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Erfahrungsbericht Australien | "Living the dream"

Ein Erfahrungbericht von Mirjam

Hey guys, Ich bin Mirjam, 19 und letztes Jahr direkt nach meinem Abitur nach Australien gegangen. Dort habe ich work und travel gemacht, also gearbeitet und bin auch gereist. Ich habe mich für Australien entschieden, da mich dieser riesige Kontinent interessiert seit ich das erste Mal von ihm gehört habe. Außerdem wollte ich mir nach der langen Schulzeit etwas Auszeit gönnen, ein bisschen von der Welt entdecken und mein Englisch verbessern.

Als AuPair in Australien

Vorbereitung für Australien

Ungefähr ein Jahr bevor ich loswollte, also im Juli, habe ich mir ein Profil auf AuPairWorld erstellt, eine Internetseite wo Familien, die AuPairs suchen, und Leute, die gerne AuPair werden möchten, ein Profil erstellen können, auf dem sie ein paar Informationen über sich geben. Das ist für AuPairs kostenlos, die Familien müssen jedoch etwas Geld dafür bezahlen. Dort kann man sich dann gegenseitig kontaktieren. Ich habe mich gegen eine Organisation entschieden, denn diese kosten häufig viel Geld, helfen einem dafür aber manchmal auch mit dem Visum oder dem Flug buchen, doch ich wollte das alleine machen und so etwas Geld sparen.

Ca. im Dezember habe ich dann eine super nette Familie mit 5 Kindern in Adelaide gefunden. Dann habe ich mein Work and Holiday Visum beantragt und es nach ein paar Tagen schon bekommen. Dieses Visum gilt für bis zu einem ganzen Jahr und kann nur einmal im Leben beantragt werden, es sei denn man arbeitet ca. 3 Monate regional work. Es erlaubt einem in Australien zu arbeiten und zu reisen.

Danach habe ich meinen Flug mit einem Reisebüro gebucht, das mich gut beraten hat und ich habe mir ein Hin- und Rückflugticket in einem gekauft. Den Rückflug konnte ich so kostenlos noch einmal verschieben. Außerdem habe ich mir ein Bankkonto bei der DKB gemacht, auf das meine Eltern in Deutschland Geld zahlen konnten, falls ich welches brauche, was aber nicht der Fall war. Des Weiteren habe ich noch eine Auslandskrankenversicherung und Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen.

>> Tipp: Im Nachhinein würde ich sagen, es reicht, wenn man sich ungefähr ein halbes Jahr bevor man loswill, anfängt vorzubereiten, da die meisten Familien erst 6-3 Monate bevor sie ein (neues) AuPair brauchen erst nach neuen suchen und auch die Formalien nicht sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.

Mein Leben als AuPair

Angefangen hat mein Jahr in Adelaide, wo ich 6 Monate als AuPair in einer super tollen Familie mit 5 Kindern zwischen 3 und 11 Jahren war. Dort hatte ich einen festen Arbeitsplan und meine Aufgaben bestanden daraus auf die Kinder aufzupassen, mit ihnen zu spielen und ihnen zu helfen, sie zu Terminen (Sport), Kindergarten und Schule zu bringen und im Haushalt mitzuhelfen (Dinner kochen, Lunch machen, Wäsche waschen, was auch immer sonst noch anfiel). Ich hatte mein eigenes kleines Zimmer und wurde als Teil der Familie behandelt. Für Essen und Wohnung musste ich nichts bezahlen und habe pro Woche zusätzlich etwas Geld bekommen. Sie haben mir viel von der australischen Kultur gezeigt und mir geholfen mein Englisch zu verbessern und ich habe mich sehr gut mit den Kindern und Eltern verstanden.

In meiner Freizeit habe ich mich viel mit anderen AuPairs getroffen (,die ich durch facebook Gruppen wie „AuPair Adelaide“ gefunden habe), Sport gemacht und war oft am Strand, der nur 10 Minuten mit dem Fahrrad entfernt war, oder in der Stadt, die auch nur 15 Minuten mit der Tram entfernt war. Zwischendurch habe ich auch eine Woche unbezahlten Urlaub gehabt und bin mit 2 Freundinnnen zum Ayers Rock gefahren.

Mirjam bei Ayers Rock

Als ich das 2. Mal AuPair war, war ich für 2 Monate mitten im Outback, in Mount Isa. Dort arbeiten viele Menschen in der dortigen Miene und brauchen deswegen oft AuPairs, denn die Arbeit ist Schichtarbeit, das heißt manchmal arbeiten sie die ganze Nacht und müssen sich am Tag ausruhen. Dort war ich bei 2 Jungen (7 und 10) und ihrem Vater. Die Mutter wohnte ca 3 Minuten mit dem Auto entfernt. Hier musste ich viel weniger arbeiten, denn der Vater hatte 4 Tages/Nachtschichten und 4 Tage frei und die Kinder waren auch oft bei ihrer Mutter. Deswegen habe ich mir noch ein paar Zusatzjobs als Babysitter und Putzfrau besorgt, um noch etwas mehr Geld zu verdienen.

>> Tipp: Die Bezahlung im Outback ist generell höher als AuPair, denn die Städte sind abgelegen (die nächste Stadt von Mount Isa war ca 100km entfernt).

Ich habe es geliebt im Outback zu leben, denn meine Familie dort war sehr aktiv und die Lebensweise dort unterscheidet sich oft von der, die ich gewohnt bin. Wir waren campen, mitten im bush, Motorbike fahren, fischen und Wildschweinjagen. Ich habe von einigen AuPairs gehört, die ziemliche Probleme mit ihren Familien hatten und bei denen die Organisation meist nicht viel geholfen hat, wenn sie eine hatten, denn leider waren sie oft nur auf das Geld aus, was sie sich an den AuPairs und Familien verdienen. Aber diese AuPairs haben sich dann selber neue Familien oder einen anderen Weg gesucht.

Zwei Monate Melbourne

Nachdem ich Adelaide verlassen hatte, bin ich nach Sydney geflogen, um dort Silvester zu feiern. Ich kann es jedem nur empfehlen zu Silvester nach Sydney zu gehen, es ist zwar sehr voll, aber dafür ist eine super Stimmung in der ganzen Stadt und das Feuerwerk ist einfach nur amazing!!!

Danach wollte ich die Ostküste bereisen, wusste aber noch nicht so richtig wie, und bin dann irgendwie in Melbourne gelandet, weil 3 Jungs mich mit ihrem Auto dorthin mitgenommen haben. Dort habe ich mir dann überlegt, dass ich mir lieber einen Job suche, um noch etwas mehr Geld zu verdienen, denn Australien ist sehr teuer. Das meiste Geld gibt man für Essen, Unterkunft und Touren aus. Also habe ich mir meinen Lebenslauf genommen und bin durch die Stadt gelaufen und habe in Cafes und Restaurants, aber auch in anderen Läden gefragt, ob jemand Arbeit für ca. 2 Monate hat. Leider gab es Anfang Januar nicht so viel Arbeit, da viele Studenten und Schüler noch Ferien hatten und sich Geld verdienen wollten. Aber auf dem Markt an einem Fischgeschäft habe ich Glück gehabt und durfte zum Probearbeiten kommen. Dort habe ich dann ca 2 Monate lang mit viel Freude gearbeitet, doch leider war der Markt nur 4 Tage die Woche und manchmal wurde ich auch nicht gebraucht. Deshalb habe ich auf gumtree.com.au , (einer Internetseite auf der man alles mögliche finden und reinstellen kann, von Verkaufsartikeln über WG Zimmer, Reisepartner und Jobs) noch einen Job als Spülhilfe in einem Restaurant gefunden, den ich nach Probearbeiten dann auch noch bekommen habe und mit dem ich so meinen ersten Job ergänzen konnte.

Gewohnt habe ich in dieser Zeit bei 4 netten Mädchen in einer zentralen WG. Das ist günstiger als jede Nacht in einem Hostel zu schlafen und man hat auch mehr Privatsphäre. Mit den Mädels hatte ich total viel Spaß, sie studieren in Melbourne, und ich habe so viele, nette Leute kennengelernt, mit denen ich viel unternommen habe.

Australiens Westküste und Ostküste

Dann habe ich mich dazu entschieden die Westküste zu bereisen und dafür nach Travelmates (Reisepartnern) gesucht. Dazu habe ich auf gumtree eine Anzeige gemacht und in diverse facebook Gruppen geschrieben („Backpacker Australia“, „work and travel Australia“, „Rideshare/Travelmates Australia“), denn ich wollte mir gerne mit 1 bis 2 Personen ein Auto oder einen Campervan teilen. Ich habe dann 2 französische Mädchen gefunden und wir haben zusammen für einen Monat ein Auto gemietet, uns in Perth getroffen und dann die Westküste von Esperance bis nach Darwin bereist. Wir haben jede Nacht gezeltet und viel gesehen und erlebt.

Das gleiche habe ich an der Ostküste wieder gemacht, doch diesmal habe ich einen netten deutschen Jungen gefunden, der ein eigenes Auto hatte, und wir sind von Cairns bis nach Brisbane zusammen gereist. An der Ostküste habe ich 2 Touren gebucht, eine 3 Tages Segeltour auf die Whitsunday islands und eine 3 Tages Tour auf Fraser Island. Diese haben sich total gelohnt, auch wenn sie etwas teurer waren, aber dadurch, dass ich viel gearbeitet hatte, wollte ich mir das mal gönnen.

Meine letzten Tage in Australien habe ich dann mit meinen Freunden in Melbourne und meiner ersten Familie in Adelaide verbracht, bevor es nach einem ganzen Jahr wieder nach Deutschland ging. Während meiner Reisen habe ich an einigen Orten auch Couchsurfing gemacht, wobei ich nur positive Erfahrungen gemacht habe. So habe ich Geld gespart und noch mehr nette Leute kennengelernt. Im Nachhinein hätte ich gerne noch etwas Urlaub in Nachbarländern Australiens gemacht, weil ich ja eh schon nah an Asien und Neuseeland war, aber dann wäre ich auch länger als ein Jahr weg gewesen, oder hätte meine Zeit nicht ganz in Australien verbracht.

Land und Leute

Generell kann ich sagen, dass die meisten Leute in Australien sehr, sehr freundlich und hilfsbereit sind. Das merkt man alleine schon an der alltäglichen Begrüßung : „Hey, How ya going?“, was soviel heißt wie,“ Hey, wie geht’s?“. Das Land ist sehr groß, ca 20 mal so groß wie Deutschland, doch es hat nur ca ¼ soviele Menschen, denn die Mitte Australiens leben kaum Menschen; dort ist es sehr heiß, es fällt kaum Regen und flach ist es zudem auch. Der Winter in Australien ist in den meisten Regionen recht mild und der Sommer recht heiß und im Norden auch sehr schwül, im Süden aber trocken heiß. Generell ist es Norden immer wärmer als im Süden, wo es teilweise sogar Berge mit etwas Schnee zum Ski fahren gibt.

Fazit

Ich empfehle jedem, der mit dem Gedanken spielt ein Jahr oder auch nur ein paar Monate oder Wochen in Australien zu verbringen, es auf jeden Fall zu tun! Australien ist ein wunderschönes Land, überall gibt es etwas neues zu entdecken und es tut ganz gut mal aus dem gewohnten Alltag heraus zu kommen und eine neue Kultur kennenzulernen. Außerdem ist es recht einfach in Australien Gelegenheitsjobs zu finden und zu reisen. Es ist ein recht teures Land und sehr weit von Deutschland entfernt, aber wenn man mit Freunden oder der Familie skypet oder schreibt, merkt man die Entfernung nicht, außer in der Zeitverschiebung.

Also auf nach Australien!!!

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>> Australien-Erfahrungsberichte

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