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Teil 2 | 50 Tipps für Backpacker & Individualreisende

Bei eingefleischten Backpackern und Working-Holiday-Makern sammeln sich im Laufe der vielen Reisen eine ganze Menge Erfahrung an - sozusagen ein ‚Gewusst-wie‘ des optimalen Reisens. Dieses Work & Travel-Know-How geben wir gerne an dich weiter. Jeder Tipp für sich ist eine gute Hilfestellung für dein ganz persönliches Backpacking-Abenteuer. Dabei beziehen sich die Tipps vor allem auf das "Travel" innerhalb des "Work & Travel". Diese Hinweise und Tipps dienen dir als zusätzliche Unterstützung für deine Backpacking-Reise, damit dein Work & Travel möglichst entspannt und einmalig verläuft. In diesem Sinne: Have a nice Trip!

Wichtige Dokumente sichern

Vor der großen Reise solltest du auf jeden Fall alle wichtigen Dokumente sichern - sowohl digital als auch in Papierform. Niemand wünscht sich ein solches Szenario, aber falls der Ernstfall eintritt, bist du dann einfach besser vorbereitet. Beispielsweise kommst du mit einer Kopie deines Reisepasses deutlich schneller an einen neuen Pass. Von folgenden Dokumenten solltest du auf jeden Fall Kopien und Scans anfertigen: Reisepass, Personalausweis, Führerschein, internationaler Führerschein und ggf. (Arbeits-)Zeugnisse. Diese Dokumente kannst du beispielsweise in digitaler Form in deinem E-Mail-Fach, in der Cloud oder auch auf einem USB-Stick speichern. Außerdem verstaust du am besten auch ein paar Kopien in Papierform in deinem Backpack. Auch die Sperrnummern für deine Bank- oder Kreditkarten solltest du an einem Ort sichern, auf den du im Verlustfall schnell zugreifen kannst. Alternativ kannst du dir den zentralen Sperr-Notruf 116 116 merken, den du mit der Vorwahl 0049 auch aus dem Ausland erreichst.

Mehrfach-Steckdose

Backpacker brauchen immer mehr elektronische Geräte: Kaum jemand möchte beim Backpacking heute noch auf Smartphone, Tablet, Laptop und Co verzichten. Doch all diese Geräte müssen regelmäßig mit Strom versorgt werden, was beim ständigen Unterwegs-sein nicht ganz so leicht ist. Damit du die manchmal rar gesäten Stromquellen optimal nutzen kannst, gehört eine Mehrfach-Steckdose bzw. eine Verteiler-Steckdose auf jeden Fall in deinen Backpack. So kannst du mit nur einer Steckdose mehrere Geräte gleichzeitig laden. Die Verteiler-Steckdose solltest du unbedingt bereits aus Deutschland mitbringen, da du unterwegs kaum eine Mehrfach-Steckdose für deutsche Stecker finden wirst!

Allround-Adapter

Die Steckdosen können rund um den Globus ganz unterschiedlich aussehen. Damit du dein elektronisches Equipment unterwegs überhaupt nutzen kannst, brauchst du unbedingt einen Steckdosen-Adapter. Den bekommst du zwar meist auch vor Ort, es ist aber sinnvoll, bereits einen von zuhause mitzunehmen. Dann kannst du direkt nach der Ankunft im Zielland deine Elektronik wieder zum Laufen bringen. Mit einem Allround-Adapter bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite, denn weltweit gibt es 14 verschiedene Steckdosen-Typen. Damit kannst du mehrere Länder bereisen und musst nur einen Adapter mitnehmen.

Bed Bugs

Bed Bugs sind ein sehr unangenehmes, für Backpacker aber leider sehr wichtiges Thema. Beim Backpacking wirst du unweigerlich immer wieder mit diesem Thema in Berührung kommen, denn es gibt sie leider noch viel zu oft. Da die Bisse der Bettwanzen wirklich unangenehm jucken, unschön aussehen und du dein gesamtes Hab und Gut aufwendig reinigen musst, wenn du sie dir einmal eingefangen hast, solltest du besonders vorsichtig sein. Die App „Bed Bug Proof“ beispielsweise gibt hilfreich Tipps, wie du das Ungeziefer frühzeitig aufspürst. Außerdem hilft eine Leuchtlupe dabei, die Viecher zu identifizieren. Diese solltest du vor allem in Hostels nutzen, die in punkto Hygiene keinen guten Eindruck  auf dich machen. Da Bed Bugs meist in Schlafsäcken eingeschleppt werden, sind diese in vielen Backpacking Hostels verboten.

Backpacking Travel Apps

Backpacker nutzen immer mehr Technologien, um ihren Backpacking Trip so angenehm wie möglich zu gestalten. Das solltest du auch tun, denn dank Smartphone, Tablet und Co kannst du viele typische Herausforderungen beim Backpacking viel leichter und schneller lösen. Wo befindet sich das beste Café zum Frühstücken, wie finde ich Gleichgesinnte, wie viel kostet das in Euro, wo finde ich kostenloses WLAN oder auch einen Schlafplatz für die nächste Nacht - alles Probleme, die sich heute blitzschnell mit einer App lösen lassen. Suche dir daher vor deinem Trip die besten Backpacking Reise-Apps raus und installiere sie auf deinem Phone. Unsere Favoriten für Backpacker sind: Foursquare, SeatGuru, Hostelworld, Wi-Fi-Finder, ConvertMe, Google Translate, Google Maps, MeetUp und Couchsurfing.

Book Exchange

Tue dir und vor allem deinen Rücken einen Gefallen: Packe bloß nicht zu viele Bücher ein! Mehr als ein Buch geht gar nicht. Unterwegs gibt es in allen guten Backpacking Hostels einen Book Exchange, wo du dein ausgelesenes Buch gegen ein neues tauschen kannst. Eine gute Alternative ist außerdem ein elektronischer E-Book-Reader. Damit kannst du hunderte Bücher durch die Weltgeschichte tragen, ohne deinem Rücken zu ruinieren. Vor allem für Langzeitreisende und Leseratten ein absolutes Muss!

Backpacking Packliste

Auch wenn du denkst, du brauchst keine: Eine Packliste ist beim Backpacking ein absolutes Muss! Sie bewahrt dich vor dem fatalen Fehler, zu viel einzustecken. Du kannst dir genau überlegen, was du wirklich brauchst, und gehst gleichzeitig sicher, dass du nichts Wichtiges vergisst. Im Internet findest du zahlreiche Packlisten, druck sie dir am besten aus, gehe sie Punkt für Punkt durch und überlege ganz genau, was DU davon wirklich brauchst. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du etwas brauchst oder nicht, lasse es zuhause. Unterwegs kannst du so gut wie alles kaufen. Weniger ist beim Backpacking immer mehr. In deinen Rucksack gehören nur Sachen, die du auf jeden Fall brauchen wirst.

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WWOOF und Help Exchange

WWOOF und andere Help-Exchange-Netzwerke bieten eine wunderbare Möglichkeit, beim Backpacking hinter die Kulissen deines Gastlandes zu schauen, Einheimische zu treffen und dabei auch noch Geld zu sparen. Im Gegenzug für ein paar Stunden Arbeit pro Tag erhältst du von deinen Gastgebern freie Unterkunft und Verpflegung. Dabei erlebst du das authentische Leben in deinem Gastland, knüpfst Kontakte zu Einheimischen, verbesserst deine Fremdsprachenkenntnisse und lebst oft in atemberaubend schönen Gegenden. Über das WWOOF-Netzwerk (World Wide Opportunities on Organic Farms) findest du vor allem kleine, ökologische Landwirtschaftsbetriebe. Über Help-Exchange-Dienste wie HelpX oder Workaway findest du auch Privatpersonen, kleine Betriebe und Hostels.

>> Erfahre mehr zum Thema WWOOF

Tandem-Partner

Du möchtest Work and Travel ganz allein machen und hast Angst, unterwegs nicht genug Leute kennenzulernen? Dann suche dir vor Ort einen Tandem-Partner! Damit schlägst du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Du lernst nette Locals kennen, bleibst nicht allein und treibst deine Fremdsprachenkenntnisse enorm voran. Ein Tandem ist nicht nur eine der effektivsten und spaßigsten Methoden, eine neue Sprache zu lernen, es ist auch vollkommen umsonst. Auch in der Heimat kannst du dir bereits einen Tandem-Partner suchen. So verbesserst du deine Sprachkenntnisse schon vor dem Work-and-Travel-Aufenthalt, bereitest dich ideal auf deine Backpacking-Reise vor und triffst vielleicht schon einen Local aus deinem zukünftigen Gastland. Einen Tandempartner findest du am einfachsten über das Internet auf speziellen Websites, Portalen oder in Facebook-Gruppen sowie häufig auch an den Schwarzen Brettern der Universitäten.

Open-Return-Ticket

Ein Open-Return-Ticket ist für eine lange Backpacking Reise einfach ideal, denn: Es kommt immer alles anders, als man denkt. Mit einem solchen Ticket bleibst du flexibel, denn du hast keinen festen Rückflugtermin. Das Ticket ist in der Regel ein Jahr gültig. Das Rückflugdatum bleibt entweder offen oder du kannst es später kostenlos ändern. Zwei bis drei Monate vorher solltest du deinen Rückflugtermin jedoch fest einbuchen. Manchmal kann auch der Abflugort kostenlos oder gegen einen kleinen Aufpreis umgebucht werden. Das lohnt sich vor allem für Backpacker, die in riesigen Ländern wie Australien, Kanada oder den USA unterwegs sind. Das Open-Return-Ticket lohnt sich für alle Backpacking Trips, die länger als sechs Monate dauern.

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Besorge dir eine SIM-Karte fürs Ausland

Wenn du länger als vier Wochen in einem Land unterwegs bist, lohnt sich eine lokale SIM-Karte auf jeden Fall. Damit kannst du auch unterwegs mit neuen Bekanntschaften und mit den Daheimgebliebenen kommunizieren. Besonders die Nutzung des mobilen Internets ist unterwegs superpraktisch, denn du kannst jederzeit kostengünstig zum Beispiel über WhatsApp mit den Lieben daheim kommunizieren. Außerdem erleichtern dir viele Apps die Navigation an einem neuen Ort. So findest du immer schnell das beste Restaurant in deiner Nähe, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten um dich herum oder auch einen Schlafplatz. Auf jeden Fall solltest du im Ausland Daten-Roaming mit deiner deutschen SIM-Karte vermeiden. Insbesondere gilt das für Destinationen außerhalb der EU, wo dir dadurch extrem hohe Kosten entstehen können. Aber auch in den EU-Ländern lohnt sich bei längeren Aufenthalten auf jeden Fall eine extra Auslands-SIM-Karte.

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Backpacking Discount-Karten

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Discount-Karten für Backpacker, mit denen du bei deinem Work-and-Travel-Trip etliche Dollar sparen kannst. Denn nicht nur Studenten erhalten Rabatte bei Hostel-Übernachtungen, Touren, kulturellen Einrichtungen etc., auch mit der richtigen Discount-Karte kannst du viel Geld sparen. Meist bezahlst du einen Jahresbeitrag, der in etwa zwischen 20 und 50 Euro liegt und erhältst dann Rabatte auf Hostel-Übernachtungen, mitunter aber auch auf Flüge, Bus und Bahn, Automiete, Sehenswürdigkeiten und Touren in deiner Backpacking-Destination. Zu den bekanntesten Discount Cards zählt die Hostelling International (HI) Card, die VIP Backpackers Discount Card, die NomadsWorld Discount Card oder die BBH Discount Card in Neuseeland.

House Sitting

House Sitting ist ein großartige Möglichkeit, beim Backpacking wie ein Einheimischer zu leben und jede Menge Geld zu sparen. Was könnte ein echtes Backpacker-Herz glücklicher machen? Als House Sitter hütest du die Häuser oder manchmal auch Wohnungen der verreisten Besitzer. Die Unterkünfte sowie auch Zeiträume von House-Sitting-Einsätzen sind ganz unterschiedlich. Manchmal passt du auf eine riesige Villa mit Swimmingpool am Stadtrand auf, ein anderes Mal vielleicht auf eine gemütliche Dachgeschoss-Wohnung mitten im Zentrum. Deine Hauptaufgabe besteht darin, mit deiner bloßen Präsenz potentielle Einbrecher abzuschrecken. Meist versorgst du außerdem die Haustiere, gehst Gassi, kümmerst dich um die Post und hältst eventuell noch den Garten in Schuss. Im Gegenzug kannst du kostenfrei im Haus wohnen. Die Einsätze können von ein paar Tagen bis hin zu mehreren Monaten dauern. Um House Sitter zu werden, musst du dich kostenpflichtig auf einem der führenden Portale für House-Sitting-Jobs anmelden, zum Beispiel auf TrustedHousesitters.com. Auch wenn es gerade für Neulinge nicht immer leicht ist, an einen solchen Job zu kommen, lohnt sich ein Versuch für solch eine einmalige Erfahrung allemal!

Internationaler Führerschein

Wer seinen Backpacking Trip am liebsten im eigenen Wagen erleben möchte, sollte auf jeden Fall einen internationalen Führerschein einpacken. Der ist zwar nicht mehr in allen Ländern verpflichtend, wird aber immer gern gesehen, denn er enthält alle wichtigen Informationen auch in den wichtigsten Fremdsprachen wie Englisch, Französisch etc. Das ist beim deutschen bzw. europäischen Führerschein nicht der Fall und kann daher bei Verkehrskontrollen, Autovermietern oder Autokauf zu Problemen führen. Der internationale Führerschein kostet nur ca. 15 Euro und er ist schnell beantragt, da du ihn bei der Beantragung sofort mitnehmen kannst. Es spricht also nichts dagegen, sich dieses wichtige Dokument vor der großen Backpacking Reise zu besorgen. Allerdings darfst du auch deinen deutschen Führerschein nicht zuhause liegen lassen, da der internationale nur in Verbindung mit dem deutschen Führerschein gültig ist!

Backpacking Kreditkarte

Auf eine Kreditkarte kann heute kaum ein Backpacker verzichten und falls doch, ist alles viel komplizierter. Mit einer Kreditkarte kannst du unkompliziert online Flüge, Hostels und Touren reservieren oder buchen. Ein weiterer großer Vorteil: Mit vielen Kreditkarten kannst du weltweit kostenlos Bargeld abheben, zum Beispiel mit der DKB Kreditkarte. So kannst du jederzeit schnell auf deine Geldreserven auf dem deutschen Konto zugreifen, ohne hohe Gebühren und tagelanges Warten. Da du jederzeit an dein Geld in der Heimat kommst, musst du auch keine großen Geldsummen beim Backpacking mit dir rumschleppen.

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Working Hostels

Wenn du beim Backpacking auch ein bisschen Geld verdienen möchtest, sind sogenannte Working Hostels eine interessante Option für dich. Diese Hostels kooperieren mit Arbeitgebern in der Umgebung und vermitteln ihren Gästen direkt Jobs. In der Regel handelt es sich um Erntearbeit und andere Landwirtschaftsjobs. Dementsprechend findest du Working Hostels hauptsächlich in ländlichen Gegenden. Insbesondere in den beliebtesten Work-and-Travel-Destinationen Australien und Neuseeland gibt es zahlreiche Working Hostels. Am besten recherchierst du die Adressen vorab im Internet und erkundigst dich telefonisch, ob es derzeit genug Arbeit gibt. Das ist definitiv die einfachste und schnellste Möglichkeit, beim Backpacking einen Job zu finden und die Reisekasse unterwegs aufzubessern. Auch die Aufenthaltsdauer ist in einem Working Hostel meist flexibel: Von einer Woche bis hin zu mehreren Monaten ist alles drin.

Flexible Bustickets

Wenn dir die Zeit, der Mut oder einfach die Lust fehlt, dir bei einem Work & Travel- bzw. Backpacking-Trip ein eigenes Auto anzuschaffen, ist der Bus meist die günstigste Alternative. Das Bus-Streckennetz ist in den meisten Work-and-Travel-Ländern sehr gut ausgebaut und effizient. Um noch mehr Geld zu sparen, solltest du dich über die flexiblen Buspässe informieren. Du kannst beispielsweise ein Ticket für eine bestimmte Strecke kaufen und diese innerhalb eines bestimmten Zeitraums abfahren. Unterwegs kannst du so oft aussteigen, wie du möchtest. Das kommt den Bedürfnissen von Backpackern und Work and Travellern entgegen, die nicht einfach nur von A nach B fahren möchten, sondern auch etwas vom Land sehen wollen. In manchen Ländern gibt es auch Kilometerpässe, bei denen du eine bestimmte Anzahl an Kilometern kaufst, die du dann abfahren kannst. Das bietet dir noch mehr Freiheit bei deiner Reiseroute.

Flexible Air-Pässe

Genauso wie flexible Bustickets gibt es auch flexible Airpässe. Vor allem in Ländern, die fast so groß sind wie ein ganzer Kontinent, ist das sehr sinnvoll und hilft dir, beim Backpacking viel Geld zu sparen. Für Australien gibt es beispielsweise den Visit Australia Airpass von Singapore Airlines, mit dem du bis zu zehn Inlandsflüge innerhalb eines Jahres machen kannst. Für Nordamerika gibt es den USA Airpass von Jet Blue oder den Nordamerika Airpass der Star Alliance für die USA und Kanada.

Reise ohne Plan

Spontanität, Überraschungen und das Ungeplante machen den Reiz des Backpackings aus. Vorab ist meist nichts organisiert, du suchst dir deine Unterkunft und Transportmittel erst vor Ort. Daher solltest du als Backpacker möglichst ohne vorgefertigten Plan, Meinungen und Ideen reisen. Lass dich vom Leben überraschen, entspann dich und lass dich einfach treiben. Das ist deine Gelegenheit, mal ganz auf das Leben zu vertrauen und vollkommen im Hier und Jetzt zu leben. Bleib länger an den Orten, an denen du dich rundum wohl fühlst, statt vermeintliche Must-Sees auf der To-do-Liste abzuhaken. Lass dich von Menschen inspirieren, die du unterwegs triffst. Schließe dich anderen Backpackern an und reise dann wieder eine Zeit lang allein - je nachdem, was sich im jetzigen Moment richtig anfühlt. Frage Locals nach ihren Lieblingsorten und besuche diese. Lass dich vom natürlichen Fluss des Lebens verzaubern, statt alles im Voraus zu planen.

Stopover-Destinationen

Wenn du für deinen Backpacking Trip ans andere Ende der Welt nach Australien oder Neuseeland fliegst, legst du auf der Strecke auf jeden Fall einen Zwischenstopp ein. Meist erfolgt dieser in einer asiatischen Metropole wie Singapur, Bangkok oder Hongkong. Flüge in die andere Richtung über Nord- und Südamerika sind zwar seltener und meist teurer, aber auch möglich. Für Backpacker ist es sinnvoll, diesen Zwischenstopp für einen längeren Aufenthalt zu nutzen. So lernst du auf deiner Reise noch ein anderes Land oder sogar eine ganze Region kennen, ohne dass dadurch zusätzliche Flugkosten entstehen. Viele Australien- und Neuseeland-Backpacker hängen auf der Rückreise beispielsweise noch einen längeren  Backpacking-Trip durch Südostasien ran. Um das meiste aus deinem Stopover rauszuholen, lässt du dich am besten von einem auf Work and Travel spezialisierten Flugexperten beraten. Eventuell ist auch ein Round-the-World-Ticket interessant, mit dem du noch weitere Kontinente bereisen kannst.

Backpacking Reise-Tagebuch

Auch wenn immer mehr digital läuft, ein schönes analoges Notizbuch oder Reisetagebuch sollte in deinem Gepäck auf jeden Fall Platz finden. Es lohnt sich unheimlich, unterwegs die vielen Eindrücke, Erlebnisse und manchmal auch die eigenen Gefühle festzuhalten. Vieles von dem, was du erlebst, wird sonst für immer verloren gehen. Allein an die Namen der Orte, die du auf so einem Backpacking-Trip alle besuchst, wirst du dich schon in wenigen Jahren nicht mehr erinnern können, geschweige denn an all die Menschen, die dir unterwegs begegnen. Auch kleine Erinnerungsstücke und Souvenirs, die du unterwegs findest, kannst du dort einkleben. Später ist es ein Erinnerungsstück, das du nicht missen möchtest! Falls du ein Blog oder einfach nur detaillierte E-Mails an die Daheimgebliebenen schreibst, kannst du in so einem Notizbuch unterwegs wichtige Infos und Facts notieren, die deinem Kurzzeitgedächtnis sonst blitzschnell entgleiten würden.

Probier was Neues beim Backpacking

Eine große Backpacking-Reise ist der ideale Moment, um mal etwas ganz Neues auszuprobieren. Egal ob Skydiving, Salsa tanzen oder ein Tauchkurs - Es gibt unendlich viele spannende Aktivitäten, die du beim Backpacking ausprobieren kannst und solltest. Da du dich ohnehin schon auf einer solch mutigen Reise befindest, ist es genau der richtige Moment, um die Grenzen deiner Komfortzone noch weiter auszuloten. Besonders spannend ist es, Dinge auszuprobieren, die fest in die lokale Kultur verankert sind. So tauchst du noch tiefer in die Kultur ein, bekommst ein besseres Verständnis dafür, lernst Locals kennen und hast jede Menge Spaß dabei. Zweifelsohne ist das die bessere Möglichkeit, einen neuen Ort zu erleben, als Sehenswürdigkeiten abzuklappern.

Kostenlose Veranstaltungen finden

Auf eines legt jeder Backpacker Wert: Beim Reisen möglichst viel  Geld zu sparen. Denn: Je weniger Geld du ausgibst, desto länger dauert deine Backpacking-Reise. In allen größeren Städten gibt es etliche Dinge, die du vollkommen kostenlos machen kannst. Du solltest herausfinden, was das in deiner Stadt ist. Je kreativer du dabei wirst, desto spannender wird es meist. Du kannst eine neue Stadt beispielsweise einfach zu Fuß erkunden, statt ein überteuertes Ticket für den Touri-Bus zu kaufen, und an jeder Ecke abwechselnd rechts und links abbiegen. Du kannst dir ein bestimmtes Thema für eine Foto-Safari durch deine neue Heimat überlegen - beispielsweise Street Art, Balkone oder Türen - und dann mit der Kamera bewaffnet losziehen. In Stadtmagazinen, speziellen Backpacker-Zeitschriften, Tageszeitungen und Blogs findest du kostenlose Events und kulturelle Veranstaltungen in deiner Nähe. Auch auf Webseiten wie couchsurfing oder MeetUp findest du viele kostenlose Events, auf denen du meist auch Locals triffst.

Besuche lokale Märkte

Backpacker sind als Individualreise eher an authentischen, lokalen Erlebnissen interessiert, als am stupiden Abklappern der Sehenswürdigkeiten. Eine der besten Möglichkeiten, unterwegs die lokale Kultur zu erleben, ist zweifelsohne ein Besuch auf einem lokalen Markt. Das kann Streetfood sein, ein Trödel-Markt oder auch ein Bauern-Markt, auf dem Landwirte aus der Region ihre frischen Waren feilbieten. Du erlebst die lokale Kultur hautnah, triffst interessante Menschen, findest tolle Foto-Motive und kannst dich günstig mit leckerem, lokalen Essen versorgen. Kleiner Tipp für Sparfüchse: Kurz vor Schluss gehen Lebensmittel auf Märkten in der Regel zu deutlich niedrigeren Preisen über die Theke.

Tampons und Taschentücher

Am Schluss noch ein wichtiger Hinweis für die Mädels: Pack einen Vorrat an Tampons oder noch besser eine Menstruationstasse ein. Tampons sind in manchen Teilen der Welt schwer zu finden und meist übertrieben teuer. Es lohnt sich daher, ein bis zwei Packungen mitzunehmen. Wenn du wirklich lange unterwegs bist, ist eine Menstruationstasse, auch als Moon Cup bekannt, ideal. Diese ist abwaschbar und du kannst sie immer wieder benutzen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Geldbeutel. Auch Taschentücher sind in vielen Ländern außerhalb Europas ein rares Gut und meist nur in großen Kleenex-Boxen zu finden. Da die kleinen Packungen wie wir sie kennen beim Backpacking viel praktischer sind, solltest du auch davon einen Vorrat einpacken.

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