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Teil 3/3: Bewerben & Unternehmenskultur

Du fragst dich wie du dich am besten in Norwegen bewirbst und ob sich das Bewerbungsverfahren sehr vom deutschen unterscheidet? Wir haben die Antworten darauf! Von der Bewerbungsmappe bis zum Vorstellungsgespräch haben wir die wichtigsten Infos für dich recherchiert. Damit du deinen Traumjob nicht nur bekommst, sondern auch behältst, haben wir auch noch einige Tipps für den Arbeitsalltag für dich!

Themen dieser Seite:

Sprachkompetenz als Türöffner

Ideale Bewerber, die in Norwegen Arbeit suchen, haben nicht nur Englischkenntnisse, sondern auch norwegische Sprachkenntnisse. Wenn du dich beispielsweise über Sprachkurse vorbereitest, steigen deine Chancen auf eine gute Anstellung in Norwegen in der Regel rapide an. Auch für dich selbst hat es viele Vorteile, wenn du dich vor Ort – sowohl im Alltag als auch beruflich – in der Landessprache verständigen kannst.

Bewerbungshürden nehmen

Bewerbungsunterlagen für norwegische potentielle Arbeitgeber ähneln hinsichtlich der Gestaltungsnormen denen für deutsche Firmen. Wichtig ist es die Unterlagen in der Landessprache zu verfassen. Bewerbungen bei internationalen Firmen können gegebenenfalls auch in Englisch geschrieben werden. In diesem Fall solltest du allerdings gezielt auf deine Norwegisch-Kenntnisse verweisen.

Pluspunkte sind in jedem Fall eine effiziente Bewerbungsmappe und die sorgfältige Vorbereitung auf ein telefonisches oder persönliches Job-Interview. Stell dich darauf ein, dass der Arbeitgeber auch Fragen nach deinen Freizeitaktivitäten und Interessen stellt. Viele Personalverantwortliche legen besonderes Augenmerk darauf sich ein Bild von der ganzen Persönlichkeit des potentiellen neuen Mitarbeiters zu machen.

Bewerbungsanschreiben

Das Bewerbungsanschreiben umfasst ungefähr eine Seite. Im Text solltest du direkt auf die Angaben in der Stellenanzeige Bezug nehmen. Neben der Motivation für die konkrete Stelle ist es sinnvoll auch zu erläutern, warum du gerade nach Norwegen kommen möchtest.

Deine Bewerbungsunterlagen kannst du per Post oder via E-Mail senden. Einige Unternehmen erwarten eine Online-Bewerbung über ihre eigene Website. Ein Foto als Anlage beizulegen ist zwar nicht die Norm, wird aber durchaus gern gesehen.

Der Lebenslauf

Der tabellarische Lebenslauf sollte nicht unbedingt länger als eine Seite, maximal aber zwei Seiten lang sein. Übersichtlichkeit ist wichtig. Du hast zum Beispiel auch die Wahl,  die standardisierte EU-Vorlage für Lebensläufe (Europass) zu verwenden. Neben den üblichen persönlichen Angaben müssen unter anderem folgende Punkte im Lebenslauf erscheinen: Erfahrungen und persönliche Eigenschaften (Schlüsselqualifikationen), die dich für die Stelle qualifizieren.

Thema Ausbildung / Qualifikation: Beschreibe deine Schwerpunkte und gib, falls möglich, vergleichbare norwegische Abschlüsse / Qualifikationen an. Die kurze Beschreibung deines beruflichen Werdegangs ist selbstverständlich auch für norwegische Arbeitgeber am interessantesten.

Erwähne auch sonstige Qualifikationen wie zum Beispiel durch ehrenamtliche Arbeit oder anderweitige Tätigkeiten und lege Befähigungsnachweise bei. Auch persönlichen Interessen und Freizeitaktivitäten gehören in den norwegischen Lebenslauf.

Besonders wichtig: Nenne (in Absprache) mindestens zwei persönliche Referenzen aus deinem aktuellen und/oder vergangenen Arbeitsverhältnis.

 

Der Auslandsjob-Guide zum durchklicken: 

In 21 Schritten zum perfekten Auslandsjob & Jobstart im Ausland

 

Aufenthaltserlaubnis & Arbeitsaufnahme

Jeder EU-Bürger hat das Recht, im EU-Land Norwegen Arbeit zu suchen und sich auch  
dort so lange aufzuhalten wie es für die Arbeitssuche, Bewerbung und Einstellung notwendig ist.

Während der ersten drei Monate kann man sich in allen skandinavischen Ländern problemlos bzw. ohne große Formalitäten aufhalten. Wer eine dauerhafte oder längerfristige Stelle gefunden hat und in Norwegen leben möchte, muss eine Aufenthaltserlaubnis bzw. -genehmigung beantragen.

Tipps für den Arbeitsalltag in Norwegen

Smalltalk ist auch im norwegischen Geschäftsleben wichtig – nur sollte man wissen, welche Themen tabu sind. Dazu gehören zum Beispiel Alkohol, die europäische Integration und Kritik an der Monarchie. Die Norweger lachen übrigens in der Regel nicht so gern über sich selbst.

Schweigsamkeit gilt als attraktiv, auch weil es mit Klugheit in Verbindung gebracht wird. Ungeduld, Drängeln oder lautes Auftreten gilt den Norwegern als besonders unhöflich. Was ziehe ich an? Der Dresscode in norwegischen Büros ist eher konservativ, formell und dunkel. Punkten kann man mit qualitativ hochwertigen Stoffen und einem guten, modernen Schnitt. Understatement ist gefragt, auffallen besser vermeiden.

Hier weiterlesen:

>> Zurück zu Teil 1: Wirtschaft & Arbeitsmarkt in Norwegen

>> Zurück zu Teil 2: Jobs finden & Working Holidays in Norwegen

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