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Leben in Spanien

Leben in Spanien – was Work & Traveller, Volunteers & Expats beachten sollten

Spanien gilt nicht nur als ideales Urlaubsziel, sondern wird auch immer häufiger für Auslandspraktika, Work & Travel / Hotelarbeit oder auch Schüleraustausche sowie zum Auslandsstudium genutzt. Dabei locken einerseits Großstädte wie Madrid oder Barcelona, andererseits ist jedoch auch der entspannte Lebensstil nahe der Küste attraktiv. Einige Hotspots wie Sevilla oder Segovia sind außerdem vor allem für Geschichts- und Kulturinteressierte interessant. Insgesamt warten immerhin knapp 500.000 km² darauf entdeckt zu werden und punkten dabei mit einer landschaftlichen Vielfalt aus goldenen Stränden, schroffen Bergen, kupfernen Wüsten und grünen Buchten.

Grundlegendes

Wer für eine gewisse Zeit in Spanien leben möchte, sollte zumindest die Grundlagen der Sprache beherrschen. Eine einfache Unterhaltung sollte möglich sein, zumal Gastfamilien nur sehr selten Englisch oder gar Deutsch sprechen können. Ebenso bieten die Austauschschulen in der Regel keine besondere Sprachförderung an. Gerade am Anfang sollten daher einige Basics vorhanden sein, damit die Eingewöhnung nicht so schwer fällt. Für Deutsche bestehen ansonsten allerdings kaum formale Hürden, wenn sie in das Land einreisen möchten (gültige Ausweisdokumente vorausgesetzt). EU-Bürger genießen komplette Bewegungsfreiheit, nur bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten muss beim Ausländeramt oder Polizeikommissariat der entsprechenden Provinz eine Eintragung ins Zentralregister erfolgen. Auch eine Registrierung beim Einwohnermeldeamt wird in diesem Zeitraum erforderlich. Diejenigen, die währenddessen noch vor Ort arbeiten, benötigen außerdem eine Steueridentifikationsnummer vom Finanzamt.

Einnahmen und Abgaben

Zum Teil sind die Gehälter in Spanien merklich geringer als in Deutschland, dafür sind jedoch auch die Lebenshaltungskosten niedriger. Lediglich Großstädte wie Madrid bilden hier eine Ausnahme und orientieren sich preislich an anderen internationalen Städten. Ohne den richtigen Job in Spanien gestaltet sich der Aufenthalt daher dementsprechend schwer, zumal die Spanier meist in Eigentumswohnungen leben und der Mietwohnungsmarkt daher klein und teuer ist.

Was gilt es bei einem Austausch oder Besuch zu bedenken?

Praktika

Praktika sind in Spanien aus rechtlichen Gründen nur dann möglich, wenn sie im Rahmen eines Austauschprogramms stattfinden. Hier kann die Website der Deutschen Botschaft in Madrid weiterhelfen.

>> Auslandspraktika in Malaga (Spanien)

 Au-Pair

Soll es hingegen als Au-Pair nach Spanien gehen, so wird dies durch eine von vielen spezialisierten Agenturen realisiert. Diese haben jeweils eigene Voraussetzungen. Oftmals sollten die Bewerber jedoch zwischen 18 und 26 Jahren alt seine, guten Sprachkenntnisse aufweisen, zuverlässig und verantwortungsbewusst sein und Spaß am Umgang mit Kindern haben.

Ferienarbeit

Für die klassische Ferienarbeit ist sich hingegen ein Besuch in der Bundesagentur für Arbeit empfehlenswert, die diesbezüglich weiterhelfen kann. Derzeit bietet sich hier auch der Experiment e.V. an, ein gemeinnütziger Verein, der den Austausch zwischen allen Kulturen, Religionen und Altersgruppen fördert. Unter anderem arbeitet der Verein mit dem Deutschen Bundestag, dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst zusammen.

Arbeiten in Spanien

Seit der Finanzkrise von 2008/2009 herrscht in Spanien eine verhältnismäßig große Arbeitslosigkeit. Im September 2011 lag diese bei 22,6 Prozent der erwerbstätigen Spanier. Gerade die Baubranche hat seitdem Probleme, allerdings leidet auch der sehr wichtige Tourismussektor unter den Auswirkungen der Krise. Besonders dramatisch zeigt sich die Arbeitslosigkeit in der jungen Bevölkerung, denn knapp die Hälfte aller 15-24Jährigen steht ohne Arbeit da. Umso wichtiger ist es für einen erfolgreichen Start in Spanien, die richtige Branche zu wählen, eine gute berufliche Qualifikation ist aber ebenso empfehlenswert. Wachstum kann laut eines Berichts auf freenet in den Branchen Maschinenbau, Chemieindustrie, Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Umweltbranche erwartet werden. Gute Chancen haben jedoch auch Spezialisten, darunter etwa Ingenieure, IT-Spezialisten, Techniker oder Ärzte und Pflegepersonal.

>> weitere Infos zu Arbeiten & Jobsuche in Spanien

Arbeitslosengeld aus Deutschland in Spanien erhalten?

Deutsche Sozialhilfe wird grundsätzlich nur in Deutschland gezahlt, ein Export ins Ausland ist also nicht möglich (es gibt einige wenige Ausnahmefälle unter bestimmten Voraussetzungen wie etwa einer extremen Notlage). Allerdings haben alle EU-Bürger ein Anrecht auf das spanische Arbeitslosengeld, sofern sie sozialversichert, arbeitslos und aktiv arbeitssuchend sind. Dafür müssen sich jedoch mindestens 360 Tage innerhalb der letzten sechs Jahre sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein. Ein Problem ergibt sich für Selbständige, da diese derzeit noch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben – ein neuer Gesetzesentwurf soll dies in baldiger Zukunft jedoch ändern.

Die spanische Kultur

Wer nach Spanien umsiedelt, der muss sich zunächst an den langsameren Lebensrhythmus gewöhnen. Denn wenngleich Spanier allgemein als feurig und temperamentvoll gelten, so verleben sie ihren Alltag doch eher gemütlich. Frei nach dem Motto „Was du heute kannst nicht besorgen, das verschiebe besser auf morgen“ sind Zeitdruck, Stress und Eile kaum anzutreffen. Dafür sind die Spanier jedoch ein offenes Volk, welches Fremde in der Regel sehr herzlich willkommen heißt. Das mag für den einen oder anderen zunächst befremdlich wirken, ist jedoch gerade in der Anfangszeit durchaus praktisch, um schnell erste Bekanntschaften zu schließen. Gefeiert wird ebenfalls gerne, allerdings zu späterer Stunde als in Deutschland. Zudem schwören die Spanier bekanntlich auf ihre Tapas-Bars, in denen meist noch bis spät in die Nacht beisammengesessen wird. Ansonsten heißt es meist, dass Spanier sehr gesellig und familiennah sind, ihre Beziehungen sehr gewissenhaft pflegen und die Karriere hintenanstellen. Zu bedenken gilt hier, dass viele der Annahmen in gewisser Weise nur Vorurteile sind und demnach nicht auf jeden Landsmann zutreffen.

Spaniens Feiertage

Die Spanier feiern bekanntlich gerne und häufig. Neben den zahlreichen offiziellen Feiertagen kommen außerdem noch die regionalen Fiestas hinzu, sodass jeder spanische Ort mindestens noch seinen jeweiligen Heiligen feiert. Eine weitere Besonderheit, die im ganzen Land große Beachtung findet, ist außerdem „El Gordo“, die Weihnachtslotterie. Die Ziehung hat Tradition und findet im Rahmen einer großen Veranstaltung statt, gleichzeitig läutet sie aber auch die Weihnachtszeit ein. Der Hauptpreis der Lotterie liegt bei 4 Millionen Euro.

Weitere wichtige Feiertage sind außerdem folgende:

Tag

Feierlichkeit

  1. Januar

Neujahr

  1. Januar

Dreikönigstag

  1. März

Vatertag oder auch Josephstag

März/April

Osterzeit (Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, Ostersonntag – Ostermontag ist in Spanien kein Feiertag)

  1. Juni

St. Johannes Tag. Dieser Feiertag wurde ursprünglich nur in Katalonien zelebriert, mittlerweile werden jedoch in ganz Spanien die Johannisfeuer angezündet.

  1. Juli

Sankt Jakobus. Dieser Tag ist zwar kein offizieller Feiertag, trotzdem wird zu Ehren des Apostels im ganzen Land Fiesta gefeiert, denn der Heilige Jakobus ist der Schutzheilige Spaniens.

  1. August

Mariä Himmelfahrt

  1. Oktober

Comunidad Valencia: Erinnerung an die Befreiung aus der Maurenherrschaft

  1. Oktober

Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus. Gefeiert wird allerdings die spanische Kultur und Sprache, die durch die Entdeckung der neuen Welt weit verbreitet wurde.

  1. November

Allerheiligen

  1. Dezember

Día de la Constitución, Tag der Verfassung

  1. Dezember

Tag der Unbefleckten Empfängnis

  1. Dezember

Weihnachten

  1. Dezember

St. Stephans Tag

Aktuelle Probleme in Spanien

Spanien mag zwar ein schönes Urlaubsland sein, gleichzeitig gilt es aber auch als das Land mit der größten sozialen Ungerechtigkeit Europas. Laut eines Artikels der Süddeutsche Zeitung verschwindet mittlerweile sogar die Mittelschicht mehr und mehr aus den Statistiken, stattdessen wächst die Anzahl der Armen. Steigende Steuern und erhöhte Preise von Elektrizität, Gas und öffentlichem Nahverkehr erschweren den Alltag zusehends – die Preissteigerung hinsichtlich der Mehrwertsteuer zwischen Januar 2008 und August 2012 betrug insgesamt sogar fast 10 Prozent. Was bei einem Praktikum oder einer Sprachreise noch nicht allzu dramatisch für die Reisenden sein dürfte, kann bei einem endgültigen Auswandern demnach durchaus ernste und schwerwiegende Konsequenzen haben.

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