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Kosten & Finanzierung des Auslandspraktikums

Ein Auslandspraktikum finanzieren - Auslands-BAföG, Stipendien & Co.

Ein Auslandspraktikum gehört heutzutage immer öfter zum guten Ton. Wenn du für den Job auch noch bezahlt wirst, kannst du dich glücklich schätzen. Üblicherweise steht ein Gehalt jedoch im Konflikt zu den Visabestimmungen vieler Länder. So werden Praktikanten oft durch Leistungsboni, freie Mahlzeiten u. ä. "entlohnt". Es ist daher ratsam mit einem gewissen Finanzpolster ins Praktikum zu starten. Die wichtigsten Quellen verraten wir dir hier. Die Notwendigkeit von Auslandserfahrungen im Lebenslauf haben auch viele Initiativen und öffentliche Stellen erkannt. Daher solltest du zunächst dort nachfragen, ob und wie sie dein Auslandspraktikum unterstützen können.

Themen dieser Seite

BAföG im Auslandspraktikum: Auslands-BAföG

Wer an einer deutschen Hochschule eingeschrieben ist hat damit ein Anrecht auf Finanzierung gemäß des Bundesausbildungsförderungsgesetzes - kurz BAföG.

Spätestens wenn du dein Praktikum außerhalb des europäischen Hochschulraumes absolvieren möchtest, greift das normale BAföG nicht mehr. Hier kommt dann das Auslands-BAföG zum Tragen. Das Gute daran: Jeder, der an einer deutschen Hochschule immatrikuliert ist, kann es beantragen – selbst, wenn du bisher kein Inlands-BAföG bekommen hast.

Um Auslands-BAföG beantragen zu können, muss das Praktikum folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Es handelt sich um ein Pflichtpraktikum, das du nur außerhalb Europas absolvieren kannst.
  • Die Praktikums-Inhalte entsprechen der Prüfungsordnung deiner Ausbildung.
  • Es dauert mindestens 12 Wochen.
  • Du verfügst über ausreichende Sprachkenntnisse (ggf. durch Zertifikat nachzuweisen).

Bei Bedarf gibt es einen Vorabentscheid über die Förderungsfähigkeit deines Auslandspraktikums beim örtlichen BAföG-Amt.

Wird es bewilligt, kannst du mit folgenden Leistungen rechnen:

  • Flugkostenpauschale (Europa: 500 Euro, Übersee: 1000 Euro)
  • Krankenversicherung und Lebenshaltung (Zuschuss: monatlich 50 bis 315 Euro)


Tipp 1: Vorlaufzeit einplanen. Vom Antrag bis zum Bescheid können zwischen sechs und neun Monaten ins Land ziehen. Daher ist es ratsam eine möglichst lange Vorlaufzeit bei der Planung einzuberechnen.

Tipp 2: Gut begründen. Üblicherweise dient das Auslands-BAföG zur Finanzierung eines oder zweier Semester an einer Hochschule im Ausland. Förderungen von Auslandspraktika bilden daher eher die  Ausnahme als die Regel.

Du solltest bei deinem Antrag nicht nur angegeben, deine beruflichen Chancen verbessern zu wollen. Sprich vorab mit deinem Sachbearbeiter für dein Zielland: Hier findest du die Adressen aller zuständigen Ämter.

Auslands-BAföG zurückzahlen?

Das Inlands-BAfög besteht üblicherweise aus einem Zuschuss und einem Darlehen. Das Auslands-BAföG für Auslandspraktika hingegen ist zu 100% ein Zuschuss. Das heißt: Du brauchst es nicht zurückzahlen.

Bildungskredit und Auslandspraktikum

Doch auch unabhängig vom BAföG kannst du Gelder bekommen, um deinen Traum vom Auslandspraktikum zu verwirklichen. Einen Bildungskredit können alle Studierenden an einer deutschen Uni oder FH beantragen, sofern sie sich im Hauptstudium befinden. Steht das Auslandspraktikum auch noch im Zusammenhang mit deiner akademischen Ausbildung, kannst du von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bis zu 300 Euro bekommen – auch zusätzlich zum BAföG.

Allerdings handelt es sich, wie der Name schon sagt, um einen Kredit. Das bedeutet: Du musst die bewilligte Summe inklusive Zinsen zurückzahlen. Üblicherweise beginnst du damit nach vier Jahren in monatlichen Raten à 120 Euro.

Bildungskredit beantragen

Den Bildungskredit kannst du schriftlich beim Bundesverwaltungsamt (50728 Köln) beantragen. Denke aber daran, dass du den Antrag mindestens sechs Wochen vor dem Start in dein Praktikum stellst. Du kannst ihn aber auch online stellen und innerhalb von zwei Wochen alle Unterlagen postalisch nachreichen. Mit dem Bewilligungsbescheid kannst du mit der KfW direkt einen Vertrag abschließen.

Weitere Infos zu diesem Thema gibt es hier.

Per Stipendium ins Auslandspraktikum

Darüber hinaus gibt es auch öffentliche oder private Quellen, die Bildungsvorhaben aller Art unterstützen. Doch entgegen der landläufigen Meinung stehen Stipendien nicht nur Hochbegabten und Bedürftigen zur Verfügung. Du musst dafür nicht einmal studieren. Je nach Geldgeber können auch Auszubildende und Berufstätige von Stipendien profitieren. Daher solltest du nach einem geeigneten Programm recherchieren, bevor dein Traum von einem Auslandspraktikum an der Finanzierung scheitert.

Die Rahmenbedingungen dieser Stipendien unterscheiden sich zum Teil stark voneinander: Ist bei den einen die Vermittlung eines Praktikums im Ausland inbegriffen, beschränken sich andere lediglich auf die finanzielle Unterstützung deiner Auslandszeit. Der Andrang auf solche Programme ist groß, Plätze und Geldmittel limitiert. Doch einen Versuch ist es wert.

Erasmus+ Praktika

Das Erasmus+ Programm wurde ins Leben gerufen, um Auslandsaufenthalte von Studenten innerhalb der EU zu fördern. Darüber hinaus kannst du mithilfe dieses Programms auch ein Auslandspraktikum finanzieren lassen. Dafür gelten in der Regel folgende Voraussetzungen:

  • Dauer: Zwei bis zwölf Monate pro Studiengang.
  • Bedingungen: Eingeschriebener Student an einer Hochschule für einen Studiengang, der mit einem anerkannten akademischen Grad (bis hin zu Promotion) abschließt. Die Studenten werden von ihrer Hochschule ausgewählt.
  • Monatliche Förderung: EU-Finanzhilfe als Beitrag zu deinen Reise- und Aufenthaltskosten.
  • Vor dem Praktikum: Vor der Abreise erhältst du eine Finanzhilfevereinbarung für die Mobilitätsphase sowie eine Lernvereinbarung, der du, deine Uni und das Unternehmen zustimmt.
  • Nach dem Praktikum: Pflichtpraktika müssen, beruhend auf der Lernvereinbarung, von der Uni akademisch voll anerkannt werden. Freiwillige Praktika werden von der Uni anerkannt oder es wird ein Praktikumszeugnis ausgestellt.
  • Bewerbung: Bei Interesse wendest du dich an das akademische Auslandsamt und/oder Erasmus+-Büro deiner Uni. Dort erhältst du Infos zu Möglichkeiten, Bewerbung und Beantragung der Finanzhilfe.


DAAD: Kurzstipendien und Zuschüsse

Darüber hinaus kannst du über den DAAD auch Kurzstipendien bekommen; vor allem, wenn du dich ansonsten selbst um dein Praktikum im Ausland gekümmert hast. Bis zu drei Monaten finanziert dich der Austauschdienst, wenn in einer der folgenden Einrichtungen arbeiten möchtest:

  • Deutsche Auslandsvertretungen (Botschaften, Generalkonsulate)
  • Internationale Organisationen (UN, EU)
  • Deutsche Schulen im Ausland
  • Goethe-Institute e.V.
  • Max-Weber-Stiftung
  • Deutsche Archäologische Institute im Ausland

Fragen zu Kurzstipendien und Fahrtkostenzuschüssen beantwortet der DAAD auf seiner Website.

Weitere Stipendienprogramme für Auslandspraktika von Akademikern sind beispielsweise:

  • ZAD: Zahnmedizinischer Austauschdienst.
  • IAESTE: Fachpraktika in den Bereichen Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie Land- und Forstwirtschaft.
  • RISE weltweit: Forschungspraktika für Bachelor-Studenten in den Fachbereichen Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Geowissenschaften, Medizin, Pharmazie, etc.
  • Carlo-Schmid-Programm: Für Studierende und Graduierte, die Praktika in internationalen Organisationen ableisten wollen.
  • PROMOS: Über PROMOS kannst du Reisekostenzuschüsse direkt an deiner Hochschule beantragen.
  • Russland in der Praxis: Für sechsmonatige Aufenthalte in Russland.

Hier findest du dein passendes Stipendium.

Stipendienprogramme für Auszubildende

Auch für Berufstätige ohne Studium werden internationale Erfahrungen am globalisierten Arbeitsmarkt immer wichtiger. Daher können auch Auszubildende im Auslandspraktikum Nutznießer von Stipendien werden, zum Beispiel:

Einzelstipendium let's go!

Im Rahmen des Programms Erasmus+ der EU können Azubis in handwerklichen Berufen ein dreiwöchiges Auslandspraktikum absolvieren - und zwar überall in der EU. Abhängig von deinem Zielland fällt auch die Förderpauschale aus. Außerdem übernimmt „let's go!“ deine Sozialversicherungen für diese Zeit und zahlt einen Pauschalbetrag für die Fahrtkosten.

Bewerben können sich alle volljährigen (Erst-)Auszubildenden aus dem Handwerk. Wenn dein Betrieb und die Berufsschule auch noch zustimmen und die Prüfung der Landesgewerbeförderungsstelle des Handwerks (LGH) positiv ausfällt, bist du deinem Abenteuer Auslandspraktikum schon einen entscheidenden Schritt näher.

Du kannst dich zu jedem Zeitpunkt im Jahr bewerben. Da die Bearbeitung des Antrags zwischen drei und vier Monaten dauert, solltest du genügend Vorlauf einplanen. Mehr Infos zum „let's go!“-Programm bekommst du hier und hier.

Weiterführende Links

Allgemeine Infos und Stipendien für Studierende, Auszubildende und Berufstätige findest du auch auf diesen Seiten:

Weitere Infos zum Thema Auslandspraktikum

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