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Arbeiten in Norwegen

Norwegen gilt als Vorreiter bei Themen wie Gleichstellung der Geschlechter, Work-Life-Balance und seinem Bildungssystem. Das hochentwickelte Industrieland überzeugt nicht nur durch atemberaubend schöne Natur, sondern auch durch einen sehr hohen Lebensstandard. Für viele Deutsche ist es somit nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel, sondern auch dauerhaftes Einwanderungsland. Solltest auch du von einem längeren Aufenthalt im Land der Fjorde und Elche träume, gibt der folgende Artikel dir die nötigen Informationen.

Auslandsjobs in Norwegen

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Länderinformation zu Norwegen

In Norwegen leben etwa 5,4 Mio. Menschen auf einer Fläche von knapp 324.000 km². Das Land gehört damit zu den am dünnsten besiedelten weltweit. Die größten Städte sind Oslo, Bergen, Stavanger und Trondheim. Oslo ist die Hauptstadt Norwegens und besticht durch verzweigte Gassen mit kleinen Hütten. Pulsierendes Großstadtleben wird man hier nicht finden, in Oslo geht es eher entspannt zu. Norwegen bietet vor allem Outdoorfans zahlreiche Möglichkeiten: Angeln, Wandern, Skilaufen oder Klettern zählen unter anderem zu den Lieblingsbeschäftigungen vieler Norweger.

Das Klima Norwegens lässt sich grob in zwei Zonen einteilen. An der Küste ist es gekennzeichnet durch viel Niederschlag und relativ milde Temperaturen. Im Landesinneren hingegen herrscht kontinentales Klima: zwischen Sommer und Winter gibt es starke Temperaturschwankungen. Am Nordkap ist es ganzjährig kalt.

Die überwiegende Mehrheit der Norweger spricht Norwegisch. Je nach Region ist das durch unterschiedliche Dialekte gekennzeichnet. Norweger sind zwar grundsätzlich dafür bekannt ausgesprochen gut Englisch zu sprechen, für ein Studium, ein Praktikum oder einen Job ist es aber unumgänglich, dass du Norwegisch-Kenntnisse vorweist.

Vorteile von Norwegen als Arbeitsland

Norwegen ist ein friedliches und sicheres Land mit einem guten Sozialsystem. Das technologisch innovative Land überzeugt zudem durch flache Hierarchien und ein hohes Maß an Offenheit und Mitbestimmung im Arbeitsleben. 

Vor allem Naturenthusiasten werden in Norwegen auf ihre Kosten kommen. Viel unberührte Natur, die im Winter zu Skifahren lädt und im Sommer kann man die lauen Abende an einem der zahlreichen Seen verbringen.

Norwegen ist zwar kein Mitglied der EU, der bürokratische Aufwand bei deiner Einreise und deinem Aufenthalt ist dennoch gering . Du brauchst kein Visum, deine Krankenversicherung ist anfangs gültig und auch eine besondere Arbeitserlaubnis ist nicht erforderlich.

Der Auslandsjob-Guide zum Durchklicken: 

In 21 Schritten zum perfekten Auslandsjob & Jobstart im Ausland

Arbeiten in Norwegen

Wirtschaftliche Lage

Der Arbeitsmarkt in Norwegen ist stark. Die Arbeitslosenquote lag 2018 bei nur 3,9%, was unter dem europäischen Durchschnitt liegt. Vor allem fossile Rohstoffe wie Öl- und Gas verhelfen Norwegen zu seinem Wohlstand.

Im Land herrscht akuter Fachkräftemangel in allen Branchen. Deutsche habe sehr gute Chancen auf einen Job, was auf die hierzulande qualitativ hochwertige und umfassende Ausbildung zurückzuführen ist.

Norwegens Unternehmen zeichnen sich auch durch zukunftsorientiertes Denken aus. Durch permanente Innovation und Technologieentwicklung wird das Land auch zukünftig wettbewerbsfähig bleiben.

Die Top 6 der größten Arbeitgeber in Norwegen

  1. Bank/Finanzwesen: DNB
  2. Öl- und Gasindustrie: Statoil
  3. Telekommunikationsunternehmen: Telenor
  4. Aluminium: Norsk Hydro
  5. Nahrungsmittel: Marine Harvest
  6. Papierproduktion: Norske Skog

Aber auch die Forst- und Landwirtschaft ist bedeutend in Norwegen. Saisonal werden auf den großen Höfen oft Helfer gesucht. Je nach Aufwand der Arbeit bekommst du einen Lohn oder arbeitest nur gegen Kost und Logis. Adressen findest du zum Beispiel auf helpx.net oder wwoof.org.

Saisonarbeit in Norwegen

Wenn du dich eher für Saisonarbeit interessierst, ist Norwegen sehr interessant. Es gehört zu einem beliebten Reiseland und vor allem im Sommer zwischen Mai und September wird dort immer Unterstützung gesucht. Auch wenn du zunächst erstmal in die norwegische Arbeitswelt hineinschnuppern möchtest, kannst du dies über einen Sommerjob versuchen, von denen es in Norwegen sehr viele gibt. Deine Einsatzorte sind flexibel: Ob als Mitarbeiter auf einem der Bauernhöfe oder vielleicht in einem Hotel.

Deutsche Unternehmen in Norwegen

Norwegen ist ein wichtiger Handelspartner von Deutschland. Deutsche Unternehmen wie Bosch, Würth oder DHL haben Niederlassungen in Norwegen. Dort werden auch deutschsprachige Mitarbeiter gesucht. Vielleicht hast du Glück und findest dort eine Stelle. 

Auch wenn du eine Stelle findest, bei der du in Englisch oder sogar in Deutsch arbeiten kannst, macht es dennoch Sinn die Landessprache zu lernen, da du sonst womöglich nur schwer Anschluss finden wirst. 

Welche Berufe werden in Norwegen gesucht?

In Norwegen besteht immer eine große Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften aus den unterschiedlichsten Branchen. Vor allem im Bereich der Pflege und Medizin, der Energieerzeugung, der Technik und im Baugewerbe sowie bei typischen norwegischen Branchen wie der Schifffahrt, der Fischindustrie und der Öl- und Gasförderung besteht großer Bedarf an Mitarbeitern.

Welche Branchen die größte Nachfrage haben, ist regional sehr unterschiedlich. Im Norden gibt es die meisten Jobs in der Fischerei und im öffentlichen Dienst. An den Küsten im Süden hingegen sind viele Industriebetriebe und Dienstleister angesiedelt.

Neben der Option sich ganz klassisch im Internet auf Stellensuche zu begeben, kann dir auch das deutsche Arbeitsamt bei der Suche nach Jobs weiterhelfen. Die europäischen Arbeitsvermittlungsbehörden arbeiten nämlich im Rahmen des EURES-Programms (European Employment Services) zusammen. In vielen deutschen Arbeitsämtern stehen sogenannte EURES-Berater Rede und Antwort, wenn man sich für eine Stelle im europäischen Ausland interessiert

>> Aktuelle Jobangebote für Norwegen findest du hier

Arbeitserlaubnis für Norwegen

Um in Norwegen arbeiten oder studieren zu können, benötigst du als Einwohner/in eines EU-Staates keine Arbeitserlaubnis. Du hast das Recht dich bis zu drei Monate im Land aufzuhalten und eine Arbeit aufzunehmen. Wenn du aber mehr als 90 Tage in Norwegen bleiben oder dorthin auswandern möchtest, musst du dich bei der zuständigen Meldestelle registrieren.

Es ist ziemlich einfach in Norwegen Fuß zu fassen, was auch daran liegt, dass ausländische Fachkräfte für den Arbeitsmarkt benötigt werden.

Steuernummer für Norwegen

Nach Erhalt deiner Aufenthaltserlaubnis, kannst du beim Einwohnermeldeamt „Folkeregister“ offiziell anmelden. Dort erhältst du dann auch eine P-Nummer. Diese Nummer ist sehr wichtig und ermöglicht dir das Abschließen von Versicherungen oder das Eröffnen eines Bankkontos. Außerdem benötigst du sie um dir eine Steuerkarte und somit eine Steuernummer ausstellen zu lassen.

Wohnen in Oslo

Durchschnittliche Mietpreise (in Euro) Oslo:

  • 1-Zimmer-Wohnung im Stadtzentrum: 1.000 €
  • 1-Zimmer-Wohnung außerhalb des Stadtzentrums: 824 €
  • 3-Zimmer-Wohnung im Stadtzentrum: 1.700 €
  • 3-Zimmer-Wohnung außerhalb des Stadtzentrums: 1.300 €

Wenn du nur für einen kurzen Zeitraum vor Ort sein wirst, ist es wesentlich entspannter über airbnb.de nach einem Zimmer zu suchen. Das spart dir den bürokratischen Aufwand und du lernst gleichzeitig Einheimische kennen.

Für längere Aufenthalte lohnt sich ein Blick auf folgende Seiten. Darüber kannst du WG-Zimmer oder Wohnungen in Norwegen finden:

Wenn du auf deutsche Nachrichten, Sportevents oder deine liebsten Serien auch in Norwegen nicht verzichten möchtest, haben wir hier eine Lösung für dich:

>> Deutsches Fernsehen in Norwegen

Lebenshaltungskosten in Norwegen

Im Vergleich zu Deutschland musst du mit etwa 30 Prozent höheren Lebenshaltungskosten rechnen, besonders bei alkoholischen Getränken und Tabak fallen deutlich höhere Kosten an. Allerdings ist das Einkommen auch dementsprechend höher.

Durchschnittliche Lebenshaltungskosten in Oslo (2018)Preis in Euro
Restaurant- Essen (preiswert)     17,-
Restaurant- Cappuccino 4,-
Restaurant- Wasser 2,40
Reis (1kg) 2,60
Eier (12stk.) 2,37
Äpfel (1kg) 2,70
Bananen (1kg) 2,40
Kartoffeln (1kg) 2,45
Supermarkt - Wasser (1,5l) 2,20

 
Steuersystem

Norwegen zählt zu den Ländern mit den höchsten Steuersätzen weltweit: Etwa 42 Prozent des Einkommens werden abgezogen. Allerdings finanziert sich auch der umfassende Sozialstaat durch diese Steuern.

Das Steuersystem ist ähnlich aufgebaut wie in Deutschland. Die Einkommensteuer steigt mit der Höhe deines Einkommens an. Abgaben wie Sozialversicherungsbeiträge werden direkt vom Gehalt einbehalten und werden ebenso wie in Deutschland vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber bezahlt.

Work and Travel in Norwegen und Steuern

Als Work and Traveller bist du in Norwegen nicht von Steuern befreit. Sobald du im Land angestellt bist und Einnahmen hast, werden diese versteuert. Je nach Höhe deines Einkommens, zahlst du unterschiedliche Einkommenssteuer. Solltest du jedoch gegen Kost und Logis arbeiten und nicht für einen Lohn, musst du selbstverständlich keine Steuern zahlen.

Sozialversicherung

Norwegen hat ein staatliches Gesundheitssystem. Sobald du eine Anstellung gefunden hast, bist du automatisch in der staatlichen Krankenversicherung „Folketryden“. Diese Versicherung gilt auch bereits, wenn du noch nicht in Besitz einer P-Nummer oder Aufenthaltsgenehmigung bist.
Die staatliche Sozialversicherung funktioniert wie in Deutschland und unterstützt dich bei Arbeitslosigkeit oder Erwerbsunfähigkeit. Anders als in Deutschland ist bei der medizinischen Versorgung auch immer ein Eigenanteil zu entrichten. Auch Medikamente werden bis zu einer bestimmten Grenze grundsätzlich selbst bezahlt. Das gleiche gilt für Zahnbehandlungen.

Arbeitsmodelle in Norwegen

Sabbatical, Work und Travel, Freelancing

Wenn es dich ins Ausland zieht, gibt es verschiedene Möglichkeiten dort zu arbeiten und Erfahrungen im Arbeitsleben zu sammeln. Ob du nach dem Abi Work und Travel in Norwegen machst oder für den Sommer in den Touristengebieten arbeitest. Du planst ein Sabbatical oder möchtest als Freelancer arbeiten.

Je nach dem was du möchtest und kannst, bietet Norwegen dir einige Optionen!

Working Holidays in Norwegen

Du möchtest lediglich für eine gewisse Zeit in Norwegen arbeiten und planst deinen Auslandsjob daher im Rahmen einer begrenzten Auslandszeit? In diesem Fall ist Work and Travel genau das Richtige für dich.

Mit oder ohne Agentur nach Norwegen?

Am Anfang deines Work and Travel-Abenteuers musst du die Frage klären, ob du auf eine Organisation zurückgreifen möchtest, die dir bei der Planung und Durchführung deines Work and Travel Aufenthaltes hilft oder ob du lieber alles alleine organisieren möchtest.

Wenn du deinen Aufenthalt selber planen möchtest, ist es hilfreich, wenn du schon gute Norwegisch-Kenntnisse vorweisen kannst. Obwohl die meisten Norweger gut Englisch sprechen, kann es in entlegenen Gegenden sowie beim Schreiben von Bewerbungen, der Wohnungssuche oder beim Reisen im Land ein gewisses Level an Sprachkenntnissen von Vorteil sein. Außerdem musst du selber Stellenangebote finden und eventuell etwas flexibler in deinen Arbeitsvorstellungen werden. Dafür kannst du aber die Dauer und das Reisen völlig frei planen und sparst Geld!

Eine Agentur nimmt dir die wichtigsten Schritte ab und hilft dir bei der Jobsuche. Oft arbeiten sie mit verschiedenen Firmen zusammen, die schon Erfahrungen mit Work and Travellern haben. Je nach deinem Interessensgebiet sind Norwegisch-Kenntnisse dennoch notwendig. Die verschiedenen Vermittlungsagenturen haben unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen.

Jobben und Reisen als Lebenserfahrung

Geht es dir erstmal nicht darum Geld zu verdienen sondern vorrangig um das Sammeln von Lebenserfahrungen und aufregenden Begegnungen, gibt es in Norwegen zahlreiche interessante Projekte für Volunteers. Vor allem in der Sommersaison bieten sich dir viele Möglichkeiten. 

Praktikum in Norwegen

Anders als in Deutschland gestaltet sich die Praktikumssuche in Norwegen sehr schleppend. Das gilt für die Norweger ebenso wie für Ausländer. Der Grund dafür ist, dass der praktische Teil im norwegischen Studium bereits schon integriert ist. Es ist nicht üblich zusätzliche Praktika zu absolvieren. Sie werden daher auch gar nicht erst ausgeschrieben. Wenn du trotzdem ein Praktikum in Norwegen machen möchtest, ist Eigeninitiative gefragt. Schreibe die norwegischen Firmen, für die du dich interessierst, am besten direkt an und erkundige dich. Das geschieht vorzugsweise in Norwegisch oder in Englisch, sollten deine Sprachkenntnisse noch nicht so gut sein.

Weitere Infos zu Working Holidays in Norwegen findest du hier:

>> Work and Travel in Norwegen

>> Farmarbeit in Norwegen

>> Working Holiday Programme in Norwegen

Voraussetzungen für einen Job

Das Ausbildungssystem in Deutschland genießt weltweit hohes Ansehen. Vor allem im Bereich von handwerklichen Berufen. Auch in Norwegen genießen Deutsche einen guten Ruf. Doch norwegische Firmen kennen sich nicht unbedingt mit dem deutschen Benotungssystem aus und auch nicht jeder deutsche Abschluss wird in Norwegen verstanden. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, lässt du deine Noten am besten direkt in das Notensystem Norwegens umrechnen.

Wenn du dir unsicher bist, ob dein Abschluss in Norwegen anerkannt wird, wende dich am besten direkt an „NOKUT“. Eine dem Ministerium für Bildung untergeordnete Behörde, die dir mit diesen Fragen weiterhelfen kann.

Sprachkenntnisse

Norwegische Arbeitgeber erwarten von ausländischen Bewerbern solide Sprachkenntnisse. Damit meinen sie zum einen Englisch und zum anderen Norwegisch. Möchtest du dir einen Job suchen, solltest du mindestens über Grundkenntnisse in der norwegischen Sprache verfügen.

Für ausländische Studenten, die regulär in Norwegen studieren möchten, gilt dasselbe. Da die meisten Vorlesungen in Norwegisch gehalten werden und die Lektüren in Englisch verfasst sind, musst du beide Sprachen beherrschen. Deine Norwegisch-Kenntnisse werden vor Studienbeginn in einem Einstufungstest überprüft.

>> Hier norwegische Sprachzertifikate finden

Visa

Obwohl Norwegen nicht zur EU gehört, benötigst du keine Aufenthaltserlaubnis. Die Einreise ist visumfrei und nur mit einem gültigen Reisepass möglich.

Hast du vor, länger als drei Monate in Norwegen zu leben und zu arbeiten, benötigst du eine Aufenthaltserlaubnis. Diese kannst du bereits bei deiner Einreise beantragen, spätestens jedoch vor Ablauf der drei Monate. Um deine Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen, gehst du direkt zur örtlichen Polizei. Falls du bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Festanstellung hast, musst du darlegen, dass du über genügend finanzielle Mittel verfügst, um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Konto/Kreditkarte

Norwegen hat nicht den Euro als Währung, sondern die Norwegische Krone. Wenn du dein deutsches Bankkonto in Norwegen nutzt, fallen meist Umrechnungsgebühren an. Solltest du vorhaben für längere Zeit zu bleiben, ist es deshalb sinnvoll, ein Konto vor Ort zu eröffnen.

Für die Eröffnung eines Kontos benötigst du eine D-Nummer oder P-Nummer und einen gültigen Reisepass. Die D-Nummer kannst du bereits von Deutschland aus beantragen. Sie ist eine Art vorläufige P-Nummer.

Gehe am Besten persönlich zu der Bank deiner Wahl und lass dich beraten.

Übrigens: In Norwegen ist es weitgehend üblich bargeldlos zu bezahlen, auch kleine Beträge werden mit EC- oder Kreditkarte bezahlt.

Bewerben in Norwegen

Die Bewerbung ist der deutschen sehr ähnlich. Sie besteht aus einem Anschreiben und deinem Lebenslauf.

Hebe deine Qualifikation und Motivation für die Stelle hervor. Anders als in Deutschland üblich, hat das Anschreiben keine Anrede sondern nur einen Betreff. In der Regel verlangen Unternehmen die Unterlagen in Norwegisch, falls du in der Sprache noch nicht fit genug bist, kannst du dich auch in Englisch bewerben.

Solltest du aktuell keine ausgeschriebenen Stellen finden, die zu dir passen, dann schicke einfach eine Initiativbewerbung raus. Diese sind üblich in Norwegen und werden auch gerne gesehen.
Auf den norwegischen Gelben Seiten (www.gulesider.no) findest du alle Unternehmen der verschiedenen Branchen gelistet. Auch die deutsch-norwegischen Handelskammer ist eine gute Anlaufstelle.

Aufbau Lebenslauf

Der Lebenslauf ist das wichtigste Dokument deiner Bewerbung. Verfasse eine kleine Zusammenfassung, die deine Stärken und Erfahrungen kurz und knackig wiedergibt und in der du darstellst, was du dem Unternehmen bieten kannst.

Zudem gibst du persönliche Informationen an, legst deinen schulischen und beruflichen Werdegang dar und sonstige Qualifikationen, die relevant für die Stelle sind. Auch geleistete Freiwilligenarbeit oder sonstiges soziales Engagement wird gerne gesehen. In norwegische Bewerbungen ist es zudem üblich, Kontaktdaten von zwei Referenzen anzugeben, mindestens eine davon sollte von einem früheren Arbeitgeber sein. Auch Hobbys und persönliche Interessen solltest du aufführen. Ein Bewerbungsfoto hinzuzufügen ist in Norwegen eher unüblich. Achte darauf, dass der Umfang deines Lebenslaufs zwei Seiten nicht überschreitet.

Zeugnisse werden erstmal nicht in die Bewerbung aufgenommen, sondern können zum Vorstellungsgespräch mitgebracht werden. Denke daran, dass du deine Zertifikate und Zeugnisse auf Englisch oder Norwegisch bereithältst.

Übersetzungsservice

Wenn dein Norwegisch noch nicht perfekt ist, macht es Sinn, dass du dich an einen professionellen Übersetzer wendest. Deinen Unterlagen sollten auf jeden Fall fehlerfrei sein. Achte aber auch darauf, deine Sprachkenntnisse nicht zu verfälschen und dich besser zu machen als du bist, sonst enttäuscht du im persönlichen Gespräch. Bei internationalen Unternehmen ist es in der Regel üblich, die Bewerbung in Englisch einzureichen. Deine Uni bietet dir die Übersetzung deines Transkripts oft kostenlos an, wobei du dann nur eine englische Version bekommst. Vor allem, wenn du Arbeitszeugnisse oder Zertifikate mitschicken möchtest, musst du diese beglaubigt von einem professionellen Übersetzungsservice übersetzen lassen .

Bewerbungsgespräch

Sind die ersten Hürden geschafft und du wirst zum Vorstellungsgespräch eingeladen, kommt es auf deine Selbstpräsentation an. Gehe gut vorbereitet in das Gespräch und informiere dich ausführlich über das Unternehmen. Das Interview wird oft in Englisch geführt, es wird aber von dir erwartet, dass du spätestes bei Arbeitsbeginn die norwegische Sprache beherrscht. Das Vorstellungsgespräch läuft in der Regel sehr entspannt ab. Anders als in Deutschland sind dabei Fragen zum Privatleben durchaus üblich.

Grundsätzlich sind Norweger lockerer und weniger formell als wir Deutschen. Es gibt flache Hierarchien und den Vorgesetzten zu duzen ist völlig selbstverständlich.

Wenn du dich von Deutschland aus bewirbst, kann es vorkommen, dass vor dem tatsächlichen Vorstellungsgespräch ein kurzes Telefoninterview durchgeführt wird. Besteht Interesse an dir, wirst du zu einem weiteren Gespräch eingeladen. Solltest du dich zu diesem Zeitpunkt noch in Deutschland befinden, würde das Interview wahrscheinlich über Skype stattfinden, dabei gelten die gleichen Regeln wie bei einem persönlichen Gespräch.

Achtung! Teste vorher deine Internetverbindung und vermeide mögliche Störquellen in deiner Nähe wie Telefon oder Personen.

Auslandsjob Norwegen - Linktipps

Wie fast überall auf der Welt sind auch in Norwegen mittlerweile fast alle Jobangebote in Online-Jobbörsen zu finden.

  • Umfangreiche und bekannte Stellenbörse für Jobs in Norwegen.
  • Norwegischer Ableger der auch in Deutschland sehr populären Stellenbörse Jobs.com.
  • Freie Stellen in Norwegen werden außerdem auf dem Europäischen Portal zur Beruflichen Mobilität (EURES) eingestellt
  • Auf der Website der NAV findest du eine Stellendatenbank der Arbeits- und Wohlfahrtsverwaltung. Die Serviceangebote der NAV sind auch aus dem Ausland zugänglich.

>> Tipp: Einige Unternehmen inserieren offene Stellen ausschließlich auf ihren eignen Webseiten.

Auslandsjob-Buchtipp

Auf nach Norwegen: Jobs, Studium & Praktikum

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