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Schritt 1: Möglichkeiten & Chancen für die Jobsuche im Ausland checken

Du konntest dir noch nie wirklich vorstellen, dein ganzes Leben in einem einzigen Land zu verbringen? Du suchst nach besonderen Herausforderungen im Leben, statt immer nur das Gleiche zu machen und dich in einem mittelmäßigen Alltag einzurichten? Dann gehörst du vermutlich zu den wenigen mutigen Menschen, die sich vorstellen können, für eine längere Zeit im Ausland zu arbeiten. Die gute Nachricht ist: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und Chancen, diesen Traum wahrwerden zu lassen. In diesem Beitrag erfährst du, welche das sind und wie du in einem anderen Land einen Job finden kannst.

Möglichkeiten & Chancen für die Jobsuche im Ausland

Themen dieser Seite:

Diese Branchen bieten die besten Möglichkeiten

Prinzipiell gilt: Gut ausgebildete Fachkräfte, Akademiker und Führungskräfte haben die größten Chancen, auf dem ausländischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und schnell einen Job zu finden. Du hast ein abgeschlossenes Studium, eine Ausbildung mit viel Berufserfahrung oder warst schon mal in einer leitenden Position tätig? Dann hast du die besten Aussichten, auch im Ausland beruflich erfolgreich zu sein!

Folgende Branchen bieten erfahrungsgemäß die besten Chancen für ausländische Arbeitskräfte:

  • Baugewerbe
  • Maschinenbau
  • IT-Branche
  • Chemische Industrie
  • Biotechnologie
  • Bergbau und Energiewirtschaft
  • Bildungssektor
  • Gesundheitssektor
  • Transport- und Logistikbranche
  • Agrar- und Nahrungsmittelindustrie
  • Finanzsektor
  • Unternehmensberatung
  • Hochschule und Wissenschaftsbetrieb
  • Tourismus
  • Gastronomie & Hotellerie
  • Handwerk

In jeder einzelnen Branche gibt es vielfältige Möglichkeiten für ganz unterschiedliche Berufe. Aber auch in anderen Branchen kann es Optionen für Jobsuchende aus dem Ausland geben, sodass du dich am besten konkret über die Möglichkeiten für deinen spezifischen Beruf in deinem Zielland informierst. Egal ob gut ausgebildeter Akademiker oder erfahrene Fachkraft: Berufserfahrungen und spezifische Qualifikationen werden in den meisten Ländern hoch geschätzt.

Das richtige Land wählen

Natürlich kommt es auch immer ganz auf das Land an, in dem du eine Zeitlang leben und arbeiten möchtest. Wenn es in deinem Wunschland in deiner Branche nicht besonders erfolgsversprechend aussieht, kannst du immer noch auf ein anderes Ziel ausweichen, wo der Job-Markt in deinem Tätigkeitsbereich aussichtsreicher ist. Vor allem in dünnbesiedelten Ländern mit einer hohen Wirtschaftsleistung haben ausländische Jobsuchende viele  Aussichten auf einen gutbezahlten Job. Die besten Beispiele dafür sind Australien, Neuseeland oder Kanada. Dort mangelt es vor allem an Ingenieuren der Fachrichtungen Bau und Maschinenbau sowie gut ausgebildeten Handwerkern. Dem Industrieverband „Engineers Australia“ zufolge gehen in Down Under beispielsweise jährlich ca. 25.000 Ingenieure mehr in den Ruhestand als neue nachrücken. Derweil plant das Land große Infrastrukturprojekte im Straßenbau, beim Eisenbahnnetz und Häfen sowie eine Ausweitung des Breitbandnetzes. Vor allem Ingenieure in den Bereichen Bau, Maschinenbau, Produktion, Elektronik und Chemie werden daher stark nachgefragt.

>> Weitere Länder im Überblick <<

Im gelernten Beruf Fuß fassen

Als Jobsuchender in einem fremden Land musst du dich entscheiden, ob du auch im Ausland in deinem gelernten Beruf tätig sein möchtest oder lieber etwas ganz Neues ausprobieren willst. Wenn du bislang in einer Branche gearbeitet hast, die auch in deinem Zielland gute Jobaussichten bietet, ist es natürlich sinnvoll, dabei zu bleiben. In vielen Ländern benötigst du außerdem ein offizielles Jobangebot, um überhaupt eine Aufenthaltsgenehmigung bzw. ein Visum für dein Wunschland zu bekommen. Ein ernsthaftes Jobangebot bekommst du natürlich mit hoher Wahrscheinlichkeit nur in einem Bereich, in dem du schon Erfahrungen und Qualifikationen nachweisen kannst. Deshalb ist es vor allem am Anfang sinnvoll, im gelernten Beruf nach einem Job zu suchen. Wer einmal im Land ist, kann sich immer noch umorientieren. Diese Einschränkung beim Aufenthalt gilt natürlich nicht für die EU-Mitgliedsstaaten. Dort genießt du als EU-Bürger komplette Freizügigkeit und kannst dich auch ohne Jobangebot oder Visum dauerhaft niederlassen.

Erfolgreich als Quereinsteiger

Ein Neuanfang in einem anderen Beruf im Ausland ist vor allem in solchen Ländern realistisch, in denen du nicht schon vorab ein Jobangebot und ein entsprechendes Visum benötigst. Wenn deine neue Heimat in deinem gelernten Beruf eher wenige Jobchancen bietet oder du einfach mal etwas ganz Neues ausprobieren möchtest, ist der Berufseinstieg als Quereinsteiger im Ausland durchaus sinnvoll. Dabei wählst du am besten eine Tätigkeit, mit der du auch als Ausländer gute Jobchancen hast, weil sie beispielsweise keine muttersprachlichen Kenntnisse der Landessprache erfordert. Außerdem solltest du dich erkundigen, in welchem Bereich in deinem Gastland besonders dringend Arbeitskräfte gesucht werden. Gegebenenfalls kannst du dann direkt in deiner neuen Heimat die notwendige Ausbildung absolvieren oder Qualifikationen erwerben. Dabei verbesserst und festigst du bereits deine Sprachkenntnisse, lernst wichtige Fachausdrücke in der Landessprache und knüpfst viele interessante, vielleicht auch hilfreiche Kontakte in deiner Branche. Außerdem ersparst du dir die eventuell langwierige und nervenaufreibende Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Außerdem gibt es Branchen, in denen du keine bestimmten Qualifikationen und Abschlüsse brauchst, wie zum Beispiel in der Gastronomie oder im Tourismus. Bei vielen Tätigkeiten können die Kenntnisse deiner Muttersprache oder auch anderer Sprachen ein großer Vorteil sein.

Selbstständig im Ausland

Eine weitere Möglichkeit, im Ausland beruflich erfolgreich zu sein, ist die Selbstständigkeit. Dazu ist natürlich erstmal eine Voraussetzung, dass du dich im Land aufhalten darfst, bevor du ein Unternehmen gründest bzw. dich selbstständig machst. In den EU-Staaten ist das dank der Freizügigkeit kein Problem. Aber auch in anderen Ländern außerhalb der EU gibt es Wege und Möglichkeiten, wenn du dich dort selbstständig machen möchtest. Als junger Mensch zwischen 18 und 30 Jahren kannst du dich beispielsweise in vielen Ländern bis zu einem Jahr mit einem Working-Holiday-Visum aufhalten und währenddessen dein Gründungsvorhaben planen. Zu diesen Ländern zählen beispielsweise Australien, Neuseeland, Kanada, Japan, Chile, Singapur, Hongkong und einige mehr. In vielen Ländern ist es im Vergleich zu Deutschland deutlich unkomplizierter, ein Unternehmen zu gründen. Einem Report der Weltbank zufolge ist die Gründung eines Unternehmens nirgends leichter als in Australien und Neuseeland. Auch die asiatischen Tiger-Staaten Singapur und Hongkong tauchen in dem Bericht ganz oben mit auf. Deutschland landet angesichts seiner hohen Wirtschaftskraft relativ abgeschlagen auf dem 19. Platz. Es gibt also eine ganze Reihe Länder, in denen sich die Selbstständigkeit deutlich einfacher realisieren lässt als bei uns.

>> Als digitaler Nomade im Ausland arbeiten

Firmensitz im In- oder Ausland

Vor allem als Selbstständiger muss man sich über den Sitz der eigenen Firma Gedanken machen. Dieser kann im Heimatland, in der neuen Heimat oder auch einem ganz anderen Land liegen. Natürlich spielen Steuern und Bürokratie bei der Wahl des Firmensitzes für viele Gründer eine große Rolle. Prinzipiell sollte der Firmensitz aber in dem Land sein, indem man auch seinen Lebensmittelpunkt hat. Hier muss sich jeder über die rechtlichen Bedingungen und Möglichkeiten für das jeweilige Auswanderungsziel eingehend informieren und im besten Fall auch einen Experten zu Rate ziehen. Vor allem für digitale Unternehmen besteht die Möglichkeit, sie in einem Land anzumelden, wo die steuerlichen und bürokratischen Voraussetzungen besonders günstig sind. Das ist vor allem für Menschen eine Option, die viel reisen bzw. häufig ihren Lebensmittelpunkt wechseln, also sogenannte Digitale Nomaden, Remote Worker bzw. ortsunabhängige Online-Unternehmer.

Aber auch für Arbeitnehmer macht es einen Unterschied, ob der Firmensitz ihres Arbeitgebers im Ausland liegt oder nicht. Beispielsweise kannst du von einem Unternehmen mit Firmensitz in Deutschland ins Ausland entsendet werden. Dann hast du weiterhin einen deutschen Arbeitsvertrag mit allen rechtlichen Bedingungen, Abgaben und Pflichten, die hierzulande gelten. Obwohl du im Ausland tätig bist, zahlst du weiterhin in Deutschland Steuern, leistest in Deutschland Sozialabgaben und bist in einer deutschen Krankenversicherung versichert. Je nach Arbeitsland benötigst du dann eventuell noch eine zusätzliche Krankenversicherung fürs Ausland, die im besten Fall dein Arbeitgeber zahlt. Wenn du dagegen für ein Unternehmen mit Firmensitz im Ausland tätig bist, bekommst du ein landestypisches Gehalt und zahlst Steuern sowie Sozialabgaben in deinem Gastland.

Als Work and Traveller ins Ausland

Du bist noch nicht hundertprozentig sicher, ob ein Auslandsjob tatsächlich das Richtige für dich ist? Dann teste das Ganze erstmal für ein Jahr! Das ist ganz einfach - dank des Working-Holiday-Visums. Dieses Visum ermöglicht es dir, für ein Jahr in spannenden Ländern außerhalb Europas zu leben und in dieser Zeit auch im Land zu jobben und Geld zu verdienen. Folgenden Länder haben ein Working-Holiday-Abkommen mit Deutschland:

Die einzige Hürde dabei ist, dass du ein bestimmtes Alter noch nicht überschritten haben darfst. In den meisten Ländern musst du zwischen 18 und 30 Jahren alt sein, um das Working-Holiday-Visum zu beantragen. Eine erfreuliche Ausnahme ist jedoch Kanada. Für ein Visum in dem schönen nordamerikanischen Land können sich Interessierte zwischen 18 und 35 Jahren bewerben. Weitere Voraussetzungen, die du für ein Working-Holiday-Visum erfüllen musst, sind:

  • Deutsche Staatsbürgerschaft und Wohnsitz in Deutschland
  • Nachweis über ausreichend finanzielle Mittel (die Höhe unterscheidet sich je nach Zielland, in etwa zwischen 2.000 und 3.500 Euro) sowie ein Rückflugticket oder zusätzliche finanzielle Mittel, um ein solches zu erwerben (ca. 1.000 Euro)
  • Keine Vorstrafen
  • Gesundheitlich guter Zustand
  • Einreise nur ohne Kinder möglich

Ein Work-and-Travel-Aufenthalt ist ideal, um das Arbeiten und Leben in einem bestimmten Land auszutesten. So erlebst du die dortige Mentalität, Kultur und Jobmöglichkeiten aus erster Hand und kannst viel besser einschätzen, ob du dauerhaft dort leben und arbeiten möchtest. Egal ob du hauptsächlich reisen oder nur arbeiten und verschiedene Jobs austesten willst - mit dem Working-Holiday-Visum ist das alles möglich. In der Heimat musst du nicht gleich alles aufgeben, sondern kannst deine Wohnung auch erstmal untervermieten, bestehende Verträge auf Eis legen etc. Nach diesem Jahr kannst du auf jeden Fall viel besser entscheiden, ob du dauerhaft im Ausland leben und arbeiten willst.

Fazit

Als deutscher Staatsbürger bzw. EU-Bürger hast du zahlreiche Möglichkeiten, im Ausland zu arbeiten. Innerhalb der EU stehen dir aufgrund der Freizügigkeit eigentlich alle Türen offen: Du kannst in deinem gelernten Beruf, als Quereinsteiger oder auch Selbstständiger erfolgreich sein. Natürlich solltest du bereits einige Sprachkenntnisse, Verständnis der Kultur sowie Erfahrungen und Qualifikationen mitbringen. In Nicht-EU-Ländern wie Australien, Neuseeland oder Kanada ist es häufig am einfachsten, im gelernten Beruf Fuß zu fassen. Vor allem wenn du Ingenieur, Arzt, IT-Experte oder auch ein gut ausgebildeter Handwerker bist, hast du beste Berufsaussichten. Falls nicht, kannst du die notwendige Ausbildung in Deutschland oder direkt im Gastland nachholen.


Weitere Schritte zu deinem Job im Ausland

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