee genießen. Am besten funktioniert das mit Kräutertee, beispielsweise Pfefferminze, Ingwer oder Kurkuma.

Keine Angst vor Käse

Bist du ein Käse-Liebhaber, hast aber Angst, dass die köstliche Speise unterwegs ohne Kühlung schlecht wird? Dann irrst du dich: Käse muss gar nicht so stark gekühlt werden, wie wir immer meinen. Besonders festere Käse wie Cheddar-Käse, reifer Gouda oder Parmesan, halten auch wärmere Temperaturen gut aus. Wenn du in kälteren Gebieten unterwegs bist, kannst du auch weiche Käse wie Brie einpacken.

Iss, was du findest

Was könnte besser sein, als unterwegs frische Bio-Produkte zu essen, die du weder bezahlen noch tragen musst? Informiere dich daher vorab, welche lokalen Pflanzen und Früchte essbar sind und nimm ggf. ein Buch mit. So kannst du einheimische, essbare Wurzeln, Pflanzen, Pilze und Früchte entdecken, die du vielleicht noch nicht kanntest.

Nimm deinen eigenen Garten mit

Das ist ganz einfach: Pack beispielsweise Alfalfa-Sprossen in eine kleine Tüte. Unterwegs tunkst du den Beutel immer mal wieder ins Wasser, beispielsweise in Bäche oder Flüsse. Nach ein paar Tagen werden die Sprossen keimen. Dann spülst du sie noch mal mit Trinkwasser ab und kannst einen superfrischen, gesunden Snack genießen!

Mehr Energie mit Instant-Kartoffeln

Geriebene Kartoffeln in einer Zip-Lock-Tüte sind ideal, um unterwegs die verschiedensten Speisen mit ein paar Extra-Kalorien, Dicke und Geschmack anzureichern.

Lass die Luft raus

Ideal zum Platz und Gewicht sparen: Wenn du Snacks mitnimmst, die in Tüten verpackt sind, beispielsweise Trockenfrüchte oder Nüsse, lass die Luft raus. Dazu stichst du einfach ein Loch in die Tüte, lässt die Luft raus und verschließt es wieder mit Klebeband. Das macht die Packung kleiner und leichter.

Kaffee-Beutel herstellen

Wenn für dich als Coffee Lover Instant-Kaffee unter keinen Umständen infrage kommt, kannst du auch erfinderischer werden. Besonders raffiniert sind kleine, mit Kaffee gefüllte Beutelchen. Sie funktionieren genauso wie Teebeutel, nur dass sie eben mit Kaffee gefüllt sind. So stellst du sie her:

  • Nimm einen herkömmlichen Kaffeefilter aus Papier und gib ein bis zwei Teelöffel gemahlenen Kaffee hinein
  • Falte den Kaffeefilter zu einem kleinen Beutel, indem du ihn oben mit Zahnseide zusammenbindest
  • Gib den Kaffee-Beutel in eine Tasse mit heißem Wasser
  • Nach zwei bis drei Minuten kannst du den Beutel entfernen und deinen Kaffee genießen!

Trockene Mahlzeiten mitnehmen

Deine Mahlzeiten kannst du zuhause zubereiten und mithilfe eines Food Dehydrators trocknen lassen. Tipp: Fett trocknet nicht gut. Koche mit so wenig Fett wie möglich und packe etwas Butter oder Öl ein, das du erst später zum Essen dazu mischst.

Hier fehlt noch was?

Hast du noch mehr Ideen oder Tipps, wie man sich auf einer langen Backpacking-Tour oder einem Roadtrip gut ernähren kann? Dann lass es uns wissen und schreib einen Kommentar!

Diese Themen könnten dich auch interessieren:

>> 14 Dinge, die jeder Backpacker braucht

>> Ein guter Backpacking-Rucksack muss…

>> 15 Backpacker-Highlights 2017

Tags: , , ,

Kategorie: Allgemein, Tipps & Tricks, Work & Travel

Julia Schneider

Über den Autor ()

Julia Schneider ist seit ihrem einjährigen Work & Travel-Aufenthalt in Australien direkt nach dem Abitur mit dem Reisevirus infiziert. Deshalb studierte sie Tourismus-Management in den Niederlanden sowie Kulturwissenschaften an der Viadrina in Frankfurt/Oder und Madrid. Sowohl während des Studiums als auch danach nutzte Julia jede Gelegenheit, neue Länder, Kulturen und Sprachen zu entdecken. Am liebsten ist sie in Südamerika und Osteuropa unterwegs. Seit 2012 arbeitet sie ortsunabhängig als freie Texterin, Online-Redakteurin und Journalistin. Ihre Schwerpunkthemen sind Reisen, Arbeiten & Leben im Ausland, digitale Nomaden und Nachhaltigkeit. Auf ihrem persönlichen Blog und Herzensprojekt www.roadheart.com schreibt sie am liebsten über Selbstverwirklichung und persönliche Entwicklung, die innere Stimme / Intuition, bodenständig gelebte Spiritualität und einen bewussten Lifestyle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.