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Leben & Arbeiten in der Türkei
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Leben & Arbeiten in der Türkei

TÜRKEI QUICK-JOB-INFO

ALLGEMEINE KEY FACTS
> Hauptstadt: Ankara
> ca. 82 Mio. Einwohner
> 77.44 Jahre Lebenserwartung
> 13.71 % Arbeitslosenquote
> 771 Mrd. US$ Bruttoinlandsprodukt
WICHTIGE WIRTSCHAFTSZWEIGE
> Tourismus
> Textilindustrie
> Automobilzulieferer
BEZAHLUNG
> Offizielle Währung: Lira (TRY)
> Mindestlohn liegt bei 45 TRY / Stunde
> Durchschnittseinkommen: 93.960 TRY / Jahr

In der Türkei treffen sich Orient und Okzident

Im Gegensatz zu vielen anderen – besonders südeuropäischen – Staaten der EU wächst die Wirtschaft in der Türkei seit etwa 2010 wieder. Das Land hatte beziehungsweise hat insgesamt weniger unter der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise zu leiden als andere Länder. Immer mehr Deutsche wandern wegen des schönen Landes und des guten Klimas in die Türkei aus und wollen dort auch arbeiten. Mit entsprechenden Sprachkenntnissen und einer guten Ausbildung beziehungsweise einschlägiger Berufserfahrung kann man in der Türkei in verschiedenen Branchen gute Jobs bekommen. Und auch „Anfänger“ haben in bestimmten Berufszweigen gute Aussichten.

Wirtschaftssituation: Wachstum & Ungleichheit

Seit etwa 2010 wächst die Wirtschaft der Türkei wieder, im Gegensatz zu zahlreichen anderen (südeuropäischen) EU-Ländern. Das Land am Bosporus hatte weniger unter der großen Wirtschafts- und Finanzkrise zu leiden als viele andere Länder. Doch auch die Türkei hat Probleme – kennzeichnend ist ein Ungleichgewicht im Außenhandel. Bedingt durch hohe Importabhängigkeit an Energie, Rohstoffen und Waren zur Industrieproduktion. Darüber hinaus belastet die Wirtschaft eine auf relativ niedrigem Niveau stagnierende Sparquote bei gleichzeitiger Überschuldung von immer mehr Privathaushalten. Als Gegenmaßnahme werden Spareinlagen im privaten Rentenversicherungssystem gefördert.

Bezüglich der Branchen sind – besonders im Westen des Landes – Leicht- und Schwerindustrie stark vertreten. Dazu gehören die Sektoren Chemie, Fahrzeuge, Maschinen, die Elektrobranche und Textil. Sie allein tragen rund 25% zum BIP bei. Den mit Abstand größten Anteil am Bruttosozialprodukt hat jedoch mit 60% der Dienstleistungssektor – Tendenz steigend. Zurzeit arbeiten aber noch mehr als ein Drittel aller erwerbstätigen Türken in der Landwirtschaft. Sie leisten mit ihrer Arbeit knapp 10% Beitrag zum BIP.

Die Osttürkei ist hinsichtlich der Infrastruktur vergleichsweise gering entwickelt. Hier betreibt man vorwiegend Semi-Subsistenz-Landwirtschaft. Seit Mitte der 1980er Jahre werden z. B. im Südosten immense Entwicklungsanstrengungen unternommen. Man versucht wirtschaftliche Gefälle zwischen strukturschwachen ländlichen Gebieten und „stärkeren“ Landesteilen sowie den prosperierenden Metropolen abzumildern. Entsprechende Projekte, z. B. Verbesserung von beruflichen Ausbildungssystemen, konnten das bestehende (West-Ost) Gefälle bisher allerdings kaum abfedern.

Die Arbeitslosigkeit in der Türkei bleibt ein gravierendes Problem. Im Juli 2015 lag die Quote bei 9,3%. Jedes Jahr drängen mehr als eine halbe Million junger Leute auf den Arbeitsmarkt, der sie aber nicht alle aufnehmen kann. Weitere Herausforderungen sind der hohe Anteil an Schwarzarbeit sowie die niedrige Erwerbsquote von Frauen. Die meisten Arbeiter in Industrie, Landwirtschaft und Handwerk erhalten den offiziellen „Mindestlohn“ (rund 450 € brutto). Die Höhe der Einkommen hat nicht mit der Wirtschaftsentwicklung gleichgezogen. Besonders die ärmeren Bevölkerungsschichten leben daher noch immer am Rande des Existenzminimums.

Arbeitsmarkt & Jobchancen in der Türkei

Immer mehr Deutsche möchten heute, nicht zuletzt wegen des guten Klimas und der Schönheit des Landes, in der Türkei arbeiten und leben. Mit entsprechenden Türkisch-Kenntnissen und einer soliden Ausbildung / entsprechender Berufserfahrung stehen die Chancen nicht schlecht. Gute Jobs in den unterschiedlichsten Branchen stehen den passenden Bewerbern hier offen. Als Faustregel gilt: Je besser deine Sprachkenntnisse, desto höher ist deine Chance auf einen anspruchsvollen Job. Die insgesamt solide Wirtschaftsentwicklung der Türkei und gute Prognosen für einige spannende, zukunftsträchtige Branchen macht es auch Ausländern möglich in bestimmten Branchen Fuß zu fassen. Übrigens: Türkische Rückkehrer aus Deutschland, die eine gute Ausbildung sowie Berufserfahrung mitbringen, sind bei lokalen Arbeitgebern besonders begehrt.

Zu den aussichtsreichen Branchen gehören beispielsweise:

  • IT- und Kommunikationsbranche (mit ihren facettenreichen Dienstleistungen)
  • Automobil- und Zuliefererdindustrie

In beiden Branchen sind zurzeit deutsche Arbeitnehmer relativ stark nachgefragt. Weitere Branchen mit gutem Potenzial:

  • Textilbranche
  • Umwelt- & Energietechnologien
  • Bauindustrie
  • Telekommunikation & Elektronik
  • Verkauf & Handel
  • Tourismus & Gastronomie

Wichtig für Jobsuchende: Ausländer dürfen in der Türkei nicht jeden Job annehmen. Die Beschäftigung etwa als Dolmetscher, Fremdenführer oder Bedienung im Hotel, Tanzlokal oder in Bars dürfen ausschließlich türkische Staatsangehörige ausüben. Arbeitgeber stellen zwar in der Regel gern Ausländer im Tourismussektor ein, hierfür sind aber meist eine kompliziertere Antragstellung sowie ein hoher Verwaltungsaufwand nötig. Darüber hinaus können Ausländer innerhalb der Türkei in der Regel nicht als z. B. Notar, Anwalt, Richter, Apotheker, Zahnarzt, Krankenpfleger oder Hebamme arbeiten. Ausnahme: Seit 2011 dürfen ausländische Ärzte und Krankenschwestern allerdings in Privatkliniken arbeiten. Beamter kann nur werden, wer auch die türkische Staatsangehörigkeit hat.

Teilzeitarbeit & Englisch unterrichten

Teilzeit- oder Saisonstellen eignen sie sich besonders für junge Leute, die vor Ort nicht sparen wollen. Vor allem in der Tourismusbranche sind zur Saison viele Teilzeitstellen zu vergeben. Die Bezahlung solcher Jobs ist in der Regel jedoch nicht sehr gut. Die Arbeitgeber werden daher auch meist keine Arbeitserlaubnis fordern. Das bedeutet aber auch, dass man in diesem Fall illegal beschäftigt wird. Gefragt sind außerdem Englischlehrer. Sehr gute Stellen fordern einen entsprechenden Abschluss und Unterrichtserfahrung. Es gibt aber auch Jobs für weniger qualifizierte Bewerber. Viele Sprachschulen vergeben Jobs an ausländische Lehrer. Die kleineren Sprachschulen fordern häufig kein Arbeitsvisum. Nachteil: In diesem Fall müssen ausländische Lehrkräfte alle drei Monate aus- und wieder einreisen, um legal in der Türkei bleiben zu können.

Der Auslandsjob-Guide zum durchklicken: 

In 21 Schritten zum perfekten Auslandsjob & Jobstart im Ausland

Jobsuche in der Türkei

Um in der Türkei arbeiten zu dürfen, benötigt man eine gültige Arbeitserlaubnis, die man bei der örtlichen Polizei oder der Ausländerbehörde beantragen muss. Diese Genehmigung ist an eine Arbeitsstelle gebunden und meist nur für ein Jahr gültig. Wechselt man den Arbeitsplatz, muss man eine neue Genehmigung beantragen. Die Jobsuche über staatliche oder private Institutionen oder Vermittler ist schwieriger als in vielen anderen Ländern, weil viele Stellen gar nicht offiziell ausgeschrieben werden. Hier sind also Beziehungen und/oder viel Eigeninitiative gefragt, um einen Job zu bekommen. Eine rechtzeitige Recherche im Internet, besonders auch in den in der Türkei weit verbreiteten und genutzten sozialen Netzwerken, ist unerlässlich, wenn man seine Chancen auf eine Anstellung dort erhöhen möchte.

Bewerbung beim türkischen Unternehmen

Beim Thema „Bewerbung um einen Job“ funktionieren in der Türkei einige Dinge häufig anders als bei uns. Wichtig sind beispielsweise gute Kontakte, Beziehungen und gute Netzwerke. Auch die jeweiligen Personalverantwortlichen in Unternehmen informieren sich über interessante Bewerber in der Regel direkt und umfassend. Einen Vorteil haben Bewerber, die im Unternehmen bereits jemanden kennen, der eine Empfehlung aussprechen kann.

Bewerbungsmappe

Zur Bewerbung für die Türkei gehören ein knappes Anschreiben, ein kurzer, aussagekräftiger Lebenslauf sowie relevante Zeugnisse und Dokumente. Wenn du für einen türkischen Arbeitgeber arbeiten willst, der außerdem vornehmlich den türkischen Markt bedient, solltest du deine Unterlagen in der Landessprache abfassen. Bewerbungen für die türkische Außenstelle eines westlichen Unternehmens können zumeist in Englisch eingereicht werden. Als Faustregel gilt: Wie formal deine Bewerbung für die Türkei gestaltet sein muss, hängt davon ab für welchen Job du dich bewerben willst.

Der Aufbau der Mappe unterscheidet sich dabei nicht sehr von Bewerbungen für andere Länder. Für freie Stellen kann man sich in der Türkei zunehmend auch online bewerben. Dein Lebenslauf sollte eine, höchstens zwei Seiten umfassen. Gute Struktur und Lesbarkeit sind ein Muss. Führe deinen Bildungsweg sowie deine Berufserfahrungen in chronologischer Reihenfolge auf. Sprich dabei über dich immer in der dritten Person. Referenzen: Du solltest auch die Kontaktdaten deiner früheren Arbeitgeber angeben. Das Anschreiben sollte nicht mehr als drei bis vier Absätze umfassen. Beziehe dich möglichst ausschließlich auf deine Qualifikationen, die für die ausgeschriebene Stelle relevant sind. Übertreibungen oder Schönfärbereien können dabei schnell zum Nachteil werden, denn türkische Arbeitgeber sind bekannt dafür, dass Sie angegebene Informationen überprüfen.

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Beim Vorstellungsgespräch

Die Verhaltensregeln sind beim Vorstellungsgespräch in der Türkei ähnlich wie bei uns auch. Du solltest dich formell kleiden und auf jeden Fall pünktlich zum Gespräch erscheinen. Im Gespräch ist Höflichkeit wichtig und dass du auf den Punkt kommst. Ausschweifende Antworten sind in der Regel ebenso unbeliebt wie der Versuch von Bewerbern das Gespräch völlig für sich einzunehmen. Als Faustregel gilt: Behaupte im Gespräch besser nichts, was du nicht auch durch deinen Lebenslauf oder Referenzen nachweisen kannst. Wahrscheinlich spricht dein Gegenüber auch deine Türkisch-Kenntnisse an und erkundigt sich danach wie du mit dem Umzug in die Türkei zurechtkommst. Je nach zu besetzender Stelle musst du möglicherweise mehrere Vorstellungsrunden absolvieren bevor der Arbeitgeber eine Entscheidung trifft. Bei IT-Berufen und einigen weiteren Branchen sind in der Türkei außerdem Assessmentcenter üblich. 

Arbeitserlaubnis

Wer in der Türkei legal arbeiten will, benötigt unbedingt eine gültige Arbeitserlaubnis. Diese muss der Arbeitnehmer persönlich – entweder bei der Ausländerbehörde oder bei der Polizeidienststelle vor Ort – beantragen. Eine Arbeitsgenehmigung ist immer an einen festen Arbeitsplatz gebunden und zumeist für ein Jahr gültig. Wichtig: Wer innerhalb der Türkei seinen Arbeitsplatz wechselt, braucht für den neuen Job ebenfalls eine neue Arbeitserlaubnis. Die Arbeitserlaubnis kann auch online beantragt werden. Wer (seit dem 11.04.2014) als deutscher Staatsangehöriger mit gültiger Arbeitserlaubnis in der Türkei einen Job annehmen will, muss nicht mehr innerhalb von 90 Tagen Antrag auf Aufenthaltserlaubnis stellen. Die Arbeitserlaubnis allein legitimiert den Aufenthalt in der Türkei.

Hilfreiche Links:

www.telerehber.com
Deutsch-Türkisches Branchenbuch

dtn-network.de
Deutsch-türkisches Businessnetzwerk

www.invest.gov.tr
Deutsche und internationale Unetrnehmen in der Türkei

Hilfreiche türkische Links:

Special: Working Holidays in der Türkei

Du möchtest lediglich für eine gewisse Zeit in der Türkei arbeiten und planst deinen Auslandsjob daher im Rahmen einer begrenzten Auslandszeit? In diesem Fall kannst du spezielle Angebote nutzen und das Land auch als Working-Holiday-Maker erkunden. In diesen beliebten Bereichen kannst du unter anderem vor Ort jobben: