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Teil 3/3: Bewerben & Unternehmenskultur in Österreich

Wir haben mal überprüft, ob sich Bewerbungsprozedere und Unternehmenskultur in unserem Nachbarland drastisch von den deutschen Normen unterscheidet. Auch wenn die Unterschiede nicht so dramatisch sind, sollte man sich doch schlau machen, bevor man einen Job in Österreich antritt, bzw. eine Bewerbung abschickt.

Themen dieser Seite:

Bewerbung & Vorstellungsgespräch

Bewerbungsunterlagen für Österreich entsprechen in der Regel unserem deutschen Standard. Besonders wichtig sind Höflichkeit und in jedem Fall die korrekte Ansprache des Adressaten inklusive vollem akademischem Titel. Die Anrede mit akademischem Titel gehört in Österreich grundsätzlich zum guten Ton, auch bei Gesprächen.

Deine Unterlagen solltest du, falls nicht anders verlangt, in deutscher Sprache verfassen. Je nach Anforderung kannst du sie per E-Mail oder auf dem Postweg versenden. Eine vollständige Bewerbungsmappe besteht aus Anschreiben, Lebenslauf (oder Europass), Zeugnissen, Teilnahme-Bescheinigungen relevanter Fortbildungen, Nachweis über Kompetenzen (z.B. als Kompetenzprofil), gegebenenfalls Empfehlungsschreiben und dem Bewerbungsfoto.

Motivationsschreiben und Lebenslauf

Auch bei der Bewerbung für Österreich ist es wichtig einen konkreten Ansprechpartner zu adressieren und das Anschreiben nicht etwa an „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu richten. Ins Anschreiben gehören auf jeden Fall ein paar Sätze zu deiner Motivation in Österreich zu arbeiten. Wenn du besondere Sprachkenntnisse und/oder Qualifikationen hast, erwähne diese ebenfalls im Anschreiben. Gegebenenfalls erhöht dies deine Chancen auf die begehrte Stelle.

Dein tabellarischer Lebenslauf sollte kurz und übersichtlich gestaltet sein und sich - über maximal zwei A4 Seiten - auf Wesentliches beschränken. Du kannst übrigens auch den Europäischen Lebenslauf (Europass) verwenden.

Vorgedruckte Personalbögen: Möglichst vollständig ausfüllen. Wenn es in deinem Lebenslauf „blinde Flecken“ gibt (z. B. längere Arbeitslosigkeit), kannst du die entsprechenden Felder zunächst frei lassen. Unter „Gehaltswunsch“ kann man gegebenenfalls auch „nach Vereinbarung“ eintragen. Dem Vordruck sollten Bewerber in der Regel auch ein Ausdruck des eigenen Lebenslaufes beilegen.

Übrigens: Initiativbewerbungen sind auch in Österreich durchaus üblich.

Vorstellungsgespräch

Ist die erste Hürde geschafft, folgt in der Regel ein (persönliches) Vorstellungsgespräch. Auch hier ist eine gute Vorbereitung wichtig; Bewerber sind schon im ersten Gespräch häufig gefordert ihre Qualifikationen - besonders was Sprachkenntnisse angeht - unter Beweis zu stellen.

Wer sich im Job-Interview souverän zeigt und sich gut darstellen kann, hat in der Regel auch Chancen auf eine Einstellung. Zum Interview kannst du auch noch aussagekräftige Unterlagen in Ergänzung zur Bewerbung mitbringen.

Ganz wichtig natürlich, wenn du den Vorstellungstermin ohne Einsendung einer Bewerbung vereinbart hast, z. B. durch Anfrage in der Personalabteilung.

Tipps für den Arbeitsalltag   

Auch im österreichischen Arbeitsalltag gibt es einige Regeln zur guten Zusammenarbeit und zum guten Ton. Wir stellen dir hier einige davon vor:

  • Wie schon erwähnt, spielen (akademische) Titel in Österreich eine große Rolle. Viel mehr als bei uns sind zum Beispiel „Herr Doktor“ oder „Frau Diplom-Ingenieurin“ unbedingt fester Bestandteil der persönlichen Anrede. Zudem ist es üblich im Berufsalltag zwar unkompliziert, jedoch in seriösem Ton und im gehobenen Sprachstil zu kommunizieren.
  • Meetings und Besprechungen: Vor dem geschäftlichen Teil steht der gepflegte Small Talk. „Sichere“ Themen sind beispielsweise der (Winter-)Sport oder klassische Musik. Themen wie „Religion“, „Geld“ oder Österreichs Rolle im Zweiten Weltkrieg sind denkbar schlechte Small-Talk-Themen und schaffen keinen guten Einstieg ins Gespräch.
  • Die Kleiderordnung ist dezent und seriös. Kleidungsstücke wie Jeans oder Rollkragenpullover sind in der Regel tabu. Um in der Geschäftswelt ernst genommen zu werden hält sich in Österreich prinzipiell jeder an die formelle Kleiderordnung. Frauen tragen in der Regel Hosenanzug oder Kostüm, Männer den klassischen dunklen Anzug mit weißem Hemd, Krawatte und Lederschuhen.

Hier weiterlesen:

>> Zurück zu Teil 1: Wirtschaft & Arbeitsmarkt in Österreich

>> Zurück zu Teil 2: Jobs finden & Working Holidays in Österreich

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