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Jobsuche & Arbeiten in Indien

Eine Arbeitsstelle in Indien – für viele ein Traum, realistisch aber in erster Linie, wenn du zum Beispiel ITler oder Ingenieur bist. Die indische Wirtschaft befindet sich in einer Aufbruchstimmung und expandiert rasant. Die Arbeitswelt in Indien ist – je nach Arbeitgeber – in vielen Punkten ganz anders als bei uns. Ein Pluspunkt des Jobs in Indien ist sicherlich auch die faszinierende Landeskultur, die du dann kennenlernen wirst. Wie die Jobmöglichkeiten für junge Ausländer in Indien aussehen, die Frage nach dem Visum, Tipps für die Stellensuche, Bräuche vor Ort sowie weitere Infos erhältst du auf dieser Seite. Sie soll einen ersten Überblick geben und dich zur weiteren Recherche anregen.Auslandsjobs in Indien | Jobsuche & Arbeiten Indien

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Indiens Wirtschaft in Aufbruchstimmung

Trotz gedrosseltem Wirtschaftswachstums gehört Indien immer noch zu den weltweit am stärksten expandierenden Volkswirtschaften. Bis Mitte des Jahrhundert wird Indien voraussichtlich bezüglich des Bruttoinlandsprodukts (BIP) an dritter Stelle liegen (nach China und den USA). Zurzeit jedoch steht Indien vor immensen Herausforderungen im Hinblick auf Bildungsentwicklung, Infrastrukturausbau und Armutsbekämpfung: Rund 30% der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze (1 US-Dollar pro Kopf und pro Tag). Insgesamt haben etwa 70% weniger als 2 US-Dollar pro Tag zu ihrer Verfügung.

Die Unausgewogenheit von BIP und Beschäftigungsanteil in der Landwirtschaft und im Dienstleistungssektor sowie die relativ geringe Bedeutung der verarbeitenden Industrie (z. B. Stahl, Kleidung, Erdöl, Lebensmittelverarbeitung) sind Hauptmerkmale der indischen Volkswirtschaft. Der Agraranteil an der indischen Wirtschaftsleistung sinkt seit Jahren beständig. Da 70% der Inder in ländlich-bäuerlichen Gegenden lebt, bleibt die große Mehrheit der Bevölkerung wirtschaftlich benachteiligt. Indische Agrarprodukte sind vorwiegend Weizen, Reis, Tee, Zuckerrohr, Baumwolle und Jute.

Lediglich 8% aller indischen Beschäftigten haben überhaupt ein vertraglich geregeltes Arbeitsverhältnis. Die anderen 92% arbeiten im so genannten "informellen Sektor". Sie haben weder Krankenversicherung oder Absicherung gegen Arbeitsunfälle noch Anspruch auf soziale Leistungen oder Altersversorgung. Wachstum und ein gewisser Wohlstand sind in Indien in erster Linie dem Dienstleistungssektor zuzurechnen. Er hat Anteil am BIP von rund 60%. Einen Boom erlebt dabei vor allem die IT-Branche. Von diesem Wohlstand profitiert jedoch - bei einem Beschäftigungsanteil von rund 30% - lediglich ein sehr kleiner Teil der Gesamtbevölkerung. Einige Wirtschaftssektoren - unter anderem die Bereiche „Öl“, „Kohle“, „Transportwesen“, „Banken“ & „Versicherungen“ - bleiben allerdings weitgehend von (halb-)öffentlichen Unternehmen dominiert.

 

Der Auslandsjob-Guide zum durchklicken: 

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Arbeiten in Indien: Markt & Möglichkeiten

Auf dem indischen Arbeitsmarkt fehlen Fachkräfte. Deutsche Absolventen mit hoher Leistungsbereitschaft und solidem Fachwissen haben hier gute Chancen auf eine lohnende Anstellung. Indien hat sich in der jüngeren Vergangenheit zunehmend der Weltwirtschaft geöffnet: In den meisten Wirtschaftsbereichen sind heute ausländische Direktinvestitionen zugelassen. Obergrenzen für ausländische Beteiligungen sind ganz abgeschafft oder wurden angehoben. Erst 2012 hatte die Regierung eine stärkere Öffnung von Einzelhandel und Luftverkehr für ausländische Investoren beschlossen. Sektoren mit den höchsten Auslandsinvestitionen sind: Elektronik & IT, Dienstleistungen, Transportindustrie (besonders Kraftfahrzeuge) sowie der Energiesektor.

Welche Jobmöglichkeiten gibt es für Ausländer?

Jobmöglichkeiten für Ausländer bietet der indische Arbeitsmarkt zurzeit vor allem für IT-Fachleute, Ingenieure, Techniker und Wirtschaftswissenschaftler. Für deutsche Berufseinsteiger, die gern Auslandserfahrung sammeln möchten, flexibel und mit einem ortsüblichen Gehalt zufrieden sind, bietet Indien gute Entwicklungsmöglichkeiten. Ein Jobaufenthalt in Indien dient häufig der Karriere, finanziell lohnt er sich in der Regel nicht. Durch den Trend (deutscher) Unternehmen zum Outsourcing ergeben sich oftmals gute Gelegenheiten einen Job in Indien zu finden, der in der Regel außerdem gut bezahlt wird.

Du bist bereits bei einer deutschen Firma angestellt, die (eine) Zweigstelle/n in Indien hat? Gegebenenfalls bekommst du die Chance, dass dein Arbeitgeber dich als „Expat“ (Expatriate) für einige Jahre in die Zweigstelle nach Indien entsendet. Aufgrund der Wirtschaftslage Indiens haben sich darüber hinaus auch viele international tätige Unternehmen niedergelassen. Sie sind schwerpunktmäßig aus den Bereichen „Nahrungsmittel“, „Biotechnologie“, „Energiewirtschaft“, „Pharmazie“ und „Automobil“.  Bewerbungen ausländischer Fachkräfte sind hier in der Regel willkommen. Es kommt vor, dass multinationale Konzerne Ausländer auf Managementebene einstellen – dann allerdings zu einem deutlich geringen Gehalt als in Europa üblich. Schließlich können Stellensuchende sich auch bei indischen Firmen bewerben, die auf dem deutschen Markt Fuß fassen wollen. Zuweilen gibt es hier Positionen für europäische Spitzenkräfte in der Marktforschung sowie im Marketing

Tipps zur Stellensuche

Auf dem Weg zum Job in Indien ist es durchaus üblich, sich initiativ zu bewerben. Stellenangebote und Firmenadressen findest du aber auch bei diversen Anlaufstellen mit Internetpräsenz. Dazu gehören die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit sowie die Vertretungen der Deutsch-Indischen Gesellschaft. Diese ist zurzeit mit über Zweigstellen in 33 deutschen Städten vertreten. Hier hast du zum Beispiel auch die Möglichkeit den Stellenteil indischer Zeitschriften / Zeitungen einzusehen. Darüber hinaus haben die beiden großen Tageszeitungen „Times of India“ und „Economic Times“ einen überregionalen Stellenteil. Diesen kannst du bequem über das gemeinsame Jobportal einsehen.

Link-Tipps für die Jobsuche online:

Jobsuche: Wie bewerbe ich mich in Indien?

Auf Jobsuche in Indien: Bei Bewerbungen für indische Unternehmen vor Ort, kannst du dich in der Regel weitgehend an deutschen Standards orientieren. Deine Bewerbung sollte auch für den indischen Arbeitgeber ein Anschreiben und einen tabellarischen Lebenslauf beinhalten. Deine Berufserfahrungen listest du dabei in umgekehrter chronologischer Reihenfolge auf. Zeugnisse gehören nur dann mit in die Bewerbungsunterlagen, wenn es die Stellenausschreibung ausdrücklich verlangt. Ist das nicht der Fall, sollen Bewerber die Nachweise über ihre Qualifikationen in der Regel zum Vorstellungsgespräch mitbringen.

Geschäftssprache in Indien ist Englisch. Dies gilt vor allem für die großen, international agierenden Unternehmen in Indien. Auch Bewerbungen bei diesen Unternehmen kannst du - falls nicht anders verlangt - meist in englischer Sprache verfassen. Englisch ist neben Hindi außerdem zweite offizielle Amtssprache im Land.

Arbeitsvisum für Indien beantragen

Ausländer, die in Indien gegen Gehalt arbeiten wollen, müssen ein Arbeitsvisum beantragen. Dieses Visum wird von der indischen Botschaft in Berlin oder den entsprechenden Konsulaten für die Dauer der Beschäftigung, höchstens aber für zwei Jahre, ausgestellt. Um dieses Visum zu bekommen, muss das Jahresgehalt des Antragstellers mehr als 25.000 US-Dollar betragen. Wer ein Arbeitsvisum über 180 Tage hinaus benötigt, muss sich außerdem innerhalb der ersten 14 Tage im Land registrieren lassen. Wichtig: Verlängerungen eines Arbeitsvisums können nicht durch die Botschaft oder die Konsulate in Deutschland vorgenommen werden. Dies können ausschließlich die Behörden (FRROs/MHA) vor Ort in Indien. Benötigt werden dazu unter anderem:

  • ein mindestens 180 Tage gültiger Reisepass
  • zwei Passbilder
  • ausgefülltes Online-Formular
  • ein Nachweis über die Beschäftigung / Arbeitsstelle in Indien  
  • Dokumente über die Ausbildung und / oder professionelle Fachkenntnisse

Tipp: FAQ zum Arbeitsvisum für Indien (Employment Visa) werden ausführlich auf der Website der Indischen Botschaft in Berlin beantwortet: indianembassyberlin.gov.in

Arbeiten & Leben in Indien – Gepflogenheiten & Sitten

Die Lebenshaltungskosten in Indien sind im Durchschnitt rund 75-80% günstiger als bei uns in Deutschland. Luxusartikel sowie Importware dagegen, sind meist sehr viel teurer als hier. Allein die sehr hohen Mieten machen das Leben in Metropolen wie Delhi oder Mumbai außerordentlich teuer. In der Provinz hingegen kann man sehr günstig seinen Alltag bestreiten. Die Menschen in Indien haben eine positive Grundhaltung und gehen in der Regel sehr pragmatisch an Aufgaben heran. Im Folgenden ein paar Tipps zu den kulturellen Gepflogenheiten:

  • Begrüßung - traditionell & geschäftlich:
    Inder grüßen einander üblicherweise mit dem „Namaste“-Gruß. „Namaste“ bedeutet so viel wie „ich verbeuge mich vor Dir“. Man legt die Handflächen aneinander und hebt sie - je nach sozialem Stand des Gegenübers - in Brusthöhe oder höher. Der Kopf wird beim Grüßen leicht gesenkt. Geschäftspartner grüßen sich hingegen mit einem gewöhnlichen Handschlag. Häufig folgt dann ein Austausch der Visitenkarten.
  • Pünktlichkeit:
    In Indien hat Pünktlichkeit einen anderen Stellenwert als bei uns. Es kommt durchaus häufiger vor, dass man länger als geplant auf jemanden warten müssen. Dies ist in der Regel nicht persönlich zu nehmen. Am besten kalkuliert man im Vorhinein zeitliche Verzögerungen ein.
  • Kopfschütteln:
    Das Kopfschütteln eines indischen Gesprächspartners bedeutet nicht unbedingt ein „Nein“ - denn die Höflichkeit der Inder verbietet es eine Frage mit einem eindeutigen „Nein“ zu beantworten. Vermeide daher schon möglichst Fragen, die dein gegenüber mit einem „Nein“ beantworten muss.
  • Die linke Hand:
    Die linke Hand gilt in der indischen Kultur als unrein, da sie hier ausschließlich zu hygienischen Zwecken eingesetzt wird. Du solltest daher vermeiden jemanden mit deiner linken Hand zu berühren oder auch damit Essen zu servieren. Auch zum Essen selbst nehmen Inder ausschließlich die rechte Hand. 

Special: Working Holidays in Indien

Du möchtest lediglich für eine gewisse Zeit in Indien arbeiten und planst deinen Auslandsjob daher im Rahmen einer begrenzten Auslandszeit? In diesem Fall kannst du spezielle Angebote nutzen und Indien auch als Working-Holiday-Maker erkunden. In diesen beliebten Bereichen kannst du unter anderem vor Ort jobben:

>> Freiwilligenarbeit & Volunteering auf einer Farm in Indien
>> Praktika in Indien
>> Work and Travel in Indien

Auch zu diesen Jobmöglichkeiten findest du weiterführende Infos auf auslandsjob.de – folge einfach den oben hinterlegten Verlinkungen!

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