Ehrenamt statt Studiengebühren? In Niedersachsen soll es bald möglich sein. Bedingung: Die Tätigkeit sollte eine inhaltliche Nähe zum Studium haben.
Die niedersächsischen Hochschulen sind nicht einig in der Frage, ob die Studiengebühren in Höhe von 500 Euro pro Semester flexibler gestaltet werden sollen.
Einigkeit herrscht in den Universitäten dagegen darüber, dass Studenten für ehrenamtliches Engagement wie Gremienarbeit die Studiengebühren erlassen oder gesenkt werden könnten. Das hatte Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) im Januar diesen Jahres vorgeschlagen.
Alle befragten Hochschulen unterstützen die Pläne der Landesregierung, sozial engagierten Studenten die Gebühren ganz oder teilweise zu erlassen. Dabei müsse jedoch jeder Einzelfall gesondert betrachtet werden. Der Erlass dürfe nur für Tätigkeiten gelten, die eine inhaltliche Nähe zum Studium aufweisen, hieß es.
Die Leuphana Universität Lüneburg will ehrenamtliches Engagement bereits ab dem kommenden Semester belohnen. Studenten aller Fachrichtungen könnten im Grundstudium das Seminar “Freiwilligenarbeit zum Ausbau sozialer Kompetenzen” besuchen und dadurch sogenannte Credit Points für ihr Studium erwerben.
Quelle: www.hna.de