St. Patrick’s Day – Leprechauns, Kleeblätter und Traditionen

Am 17. März ist es wieder so weit: Der St. Patricks Day wird in ganz Irland sowie in etlichen weiteren Ländern rund um den Erdball zelebriert. Weltweit zieht es dann grün gekleidete Menschen in Feierlaune auf die Straße, ganz nach dem Motto: Everybody’s Irish on St. Patrick’s Day! Längst hat sich die Feier, die sowohl Ausdruck christlichen Glaubens als auch irischen Patriotismus ist, rund um die Welt verbreitet – von New York über Buenos Aires, Sydney bis nach Mumbai und Moskau. Doch was genau feiern die Iren und mit ihnen der Rest der Welt an diesem Tag eigentlich? In welchen Städten gibt es die größten Partys? Und was sind die wichtigsten Traditionen? In diesem Artikel erfährst du die wichtigsten Fakten rund um das irische Megafest.

Junger Mann in grün am St. Patrick's Day

Der Hintergrund: Wer war der heilige Patrick?

Der Bischof Patrick lebte im fünften Jahrhundert und gilt als erster christlicher Missionar in Irland. Er wird von der gesamten katholischen Kirche als Heiliger verehrt, ist aber insbesondere für Irland von großer Bedeutung. Fakten und Anekdoten über die Lebensgeschichte des Heiligen Patrick gibt es viele, nicht alle davon gelten als sicher. Einig ist man sich aber darüber, dass der irische Nationalheilige gar nicht aus Irland stammte. In jungen Jahren wurde Patrick aus seiner Heimat Wales entführt, um im nordirischen County Antrim als Sklave Schweine zu hüten. Nach vielen schweren Jahren gelang ihm jedoch die Flucht und die Rückkehr in seine Heimat Wales. Dort erhielt er jedoch eines Nachts im Traum den Auftrag, nach Irland zurückzukehren, um die heidnischen Inselbewohner zum Christentum zu bekehren.

Die Geschichte des St. Patrick’s Day

Im 17. Jahrhundert wurde der 17. März erstmals als Fest- und Gedenktag für den heiligen St. Patrick in den katholischen Kalender eingetragen. Zunächst war dieser Tag jedoch ein sehr religiöser Tag, an dem Gläubige vor allem in Irland in die Kirchen pilgerten und zu Gott beteten. Lange Zeit war es undenkbar, an diesem heiligen Tag überhaupt ein Guiness in einem irischen Pub zu bekommen. Eine Parade zum St. Patricks Day fand zwar schon um 1760 statt – allerdings im fernen New York.

Im Laufe der Jahre entwickelt sich der Gedenktag des Nationalheiligen jedoch zu einem solch wichtigen Datum in dem katholischen Inselstaat, dass für ihn einige Ausnahmeregelungen gelten:

  • Wenn St. Patrick’s auf einen Freitag fällt, dürfen auch die streng katholischen Iren während der Fastenzeit Fleisch essen. Das ist übrigens in diesem Jahr der Fall: Der 17. März 2017 ist ein Freitag. Daher wird dieses Jahr wahrscheinlich noch etwas heftiger gefeiert als sonst.
  • Fällt der 17. März in die Osterwoche, wird die ausgelassene Party verschoben. Das war zuletzt 1940 und 2008 der Fall. Wir werden St. Paddy’s – wie die Iren diesen besonderen Tag liebevoll nennen – aber weiterhin am 17. März feiern können, denn das nächste Mal fällt er erst 2160 in die Osterwoche.

Die 7 wichtigsten Traditionen am St. Patrick’s Day

1Die Farbe grün dominiert am 17. März die Feierlichkeiten: Durch grüne Perücken, grüne Kleidung und andere gründe Accessoires zeigen Menschen auf der der ganzen Welt ihre Verbundenheit mit Irland. Dann gilt über die irischen Landesgrenzen hinaus der Leitspruch: „Everybody’s Irish on St. Patrick’s Day“

2Wer an diesem Tag nichts Grünes trägt, darf übrigens von den „Leprechauns“ – als irische Kobolde verkleidete Feiernde – gekniffen werden.

3Obwohl die irischen Kobolde („Leprechauns“) nichts mit dem Schutzheiligen zu tun haben, sind sie eine beliebte Verkleidung an St. Paddy’s.

4In manchen Städten werden sogar Flüsse mit Lebensmittelfarbe grün eingefärbt, zum Beispiel in Chicago. 2010 erleuchtete das Sydney Opera House in grün, anlässlich des 200. Jahrestags des St. Patrick’s Day in Australien. Auch die Niagara-Fälle, das Moulin Rouge und die Pyramiden von Gizeh erstrahlten an St. Paddy’s schon in grün.

5In vielen Orten wird auch das Bier grün gefärbt. Das ist vor allem in US-amerikanischen Städten eine beliebte Tradition. Die Iren selbst können dieser Idee jedoch wenig abgewinnen und würden niemals grüne Farbe in ihr geliebtes Guiness kippen.

6Das dreiblättrige Kleeblatt darf am St. Patrick’s Day auf keinen Fall fehlen. Der Überlieferung zufolge soll St. Patrick den Iren die heilige Dreifaltigkeit anhand eines Kleeblatts erklärt haben.

Die Heilige Messe in Dublin wird am St. Patrick’s Day ausnahmsweise in irischer Sprache gehalten, anschließend geht die Party auf der Straße weiter.

Die besten Orte, um den St. Patricks Day zu feiern

Neben der irischen Hauptstadt Dublin finden die größten Feierlichkeiten in den USA statt, vor allem in Chicago, New York, Boston und San Francisco. Diese Städte haben traditionell einen großen Anteil irischer Immigranten. Die weltweit größte Parade gibt es am 17. März übrigens nicht in Dublin, sondern in New York. Große Paraden und Feiern gibt es zum Ehrentag des irischen Schutzpatrons außerdem in:

  • Buenos Aires: Das Paris Südamerikas verwandelt sich am 17. März in ein südamerikanisches Dublin. Hier findet die größte Parade zum St. Patrick’s Day in Südamerika statt.
  • Tokio: Seit 1992 gibt es auch in Tokio eine große Parade am 17. März. Das „Irish Network Japan“ wollte damals den Japanern die irische Kultur näher bringen, was sich als voller Erfolg entpuppte. Die Japaner und in Tokio lebende Expats lieben das Volksfest und sind jedes Jahr mit originellen Kostümen und viel Feierlaune dabei.
  • Singapur: Der Stadtstaat richtet die größte St. Patrick’s Party in Südostasien aus. Auch hier wird der Fluss grün gefärbt.
  • Sydney: Down Under ist traditionell eng mit den Iren verbandelt. Kein Wunder also, dass mehr als 80.000 Menschen jährlich an der St. Patrick’s Parade in Sydney teilnehmen, was sie zur größten Paddy’s Parade in der südlichen Hemisphäre macht.
  • München: Die größte kontinentaleuropäische Parade findet in München statt und zieht seit 1996 immer mehr Besucher an – zuletzt um die 30.000 feierlustige Irland-Fans.

Weitere große Paraden und Feierlichkeiten gibt es außerdem in Auckland, Mumbai, Dubai, Istanbul und Moskau.

Typisches Essen am St. Patrick’s Day

Da der 17. März in vielen Teilen der Welt oft regnerisch und kalt ist, kommen traditionell warme und deftige Gerichte auf den Tisch. Neben dem traditionellen corned beef mit Kohl gibt es beispielsweise Irish Brown Bread oder Fadge, einen irischen Kartoffelkuchen.

St. Patrick’s Day Musik

Insbesondere auf den Paraden und Feierlichkeiten in Irland kann man am 17. März viel traditionelle irische Musik hören und irische Traditionstänze bestaunen. Zu den schönsten Aktivitäten am St. Patrick’s Day zählt zweifelsohne, in einem gemütlichen Pub mit einem Guiness in der Hand traditioneller irischer Livemusik zu lauschen.

Du möchtest den St. Patrick’s Day mal live erleben? Dann ab nach Irland!

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