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Teil 3/3: Bewerben & Arbeitsalltag

Einen Job zu finden ist nur der erste Schritt, danach folgt die Bewerbung. Was du bei einer Bewerbung für einen Job in Irland beachten musst und welche Unterschiede es zum deutschen Bewerbungsverfahren gibt, erfährst du hier. Außerdem verraten wir dir die besten Tipps für den Arbeitsalltag in unserem Business-Knigge.

Themen dieser Seite:

Weg zum Job: Bewerbung & Vorstellungsgespräch

Irische Unternehmen akzeptieren Bewerbungen in der Regel sowohl per E-Mail als auch in Papierform. Einige Firmen bieten auch die Möglichkeit einer Online-Bewerbung.

Deine Unterlagen sollten in jedem Fall fehlerfrei in englischer Sprache verfasst sein. Umfangreiche Bewerbungsmappen sind allerdings nicht gewünscht. Der irische Lebenslauf enthält beispielsweise keine Angaben zur Familie und kann deutlich kürzer gestaltet sein als bei uns in Deutschland üblich. Hebe berufliche und auch persönliche Eigenschaften (z. B. ehrenamtliches Engagement, Hobby) hervor, die dich für die angestrebte Stelle qualifizieren. Wenn Englisch nicht deine Muttersprache ist, solltest du belegen, wie du deine guten Englischkenntnisse erworben hast. Referenzen zu deiner Eignung für die Stelle kommen ebenfalls gut an.

Wichtig: Bewerbungen für Irland wird kein Foto beigelegt!

Tipps für das Vorstellungsgespräch

Für Vorstellungsgespräche ist Geschäftskleidung (Anzug, Hosenanzug, Kostüm) üblich.
Unbedingt vorher den Namen des/der Gesprächspartner(s) in Erfahrung bringen.
Du solltest deinen Lebenslauf auswendig kennen und frei über deine berufliche Laufbahn sprechen können.

Wichtig: Immer auch einen Ausdruck deines Lebenslaufes bereit halten. Sprich selbstbewusst über deine Fähigkeiten und deine Person. Erläutere deinem Gegenüber, was du als Mitarbeiter zur Stelle / zum Unternehmen beitragen kannst. Begegne allen Angestellten des Unternehmens höflich

Arbeitsvertrag

Wenn du schließlich eine Arbeitsstelle in Irland gefunden hast, stehen auch vertragliche Dinge an. Wer in Irland gegen Gehalt oder Lohn für einen Arbeitgeber tätig ist, hat automatisch auch einen Arbeitsvertrag - dieser muss nicht schriftlich festgehalten sein! Auch wenn kein Vertragsdokument unterzeichnet wird, erkennt die employment legislation Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer an. Dabei existieren allgemeingültige Arbeitnehmerrechte, welche über bestimmten Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer stehen beziehungsweise diese ersetzen. Falls dein Vertrag schriftlich fixiert wird, sollte er von beiden Seiten unbedingt vor Arbeitsbeginn unterschrieben werden. In Irland sind zwei Arten der Gehaltszahlung üblich, auf wöchentlicher Basis und auf monatlicher Basis.

Brauche ich Visum oder Arbeitserlaubnis für Irland?

EU-Bürger, die in Irland arbeiten wollen brauchen zur Einreise lediglich ihren gültigen Personalausweis oder Reisepass - eine Arbeitsgenehmigung ist nicht nötig. Wer  
allerdings länger als drei Monate bleiben will, muss bei der Polizei (Garda) eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Je nach persönlichem Status müssen dann weitere Dokumente als Nachweis vorgelegt werden: Dazu gehören ein Nachweis über ausreichende Mittel zur Sicherung des Lebensunterhalts und ein Beleg über die Krankenversicherung.

Arbeitnehmer müssen zusätzlich eine vom Arbeitgeber unterzeichnete Erklärung vorlegen, Studenten einen Nachweis über ihre Immatrikulation. Eine Aufenthaltserlaubnis für Irland wird in der Regel für fünf Jahre bewilligt und kann danach gegebenenfalls verlängert werden.

Arbeitsalltag auf der grünen Insel: Business-Knigge

Irische Geschäftsleute pflegen einen freundlichen, offenen Umgang miteinander. Es geht in der Regel recht informell zu. Man spricht sich beispielsweise mit den Vornamen an und - obwohl Anzüge zum dress code gehören - darf das Jackett ruhig mal abgelegt werden. Besonderen Wert legen die irischen Geschäftsleute/Gastgeber darauf als moderne Europäer behandelt zu werden. Hier noch ein paar Tipps zu Begrüßung, Smalltalk und Meetings:

  • Offene Begrüßung:
    Irische Geschäftsleute begrüßen einander mit Händedruck. Direkter Blickkontakt schafft dabei eine vertrauensvolle Basis. Wie in den meisten anderen englischsprachigen Ländern auch gehen die Iren bei Geschäftspartnern bald zur Anrede mit dem Vornamen über. Titel werden dabei meist ausgelassen.
  • Smalltalk: Ein gutes Thema für den gepflegten Smalltalk mit Geschäftspartnern ist zum Beispiel der Sport. In jedem Fall sollten die Themen unverfänglich und „leicht“ sein. Vermeiden solltest du so brisante Themen wie „Religion“, „Innenpolitik“ oder „Terrorismus“ anzuschneiden. Auch Nordirland-Konflikt oder das Verhältnis zu Großbritannien sind nicht geeignet für Smalltalk, es sei denn, einer der irischen Kollegen bringt diese selbst ins Gespräch. Es empfiehlt sich aber eine gewisse Zurückhaltung. Kritik an Irland oder den Iren sind ebenfalls tabu.
  • Meetings:
    Von Geschäftspartnern erwartet man in Irland Pünktlichkeit, auch wenn die  Mentalität gegenüber Pünktlichkeit im Alltag lockerer ist. Üblich ist es gleich bei der gegenseitigen Begrüßung Visitenkarten auszutauschen. Für Geschäftsabschlüsse wird meist reichlich Zeit eingeplant. Schnelle Ergebnisse, insbesondere bei Meetings mit ausländischen Geschäftspartnern, sind eher selten. Ein Grund dafür ist, dass privates Plaudern einen hohen Stellenwert hat. Es schafft die gewünschte vertrauensvolle Atmosphäre. 

Hier weiterlesen:

>> Zurück zu Teil 1: Wirtschaft & Arbeitsmarkt in Irland

>> Zurück zu Teil 2: Jobs finden & Working Holidays

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